Zinnowitz

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Zinnowitz (Usedom) - Rekonstruktion der Lesehalle


      Zur Abwechslung mal ein interessantes Projekt aus meiner Region :zwinkern:

      Es ist geplant, die Lesehalle des Ostseebades Zinnowitz (Bilder) auf der Insel Usedom wieder herzustellen.

      Es handelte sich dabei um einen sehenswerten Fachwerkbau der Kaiserzeit, der den Kurgästen dem Zeitvertreib diente und einer der ersten Anlaufpunkte bei Besuch des Ostseebades war.
      Auf Grund von Baufälligkeit musste man ihn in den 70er Jahren leider abreißen.

      Es ist nun geplant, dieses Juwel an der Zinnowitzer Promenade zu rekonstruieren und dem Ort somit einen weiteren Glanzpunkt der Bäderarchitektur zu verpassen. Dies soll dem Bestreben nach bis 2009 geschehen.

      Einige historische Ansichten (allesamt von der Seite insel-usedom.net):

      Eine Postkarte von 1904


      Anno 1907




      Draufsicht von usedom-exclusiv.de


      Konzertplatz mit Konzerthalle/Lesehalle 1931


      Umbenennung in "Kurplatz", rechts Lesehalle 1933


      "Konzertpromenade" in den 30ern

      50er Jahre


      1963, bereits vom Verfall bedroht



      Auf der Seite Usedom-Exclusiv.de (< Link zum Artikel) findet sich ein recht ausführlicher Artikel von Dr. Matthias Gründling, den ich zur weitergehenden Information mit anhängen möchte:

      Lesehalle Zinnowitz
      Bei einer Tasse Kaffee in Meinholdts „Bernsteinhexe“ schmökern…

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      Die Entwicklung des Kur- und Bäderwesens erfuhr Anfang des 20. Jahrhunderts entlang der pommerschen Ostseeküste einen enormen Aufschwung. Die Zeit war geprägt durch eine steigende Anzahl von Badegästen und eine enorme Entwicklung der touristischen Infrastruktur. So bestand durch den Bau großer Seestege in vielen Seebädern nun eine direkte Anlegemöglichkeit für große Dampfschiffe, das Strassen- und Schienennetz wurde ausgebaut und eine Vielzahl neuer Pensionen und Hotels entstand entlang der Promenaden.

      Mit den Badegästen kamen auch immer mehr Kulturangebote in die einstmals verträumten Fischerdörfer auf der Insel Usedom. In Zinnowitz wurde unmittelbar hinter den Dünen in der Nähe des Seesteges 1905 die Konzert- und Lesehalle errichtet. Der imposante Fachwerkbau wurde für Konzerte der Kurkapelle genutzt und bot Möglichkeiten der Zerstreuung für die Kurgäste. In einer Kurkate aus dem Jahre 1931 lesen wir: „Die Lesehalle steht erwachsenen Kurgästen von 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends zur Verfügung. Als Legitimation dient die Kurkarte. In der Halle liegen eine große Anzahl Tageszeitungen, illustrierte Blätter usw. Für Damen besteht ein besonderes Lesezimmer. Mehrere Gesellschaftsspiele wie Schach, Halma, Dame usw. bieten Gelegenheit zur Zerstreuung.“

      Das Gebäude stand über 50 Jahre im Mittelpunkt des Zinnowitzer Kurbetriebes, davon zeugen die zahlreichen Ansichtskarten dieser Zeit. Nach dem 2. Weltkrieg wurde durch den Greifswalder Kunstprofessor Wegehaupt ein Wandbild im Inneren der Halle geschaffen. Es stellte den Neuanfang nach dem Krieg dar. Die Bemühungen, die Halle weiter kulturell und für den Kurbetrieb zu nutzen scheiterten jedoch bald. In den 60er Jahren wurde die Konzert- und Lesehalle zunehmend baufälliger und nicht mehr für den touristischen Betrieb genutzt. Letztlich blieb der fast vollständige Abriss des Hauses.

      Heute steht nur noch ein baufälliges Kellergeschoß zwischen den eleganten Hotels der Zinnowitzer Promenade. Der Gedanke, das einstmals im Zentrum des Kurbetriebes befindliche Haus in altem Glanz wieder entstehen zu lassen war da nicht fern, zumal auch in der heutigen Zeit regnerische Tage bei so manchem Kurgast Langweile aufkommen lassen.

      So wurde im Januar 2004 der Zinnowitzer Parlamentssitzung erstmals das Projekt des Wiederaufbaus der Konzert- und Lesehalle in der Nachbarschaft der Zinnowitzer Kurverwaltung vorgestellt. Eine im Mai des vergangenen Jahres gegründete Interessengemeinschaft (bisher sechs Mitglieder) hatte sich uneigennützig um die Idee kümmert und der Gemeinde den Vorschlag unterbreitet, die in den 70er Jahren abgerissene Lesehalle wieder aufzubauen. Das Gebäude könnte dann für Ausstellungen und im früheren Sinne als Lesehalle (Tageszeitungen, Zeitschriften, Bücher, Internet) und für kleinere Veranstaltungen genutzt werden.

      Durch die kostenlose Hilfe des Ingenieurbüros Schütze aus Wolgast entstanden erste Bauzeichnungen auf der Grundlage von historischen Ansichtskarten und von Vermessungen der noch stehenden Reste der Lesehalle. Um einen Eindruck von dem Projekt zu bekommen, wurden von Thomas Ladwig erste Computeransichten erstellt. Die Abgeordneten des Zinnowitzer Parlaments prüfen jetzt, ob die Idee sinnvoll und machbar ist. Die einhellige Meinung: bestechend ist die Idee allemal - die Finanzierung aber könnte noch so manches Problem aufwerfen.

      Die Mitglieder der Interessengemeinschaft, die schon Kontakt zur Historischen Gesellschaft Zinnowitz und verschiedenen Museen, Bibliotheken und Archiven aufgenommen haben sind sehr an Berichten von Zeitzeugen, Fotos, Zeichnungen und den Bauplänen interessiert. Wer helfen kann, melde sich bitte beim Autor.

      Bleibt zu hoffen, dass in zwei Jahren das Ostseebad Zinnowitz um eine Attraktion reicher geworden ist und man, nachdem man sich in der Lesehalle über die Geschichte der Inseln Usedom und Wollin informiert hat, in Ruhe bei einer Tasse Kaffee in einem alten Buch über die Seebäder an unserer pommerschen Ostseeküste blättern oder in Wilhelm Meinholdts „Bernsteinhexe“ schmökern kann …

      USEDOM-WOLLIN exclusiv unterstützt diese Initiative und ruft hiermit die Öffentlichkeit zur Unterstützung dieses Projekts auf.


      Ich schätze unsere Unterstützung haben Sie schon mal sicher oder :zwinkern:


      Hier noch eine Modellansicht des geplanten Neubaus der Lesehalle (von hiesiger Seite):


      So könnte es dann Anno 2009 an der Zinnowitzer Promenade wieder aussehen, genügend Engagement vorausgesetzt:



      Was haltet ihr davon?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von erbse ()

    • Noch eine zusätzliche Ansicht, von der Seebrücke aus aufgenommen (entstammt insel-usedom.net) - links die Lese- und Konzerthalle, rechts das alte Kurhaus (welches zum Glück noch steht):




      Aprospos Seebrücke... Die war früher ebenso wesentlich prachtvoller.
      Nach '45 ist sie zusehends verfallen und wurde zu DDR-Zeiten leider abgerissen. Man hat dann in den 90ern einen neuen Steg errichtet, allerdings ohne den historischen Bau.
      Eines schönen Tages vielleicht auch ein Rekonstruktionskandidat :)
      Gäbe sicher ein klasse Restaurant ab (wie die berühmte Selliner Seebrücke auf Rügen, die bereits in den 90ern rekonstruiert wurde - auch in Ahlbeck und Heringsdorf gibt es Seebrückenrestaurants)

      Nähere Informationen, mit Bildmaterial

      Einige Ansichten von der (sehr empfehlenswerten) Seite heimatsammlung.de








      Blick von der Seebrücke (bzw. dem Fähranlegesteg) Richtung Promenade


      Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit :zwinkern:
    • Wunderschön. Die ganzen "weißen Städte" auf Usedom sind eine Augenweide. Habe dort 2003 (im sog. Jahrhundertsommer) mit meiner Familie Urlaub gemacht. Heringsdorf, Ahlbeck, Bansin, usw. ziehen einen unweigerlich in ihren Bann. Es fehlen eigentlich nur die Kutschen und die Herren mit ihren Zylindern und Taschenuhren und man hätte die perfekte Illusion der Kaiserzeit. Hoffe das Projekt findet die Unterstützung, die es verdient.
      "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"
    • Sehr schönes Projekt! Im Vergleich zur banalen Nachkriegsarchitektur, die heute leider weitgehend die deutschen Nordseebadeorte prägt, glänzen die Ostseebadeorte auf Rügen und Usedom mit ihrer prachtvoll sanierten und rekonstruierten Bäderarchitektur. Starke Brandung, Gezeitenwechsel und Wattwanderungen sprechen zwar immer noch für die Nordsee, aber die Schönheit der Kaiserbäder, von Binz und Sassnitz wird immer mehr Urlauber an die Ostsee locken. :)
    • Tourismus, Projektbeschreibung & 3D-Modell

      "Armin" schrieb:

      Habe dort 2003 (im sog. Jahrhundertsommer) mit meiner Familie Urlaub gemacht.

      Die Gegend ist ideal für den Ostseeurlaub, sowohl für Familien als auch junge Leute, Singles, Paare, Golfer, Reitsportler, Architekturfans :zwinkern:, Wassersportler - es gibt eigentlich alles, was das Herz begehrt und das auch (noch) zu einem teils unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis. Ich bin sehr angetan von der Insel, kann mir mittlerweile keine schönere deutsche Gegend zum Verweilen im Sommer vorstellen.

      Wo hast du denn da übernachtet? Könntest dich ja vielleicht später mit ein paar Bildern in der Galerie einbringen :)

      "Mathias" schrieb:

      Sehr schönes Projekt! Im Vergleich zur banalen Nachkriegsarchitektur, die heute leider weitgehend die deutschen Nordseebadeorte prägt, glänzen die Ostseebadeorte auf Rügen und Usedom mit ihrer prachtvoll sanierten und rekonstruierten Bäderarchitektur. Starke Brandung, Gezeitenwechsel und Wattwanderungen sprechen zwar immer noch für die Nordsee, aber die Schönheit der Kaiserbäder, von Binz und Sassnitz wird immer mehr Urlauber an die Ostsee locken. :)

      Absolut richtig. Meiner Meinung nach sehen die Nordseebäder gegen ihre Pendants an der Ostseeküste absolut keinen Stich, dort gibt es nicht annähernd so hochwertiges zu bestaunen. Was wohl zum großen Teil, Gott bewahre, der bettelarmen DDR zu verdanken ist, die kein Geld für großflächige Abrisse und Neubauten aufbringen konnte (wenn auch trotzdessen selbst ohne Kriegsschäden vieles verloren ging, Bsp. siehe oben).

      Die Tourismuszahlen sehen nebenbei bemerkt absolut rosig aus, nachfolgend mal ein aktueller Artikel (von mvregio.de) dazu, vom 2.2.2008:

      Heringsdorf/MVregio - Die Usedom Tourismus GmbH blickt im Bereich der Zimmervermittlung auf ein erfolgreiches Jahr 2007 zurück.

      Durchschnittlich buchten 2 Erwachsene und "0,5" Kinder einen Aufenthalt von 6,15 Tagen auf der Insel. Der größte Anteil (36%) der Buchungen konzentrierte sich auf die Hauptreisemonate Juli und August. Aber auch die Reisezeit in der Vor- und Nachsaison mit den Monaten Mai, Juni und September konnte mit 33% Buchungsanteil einen Zuwachs verbuchen. Auffallend hoch ist der Anteil von Gästen, die über http://www.usedom.de">www.usedom.de online ihren Urlaub auf der Insel buchen. Stattliche 77% gehen den Weg über das Internet. Die eifrigsten Bucher kamen 2007 mit 17% aus Berlin, gefolgt von Sachsen und Brandenburg. Auch der Start in die Saison 2008 kann sich sehen lassen. So wurden bisher bereits 45% mehr Buchungen generiert als im Januar 2008.


      Nahezu das selbe Thema (garniert mit dem Schwerpunkt "Solizuschlag"), allerdings als durchaus sehenswertes Video verpackt:
      ZDF Länderspiegel-Beitrag: Endlose Strände, prächtige Bäder

      Und diese Zuwächse sieht man auch - überall wird gewerkelt, gewienert und gemauert. Neue (hochwertige) Ferienwohnungen und Hotels sowie Restaurants und Freizeiteinrichtungen schießen wie Pilze aus dem Boden, es ist das reinste Fest.
      Wenn man dagegen mit den Eindrücken Mitte der 90er vergleicht... Der absolute Wahnsinn 8)


      Muss mich jetzt für die Worte etwas abseits des Themas entschuldigen, aber so unerheblich für das Projekt ist dies natürlich auch alles nicht :zwinkern:

      Um dann doch noch mal die Kurve zur Lesehalle zu kriegen - auf den Seiten des Regionalen Entwicklungskonzeptes Vorpommern findet sich eine ausführliche PDF-Datei, die Einblick in derlei Projekte gibt. So findet sich auf Seite 27 auch einiges an brauchbaren Infos bezüglich der geplanten Zinnowitzer Fachwerkhalle. Einfach mal reinschauen:
      Projektbeschreibung der RPV Vorpommern - Interessengemeinschaft Historische Lesehalle Zinnowitz

      Und noch ein Link: Auf der tollen Seite usedomedia.de findet sich ein 3D-Modell der Lesehalle, mit Innen- und Außenansicht.
      Dreidimensionale Ansicht des Projektes

      So, genug für diese Uhrzeit :gg:
    • @erbsenzaehler

      Wir wohnten im Schloß Schmuggerow (Barock), welches nach dem Zweiten Weltkrieg als Landesamt für Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern diente und nun zum Hotel umfunktioniert wurde. War ziemlich urig. Drumherum ein paar Häuser und eine Backsteinkirche. Der Schloßpark war noch ziemlich verwildert aber es war trotzdem der Hammer (2003 - "Jahrhundertsommer"). Wir hatten den angenehmsten Flecken Erde in ganz Deutschland, da immer eine leichter Wind herrschte und die Räume schön hoch waren. Krieg schon wieder Fernweh, wenn ich daran denke.
      "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"
    • Keine Ursache, geht mir ja auch um die Unterstützung des Projektes (weshalb ich es gleich noch im DAF und im SSC geposted hab) :zwinkern:

      Aprospos... Ich bitte euch darum, im Geiste dieses Forums dazu beizutragen, dass dieses Stück einzigartige Bäderarchitektur wieder auferstehen kann. :)
      Nachfolgend mal einige E-Mail-Adressen/Kontaktmöglichkeiten, die sich dafür anbieten:

      Medien
      Ostseezeitung (Usedom-Peene) - Nachrichtenseite zur Region

      Nordkurier - Usedom Kurier

      MV-Zeitung.de

      Usedom-Exclusiv.de (Vierteljährliches Tourismusmagazin)

      FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) (um noch einen überregionalen Vertreter aufmerksam zu machen :zwinkern:)

      NDR - Öffentlich-rechtlicher Fernsehsender

      Vereine vor Ort & Lokale Ansprechpartner
      Tourismusverband Insel Usedom e.V.

      Dr. Matthias Gründling - Ein sehr engagierter Mitstreiter in diesem Vorhaben, rechts die E-Mail-Adresse. Er ist Mitglied der Historischen Gesellschaft Seebad Zinnowitz aufUsedom e. V. -- (Alternative Mail-Adresse)

      Usedomedia (Architekturbegeisterte Grafiker & Zeichner von der Insel Usedom, könnten sicher noch weitere Simulationen/Visualisierungen anfertigen)

      Region
      Ostseebad Zinnowitz - Kontakt über die offizielle Homepage des Ortes

      AMT USEDOM NORD - Gemeindevertretung (Dort finden sich alle wichtigen Politiker des Amtskreises, einschließlich Bürgermeister. Links auf der Seite ist die allgemeine E-Mail-Adresse des Amtes angegeben.)

      Diverse weitere Seiten aus der Region


      Die soll/muss natürlich keiner alle abarbeiten (wobei man natürlich auch die selben Zeilen an verschiedene Adressen schicken kann), aber wär wirklich klasse ,wenn sich einige zumindest bei den Zeitungen melden könnten. Denn wir wissen ja - ohne Druck aus der Bürgerschaft rollen keine Rekonstruktionsbagger :augenrollen:

      Vielen Dank im Voraus für jeden fleißigen Mitstreiter! Lasst uns die ansehnlichen Ostseebäder in kostbarste Juwelen verwandeln!
    • "Kindvon2dresdnern" schrieb:

      Ich war 2 mal zur Kinderkur in Zinnowitz.


      Und ich 2 mal in Binz! Dat warn noch Zeiten... Hach. So, zurück zum Thema :gg:


      Was die Position vom Bauplatz der Lesehalle angeht - ich habe sie mal bei Google Maps eingezeichnet. Es zeigt sich, dass dieses Gebäude tatsächlich im Zentrum der Aktivitäten stand - im Promenadenpark platziert, ringsum die luxuriösen Villen und Hotels, direkt davor Strand und Seebrücke. Ein größerer Gewinn für das Ortsbild ist gar nicht mehr möglich. Momentan liegt die Fläche brach und wartet sehnsüchtig auf den Wiederaufbau :zwinkern: Die Fundamente sind teils noch erhalten.
      [url=http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&t=k&msa=0&msid=107810846498348439285.000446ea1c2aac5701fc2&ll=54.081168,13.915413&spn=0.001419,0.003616&z=18]Luftbild mit markierter Baufläche der Lesehalle[/url]

      Des Weiteren möchte ich noch auf eine weitere historische Ansicht des Bauwerks aufmerksam machen - sie zeigt die Lesehalle und das Hotel Preußenhof von der Seebrücke (heutige Vinetabrücke, die alte ist leider nicht mehr vorhanden) aus:

      (Bild von flickr.com)
    • Kleines Leckerli am Morgen vertreibt Kummer & Sorgen

      Moin Moin :zwinkern:

      Eine Ansicht der Promenade von Zinnowitz habe ich euch bislang vorenthalten.
      Hier ein historisches Panorama (!) von 1906, aufgenommen von der ehemaligen Seebrücke aus -
      links die Lesehalle, in der Mitte (mit dem auffälligen Dachtürmchen) Hotel Dünenschloß und das Kurhaus
      (heute Hotel Preußenhof) sowie rechts das schlossartige Usedom Palace Hotel.
      Bittesehr:


      Bild von insel-usedom.net
    • Hat schon jemand fleißig Mails verschickt? :gg:

      Möchte an der Stelle mal auf das Thema Bäderarchitektur an der Ostsee verweisen, dass dem einen oder anderen
      diesen Stil vielleicht etwas näher bringt.

      Hatte eigentlich gedacht, ein Rekonstruktionsprojekt würde hier etwas mehr Resonanz auslösen.
      Vielleicht sollten auch einfach nur mal mehr von euch der meckpommschen Ostseeküste einen Besuch abstatten :zwinkern:
    • Also ich kann auch nur allen Forumsmitgliedern raten in Mecklenburg Urlaub zu machen und selbstverständlich eure Urlaubskasse hier zu lassen :zwinkern:
      Wie weit sind den die Planungen? Gibt es einen Baustart oder fehlt es noch an Geld? Auf jeden Fall eine lohnenswerte Investition.
      &quot;... der Mensch mit den modernen Nerven, braucht das Ornament nicht, er verabscheut es.&quot; (Adolf Loos, Ornament und Verbrechen)

      Diese Aussage ist ein Verbrechen
    • Das Schöne an der Rekonstruktion der Lesehalle ist, dass es wohl vergleichsweise einfach wird. Nur 1 -1 1/2 Stockwerke und einfach gegliedert. Eine dankbares Objekt für eine ABM-Maßnahme oder ähnliches.
      Die Rekonstruktion hätte längst durchgeführt werden müssen!

      Wenn ich mir dazu im Vergleich die Frauenkirche in Dresden oder das Stadtschloss in Berlin vorstelle. Da steht man am Anfang erstmal etwas mutlos vor einer Riesenaufgabe. Und doch hat es in Dresden ja sehr gut geklappt.
      Ah, ein Stadtmensch!
      www.stuck-und-dielen.de
    • Fotos der Baufläche

      ^ Etwas gewagt, hier solche Megarekonstruktionen mit der "unscheinbaren" Lesehalle zu vergleichen, aber gut :zwinkern:


      Ich war über die Osterfeiertage endlich mal wieder auf Usedom (hab ein Ferienhäuschen in Bansin) und wurde vom spitzenmäßigen Wetter wirklich überrascht. Der Wetterbericht ließ eine absolute Katastrophe erwarten. Aber Usedom gilt ja nicht umsonst als "Sonneninsel" :P

      Bei der Gelegenheit bin ich auch mal wieder in Zinnowitz gewesen - und hab mir die Baufläche der künftigen Lesehalle vor Ort angeschaut. Wirklich eine hässliche Brache, ich hatt diesen Flecken gar nicht so schlimm in Erinnerung. Hier ein paar Bilder davon:

      Blickpunkt "Neue Strandstraße", in Richtung Ostsee


      Von der Strandpromenade aus


      Links die Baufläche, im Hintergrund das luxuriöse "Hotel Preußenhof"


      Von der Promenade in Richtung Neue Strandstraße blickend - die Villa mit dem ausladenden Turmdach ist das "Dünenschloß"


      Und abschließend der Blick auf die gegenüberliegende Seite - die Konzertmuschel aus den 30er Jahren. Ist im Sommer mehr als gut gefüllt!



      Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr dann keine Brache mehr fotografieren muss :zwinkern: Ergo: Unterstützt das Projekt bitte! Adressen zum Anschreiben findet ihr auf der vorigen Seite.
    • Gehört zwar nicht direkt ins Thema, betrifft aber ebenfalls Usedom: Im ehemaligen Kaiserbad Bansin ist ein neues Grand Hotel geplant.
      Ich habe dazu einiges in einem Strang im DAF berichtet. Nun überlege ich, hier auch ein neue Thema diesbezüglich zu eröffnen. Was meint ihr? Oder wäre gleich ein richtiger Projekte-/Sanierungsstrang für Usedom angebracht? Könnte ich für so etwas mit ausreichend Interesse rechnen? :zwinkern:
    • ^ Wenn ich es schaff, leg ich noch dieses Wochenende mit dem Projektestrang los :zwinkern:

      Und ja, bin oft da oben. Wie gesagt: Quasi meine 2. Heimat. Demnächst beginne ich auch, in Heringsdorf eine kleine Villa zu sanieren, also werde ich hier und da mal einen Abstecher zu allen möglichen Baustellen machen können.

      _____________________

      Noch mal was zum Thema Lesehalle: Hab bei meiner neuen Lieblingsbilderseite Zeno.org noch mal die Postkarte entdeckt, die den Konzertplatz in den 30ern zeigt. Allerdings in etwas größerer Ausführung.

      Für die volle Auflösung einfach auf das nachfolgende Bild klicken:




      Und hier nochmal die Zinnowitzer Seebrücke, die ebenfalls nicht mehr ist. Anklicken zum vergrößern!


      Bilder sind gemeinfrei und können nach Belieben verwendet werden - Quelle: zeno.org
    • "erbsenzaehler" schrieb:

      Gehört zwar nicht direkt ins Thema, betrifft aber ebenfalls Usedom: Im ehemaligen Kaiserbad Bansin ist ein neues Grand Hotel geplant.
      Ich habe dazu einiges in einem Strang im DAF berichtet. Nun überlege ich, hier auch ein neue Thema diesbezüglich zu eröffnen. Was meint ihr? Oder wäre gleich ein richtiger Projekte-/Sanierungsstrang für Usedom angebracht? Könnte ich für so etwas mit ausreichend Interesse rechnen? :zwinkern:


      Mach mal bidde. Ich würde mich generell sehr freuen wenn man mehr von der gesamten Ostseeküste erfahren würde. Zum Bleistift würden mich mal ein paar Beispiele angepasster Neubauten in den Kaiserbädern oder auf dem Darß interessieren.
    • Es lohnt sich sicher, die vielen vorbildlichen Erneuerungen der Bäderarchitektur auf Usedom näher vorzustellen. Hier als Beispiel einmal ein eindrucksvoller Vorher-Nachher-Vergleich einer um 1908 gebauten malerischen Villa, die zu DDR-Zeiten verunstaltet und bis 1998 als Hotel wiederhergestellt wurde:

      http://www.kastell-usedom.de/historie_2.html\r
      www.kastell-usedom.de/historie_2.html
      http://www.kastell-usedom.de/historie_1.html\r
      www.kastell-usedom.de/historie_1.html