Karlsruhe

  • Ein Paar Neuigkeiten zum Neubau am Marktplatz in Karlsruhe:


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    Mit einem entsprechenden Satzungsbeschluss ebnete gestern der Gemeinderat den Weg für den Bebauungsplan für die Nordseite des Marktplatzes. Die vorgestellten Entwürfe trafen jedoch nicht bei allen Fraktionen auf Gegenliebe.


    Der Leiter des Stadtplanungsamtes Harald Ringler präsentierte die Entwürfe mit Hilfe von Animationen: Vorgesehen sind hohe Bögen und ein Satteldach, passend zu den bestehenden Gebäuden wie dem Modehaus Carl Schöpf. Das Dach würde allerdings die Höhe des derzeitigen um ein paar Meter überragen, dafür sollen die Deckenhöhen auch im ersten Stock an den Bedarf des Einzelhandels angepasst werden. Ringler sprach auch die Argumente gegen einen Abriss des Volksbank-Baus an. Dies sei einmal der Denkmalschutz und zum anderen die Erinnerung an die Zeit des Wiederaufbaus, die mit dem Gebäude verknüpft würden.
    Während die CDU den "zukunftsweisenden" Plänen zustimmte, sprach sich die SPD gegen die Satzung aus und "für das Stadtbild". Die Grünen trugen den Beschluss mehrheitlich mit, ebenso zustimmend äußerte sich die FDP/Aufbruch-Fraktion. Eberhard Fischer (KAL) dagegen kritisierte die Entwürfe als rückschrittig, er hätte eine "zeitgenössische" Bauweise vorgezogen. Auch aufgrund der ebenfalls geplanten Tiefgarage unter den neuen Gebäuden lehnte die KAL daher den Beschluss ab. Die Abstimmung fiel mehrheitlich für die Satzung aus, allerdings mit 17 Neinstimmen und zwei Enthaltungen.


    Das Projekt "Kaiser Karree" soll bis Ende 2010 abgeschlossen sein und dann die neue Attraktion der Kaiserstraße werden: Noch in diesem Monat rechnet die Projektleitung der Newport GmbH mit der Baugenehmigung für die Neugestaltung des ehemaligen Volksbank-Baus am Marktplatz. (...) Auf einer Fläche von ungefähr 3.000 Quadratmetern werden bis Ende kommenden Jahres drei Stockwerke für den Handel und drei Bürogeschosse entstehen. Der Entwurf des mit der Neugestaltung beauftragten Achitekturbüros LRO (Lederer+Ragnarsdóttir+Oei) soll sich in das bestehende architektonische Bild des Marktplatzes einfügen: Wie Projektleiter David Fornol erläuterte, ist das Ziel "eine Ergänzung der klassizistischen Platzsituation von Weinbrenner". Man wird sehen, ob mit dem Gebäude ein angemessener dritter Punkt (neben der Stadtkirche und dem Rathaus) entsteht, welcher ein um die Pyramide liegendes "klassizistisches Dreieck" komplettieren könnte.


    Leider auch schlechtere Nachrichten:


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    Der für Juni geplante Abriss des alten Volksbank-Gebäudes an der Nordseite des Karlsruher Marktplatzes wird verschoben. (...)
    Von Seiten der Stadt Karlsruhe hieß es, die Baugenehmigung würde erteilt, sobald die Bürgschaft von drei Millionen Euro vorliege. Medienberichten zufolge habe Newport Probleme, die Bürgschaft aufzubringen. "Die Bürgschaft ist nicht das Problem", so Siegmund-Schultze heute Morgen. Vielmehr sei das gesamte Projekt erst anzugehen, wenn die Lage der Partner-Bank, der Hypo-Real-Estate, stabiler sei. "Bei einer Investition von über 20 Millionen Euro muss gesichert sein, dass nicht nach neun Monaten Baustopp ist, weil die Bank Probleme hat."


    Die von der Stadt vorgegebenen Fristen seien gut, müssten aber auch zu verwirklichen sein. Der Bau ist auf 18 Monate terminiert, so dass mit einer Fertigstellung bis Ende 2010 geplant war. Aufgrund der Finanzkrise verzögert sich nun der Beginn. "Wir würden gern früher anfangen, warten jetzt aber ab bis alles sicher ist", erklärt Siegmund-Schultze, denn: "Wenn man so ein Projekt angeht, muss auf den Partner Verlass sein." Sowohl die Stadt als auch Newport bekräftigen jedoch, nach wie vor zu dem Neubau am Marktplatz zu stehen


    Quelle: http://www.ka-news.de



    Quelle: Newport

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Quote from "Däne"

    Auf einer Fläche von ungefähr 3.000 Quadratmetern werden bis Ende kommenden Jahres drei Stockwerke für den Handel und drei Bürogeschosse entstehen. Der Entwurf des mit der Neugestaltung beauftragten Achitekturbüros LRO (Lederer+Ragnarsdóttir+Oei) soll sich in das bestehende architektonische Bild des Marktplatzes einfügen: Wie Projektleiter David Fornol erläuterte, ist das Ziel "eine Ergänzung der klassizistischen Platzsituation von Weinbrenner". Man wird sehen, ob mit dem Gebäude ein angemessener dritter Punkt (neben der Stadtkirche und dem Rathaus) entsteht, welcher ein um die Pyramide liegendes "klassizistisches Dreieck" komplettieren könnte.


    Ah! Die Herren die im Wettbewerb fuer das Historische Museum in Frankfurt den ersten Platz gewannen! Das Hessische Staatstheater in Darmstadt stammt aus dieser Firma, die offenbar kein Glasfassadenfan ist. Seht Euch die hehren Herangehungsdogmen und ein wenig von dem oeuvre mal an: LRO - Architekten

  • Quote from "Palantir"


    [...] Vielleicht könnten wir das Thema in schlicht Karlsruhe ändern, dann könnte man mehr darunter fassen.


    Gerne doch, solange in diesem Strang generell das Karlsruher Baugeschehen diskutiert wird. Sollte es größere Einzelthemen geben, dann können diese auch in eigenen Strängen besprochen werden, wenn dies der Übersicht dient.


    Soweit möglich, wäre es jedoch sehr vorteilhaft, wenn Ihr in Euren Beiträgen zu den einzelnen Objekten und Bauvorhaben Überschriften angeben könntet (am besten mit Straße und Hausnummer (soweit bekannt) sowie dem Namen der Gebäude etc.). In einem gemeinsamen Strang für verschiedene Objekte sind solche Überschriften sehr hilfreich, um den Überblick zu behalten und schnell etwas wiederzufinden. Ich meine dabei jedoch Überschriften innerhalb des Textes, nicht die des Beitrags ("Betreff").


    Dies sage ich nicht, um Euch irgendwelche Lasten aufzubürden, sondern einfach nur, weil es uns selbst hilft und Eure Beiträge wertvoller macht.


    Natürlich weiß ich, dass nicht immer die genaue Adresse oder der genaue Name der Gebäude bekannt sind. Bitte schreibt es dazu, wenn Ihr es wisst. Fühlt Euch aber bitte nicht gehindert, Beiträge zu schreiben, wenn Ihr diese Angaben nicht kennt - daran soll es nicht scheitern!



    Moderationshinweis:
    Strang von "Karlsruhe - Aktuelle Neubauten und Bauvorhaben" in "Karlsruhe" umbenannt

  • Hallo Stadtbild-Mitglieder,


    mit großem Interesse habe ich eure Diskussion über die Neugestaltung der Nordseite des Karlsruher Marktplatzes u.a. gelesen.


    Ich möchte eure Aufmerksamkeit auf den aktuell bevorstehenden Umzug des BVerfG vom Schlossplatz/Botanischen Garten in die ehemalige General-Kammhuber-Kaserne in der Waldstadt lenken.


    Karlsruhe war früher auch Richard-Wagner-Stadt und das Großherzogliche Hoftheater von Heinrich Hübsch aus dem Jahre 1853, in dem Wagner sich regelmäßig präsentierte, könnte man mit heute mit der Semperoper Badens gleich setzen. siehe: Hoftheater – Stadtwiki


    Am 27.09.1944 wird das Theater am Schlossplatz bei einem Bombenangriff schwer beschädigt. Ein Wiederaufbau war aufgrund der guten Erhaltung und Bedeutung der Ruine bereits projektiert.


    Doch das bis dahin im Prinz-Max-Palais untergebrachte Bundesverfassungsgericht setzte die Stadt bei der Suche nach einem neuen, größeren und vor allem repräsentativen Domizil unter Druck und erwägte schon den Einzug ins (äußerlich) wiederaufgebaute Residenzschloss Karlsruhe.


    So kam es dann, dass die Stadt 1963 die Ruine des Theaters im Zuge des Neubaus des Bundesverfassungsgerichts abreißen ließ. Ein eher schwarzer Tag für Karlsruhe. Seit dem stehen nun also die "grauen Klötze" von Architekt Paul Baumgarten als Bundesverfassungsgericht – Stadtwiki an historischer Stelle. 2005-2007 wurde ein lange Zeit stark umstrittener (es gab eine große Bürgerbewegung dagegen) Erweiterungsbau umgesetzt, der sich weiter in den denkmalgeschützeten Botanischen Garten schneidet. Zumindest wurde dieser Bau etwas ansprechender und freundlicher gestaltet.



    Mitte 2011
    ergibt sich nun die einmalige Situation, dass das BVG in die ehemalige General-kammhuber-Kaserne "umziehen" muss, damit die vermutlich marode Baustruktur der 60er Jahre Gebäude des BVG saniert werden kann. Zu diesem Zweck werden die Gebäude komplett entkernt. Im Prinzip werden sie danach aufgrund eines mysteriösen Denkmalschutzes wieder originalgetreu (!) aufgebaut.


    Der ganze Spaß kostet den Steuerzahler Einiges:
    * Der Umbau der Kaserne als "Provisorium" des BVerfG kostete bereits 4,7 Millionen Euro.
    * Die "Sanierung" der grauen Pavillions des BVerfG am Schlossplatz kostet stolze 44 Millionen Euro (lt. Artikel in den BNN v. 22.Juni 2011)



    ---> Meine Frage:
    Warum in aller Welt lässt man das BVerfG nicht in der dazu bereits umgebauten Kaserne, hebt den Denkmalschutz für die hässlichen Pavillions am Schlossplatz auf und verlangt vom BUND den Wiederaufbau des historischen Hoftheaters? Das ist doch eine einmalige Gelegenheit!!!


    Was meint Ihr? Kommt jemand von euch aus Karlsruhe? Vielleicht könnte man mit Flugblättern darauf aufmerksam machen...



    Viele Grüße aus Karlsruhe/Baden
    Robin Cordier

  • An sich ist das eine nette Idee / Vorstellung. Doch die Herren Politiker werden sich wahrscheinlich nicht aus dem schönen Park vertreiben lassen. Außerdem lässt sich dieser ominöse Denkmalschutz nicht so einfach aufheben. Das wird nicht einfach.

    Gut, mir ist auch klar, dass die nicht einfach auf ein paar Geschichtsliebhaber hören. Aber wenn man beispielsweise eine Art Kampagne für den Wiederaufbau starten könnte, der sich viele Interessenten und Leute anschließen könnte man zumindest die Bevölkerung und die Politik für das Thema sensibilisieren.


    Das Bundesverfassungsgericht hat nach seiner "Entmachtung" durch den Vertrag von Lissabon gegenüber dem Europäischen Gerichtshof an Bedeutung verloren. Nur sagt das ja niemand offen. Den Vertragsinhalt kennt ja auch kaum einer.


    Auf jeden Fall erinnert zur Zeit niemand an die Möglichkeit, so etwas auch nur zu erwägen - eine gute Gelegenheit für einen Verein wie Stadtbild sich vor Ort ins Gespräch zu bringen und sich zu profilieren...

  • Du wirst mit der Zeit merken, dass es sich bei unserem Anliegen um einen kräftezehrenden Kampf gegen die geballte Arroganz handelt. Leider ist es alles andere als einfach, aktive Mitstreiter zu finden. Gegen Atomkraft oder visionäre Großprojekte finden sich schnell Leute, aber an unsere verhunzten Städte hat sich die Gesellschaft gewöhnt. Viele merken es überhaupt nicht (mehr) und/oder es interessiert schlichtweg nicht. Um vom Rest sind die wenigsten aktiv, der Großteil klagt lieber in Internetforen umher, denn dabei kann man im Sessel sitzen. Ein gutes Pflaster für die Modernistenherrschaft, die hat es leicht - im Grunde eine Art Monopol. Und in so einer Suppe kocht schnell die Überheblichkeit mit - man hat es sich gemütlich gemacht in seinem System.



    Der wichtigste Schritt für Dich (den Du ja schlauerweise schon begonnen hast): Finde Leute, die auf Deiner Welle surfen und für die Sache zu begeistern sind. Dann setzt Ihr Euch zusammen und koordiniert Euer Vorhaben und konkrete Projekte. Eine eigene Internetseite wäre sinnvoll, ansonsten Flyer, Plakate (z.Bsp. Visualisierung Alt vs. Neu), Anzeigen in der Zeitung, Demos, Informationsstand neben der Marktplatz-Pyramide (Bürgeraufklärung generiert neue Mitstreiter, denn "was ich nicht weiß..."), Stadtratsmitglieder, Fraktionsvorsitzende, Stadtplanungsamt, Baubürgermeister & Co per Brief(!) anschreiben, Bürgertransparenz einfordern, Diskussionsrunden organisieren, Medien involvieren, ...


    Die rechtliche Seite ist natürlich auch wichtig: Also vorher Informationen über das konkrete Objekt beim Denkmalschutzamt einholen und sich über die rechtliche Situation bzgl. der geplanten Vorgehensweisen klar werden.


    Viel Spaß und Erfolg! :biggrin:

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

    Edited once, last by youngwoerth ().

  • Der wichtigste Schritt für Dich (den Du ja schlauerweise schon begonnen hast): Finde Leute, die auf Deiner Welle surfen und für die Sache zu begeistern sind. Dann setzt Ihr Euch zusammen und koordiniert Euer Vorhaben und konkrete Projekte. Eine eigene Internetseite wäre sinnvoll, ansonsten Flyer, Plakate (z.Bsp. Visualisierung Alt vs. Neu), Anzeigen in der Zeitung, Demos, Informationsstand neben der Marktplatz-Pyramide (Bürgeraufklärung generiert neue Mitstreiter, denn "was ich nicht weiß..."), Stadtratsmitglieder, Fraktionsvorsitzende, Stadtplanungsamt, Baubürgermeister & Co per Brief(!) anschreiben, Bürgertransparenz einfordern, Diskussionsrunden organisieren, Medien involvieren, ...


    Danke Dir für deinen konstruktiven Beitrag und die kleine Hilfestellung. Tatsächlich geh ich gerade mehrere Wege - ich habe neben den Leuten in unserem Forum hier auch schon die neugegründete Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft (in der ich gar KEIN Mitglied bin) angeschrieben, da sie laut Ihrer Satzung sich um die Bauten Weinbrenners, aber auch um die seiner Schüler kümmern wollen - und Heinrich Hübsch, der Architekt des Hoftheaters war ja dessen berühmtester Schüler. Mal sehen wie der Vorstand auf meine Nachricht reagiert - aber da die Zeit läuft muss man natürlich - da hast du völlig recht an allen Ecken und Enden nach Mitstreitern suchen.


    Ich habe auch auf dem letzten Treffen vom Karlsruher Karlsruhe: Stadtwiki, City Wiki, Villewiki, www.ka-wiki.de schon einige Interessenten gefunden. Einer wäre sogar bereit, mit mir gleich einen Karlsruher Verschönderungsverein zu gründen - ich hoffe aber, dass so etwas nicht erst nötig wird.


    Vielleicht macht es Sinn, auch mal den Bürgerverein Stadtmitte (Bürgerverein Stadtmitte | Startseite) in Karlsruhe anzugehen...


    Ich hatte mir bereits überlegt evtl. eigens eine Facebook Seite anzulegen. Aber erst mal will ich hier etwas positive Resonanz abwarten :smile:



    VG Rob

  • Ich bin ein begeisterter Fan von historische Staedte, Barock, Mittelalter usw..... Dennoch finde ich das moderne Gebaude am Sclossplatz sehr elegant. Es gibt in D und ueberall einige mustergueltige Bauten von der 60er Jahren. Ich finde es nicht merkwuerdig, dass ein Barock Liebhaber auch ein Modernismuss Liebhaber sein kann.


    Ich sage nicht, dass das ehemalige Theater nicht bemerkenswert ist, aber in meinen Augen ist der moderne Ersatz von hoher qualitaet. Es ist keinesfalls nicht wie, zum Beispiel, das monstroese ehemalige DDR Polizeipraesidium am Dresdner Neumarkt...

  • Einer wäre sogar bereit, mit mir gleich einen Karlsruher Verschönerungsverein zu gründen - ich hoffe aber, dass so etwas nicht erst nötig wird.


    So ein Verein ist in Karlsruhe doch längst überfällig! :wink: Nutze die Chancen, die sich ergeben. So eine Vereinigung könnte wunderbar auf all das hinweisen, was in Karlsruhe in den letzten Jahrzehnten schiefgelaufen ist - und für einen künftig anderen Umgang mit der Stadt sensibilisieren. Interessant hierzu auch das Standardwerk "Kriegsschicksale Deutscher Architektur". Hier findest Du ein paar Auszüge .

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
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  • Absolut, ich habe mich schon immer instinktiv gefragt warum das höchste Deutsche Gericht in dieser Hutschachtel verkehrt. Was daran repräsentativ ist weiß wohl nur der Architekt. Man schaue sich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig an, der Kontrast hat mich schon immer fasziniert ^^

  • Vielen Dank für eure Antworten!


    Ich habe von Dr. Streck und Dr. Schumann (Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft) schon wohlwollende Nachrichten für die Idee "Endgültige Verlegung BVerfG und Wiederaufbau des Hoftheaters" erhalten! - Ich denke man muss dann persönliche Gespräche führen, damit man an diesem Punkt weiter kommt. Einen neuen Verein zu gründen kostet Zeit und Geld - kurzfristig halte ich das daher für nicht sehr effektiv. Mittelfristig kann das aber interessant sein.


    @ Youngwoerth: Vielen Dank für die interessanten Auszüge! Habe sie mir gleich mal kopiert.


    @ Saxonia: Ich muss dir auch Recht geben - der reichsgerichtshof ist natürlich eigens für diesen Zweck in der wilhelminischen Ära errichtet worden und wirkt daher natürlich viel historisierender - ein Prachtbau der Justiz. Leipzig hätte es auch verdient, dass der Bundesgerichtshof dorthin verlagert wird.

  • Sehr schön. Die Idee wurde nun auch unter dem Punkt "Aktuelles" beschrieben. Wenn nun jedes Mitglied einen ansprechenden Brief an die Stadt schreibt, können die den Gedanken nicht mehr ignorieren. Hat jemand die passende Adresse für solch ein Schreiben? Die Briefe sollten ja nicht auf dem falschen Schreibtisch landen.

  • Oh Gott!!! Das arme Karlsruhe hat man ja auch grausam entstellt. War das nicht mal Residenzstaat der Herzöge von Baden? Oh gott, was haben die Modernisten nur angerichtet mit ihrem Fanatismus. Da kann man eigentlich nur noch eine einzige Konsequenz ziehen: Rückkehr zur Monachie.


    Bei allen Nachteilen, aber bauen konnten die Monarchen.... Besonders schlimm ist ja dieses Kaufhaus Breuninger.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

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    Modellhaus
    Der Markgraf förderte ab 1715 seine neue Stadtgründung mit Stadtprivilegien. Zu den Privilegien für Neubürger gehörte u.a. ein kostenloser Bauplatz und Bauholz umsonst. Aber man musste sich nach den Vorschriften für das Modellhaus für Bürger richten, d.h. man musste einstöckig mit Mansardendach bauen. In der Kaiserstraße und in der Waldstraße ist jeweils noch ein Modellhaus erhalten.

    Quelle: Modellhaus

  • Gefällt mir. Wie stehen eigentlich die Chancen, daß der gegenüberliegende Bau, "Hotel am Markt" auch demnächst beseitigt und durch ein besseres Haus ersetzt wird? Das muss doch irgendwann geschehen. Die beiden Häuser passen nun nicht mehr zusammen.

  • Das mit der Asymmetrie ist jetzt natürlich blöd, die beiden Eckbauten waren ja auf symmetrische Wirkung hin angelegt. Ist immerhin die Hauptachse zum Schloss. Für sich gesehen ist der neue Bau erstaunlich gut, aber das Ensemble könnte leiden.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
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    Für sich gesehen ist der neue Bau erstaunlich gut, aber das Ensemble könnte leiden.

    Da das Ensemble (die beiden Eckbauten) schlecht war, finde ich das kein Problem. Wenn ein schlechtes Nachkriegsensemble leidet durch eine Verbesserung, dann ist das der notwendige Anfang, um mehr Verbesserungen herbeizuführen.