Hamburg - Erhaltung des klinkergeprägten Stadtbildes

  • Mehrere hamburger Architekten haben sich kritisch zur Durchführung von Wärmedämmmaßnahmen an den typischen Hamburger Klinkerbauten geäußert. häufig wird ohne Rücksicht auf den Gesamteindruck im Rahmen von Wärmedämmungsmaßnahmen die ursptüngliche Klinkerfassade durch rote Platikplatten, teilweise zwar in Ziegelstruktur, verdeckt. Hierdurch leidet der Gesamteindruck. Zumindestens für die Wohnungsbauten aus den 20er und 30er Jahren wird mehr Sensibilität gefordert.


    "Zu viele Rotklinker-Fassaden verschwinden." Ein breites Bündnis von Fachleuten fordert Umdenken bei Klimaschutz-Programmen.


    Auch der Oberbaudirektor will Hamburgs Backsteinhäuser retten


    Klassische Wohgebiete:
    Jarrestadt


    Karl Schneider, Barmbek, Habichtstraße


    Dulsberg

  • Das Thema der Wärmedämmung hatten wir doch schon öfters. Ist denn bei den Backsteinhäusern aus den 20ern wirklich so eine schlechte Energiebilanz? Meines Wissens sind gerade diese im Vergleich zu den 50er/60er Bauten noch relativ massiv gebaut.

  • Wetten, die Dämmplatten-Lobby erfindet bald - als Zeichen des Entgegenkommens - Produkte mit aufgedrucktem Klinker-Dekor?

  • Die Platten mit dem Ziegel-Deko werden im Hamburg schon kräftig verbaut. Sie wirken aber sehr eintönig und steril. Man sieht recht deutlich, dass es nicht handgemauert ist,

  • Initiative: Wärmedämmung gefährdet historische Fassaden


    Die Initiative von Architekten, Stadtplanern, Historikern und Denkmalschützern zum Schutz von Hamburgs Backstein-Siedlungen aus dem 20. Jahrhundert hat gestern noch einmal ihre Forderungen bekräftigt. "Es ist eigentlich fünf nach zwölf", sagte der Vorsitzende der Fritz-Schumacher-Gesellschaft, Hans Günther Burkhardt. Wie berichtet, hat sich die bisher beispiellose Initiative gebildet, weil aus ihrer Sicht durch Klimaschutzmaßnahmen viele der typischen Backsteinsiedlungen in Hamburg gefährdet seien, weil sie hinter einer Fassadendämmung aus Kunststoff verschwinden. Wesentliche Architekturelemente würden dabei "banalisiert". Mit den neuen Förderprogrammen zum Klimaschutz stehe Hamburg nun vor einer Welle von solchen Fassaden-Dämmungen. "Wir sind auch für Klimaschutz", so Burkhardt. Doch es gebe Alternativen, wie beispielsweise eine moderne Haustechnik mit neuer Heizung und automatischer Belüftung. Fassadendämmung sei lediglich die billigste und einfachste Methode.

  • Kennen wir das nicht irgendwoher? Plastik-Vorhängefassaden mitaufgedruckten 'Klinkern'. In mir weckt das dunkle Erinnerungen an vergangene Jahrzehnte. Bitte nicht!

  • Während der Denkmalschutz seit längerem verbissen für die monströsen und hässlichen "City-Hochhäuser" kämpft, wird in Hamburg-Hamm - nach langem Widerstand - wohl einem (nicht geschützten) Backstein-Wohnensemble der Zwischenkriegszeit der Garaus gemacht.
    Es sollen künftig weniger und größere, dafür aber mit öffentlichen Bauzuschüssen geförderte Wohnungen entstehen - ganz großes Kino! Das bestärkt mich mal wieder in der Meinung, dass kommunale Wohnungsgenossenschaften und sozialer Wohnungsbau abgeschafft gehören und stattdessen mit sinnvoll ausgestalteten Mietzuschüssen gearbeitet werden sollte.


    Aktuell:
    Elisa in Hamm: Der Abriss beginnt - HH Mittendrin


    Alles Wissenswerte und viele Bilder hier:
    Initiative "Elisa bleibt"
    Initiative "Rettet Elisa"

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

    Edited once, last by Mantikor ().

  • Ich verfolge die Geschichte auch schon seit längerer Zeit. Typisch Hamburger roter Filz!
    Es fügt sich sehr gut ins Gesamtbild, dass der Abriss nach der Wahl, aber vor der Unterschrift unter den Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen passiert.


    Wer hat uns verrraten? Sozialdemokraten!
    Wer war mit dabei? Die Grüne Partei!

  • Während der Denkmalschutz seit längerem verbissen für die monströsen und hässlichen "City-Hochhäuser" kämpft, wird in Hamburg-Hamm - nach langem Widerstand - wohl einem (nicht geschützten) Backstein-Wohnensemble der Zwischenkriegszeit der Garaus gemacht.

    Ach Hamburg, warum?