Potsdamer Platz und Umgebung

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    • @Wissen.de

      DANKE für deine Appetitanreger auf den Potsdamer. Mit einem Besuch dort wird's bei mir aber erst Spätsommer werden. Aber dann...!

      @ Benni, Berlinfan

      Das runde Gegenteil ist zum einen der halbrund oder Viertelsturm des Sonycenters, aber vorallem die "Platzecke", bzw. Gebäudekante schräg gegenüber. Am Potsdamer prallen extreme Formkontraste aufeinander. Für die Ursache der scharfen Gebäudekanten der Tortenstücke die Straßenführungen verantwortlich zu machen würde ja heißen die Architektenschaft habe sich der Straßensituation ergeben und hier mangels Gestaltungswillen Gebäudegrundrisse geometrisch streng bis in die Dreiecksspitze vorgezogen und das "Dreieck" nicht als gestalterische Herausforderung angenommen zu haben. Stimmt vielleicht sogar!!!Zumindest bei dem Hochhaus links außen(weiß nicht im einzelnen von wem...). Der Kollhoff-Turm zeigt etwas Willen und Idee zur Gestaltung der Spitze. Und es kommt so was wie eine Schaufront trotz Dreieckssituation auf. Die Backsteinverkleidung (!?),wie youngworth schon hervorhob, gibt dem Turm eine angenehme Wärme hebt ihn aber in diesem dann noch folgenden Materialmix auch wieder als Solitär heraus.

      Im Grunde kommt es mir vor, als ob nicht die Aufgabe anstand einen Platzraum zu gestalten mit einem im Sinne des Gesamtkunstwerkes stimmigen Platzfassadenbild, in dem die Gebäude sich dienend einfügen, sondern der Platz wird benutzt um den Größen aus der Architekturwelt für ihre Titanen eine Repräsentationsbühne zu bieten. Da stehen sie nun diese Riesenbabys, einer so extravagant und unnormal, sprich vordergründig auffällig, wie der andere und neiden sich gegenseitig den Platz, recken sich soweit wie möglich spitzig in den Platzraum hinein, zeigen die coole flache oder breite Schulter oder runden sich hochmütig ins eigene Schneckenhaus zurück: eine Parade der Eitelkeiten!? :zwinkern:
    • @SchortschiBähr

      Das beste beim Potsdamer Platz ist das Weinhaus Huth. Wenn ich mich nicht irre, dass einzige überlebene Gebäude von vor 1945, wenn man einmal vom Hotel Esplanade mit seinem herrlichem Kaisersaal (kannst Du Dir im Internetz angucken - Hammer!) absieht, welches äußerlich leider totalvergewaltigt wurde. Haus Vaterland (über diesen Kulttempel gibt es hier im Forum einen weltklasse Strang! - siehe Berlin) wurde ja leider komplett abgerissen.

      Viel Spass und bitte viele Fotos!
      "Man kann einen gesellschaftlichen Diskurs darüber haben, was Meinungsfreiheit darf. Oder man hat Meinungsfreiheit."
    • Wissen, ich hatte ja auch vor allem die Konzeption bemängelt. Bestimmt gibt es hässlichere und beliebigere Passagen. (wenngleich das die hier Diskutierte für mich noch lange nicht individuell macht.) Das (angebliche) Zentrum einer Hauptstadt sollte in meinen Augen nicht mit einer glasüberdachten Passage assoziiert werden (müssen). Denn weiterführend hat man dann die Assoziation Stadtteilzentrum, selbst wenn dieses hier etwas wertiger daher kommt.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • @ youngwoerth

      ich hatte nicht gesagt, dass diese Passage das Zentrum Berlins sein soll, das ist völliger Quatsch. Ich habe lediglich gesagt, dass die Passage für ein Einkaufszentrum gelungen ist, mehr nicht. Auch ist nicht ein Ort das Zentrum an sich, sondern vielmehr bildet Berlin Mitte das Zentrum als Ensemble aus Reichstag, den Linden bis hin zur Museumsinsel.
      APH - am Puls der Zeit
    • Hey Wissen, warum so unfreundlich?
      Ich habe doch mit keinem Satz gesagt, dass Du der Urheber der Idee Passage=Zentrum bist. Natürlich hast Du das nicht gesagt. :zwinkern:

      Dass die Berliner Mitte aus vielem mehr besteht, ist doch selbstverständlich. Deswegen hatte ich ja auch vom "angeblichen" Zentrum bzw. "planerischer" Mitte gesprochen. Vielleicht hast Du mich da falsch verstanden - das war nicht auf Dich bezogen, sondern auf die Tatsache, dass die Stadt Berlin den Potsdamer Platz mitsamt seinen Arkaden als die neue Mitte und auch die neue Einkaufsmitte Berlins entwickeln wollte. Und genau das ist meines Erachtens vor allem durch das Konzept schief gegangen.

      Wenn Touris das Zentrum einer Millionenstadt suchen, dann suchen sie nach einer Champs-Elysées, und nicht nach einer Einkaufspassage, die die halbe Fläche dieses "Zentrums" einnimmt. Hätte man doch das ganze Viertel mit Potsdamer Straße und den Nebenstraßen als Fußgängerzonenbereich mit vielen Geschäften und Cafés entwickelt. Dann wäre dort jetzt Leben, anstatt dass sich alles in einer Passage versammelt.
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    • @ youngwoerth

      es sollte nicht unfreundlich gemeint sein.

      Mir sind in letzter Zeit die Meinungen hier oft ein wenig zu undifferenziert. Natürlich wäre es mir lieber, am Potsdamer Platz würde sich ein Traditionsgeschäft ans nächste reihen, aber diese Wünsche sind realitätsfern. Es gibt eben die großen Ketten, die die kleinen Läden vor allem in den Innenstädten zunehmend verdrängen. Diese Entwicklung ist bedauerlich, aber man kann sie nicht ändern. Deshalb sage ich auch, dass unter den gegebenen Rahmenbedingungen hier das beste rausgeholt wurde.
      APH - am Puls der Zeit
    • Müssen ja keine Traditionsgeschäfte sein, aber gehen denn H&M-Alltagsläden nur in Passagen? Also in Freiburg klappt das auch ohne. Und in DD gibt es ja nun sogar jede Menge traditioneller Geschäfte am neuerstandenen Neumarkt - und dennoch: Prisco und VVK haben sie in Passagen verbannt. Das kotzt mich an. Was daran undifferenziert sein soll, erschließt sich mir nicht. Ich habe genau so darauf hingewiesen, was mir in architektonischer Hinsicht gefällt und was in Konzeptioneller eben nicht. Ich denke schon, dass man da noch wesentlich mehr hätte rausholen können. Aber natürlich auch weniger. Sogesehen bin ich zufrieden.
      Deftiger Gruß ans deftige Wissen! 8)
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    • @ youngwoerth

      es handelt sich hier um ein Projekt der ECE, die sicherlich mit sogenannten Vertragspartnern arbeitet, also ist es nur logisch, dass auch meist die gleichen Ketten in diesen Objekten sind, wobai man auch hier sagen muss, dass neben H&M und saturn auch einige regionale Restaurants und Läden in den Arkaden zu finden waren, aber ich erinnere mich nicht mehr so genau.

      Aber auch dir schöne Grüße nach Freiburg :prosit:
      APH - am Puls der Zeit
    • Re: Potsdamer Platz

      Der ein wenig peinliche "Boulevard der Stars" am Potsdamer Platz, Potsdamer Straße, ist eröffnet worden.

      Internetpräsenz:
      boulevard-der-stars-berlin.de

      Bilder der Morgenpost:
      morgenpost.de/berlin/article13…eutsche-Filmlegenden.html

      Bericht des Tagesspiegels:
      tagesspiegel.de/berlin/bouleva…te-eroeffnet/1930802.html
      Unbedingt die Kommentare lesen, das ist herzerfrischend.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Zur Abwechslung und Auflockerung einige chronologisch unsortierte und wahllose Ansichten vom Potsdamer Platz:

















      Zwei sehr schöne Seiten zur Historie:
      Haus Vaterland Berlin
      Potsdamer Platz Leipziger Platz

      Und wer dann sogar noch darüber hinaus interessiert sein sollte, findet einen exzellenten, reich bebilderten Artikel zum Aschinger-Weinhaus Rheingold in der Wikipedia:
      Weinhaus Rheingold – Wikipedia
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Volker schrieb:

      Das scheint mir das einzig brauchbare Haus am Platz zu werden

      Und genau das soll natürlich nicht so kommen.

      Deutsches Architektur-Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Leipziger-Platz-Thread

      Die Meldung ist aber schon etwas älter.

      Bleiben das gelungene Mosse-Palais, der akzeptable Wertheim-Nachfolger und Nummer 16 (Automobilclub).
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Besteht künftig die Möglichkeit die beiden Torhäuser Schinkels, ggf. etwas versetzt vom alten Standort, zu rekonstruieren ?
      Kompliziert und kostenintensiv dürfte dies doch keineswegs sein.

      Ebenso fehlen noch die barocken Lampenträger, die einst auf den Rasenflächen des Leipziger Platzes ihren Standort hatten.
      Diese Plastiken könnten die sterile Ödnis der Rasenflächen aufwerten.
    • Vom Platz her müsste das noch möglich sein. Ich glaube, da müssen wir aber auf eine Zeit nach Lüscher hoffen! Unter Stimmann wäre dies vielleicht noch möglich gewesen, aber der hat auch noch etwas von Stadtplanung verstanden. Da bin ich mir bei Lüscher nicht so sicher.

      @Palantir

      Danke für die LInks bei Deinem Beitrag. Die Seite vom Haus Vaterland wurde seit 2007 leider nicht mehr aktualisiert und der grandiose Klaus Lindow ist wie vom Erdboden verschluckt... Berlin war einmal eine Wucht!
      "Man kann einen gesellschaftlichen Diskurs darüber haben, was Meinungsfreiheit darf. Oder man hat Meinungsfreiheit."
    • @ Bernd Ludwig

      Diese Diskussion hatten wir auch schon im SSC-Forum. Ich bin natürlich dafür. Aber ich bin der Meinung, daß wenn man die Torhäuser rekonstruiert, dann kann es nur am Originalstandort sein. Alles andere würde lächerlich wirken und den Rekokritikern Futter geben. Wenn dann richtig. Ich bin immer wieder verwundert, wie naiv man offenbar in Berlin an die Stadtplanung ging, geht. Warum hat man an diese Torhäuser nicht bei der Planung der S-Bahn-Ausgänge gedacht?

      Ich verstehe es beim besten Willen nicht, wie wenig den Verantwortlichen Berlin am Herzen liegt. Dazu muß man gar kein Reko-Fanatiker sein. Es reicht schon ein bißchen historisches Bewußtsein.

      Vielleicht irre ich mich ja und es gibt doch noch eine akzeptable Möglichkeit für die Torhäuser. Ich empfinde es als zu gequetscht.

      PS: Mein erster Beitrag in diesem gebenedeiten Forum. Grüezi. :daumenoben: :knuddel: