Dubai - ein Superlativ

  • Quote from "Aedificium"

    :


    Nebenbei: Ich würd mir ja auch niemals, auch wenn ich könnte, ein Haus im Westend von Sylt kaufen. Das ist ja eh bald weg!


    Nicht nur das, als vor einigen Jahren das schlimme Hochwasser an Elbe, Saale, usw. herrschte, stellte sich heraus, daß in einigen Gemeinden nach der Wende Überschwemmungsland als Bauland ausgewiesen worden und mit Einfamilienhäusle bebaut worden war. Anschließend haben die Leute darüber gejammert, daß ihnen im ersten Stock der Teppichboden weggeschwommen ist. Dummheit und Gier gehen köstliche Verbindungen ein.

  • Also ich möchte hier Wissen.de ganz einfach mal ein Stück weit rechtgeben. Die einhellige Verurteilung des Baugeschehens in Dubai erstaunt mich auch. Klar, natürlich käme auch für mich eine Stadt ohne jegliche Geschichte niemals in Frage und die sozialen Probleme werden sich dort noch verschärfen.


    Aber ein Wolkenkratzer wie der Burj Dubai macht auf mich einen äusserst ästhetischen und Formschönen Eindruck, ganz anders als die Kuben und Kisten der 60'er Jahre. Dieser Turm wird in 50 Jahren auch historisch sein und einen ähnlichen Wert haben wie heute das Empire State Building oder Chrysler in NY. Und vom Optimismus und Vorwärtsstreben der Arabischen Welt könnten sich bei uns wirklich einige was abschauen!


    Wer Dubai ausschliesslich als Größenwahn sieht, der sollte auch so architektonisch simple Wahnbauten wie die Pyramiden abtun. Was war das für ein sozialer Skandal: Die Ausbeutung der Sklaven! Oder den für eine mittelalterliche Stadt von 30.000 Einwohnern geplanten, in seiner Zeit völlig überdinensionierten und jahrhundertelang nicht zu bewältigenden Bau des Kölner Doms. Oder das New York vor 80 Jahren, das damals ohne jeglichen Vergleichsmaßstab war.


    Merkwürdig ist, dass diese Wahnsinnsbauten - die damals genauso revolutionär und teilweise auch ohne umfassenden Rückgriff auf Traditionen geschahen - heute nicht nur noch stehen - sondern teilweise sogar UNESCO Welterbe und allgemein anerkannt sind.
    Versteht mich nicht falsch: Für mich ist Dubei keine Idealstadt, aber es wird sich behaupten und nicht im Meer versinken oder was uns Umwelthysteriker sonst noch einreden wollen.


  • Wenn Dir die Wolkenkratzer gefallen, dann ist das Dein heiliges Recht, das Du doch nicht mühselig unter Herbeibemühung sämtlicher Großprojekte der Architekturgeschichte unterfüttert bemüht zu sein bräuchtest. :zwinkern:
    Aber die Vergleich hinken ein wenig, über den Bau der Pyramiden wissen wir gar nichts; sie sind vom Wesen her so unägyptisch wie nur irgendetwas; wahrscheinlich stammen sie von einer untergegangenen Hochkultur und sie wurden von den Ägyptern möglicherweise nur in Besitz genommen.
    Genausowenig wissen, was der Auslöser für die ungeheure Bauleistung der gotischen Kathedralen war, wir wissen zwar, wo die ersten entstanden sind, aber die ungeheure geistige Leistung, dieses gedankliche Atomkraftwerk, das sozusagen innerhalb kleiner, geduckter Städte diese Gebirge aus Stein und Glaube erschuf, ist uns verlorengegangen und mir stockt beim Gedanken daran der Atem.


    Dahingegen lassen mich die Hochbauten der Moderne kalt, einfach, weil ihnen der spirituelle Kern fehlt, sehr einfach ausgedrückt. Sie rangieren unter die Hybris des Industriezeitalters, nach dem Motto:
    "Höher, länger, weiter" und so frag' ich mich:
    "So what :?: "

  • @ Friedrich von Gaertner


    Also kalt und einfach sind die ägyptischen Pyramiden auch, oder siehst du an denen irgendwelche Ornamente? :lachen:


    Was ich sagen wollte: Gemessen am Stand der damaligen Technik waren die Großprojekte der Antike oder des Mittelalters keinen Deut kleiner als heute Dubai. Dubai ist absolut nix neues. Vor 3000 Jahren war eben Ägypten der Nabel der Welt, das Mittelalter gilt vielen Historikern als das deutsche Zeitalter und Anfang des 20. Jahrhunderts wuchsen Bevölkerung und Wirtschaft nirgends so stark wie in Amerika. Heute boomen eben Südostasien und dank Öl Dubai. Und deswegen herrscht der Größenwahn heute eben hier.


    Und was die Kälte und Funktionalität der Moderne betrifft: Gerade Dubai zeigt ja, dass diese mehr und mehr überwunden wird. Die Hochhäuser der 60'er und 70'er Jahre - nehmen wir das Seagram Building als Prototyp - waren tatsächlich Kuben und Kisten. Die neuesten Modelle aber - etwa der Burj Dubai oder der Chicago Spire - sind derart elegant geschwungen, dass man tatsächlich feststellen muss: Die Zeit des rechten Winkels ist vorbei!


    Und nochwas ist beachtenswert: Dubai baut sich eine - nätürlich fiktive und so nie dagewesene - Altstadt. In Dubais Moderne ist also das Aufgreifen traditioneller Formen und Materialien kein Tabu! Gilt das auch für Deutschland, oder werden bei uns sogar relativ gute Rekos als Disneyland bezeichnet?
    In Dubai hat man geschnallt, dass der Mensch neben der Moderne auch eine Altstadt zum Wohlfühlen braucht und dass selbst eine frei erfundene besser sein kann als gar keine. Gilt das auch für die Verantwortlichen bei uns? Ich finde, wir können einiges von Dubai lernen.

  • [quote="jojojetz"]@ Friedrich von Gaertner


    Also kalt und einfach sind die ägyptischen Pyramiden auch, oder siehst du an denen irgendwelche Ornamente? :lachen:
    quote]


    Ich fürchte, Du hast mich nicht verstanden.

  • Der/Das Burj Dubai ist sicherlich ganz interessant. Aber im Endeffekt würde mich nichts in diese Stadt ziehen. Es wird einfach alles hochgezogen und so toll sind viele der Hochhäuser auch nicht. Dass bestimmte Wolkenkratzerfans ganz wild auf Dubai sind, kann ich ja noch verstehen, aber reisen würde ich dorthin nicht.

  • Ich finde es schade, wie die Aufbauleistung einer Gesellschaft hier bewertet wird. Anders als die großen europäischen Kulturen gab es hier keine gewachsenen Altstädte, keine Schlösser, keine Kathedralen. Und es gibt eben auch nichts zu rekonstruieren. Wie steht ihr zu den Bauten von Ludwig IVX. Paris muss vor 200-300 Jahren ähnlich maßlos auf die Leute gewirkt haben, genau wie alle anderen großen Residenzstädte. Was mögen die Leute vor 200 Jahren über den Kölner Dom gedacht haben. Heute sind alle diese Bauten Weltkulturerbe.
    Man versucht sich in Dubai eben etwas besonderes zu schaffen, etwas, was sie gegenüber anderen Städten auszeichnet - nach dem Motto größer, schneller, weiter. (Dies haben alle anderen Gesellschaften in der Vergangenheit aber auch getan --> man erinnere an den Wettstreit der Fürsten um die schönsten und größten Schlösser). Da man nicht auf die Geschichte zurückgreifen kann, orientiert man sich an der Moderne oder bedient sich Elementen anderer Kultutren. Aber haben wir dies nicht auch getan? Frankreich, Griechenland und Italien standen Pate für fast alle bedeutenden Bauten Deutschlands. Ich habe Respekt vor der Aufbauleistung. Es wäre schön, wenn man sich einmal etwas differenzierter mit dieser Stadt auseinandersetzen könnte. Kommentare wie "Was haltet ihr von der Stadt" und dann kommt als erste Antwort "Nichts", ist wenig geistreich und trägt nicht gerade zu einer inhaltsvollen und kritischen Analyse dieser Stadt bei. Ich hätte gerne mal über The Palm gesprochen, aber leider gibt es dafür scheinbar hier kein Interesse.
    Es ist bemerkenswert, dass hier so häufig die zunehmend mangelnde Qualität des Forums beklagt wird. Leider tragen solche pauschalen Meinungsäußerungen wie in diesem Strang nicht gerade zur Entkräftung dieses Vorurteils bei.

  • Quote from "Wissen.de"

    a) Da man nicht auf die Geschichte zurückgreifen kann, orientiert man sich an der Moderne oder bedient sich Elementen anderer Kultutren. Aber haben wir dies nicht auch getan? Interesse.



    b) Es ist bemerkenswert, dass hier so häufig die zunehmend mangelnde Qualität des Forums beklagt wird. Leider tragen solche pauschalen Meinungsäußerungen wie in diesem Strang nicht gerade zur Entkräftung dieses Vorurteils bei.


    zu a)


    Was hindert denn die Scheichs daran sich eine Architektur mit lokalen Bezügen entwerfen zu lassen?


    zu b)


    Weil Dir die Dinger gefallen und anderen nicht (die sich durchaus dezidiert zu den Wüstensilos geäußert haben), geht das Forum den Bach runter? :augenrollen:

  • @ FriedrichvonGaertner


    nenne mir ein Gebäude, zu dem sich hier differenziert geäußert wurde!


    Ich sage nicht, dass mir das über die Maße gefällt, was in Dubai da gebaut wird, aber alles pauschal zu verurteilen ist unredlich.


    Außerdem, wer verbietet es den Scheichs, sich in einer globalisierten Welt Stilelemanten anderer Kulturen zu bedienen.
    Oder geht es vielmehr darum, dass die Bauten in Dubai den europäischen Vorstellungen nach "Tausend und einer Nacht- Romantik" nicht entsprechen. Ich finde es anmaßend anderen Gesellschaften vorschreiben zu wollen, was unserer Meinung nach gut für sie ist und was unserer Meinung nach regionale Elemente sind und was nicht. Zudem ist zu bedenken, dass es in dieser Region bis vor 2 Jahrzehnten keine große regionale Kultur gab, einfach weil dort bis zur Entdeckung des Öls außer Wüste und ein paar einsamen Familien niemand lebte. Was ist denn dann regionale Kultur? Die Saudi-Arabiens, die Ägyptens, die des Iran oder des Irak? Wenn man keine Kulturgeschichte hat, welchen Elementen soll man sich dann bedienen? Es ist natürlich leicht, alles arabische in einen Topf zu werfen und dann zu sagen, hauptsache es sieht nach Orient aus. Ob das dann weniger Disneyland oder Las Vegas ist als das was man da jetzt baut, beweifle ich.


    Ich sage es noch mal, weil es scheinbar niemand hier wahrhaben will. Viele Schlösser des Barock sind mehr oder minder Kopien der Königsschlösser in Versailles. Regt sich da irgend jemand über mangelnde regionale Identität auf. Nein! Man bestaunt heute diese Bauten als herausragende Leistungen ihrer Zeit.


  • a) Die Ablehnung derselben wurde begründet. Auf welches dieser Gebäude soll man denn überhaupt eingehen? Ich wüßte auch nicht, was ich lange zum Vierer-Maiskolben von BMW in München schreiben sollte (ich weiß, soll vier Kolben eines Motors darstellen...)


    b) Wieso "unredlich", begründe mal bitte.


    c) Niemand verbietet das, vermutlich ist dem Sandfürsten schnurzpiepe, was wir hier schreiben. :zwinkern:


    d) Schöner wäre es schon, wenn ich in ein Land reise, freue ich mich lieber an lokaler Bezugsqualität, als am globalisierten Einheitsgedaddel.


    e) Sicher war die an Versailles orientierte Schloßbaukunst so etwas wie eine europäische Globalisierung, dasselbe ließe sich jedoch auch über die gotischen Kathedralen und ähnliche, grenzüberschreitende Entwicklungen sagen. Nur weiß ich beim Foto jeder Kathedrale oder jedes Schlosses, das man mir vorlegt, sofort in welchem Land sie oder es steht, von der individuellen Qualität der Ausführung ganz zu schweigen.


    Die Hochhäuser von Abu Dhabi könnten m.E. auch am Timmendorfer Strand oder in Malibu stehen and nobody would be any the wiser (Oliver Hardy).

  • Ich möchte nicht, dass du dies als persönlichen Angriff verstehst, aber du schreibst viel, sagst aber zum Thema überhaupt nichts, außer das Dubai sch... ist.
    Keine Differenzierung, vermutlich kennst du kein einziges Gebäude in Dubai und hast dir mal einen Artikel in einer zweitklassigen Regionalzeitung durchgelesen und übernimmst jetzt schön diese Meinung.


    Damit mal etwas mehr Substanz in die Diskussion kommt:


    Weißt dieses Hochhaus keine regionaltypischen Elemente auf (im Vordergrund)? So viel Gestaltungswille habe ich in Deutschland fast noch nie bei einem Hochhaus gesehen!




    Die Palmenprojekte sind eine Meisterleistung, die es so noch nirgends gegeben hat. Über die Häuser auf den Inseln kann man im Einzelfall streiten (sie stehen viel zu eng, ein bisschen von-der-Stange-Optik), aber sie sind innovativer als jedes Townhouse in Deutschland!



    Weist das Gebäude im Hintergrund nicht die Bemühungen zum regionaltypischen Element auf?



    Gibt es solch abwechlungsreiche Gebäude in Deutschland?



    Das Burj al Arab, von außen eines der schönsten Hochhäuser der letzten Jahre!



    Das Innere des Hotels: Kitsch? Ja durchaus, aber die Schlösser der westeuropäischen Fürsten sind es nach der Meinung vieler nicht minder.




    Überladen? Vielleicht, aber schlecht? Hier sind die Ornamente, die wir immer fordern!
    Hotel Atlantis auf The Palm:



    Der Burj Dubai:
    Innovativer ist man sonst nirgends, einer der besten Hochhausbauten der letzten 20 Jahre.




    So und jetzt kann man doch die Projekte mal konstruktiv kritisieren. Ich vermute mal, viele kennen diese Gebäude meist gar nicht!


    Quelle der Bilder: wikipedia

  • Quote

    Ich vermute mal, viele kennen diese Gebäude meist gar nicht!


    Genauso ist es! Und das gilt keineswegs nur für das APH-Forum. Die dramatischen Veränderungen in den Golfstaaten werden von den Europäern immer noch viel zu wenig wahrgenommen. Dabei werden diese Veränderungen für den internationalen Handel, Tourismus, Flug- und Schiffsverkehr sowie für die Finanzströme erhebliche Auswirkungen haben, aber auch für die internationale Architektur der Gegenwart. Die ideale geographische Lage der Golfregion zwischen den Wachstumsregionen China, Indien einerseits und Europa andererseits ist beste Voraussetzung für Dubai als künftiges Welthandelszentrum. Hier ein paar Beispiele:
    Dubai baut zur Zeit den größten Flughafen der Welt, als internationales Drehkreuz durchaus auch in Konkurrenz zu europäischen Großflughäfen..
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dubai_International_Airport\r
    de.wikipedia.org/wiki/Dubai_Inte ... al_Airport
    Der Hafen, der heute schon auf Platz 9 weltweit liegt, also vergleichbar mit Hamburg, soll bald mehr als dreimal so viel umschlagen.
    http://www.hk24.de/share/hw_online/hw2006/artikel/06_titel/06_03_12_dubei.html\r
    http://www.hk24.de/share/hw_online/hw20 ... dubei.html
    Duabi soll das wichtigste Finanzzentrum des Mittleren Ostens werden, einschließlich Indiens.
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/314/15299/\r
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/a ... 314/15299/
    Nirgends wird so viel gleichzeitig gebaut wie in in dieser Stadt. Laut Handelsblatt stehen derzeit allein 15 bis 25 % aller Baukräne weltweit in Dubai!
    http://www.handelsblatt.com/news/Boerse/Die-Finanzprofis/_pv/_p/203966/_t/ft/_b/1230936/default.aspx/die-kraene-von-dubai.html\r
    http://www.handelsblatt.com/news/Boerse ... dubai.html
    Als Steueroase mit Palmenstränden, spektakulären Hotels und attraktiven Ferienhäusern sowie als internationales Handels-, Verkehrs- und Finanzzentrum erscheint das Emirat immer mehr als eine orientalische Mischung aus Monaco, Las Vegas und Singapur. Auch architektonisch dürften hier die Vorbilder für Dubai zu suchen sein. Wenn Dubai seinen derzeitigen Wohlstand in Zukunft halten will, ist es gezwungen, sich bis in ein paar Jahren, wenn das Öl zu Ende ist, völlig verändert zu haben. Bis jetzt laufen diese notwendigen Veränderungen mit staunenswertem Erfolg und Tempo ab.
    Kritisch muss man dagegen die Zweiklassengesellschaf tin Dubai sehen, in der vor allem die Bauarbeiter aus Indien, Pakistan usw. massiv ausgebeutet werden. Auf dieser finanziellen, rechtlichen und gesundheitlichen Ausbeutung beruht das "Wachstumswunder" Dubais.
    Eine große Chance bietet das Golfemirat jedoch als Gegenbild gegenüber dem religiösen Fundamentalismus, der in dieser Region seine Wurzeln hat. Dubai ist ein Signal für die arabische Welt, dass Wohlstand durch Weltoffenheit und Handel möglich ist. Zum Fundamentalismus tragen sicher nicht zuletzt die Kränkungen einer Region bei, die sich bisher vor allem als Verlierer wahrgenommen hat und sich nicht zuletzt immer wieder mit den Palästinensern identifiziert. Die vielen Rekorde, die Dubai derzeit aufstellt, können dagegen der ganzen Region zu mehr friedlichem Seltbewusstein verhelfen. In den riesigen Shoppingmalls von Dubai stehen staunende Besucher aus vielen arabischen Ländern vor den Luxusschaufenstern von Prada und Gucci. Dort prallen die kulturellen Gegensätze aufeinander wie nirgends sonst weltweit - aber Westen und Osten kommen sich vielleicht auch nirgends näher als dort.

  • @ Mathias


    vielen Dank für deinen fachkundigen und differenzierten Beitrag. Ich hoffe auf mehr davon. Leider schlägt sich Halbwissen und gezielte Fehlinformationen seitens der Medien immer wieder durch und es entstehen auch hier im Forum Beiträge, die man nur mit Unkenntnis erklären kann. Sicher ist in Dubai nicht alles erstklassig. Aber kann man dies erwarten bei der immensen Aufbauleistung. Ich finde, Dubai hat sich gut geschlagen und den Vergleich mit der Architektur in Westeuropa und Amerika brauchen sie wirklich nicht scheuen.


  • Ist Dein Papa da zufällig Bauleiter oder so was in der Richtung, weshalb diese Vehemenz?


    Keine Angst, so schnell beleidigt mich niemand, aber 1. lese ich für gewöhnlich nur überregionale Zeitungen (FAZ), 2. finde ich die zweitklassige Regionalzeitung aufgrund des Pleonasmus schon wieder köstlich.


    Das Thema langweilt mich langsam, aber darf ich den Heißsporn mal daran erinnern, daß er eingangs die Forumsmitglieder nach ihrer Meinung zu Abu Dubbi gefragt hat? Es wäre doch einfacher gewesen, wenn Du geschrieben hättest:
    " Die dortigen Hochhäuser sind das über jede Kritik erhaben und letztere ist folglich unerwünscht." :P

  • @ FriedrichvonGaertner


    du bist echt lustig. Nenne mir doch eine Beitrag, insbesondere von dir, wo du dich explizit zu einem Gebäude in Dubai äußerst. Ich habe 3 Beiträge weiter oben viele Beispiele genannt plus Bilder. Darauf gehst du nicht mal ein, nimm doch zu den Beispielen mal Stellung und sage mir, was dir nicht passt. Darüber kann man ja reden, aber das tust du ja gar nicht, warum?


    Weder mein Herr Vater noch ich persönlich sind Bauleiter oder sonst wie in Dubai beschäftigt, aber ich respektiere die Aufbauleistungen anderer. Da kann sich Deutschland mal ein Beispiel dran nehmen, denn bevor hier auch nur eines dieser Projekte verwirklicht würde, landen die Eskimos eher auf dem Mars. In Deutschland kann man nicht mal mehr einen Flughafen bauen, ohne dass dazu 20 Jahre sämtliche Gericht bemüht werden, sich 10 Bürgerinitiativen gründen und am Ende alles scheitert, weil die siebenbürger Bacheidechse irgendwo rumschleicht. Allein der Geist, aus dem Nichts etwas zu erschaffen, nötig mir Respekt ab. Der ist bei uns leider völlig verloren gegangen.

  • Vielleicht reden wir auch permanent aneinander vorbei.
    Ob das nun eine Leistung ist, wenn sie für das Öl, für dessen Vorhandensein sie nichts können, den Strand vollbauen, mögen kompetentere Leute beurteilen.


    Ich habe noch mal in mich hinein gehorcht, letzter Einlauf:


    mein Problem ist wohl eher, daß ich Hochhäuser an sich grausig finde, egal ob sie in Frankfurt, Chicago oder Abu Dubbi stehen und es ist mir auch schnuppe, ob sie etwas verzuckerbäckert oder lotrecht und nackt daherkommen.


    Sie sind eine kalte hybride Gottlosigkeit, menschenfern und - verachtend und sie formen den Menschentyp vor dem mir graust:


    universell austauschbar, ohne Heimat, ohne Herkunft, stein- und fleischgewordene Science-Fiction - Epigonen hier und jetzt.


    Der Herr erbarme sich unser.


    Amen

  • Wenn das Siedlungsgebiet aber begrenzt ist, hat man nur zwei Möglichkeiten:


    1. man wirft einen Teil der Bewohner aus der Stadt


    2. man baut in die Höhe


    wenn man nur wenig Fläche hat wie Dubai, die man besiedeln kann, dann braucht man Hochhäuser oder versucht dem Meer Land abzuringen.


    Aber wenn du Hochhäuser generell nicht gut findest, gibt es doch oben auch andere Fotobeispiele zu Dubai, die keine Hochhäuser darstellen. Wie wäre es denn mal mit einer Meinung dazu, die nicht lautet, mir gefällt das alles nicht?

  • @Wissen


    Man kann hochhäuser so oder so bauen. Man kan ja hochhäuser in traditionelle stil wie Empire State Building bauen. Leider sind die Hochhäuser heute nur oft modernistisches und post-modernes Dreck. Die gezeigte Projekte sind halt modern oder post-modern. Die Stil gefällt mich nicht. Dann ist es egal fall sie hoch oder niedrig sind.


    Zum Thema: Historische Schibam in Yemen bietet historische Hochhäuser aus Lehm


    http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Shibam_Wadi_Hadhramaut_Yemen.jpg\r
    en.wikipedia.org/wiki/Image:Shib ... _Yemen.jpg


    Oder


    Sana


    http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Sanaa.JPG\r
    en.wikipedia.org/wiki/Image:Sanaa.JPG

  • "Gibt es solch abwechlungsreiche Gebäude in Deutschland?"


    Ja, in fast jede erhaltene Altstadt. Oder fährt mal nach München und vergleich...


    "Das Burj al Arab, von außen eines der schönsten Hochhäuser der letzten Jahre!"


    Sagt wer?


    "Überladen? Vielleicht, aber schlecht? Hier sind die Ornamente, die wir immer fordern!
    Hotel Atlantis auf The Palm:"


    Sieht Postmodern aus.


    "Der Burj Dubai:
    Innovativer ist man sonst nirgends, einer der besten Hochhausbauten der letzten 20 Jahre. "


    Das stimmt....

  • Wenn ich länger nachdenke, die einzigen Hochhäuser, die mich nolens dingsbums überzeugt haben, waren Stalins sieben Häuser am Moskauer Ring. Jedes von ihnen wirkt wie eine Stadt in sich und gemeinsam bilden sie ein riesiges Ensemble, mit zwischendurch ganz viel Luft zum Atmen.


    Aber ich frage mich, weshalb sich jemand so in dieses Thema verkneift.
    Neben meiner zweitklassigen Regionalzeitung habe ich mir lang und breit Fotos einer Familie angeschaut, die dort vor zwei Jahren Ferien gemacht hat, abends ging es in den Basar und was glaubt die werte Gemeinde, was es dort feines gab?
    Schmuck, Geschmeide, Essenzen, wenigstens vergoldete Hifi- Anlagen?
    Nö, Turnschuhe, 100 Meter rauf und wieder runten.
    Nicht besser, als hier am Stadtrand, wo sonntags auf dem Billig-Markt vor Edeka oder Real ethnische Minderheiten in Paramilitaria oder 5 - Euro - Jeans wühlen.
    Der kleinste gemeinsame Nenner global.
    Und die Würstchen, die sich auf der Palmeninsel einkaufen, würde ich gern mal fragen, was sie dort wollen oder warum sie es tun - ich möchte ganz ehrlich wissen, was einen verlockt, sich dort in der Hitze, wo alles zusammenbricht, wenn die Klimaanlagen nicht mehr funktionieren, für Abermillionen einzukaufen.
    Die würden sich wahrscheinlich auch ein Feriendomizil in Tschernobyl oder auf Guantanamo zulegen, bloß weil es von der Schickeria propagiert wird.


    :auslachendoppelt: