Berlin-Mitte - Hackescher Markt & Umfeld

  • Sieht wirklich nicht gut aus.. Ist auch nicht mein Geschmack.. Was man jetzt so baut, das werden die Bausünden von morgen sein!


    Da gefallen mir die Hackeschen Höfe doch schon besser...

  • Quote from "Robkriers"


    Was einem heutzutage als "kleinteilig" verkauft wird--das sind doch Kolosse! :augenrollen:


    Das sehe ich wie Stadtmensch: Dieser Gebaeudekomplex wird kaum die Attraktivitaet und das Leben der mich wesentlich mehr ansprechenden (und wirklich kleinteiligen!) Gebaeude auf der anderen Seite der Bahnlinie erreichen. :klaresnein:


    Danke fuer die Vorstellung dieses Projekts, RobKriers (auch wenn es nicht auf Anhieb gelang)! :) Schade. Noch eine vertane Chance, aber das ist ja nicht Deine Schuld.

  • Tja, "Kleinteiligkeit" ist eben relativ. Verglichen mit Klötzen, wie z.B. das DomAquarée nebenan, sind die 7 unterschiedlichen Fassaden doch kleinteilig. Wie sie gestaltet sind, ist ne andere Frage.
    Kann mir schon vorstellen, dass es ein rel. lebendiger Platz wird. In unmittelbarer Nähe befinden sich Fakultäten der Uni, die Museumsinsel, S- und Straßenbahn-Haltestellen und auf der anderen Seite der Hacke. Auch wenn man viell. nicht lange verweilen wird, so wird der Laufverkehr schon recht hoch sein, würde ich sagen.

  • Hoffentlich wird endlich auf kleinere Parzellen und ENDLICH mehr historisierende Elementen im Neubauten angewendet. Dazu: steildächer statt Staffelgeschosse oder Flachdächer: das visuelle Unterschied ist furchtbar gross!!!


    Neubau heisst "Billigbau".

  • Trösten wir uns doch alle mit der Tatsache:


    "Jede Architektur ist vergänglich, schlechte aber ganz besonders"

    APH - am Puls der Zeit

  • Danke für den interessanten Link.


    Ja, eine tolle, beeindruckende Leistung der Stadtreparatur.

  • Quote from "Heimdall"

    Ja, eine tolle, beeindruckende Leistung der Stadtreparatur.


    Ja und wenn man diese mit den Plänen für das neue Hackesche Quartier vergleicht, erscheint das, was hier in Planung ist, noch dilettantischer als zuvor.

  • Am Hack´schen Markt trink´ ich mein Bier
    Tret´ auf die Straße `raus mit guter Laune
    Seh´ mir die Häuser an und staune:
    „Spandauer Vorstadt“ heißt das hier.


    Am Häusereck: traute Fassaden
    Mit Biercafé und Krimskramsladen
    Mit großer Uhr am Erkerfach
    Skulpturen schau´n der S-Bahn nach
    Vom hoch gewölbten Tonnendach.


    Ein Glück, daß dies dem Kriege hat getrotzt
    Des Sozialismus Pflege überstand
    Daß hier nicht kalt ´was hochgeklotzt
    Von fern
    Durch Investorenhand!


    Was sagt Ihr da? Da sei nicht alt?
    Mit Fensterkreuzen und dem Dach?
    Von Investoren wohl bezahlt
    Doch dachten die
    Vorm Bauen
    Nach!



    R.R. 28.12.1999

    Der Wind gedreht
    Albtraum verweht
    Zum Schluss jetzt das Glück
    Das Schloss kommt zurück!

  • Die Arbeiten schreiten voran - hier ein (z. Zt. nur von oben möglicher) Eindruck der Baustelle:


    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Danke Palantir! Gut, dass dort nun endlich nachverdichtet wird. Dann fallen die ollen Hakenkreuz-Platten (Draufsicht) am Markt auch nicht mehr so ins Auge. Sollen die eigentlich abgerissen werden?


    Und was da nun neu entsteht ist immerhin akzeptabel, wenn auch nicht so stilvoll wie die postmodernen 90er Bauten rundherum. Wurden die Entwürfe noch mal überarbeitet?
    Hast du aktuelle Renderings?

  • Na, "gar nicht so schlecht" mag es zwar sein im Sinne von es haette schlimmer kommen koennen, aber seht Euch mal diese Charakterisierung des Areals auf der Webseite an:


    Quote

    Urbane Lebendigkeit und die Vielfalt Berlins sollen sich in der Architektur des Hackeschen Quartiers widerspiegeln.


    Wie oft haben wir solch Geschwoege schon gehoert? Da kriegen wir mal wieder einige Exemplare (sieben um es genau zu sagen) des heute leider so populaeren architektonischen Universalstils hingeknallt. Voellig lokalbezugslose Gebaeude wie sie ueberall in der Welt zu tausenden errichtet werden. Blah.

  • Für die Wiederbebauung des ehemaligen Altstadtbereichs Berlins sind solche Bauten ungeeignet - an anderer Stelle wären sie halb so wild. Die Chance, in diesem nördlichen Randbereich der alten Stadt wieder ein Stücklein Alt-Berlin aufleben zu lassen, wurde leider auf Jahrzehnte vertan. :x

    "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
    Arthur Schopenhauer

  • ^ Wurde sie nicht. Aus einer abartig öden Grünfläche mit Parkplatz und Straße wird ein belebtes Quartier, auf dem alte Straßengrundrisse wiederhergestellt werden. Die letzten historischen Bauten der Ecke (bspw. Instituto Cervantes) werden wieder in ihren ursprünglichen Kontext an einer Straßenkreuzung gestellt und stehen nicht mehr verloren inmitten von Plattenbauten herum. Ähnlich wie auf der "Markseite" entspricht das nicht 100%ig der historischen Situation. Nichtsdestotrotz wurde dort die Stadt weitergebaut und - man höre und staune - sie funktioniert. Und genau darum geht es. Ein wenig kleinteiligere Fassaden wären natürlich schön gewesen.

  • Quote from "Dase"

    Und genau darum geht es


    Dir. Darum geht es Dir! Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Empfindungen und Prioritäten.


    Ich denke, das Projekt bewirkt eine Verbesserung des Ist-Zustandes. Negativ sehe ich die Großteiligkeit und die mir zu wenig historisierenden Fassaden - hier hätte ich mir einen Aufgriff des zugrundeliegenden Gedankens der gegenüberliegenden Bahnlinienrandbebauung gewünscht.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Quote from "Dase"

    Aus einer abartig öden Grünfläche mit Parkplatz und Straße wird ein belebtes Quartier, auf dem alte Straßengrundrisse wiederhergestellt werden. Die letzten historischen Bauten der Ecke (bspw. Instituto Cervantes) werden wieder in ihren ursprünglichen Kontext an einer Straßenkreuzung gestellt und stehen nicht mehr verloren inmitten von Plattenbauten herum.


    Da die beeden jetze zusätzlich von einem düster verglasten 5+3-Geschosser einjeschlossen sind und ihnen die SEHR stark befahrene Straße uffe Pelle rückt, wa? :augenrollen:



    "Aber Hauptsache, die Stadt funktioniert..." sprach in diesem Kontext jemand, dem man das so gar nicht abnehmen möchte, da es nicht wenigen seiner bisherigen (und eigenen) Aussagen entgegensteht. Heute hüh, morgen hott.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Ich war 2005 mal bei einem Italiener am Hackeschen Markt Pizza-Essen. Mhm lecker! Und da fühlte ich mich wirklich wie in einer Altstadt. Ein Geigenspieler spielte, Alt-/bzw. Historisierende Neubauten prägen den Hackeschen Markt/Bahnhof von der Nordseite. Will man zum Alex bzw. Fernsehturm oder Rathaus, muss man dann die Rathaus Straße entlang. Diese oben als abartige Grünfläche bezeichnete Brache machte mir sogar bisschen Angst. Da haben sich Leute rumgetrieben, denen man nicht nachts um 10:45 Uhr begegnen möchte. Die ganze Rathausstraße ist mit dem Plattenbauhochhaus, den anderen schrecklichen Platten eine Katastrophe. Nun entsteht hier ein Quartier das zumindest die alte Fläche bebaut und Konturen aufnimmt.


    Also ehrlich wer hier glaubt dass in Berlin Altstadt rekonstruiert wird der kennt die Berlin/Deutsche Politik sowie das Denken der meisten Menschen nicht. Wir können froh sein über Projekte wie das Hackesche Quartier! Sicher gibt es für unsere geübten Blicke hier und da viel auszusetzen. Aber ändern können wir nichts! Wir sollten schauen (und unsere Kräfte dafür einsetzen) dass man das Berliner Schloss (Humboldtforum) so schön wie möglich wieder aufbaut, das Nikolaiviertel von den Platten befreit. Und vielleicht noch in Sachen Marienviertel in Berlin Rekos "bezwingen" kann. Mehr so wage ich zu prophezeien, ist bis 2030 (und darüber hinaus) nicht drin.

    Auf dass das baukulturelle Gedächtnis der Städte in unser
    aller Interesse und für die Zukunft erhalten bleibt !