Hamburg - St. Pauli

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    • Hamburg - St. Pauli

      Umstrittenes Kolonialdenkmal

      Zu diesem Thema würde ich gerne mal eure Meinungen hören...

      Zur Zeit kann man sich in Hamburg das folgende Denkmal aus der Zeit des Kolonialismus ansehen:



      Ursprünglich stand es in Daressalam, kam aber nach dem Verlust der deutschen Kolonien im Ersten Weltkrieg schließlich nach Hamburg. 1968 haben die Studenten es gestürzt, danach wurde es in einem Keller eingelagert.

      Nun hat man das umstrittene Denkmal für ein paar Monate wieder aufgestellt. Auf dem Sockel ist folgende Web-Adresse zu lesen:
      afrika-hamburg.de

      Dort könnt ihr euch informieren und mitdiskutieren/abstimmen, was mit dem Denkmal geschehen soll...
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Ja, das kann schon gut sein, dass das Denkmal da schon ne Weile steht. Da ich in Hessen wohne, bin ich nun nicht so oft in Hamburg :zwinkern:

      Ich glaube, es soll für 12 oder 14 Monate stehen bleiben. Wie viel davon schon rum ist, weiß ich nicht.

      Als ich da war, gab es allerdings eine Infowand zu dem Denkmal (ist auf dem Foto nicht zu sehen).
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Nun, da offenbar keiner seine Meinung kundtun will (Desinteresse oder traut man sich nicht? :zwinkern: ), sage ich mal selbst, was ich denke.

      Geschichte, ob nun positiv oder negativ, sollte nicht in Kellern versteckt werden. Ich denke, dass das Denkmal irgendwo in Hamburg stehen sollte, ganz einfach, um auch daran zu erinnern, dass die Stadt in der Zeit des deutschen Kolonialismus eine Rolle spielte. Natürlich mit einer Tafel, die das Denkmal kommentiert, es also in einen Kontext rückt. Beim Text wäre Sensibilität gefragt: Einerseits sollte er nicht den Eindruck vermitteln, man würde der Kolonialzeit ohne jegliche Bedenken und Vorbehalte gegenüberstehen; andererseits wirkt nichts plumper als ein übertrieben erhobener moralischer Zeigefinger; das würde vielleicht sogar eher einen unehrlichen Eindruck machen. Nein, einfach die Fakten schildern ohne übertriebenes Moralisieren und ohne unangemessenes Verherrlichen.

      Übrigens auch klar, dass der Wissmann STEHEN und nicht liegen sollte. Denn die Statue auf den Rücken zu legen, wäre ein solcher moralischer Zeigefinger: Schaut her, was für gute Menschen wir sind, wir haben den bösen Kolonialherren auf den Rücken gelegt. Nein, das wäre sehr plump, scheinheilig und schlechter Stil. Wenn man den auf dem Denkmal dargestellten Herrn nicht mag, kann man sich auch auf intelligentere Art mit ihm auseinandersetzen.

      So, das war meine Meinung zu der Sache.
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • ich stimme dir zu! :gg:

      Die Kolonialzeit ist nun Mal ein Teil HH's und wenn man das Denkmal wieder abbauen würde (wenn auch nur Teilweise), wäre das nur eine Verschleierung der Tatsachen! Komplett und mit einer rationalen Infotafel wäre es hingegen ein informativer Beitrag zu einem Teil Geschichte. Das gilt auch für andere Denkmäler, ob sie nun Könige, Generäle oder Schlachten darstellen.
    • Hamburg-St. Pauli

      Teilrekonstruktion der Landungsbrücken

      Die St. Pauli Landungsbrücken wurden 1907 bis 1909 aus Tuffstein zusammen mit dem Schiffsanleger an der Stelle der alten Landungsbrücken errichtet. Es wurde von der Architektengemeinschaft Raabe & Wöhlecke für die Abteilung für Strom- und Hafenbau der Baudeputation als ein repräsentativer Schiffsbahnhof gestaltet. Mit seiner Länge von 205 m und mit seinen zahlreichen Durchgängen zu den Schiffsanlegern sowie Kuppeln und Türmen setzt es deutliche bauliche Akzente. Die Bauplastiken stammen von Arthur Bock.

      Das Bauwerk wurde am 15. September 2003 unter Denkmalschutz gestellt.

      Hergestellt werden sollen nun die Dächer, die Fenster und Teile der Ornamentik, die durch Krieg und Umbau zerstört wurden.

      Sommer 2007, der Alte Elbtunnel ist bereits seit Längerem unter dieser Plane verschwunden:


      Zum ALTEN ELBTUNNEL:
      Rekonstruktion der Fenster, diese wurden nach dem Krieg nicht wieder hergestellt. Bis jetzt:


      Das rekonstruierte Dach von 1907 wird bereits großflächig mit Kupfer gedeckt. Auch hier wieder eine vernünftige Gliederung. Sowohl zur Spitze hin gibt es vertikale Gliederungselemente, man verzeihe mir die fachsprachliche Unwissenheit, als auch die Taillierung der Kuppel in diesen oberen und einen größeren unteren Teil. Auch hier weiß ich das passende Fachwort leider nicht.

      Quelle: oldie95.de
      So plump sah das ganze noch vor der Reko aus:
      upload.wikimedia.org/wikipedia…ngsbr%C3%BCcken.wmt.jpg\r
      upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... en.wmt.jpg

      3 Bilder der Außenarbeiten des HAUPTGEBÄUDES. Zwei Brücken am Westende wurden entfernt, die Spundwände werden nun auch hier erneuert.
      Allerdings ist nicht alles so eindeutig. Es scheint, als würde vor den eigentlichen Landungsbrücken ein Vorbau entstehen. Wie ist das zu deuten?




      Was mit dem Zwischenbau passieren wird weiß ich nicht. Hier mal ein paar Bilder aus dem www.bildindex.de.

      Im Jahre 1920

      Anno 1945

      Luftbild von 1953 Es wird sehr deutlich, dass der Zwischenbau den Krieg nicht unbeschadet überstand und dann wohl abgetragen wurde. Zu unser aller "Glücke" hat man diese Lücke dann in den goldenen 70ern mit einer Schönheit in Recyclingbraunglas gestopft. :nono:

      Ein Segen, dass das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wurde. Gerade die Dachzone ist aktuell eine Schande mit ihren containerartigen Aufbauten.
    • Danke für die Bilder samt Kommentar Samuel!
      Wurde auch Zeit, dass man sich diesem Hickhack mal annimmt. Haben durch den Wiederaufbau schon einiges an Charme eingebüßt, die guten alten Landungsbrücken.

      Witzig, dass du meinen Beitrag bezüglich des Zwischenbaus aus dem DAF übernommen hast, hättest dir aber ruhig selbst noch was nettes ausdenken können :gg:

      Ich hoffe, dass man diesen Haufen Altglas endlich in die Wertstoffsammlung gibt und es im Urzustand wieder herrichtet - sieht derzeit einfach nur grausam aus...
    • Drei Bilder
      Rekonstruierte Kuppel in der Sonne




      Weil das Gebäude für den Flutschutz an den Außenmauern umfangreich umgebaut wird, soll das ehemalige Pupasch noch fast das gesamte Jahr leer stehen (die Osmani-Kneipe hat ja bereits Ende '07 geschlossen). Wer die stadteigene Immobilie betreiben will, hat noch bis Ende November Zeit, bei der Sprinkenhof AG ein Kozept vorzulegen. Anyone?;)