St. Gallen (SG) (Galerie)

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • "Oliver" schrieb:

      Und in 200 Jahren werden die Leute staunend vor einem Desktop-PC stehen... :gg:


      und sich an den Kopf fassen:

      "Mit sowas hat die Jugend damals ihre besten Jahre vertrödelt" :schockiert:
      Dich will ich loben : Häßliches,
      Du hast so was Verläßliches.

      Das Schöne schwindet, scheidet, flieht,
      fast tut es weh, wenn man es sieht.

      Das Schöne gibt uns Grund zur Trauer.
      Das Häßliche erfreut auf Dauer.

      R. Gernhardt
    • "silesianospostato" schrieb:

      Wieso vertrödelt? Womit schreibt Ihr denn Eure Beiträge, recherchiert oder verwaltet Architektur-Fotos?


      Seh' ich genauso. Selbst das Stöbern nach antiquarischen Architektur-Werken über Frankfurt auf eBay hat mir in den letzten ~ 2 Jahren schon mehr Schnäppchen eingebracht als ich jemals in meinem ganzen Leben auf dem Flohmarkt werde machen können.
    • @RMA

      War ja nur'n Scherzle und siehe, wie das Thema eine neue Wendung nimmt.
      Apropos antiquarische Bücher:
      viel ergiebiger als Ebay ist in diesem Falle die "ZVAB", dort findest Du Millionen von Büchern in Tausenden von Antiquaritaten zwischen Flensburg und Kap Horn.
      Dich will ich loben : Häßliches,
      Du hast so was Verläßliches.

      Das Schöne schwindet, scheidet, flieht,
      fast tut es weh, wenn man es sieht.

      Das Schöne gibt uns Grund zur Trauer.
      Das Häßliche erfreut auf Dauer.

      R. Gernhardt
    • "Anna" schrieb:

      @RMA

      War ja nur'n Scherzle und siehe, wie das Thema eine neue Wendung nimmt.
      Apropos antiquarische Bücher:
      viel ergiebiger als Ebay ist in diesem Falle die "ZVAB", dort findest Du Millionen von Büchern in Tausenden von Antiquaritaten zwischen Flensburg und Kap Horn.


      Richtig, aber das ist meistens eine Apotheke. Klar kommt man für viele Sachen trotzdem nicht drumrum. Eines der schönsten Beispiele bisher:



      Erste geschriebene, mit Quellen belegte Stadtgeschichte Frankfurts, praktisch der Urvater aller Frankfurter Stadtgeschichten. Original klassizistische Einbände, für das hohe Alter (201 Jahre!) und anbetrachts des verwendeten Leders äußerlich noch gut erhalten, innen sogar nahezu neuwertig. Auf eBay für 10 Euro von einer nichtsahnenden Rechtsanwältin (!) gekauft. Jetzt guck' mal, was man bei ZVAB dafür latzen müsste. Und das ist nicht das erste Mal, dass ich da so ein Schnäppchen gemacht habe. ;)

      Aber das war jetzt schon sehr offtopic, zurück zum Thema. Ich hoffe natürlich auf viele schöne Bilder aus dem beschaulichen St. Gallen bzw. für eine kleine Erklärung, was in dem Video da oben zu sehen ist, auch wenn Riegel es mir persönlich schonmal erklärt hat. :)
    • @RMA

      Wieso Apotheke? Sehr oft werden dort ein und derselbe Titel von mehreren Antiquariaten zu unterschiedlichsten Preisen angeboten und dann kann ich beim Preiswertesten bestellen!
      Was Du dort schilderst, ist einfach ein Glücksfall, daß jemand etwas verkauft, von dessen Wert er keine Ahnung hat; das dürfte doch eher die Ausnahme sein.
      Ich habe mir jedenfalls den größten Teil meiner Bibliothek über die ZVAB zusammengestellt und bin gut damit gelaufen, apropos, vielleicht bekommen wir ja noch Bilder von der St. Gallener Klosterbibliothek zu sehen, dann hätten wir eindeutig die Kurve genommen.
      Dich will ich loben : Häßliches,
      Du hast so was Verläßliches.

      Das Schöne schwindet, scheidet, flieht,
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      R. Gernhardt
    • Für 10 € 200 Jahre alte Bände mit der Stadtgeschichte Frankfurts zu verkaufen ist reine Dummheit. Ich muss glaube ich auch mal häufiger bei Ebay nach antiquarischen Büchern schauen... :gg:

      In Stadtbibliotheken kann man übrigens auch immer gute Schnäppchen machen. So habe ich mir mal die mehrbändige Reihe "Westfälische Geschhichte" von Kohl für 16 € gegönnt. :boeseslachen:
    • "Anna" schrieb:

      @RMA

      Wieso Apotheke? Sehr oft werden dort ein und derselbe Titel von mehreren Antiquariaten zu unterschiedlichsten Preisen angeboten und dann kann ich beim Preiswertesten bestellen!
      Was Du dort schilderst, ist einfach ein Glücksfall, daß jemand etwas verkauft, von dessen Wert er keine Ahnung hat; das dürfte doch eher die Ausnahme sein.
      Ich habe mir jedenfalls den größten Teil meiner Bibliothek über die ZVAB zusammengestellt und bin gut damit gelaufen, apropos, vielleicht bekommen wir ja noch Bilder von der St. Gallener Klosterbibliothek zu sehen, dann hätten wir eindeutig die Kurve genommen.


      Öhm, das war nur eins von vielen Beispielen, ich hab' auf eBay schon Sachen für zweistellige Summen gekauft, die einen vierstelligen Wert im ZVAB haben. Wollte damit jetzt nur nicht angeben oder so.

      Kennst du die Sendung "Kunst & Krempel" auf BR oder "Echt Antik?" auf SWR? Wenn nein, guck' da mal, was dort öfter für 5 € aufm Flohmarkt gekaufte Kunstobjekte (und eBay ist ja nix anderes als ein Online-Flohmarkt) gezeigt werden, deren realer Wert teilweise in die Zehntausende geht. Da sind antiquarische Bücher noch das harmloseste Beispiel...

      Es gibt übrigens auch zahlreiche Alternativen zu ZVAB, z. B. die Metasuchmaschine Eurobuch.com, die gleich mehrere Angebote dieser Art durchsucht. Und dass man Preise vor dem Kauf vergleicht, ist eh klar.
    • Ob der vielen Zuschriften hätte es mich fast gereizt, nochmals einen Tag des "Nichts-tuns" anzuhängen...

      Doch nun zum Video am Seitenanfang:
      Seit 240 Jahren gibt dieses Uhrwerk des ehemaligen Klosters St. Gallen der Stadt die Zeit an. Und das auch heute noch zu vollster Zufriedenheit der Bevölkerung! Einst waren an ihm 12, heute noch 10 Zifferblätter angeschlossen, verteilt auf beide Türme und auch im Innern der Klostergebäude. Nebst der Zeitmitteilung löst es auch die Glockenschläge aus: bei der ersten Glocke den Viertelstundenschlag, bei der zweiten Glocke die Wiederholung, und anschliessend den Stundenschlag mit der dritten Glocke. Die ersten beiden Glocken hört man nicht, da sie im andern Turm hängen, und die Uhrenmechanik sehr laut rattert und mit harten Schlägen jeweils den nächsten Schlagvorgang auslöst. Der Stundenschlag wird dann ein Geschoss oberhalb des Uhrwerks durch Ertönen lassen von acht Tonnen Bronce, verteilt auf 235 cm Durchmesser, hervorgerufen!




      Als einzige Modernisierung erfolgte das elektrische Aufziehen der vier ursprünglichen Sandsteingewichte. Früher mussten diese alle acht Tage aufgezogen werden.




      Das Pendel, die zweite Voraussetzung für die In-Gang-Haltung eines Uhrwerks, ist acht Meter lang, und benötigt für eine Hin-und-her-Bewegung sechs Sekunden. Der Pendelweg ist so lang, dass sogar das Treppengeländer ausgeschnitten werden musste. Die Bewegung ist im unteren Bildbereich des Videos schwach zu sehen.




      Handgeschmiedetes, ausgesägtes, ausgebohrtes, gefeiltes und gefettetes Eisen formt dann die Pendelbewegung in die Drehbewegungen um. Das Rad mit den Einschnitten im Rand gibt an, wieviel Stundenschläge geschlagen werden sollen.




      Oben schliesst kunstvolles Rankenwerk mit integrierter Uhr das Uhrwerk ab. Dort hat sich auch der Künstler des Werks 1767 inschriftlich verewigt. Der Uhrwerkrahmen ist etwa 2 1/2 m lang, 1 1/2 m tief und 2 m hoch.




      Rechts, ausserhalb des Uhrwerks, befinden sich zwei Steuerräder, welche es sogar ermöglichen, mit wenigen Handgriffen von der Winterzeit auf die Sommerzeit umzustellen. Ausgehend von ihnen werden durch horizontal liegende Bügel und Stangen die Glockenschläge ausgelöst. Die Stange im Vordergrund löst den ersten Viertelstundenschlag aus. Durch eine Wippbewegung des dahinterliegenden Bügels wird dann in Uhrwerkmitte der Wiederholung ausgelöst. Nach einer weiteren Wippbewegung ertönt dann der Stundenschlag. Im oberen Bereich drehen "Windbremsen", um einen gleichmässigen Glockenschlag zu gewährleisten.




      Mittels Kardanwellen und Übersetzungen werden weitere Uhren am Zwillingsturm, im Chorraum, und auch innerhalb der benachbarten Klostergebäude betrieben.




      Acht Meter tief hinab reicht die Verstrebung des Glockenstuhls unter die Glockenstube, um die Schwingbewegungen der insgesamt 14 Glocken (auf beide Türme verteilt) auszubalancieren, und nicht auf das Turmmauerwerk zu übertragen.




      Herrliche Aussicht auf den Südturm am Abend des 19. November 2007 bei Minustemperaturen, an welchem ich das Video aufgnommen habe.




      Und so sieht die Fassade dieser berühmten ehemaligen Klosterkirche an einem heissen Sommernachmittg aus...



      "silesianospostato" schrieb:

      Wieso vertrödelt? Womit schreibt Ihr denn Eure Beiträge, recherchiert oder verwaltet Architektur-Fotos?

      Einen Teil deiner Frage kann ich jetzt schon beantworten: verwalten tue ich meine Architekturphotos unmittelbar neben dem weissen Kirchturm ganz im Hintergrund (sorry, ich fotografierte ohne Stativ bei Eis und Schnee im November...)

    • Danke für die Erklärung, Riegel. Wenn man sieht, wie damals Kunsthandwerk höchster Qualität (man beachte die Kunstschlosserarbeiten an einem eigentlich profan-technischen Gegenstand im dritten Bild) mit brillianter, langlebiger und wartungsarmer Technik verbunden wurde, kann man eigentlich nur zu dem Schluß kommen, dass sich der Mensch seitdem, spätestens aber im 20. Jahrhundert wenigstens ästhetisch zuückentwickelt hat. :schockiert:

      Ich bin schon sehr gespannt auf die kommenden Fotos, St. Gallen scheint das "Nürnberg" der Schweiz zu sein, wenn ich diesen Vergleich einmal wagen darf.
    • MEINE HYMNE AUF DIE DEUTSCHSCHWEIZ.

      St.Gallen das Nürnberg der Schweiz? Naja, Nürnberg gibts doch nur noch auf photos, oder? oder meinste den gleichnamigen 50er jahre halbwegs angepassten haushaufen in süddeutschland? na, also da ist St.Gallen schon schöner...

      naja, grundsätzlich unterscheidet aber den schweizer vom deutschen Urbanismus nur die nicht vorhandenen Kriegsfolgen in den zentren. Die Kombination von zivilisatorischer Randlage, schnellem Reichtum, deutschem sprachraum und unter der dünnen gesellschafts-oberfläche bekannt flacher germanischer wald und wiesenkultur, haben zumindest in der deutsch-schweiz und dort vor allem im züricher raum zu einer ziemlich penetranten alltagskultur geführt. Ich wohne jetzt 5 Jahre im Raum Zürich und kann es kaum erwarten, wieder wegzuziehen.
      2 hauptpunkte meiner Enttäuschung.

      1. Urbanismus: 1000% hardcore modernismus: germanischer kulturraum + viel geld + immobiliensystem + traditionsvergessenheit haben zBsp. den noch vor 30 Jahren wunderschönen Zürichsee in ein einziges betonbunker reihen-investmentkisten alptraumaglomerat verwandelt. man steht förmlich auf dem hügel neben den grasenden kühen vor allgegenwärtigen modischen modernisten betonkisten mit alugeländer und flachdach der allerallerschlimmsten form, hier herscht die religion des politisch korrekten spiessbürgertums mit durchschnittlichem 100k euro netto(!) einkommen aus bank und versicherungsjobs bei gleichzeitiger totaler lebensunerfahrenheit und mega-anpassertum in reinform. ein papierchen aus dem autofenster werfen ist die grösste rebellentat des durchschnittlichen deutschschweizers.
      und noch zu den preisen der ich-bin-modern-deppenwohkultur:
      die modernistische papphauskiste mit metallveranda und bescheidenen 100qm grundfläche in absoluter randlage ist unter 500k euro nicht zu bekommen. das durchschnittliche penner-einfamilienhaus im larifaridesign, welches in 20min entfernung vom kölner stadtzentrzum ca 350 - 650k euro kostet, könnt ihr equivalent hier mit 1 bis zu 3 mio euro veranschlagen. wenn ich teilweise sehe, für wieviel geld die typen in deprimierend-kahlen schrottimobilien wohnen, fehlt mir wirklich jedes verständniss.
      (Beispiel, 2.5 mio euro 4 zimmerwohnung seeblick immobilie in zürich: sofort verkaufen und abhauen!!!!!
      1 mio eigenkapital in 2 mio villa in südfrankreich investieren, rest hypothek, leben wie ein popstar mit kieseinfahrt, pool und blumen-bepalmter gartenanlage, restliche 1.5mio in portfolio in monaco anlegen risikoavers zu 8%, im departement du var, irgendwo hinter cannes, auf der terasse sitzen, rotwein trinken, angetrunken cabrio zum strandrestaurant fahren, dauerflirten mit den französinnen und der geschenkten sommerurlaubbrittinnenselektion, den im südfranzösichen verkehrsgetümmel desorientiert herumschleichenden deutschschweizer sonntagsfahrermichels im 2 jahre alten pikfeingeflegten s-version-cabrio (und garantiert noch nie schneller als 124kmh gefahren) beim überholen hinterherhupen, dazu noch die bekannte fingergeste plus den spitzentanga-fund von der rückbank zeigen und irgendwann mal, vielleicht, wenn überhaupt, dem lieblingsberuf so spasseshalber nachgehen.
      gerne all das, anstelle durch 80 radars und meckernde germanenpassantenköpfe im verregneten stadgebiet zürich zu schleichen. oh man.)

      2. Amüsieren: die Deutschschweizer haben in Ihrer Mehrheit vermutlich gar keine ahnung, dass man als normalaussehender junger mann OHNE In-Piercing-Sporthampelmanngestresse-papas-sohntum-riesenaufwand-männer-makeup-ferrarileasen-kochkurs-hinterherlaufmarathon-nichtbeachtetwerden-depressionen im rest europas einfach mit ner jeans und nem weissen tshirt an einem abend mehr frauen kennenlernen kann als der arme zürimann im ganzen jahr im tollsten züri-inclub.
      prädikat: absolut spassfrei, nur pseudovergnügen gegen recht viel geld ohne echte-welt einschlag. sauber-nett-langweilig, flirtfaktor: 0.0 schweizer mädels sind ungefähr so kommunikativ und amüsant wie der gotthardtunnel. zumindest gegenüber den schweizer männern und erst recht den deutschen, die hier quasimodo-uncoolst status geniessen. schon besser sieht es aber aus, wenn du hier als farbiger einwanderer aus jamaika maiskolben verkaufst oder als wegen totaler verblödung selbst aus brasilien ausgewiesener fünftklassiger strand-salsa-tanzwunz mit nem portugiesischwortschatz von 80 wörtern im club palais xtra von den blonden alpen-breithintern-kurzjeans-kühen umworben wirst. denn, oho aha, salsa, worldmusik und exotische männer (also einfach jeder imigrierte halbwegs typisierte südamerikanische strassenpenner-schulabbrecher ausser DIR) hat hier hochkonjunktur.
      NB.: hi-light sind da übrigens noch die im vergleich so total legeren kontaktoffenen eingewanderten mädels aus deutschland, muss man sich mal vorstellen, die einäugigen königinnen unter den vollblinden.

      aber ich will hier nicht ein land pauschal verurteilen. oder doch? na, egal. ist ja alles subjektiv auf dieser welt wie ihr wisst. und ich hab letztlich eben doch recht. :gg: viele andere sachen sind nämlich im weltweiten vergleich ja auch sehr gut bis erstklassig in CH.
      vor allem die schlanke staatsorganisation ist dem deutschen sauhafenstaatsmonster um welten überlegen. nur eins sollte man eben hier nicht: ausserhalb der absoluten stadtkerne schöneren urbanismus erwarten und dabei noch spass, im 'Ausgang', erwarten.

      das nur zur desillusionierung. es ist definitif nicht schlechter in D, unglaublich :gg: & :lehrer: :zwinkern:
    • Ich bin schon sehr gespannt auf die kommenden Fotos, St. Gallen scheint das "Nürnberg" der Schweiz zu sein, wenn ich diesen Vergleich einmal wagen darf.


      Also ein Nuernberg der Schweiz gibt es nicht. Staedte mit einer wirklich grossen eigenen Kultur wie Strassburg, Augsburg, Nuernberg, Frankfurt am Main, Prag oder Breslau hat es dort nie gegeben. Dazu war das Gebiet zu entlegen und baeuerlich, es nahm nicht an den Hochkulturen in Deutschland, Frankreich, und Italien teil. Die grossen Handelswege verliefen auch anderswo.
      In der neueren Geschichte war die Deutschschweiz aber deutscher, als sie seit dem 2. Weltkrieg zugeben will. Vor dem Krieg sprach man in Bern das korrekteste Hochdeutsch. Nach dem Krieg war es weltweit nicht mehr opportun, deutsch zu sein oder zu scheinen, und hat man damit angefangen, die Dialekte bis ins Absurde zu pflegen. Jetzt sieht man dort Schwyzerdueuetsch als die Muttersprache, und Hochdeutsch ist die ungeliebte Schul- und Amtssprache.
      Daher ruehrt auch wohl dieses Phaenomen:
      schweizer mädels sind ungefähr so kommunikativ wie der gotthardtunnel. zumindest gegenüber schweizer männern und erst recht den deutschen, die hier quasimodo-uncoolst status geniessen.

      :)
      Die Tatsache, dass Deutsche in der Schweiz so unpopulaer sind, waehrend die Deutschschweizer ihre Sprache und Dialekte derselben sprechen, gibt doch zu denken. Zwar ist die Unpopularitaet der Deutschen ausserhalb Deutschlands ein gemeingermanisches Phaenomen, mit Ausnahme der Schweden. Aber ebenso wie die Schweden haben die Schweizer in juengerer Zeit nichts Kriegerisches mit den Deutschen erlebt.
      Die zitierte Einschaetzung der Schweizer Maedels teile ich nicht, es gibt dort wirklich viele schoene Frauen und Maedchen. Man sieht dem Volk eine schon laenger waehrende Wohlstand an, und verstaendig sind sie auch. Spass ist auch nicht alles.
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
    • Also ein Nuernberg der Schweiz gibt es nicht. Staedte mit einer wirklich grossen eigenen Kultur wie Strassburg, Augsburg, Nuernberg, Frankfurt am Main, Prag oder Breslau hat es dort nie gegeben. Dazu war das Gebiet zu entlegen und baeuerlich, es nahm nicht an den Hochkulturen in Deutschland, Frankreich, und Italien teil. Die grossen Handelswege verliefen auch anderswo.
      In der neueren Geschichte war die Deutschschweiz aber deutscher, als sie seit dem 2. Weltkrieg zugeben will. Vor dem Krieg sprach man in Bern das korrekteste Hochdeutsch. Nach dem Krieg war es weltweit nicht mehr opportun, deutsch zu sein oder zu scheinen, und hat man damit angefangen, die Dialekte bis ins Absurde zu pflegen. Jetzt sieht man dort Schwyzerdueuetsch als die Muttersprache, und Hochdeutsch ist die ungeliebte Schul- und Amtssprache.


      exact so ist es, sehr gut resümiert, ergänzt schön meine gewollt deskriptive polemik. :gg:


      Die zitierte Einschaetzung der Schweizer Maedels teile ich nicht, es gibt dort wirklich viele schoene Frauen und Maedchen. Man sieht dem Volk eine schon laenger waehrende Wohlstand an, und verstaendig sind sie auch. Spass ist auch nicht alles.


      habe nicht sagen wollen, dass schweizer frauen hässlich sind, sind sie nicht, es sind mit die schönsten und, wie du treffend feststellst, teilweise durch wohlstand verursacht, gepflegtesten in westeuropa. aber altglaskontainer flirten eifriger.

      naja, spass ist nicht alles, aber ohne spass ist alles nichts.

      ich finde es noch absurd, dass gerade die deutsch-schweizer keine deutsche kultur mögen, wo sie selbst doch eigentlich in ihrer etwas provinziell-spiessigen disziplin-ordnungs-arbeitskultur deutscher als deutsche klischees sind, und sich letztendlich somit selber verachten. denn was man dort für 'deutsch' hält, ist eigentlich grundlegend südwestdeutscher kulturraum und somit wieder schweiz.

      ja, die grenze in den köpfen. in der deutschschweiz heissen die deutschen 'schwaab', aber für mich als kölner sind die schwaben quasi schweizer... :gg:
    • "Brandmauer" schrieb:

      Zwar ist die Unpopularitaet der Deutschen ausserhalb Deutschlands ein gemeingermanisches Phaenomen, .


      Wer hat Dir denn das erzählt?
      Eigentlich kenne ich nur vier Völker, die berufsmäßig antideutsche Gefühle auf Dauerflamme halten, die Engländer, die Polen, die Tschechen und Gottes auserwähltes Volk von eigenen Gnaden im östlichen Mittelmeer.
      Ansonsten bist Du in ganz Lateinamerika als Deutscher um ein vielfaches willkommener, als ein Yankee, in Asien, speziell Japan, ist unser Ansehen ähnlich hoch, ob Du nach Spanien, Irland, Rußland oder Serbien kommst, überall werden die Gesichter freundlich, wenn Du als Deutsche oder Deutscher auftrittst.
      Zumindest meine Erfahrung.
      Dich will ich loben : Häßliches,
      Du hast so was Verläßliches.

      Das Schöne schwindet, scheidet, flieht,
      fast tut es weh, wenn man es sieht.

      Das Schöne gibt uns Grund zur Trauer.
      Das Häßliche erfreut auf Dauer.

      R. Gernhardt
    • "Anna" schrieb:

      Eigentlich kenne ich nur vier Völker, die berufsmäßig antideutsche Gefühle auf Dauerflamme halten, die Engländer, die Polen, die Tschechen und Gottes auserwähltes Volk von eigenen Gnaden im östlichen Mittelmeer.


      Da hast Du als fünftes Volk unsere Oranje-Nachbarn in den niederen Landen vergessen - nicht zur zu Zeiten von Fußballmeisterschaften. Es sei denn, man zählt sie nicht als Volk, sondern als verselbständigter Stamm der Deutschen (schließlich gehörten sie ja bis etwa 1648 irgendwie zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation).

      Bei den Flamen sieht es hingegen schon viel netter aus.

      Ach so - ehe es wütende Einwände gibt - unsere stets engagierten und freundlichen niederländischen Forumskollegen nehme ich natürlich da gänzlich aus!!!
    • Da hast Du als fünftes Volk unsere Oranje-Nachbarn in den niederen Landen vergessen

      Naja man sagt es . Meine persönliche Erfahrung ist aber eine ganz andere. Ich bin eigentlich immer auf freundliche Offenheit gestoßen und man war sich auch nicht zu fein deutsch zu sprechen.
      Meinen Erfahrungen nach käme aber Griechenland mit rein. (wobei ich die Griechen als generell etwas ungastlich empfinde)

      Aber ich würde gern mehr Bilder von St. Gallen sehen!
    • @marc

      Spassiger Erfahrungsbericht !
      Zum Thema Bauboom in der Schweiz auch
      folgender Artikel :

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,517238,00.html\r
      www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,517238,00.html

      Trotz modernistischer Wucherungern empfinde ich
      doch die intakten Altstadtkerne von Bern, Basel&Co als
      wahren Balsam im Vergleich zu Stuttgart, Kassel etc....

      @Anna

      Selbst die Aversion der Polen ist nicht so gross wie vermutet.
      70% der Polen können sich laut Umfragen vorstellen einen
      Deutschen in der Familie zu haben ....