Bernburg (Saale) (Galerie)

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    • "Exilwiener" wrote:

      Wie ist Dein Eindruck von der restlichen Stadt?


      Wenn ich Zeit finde, könnte ich meine Fotos vom letzten Jahr ergänzen.
      Die Stadt ist wie viele Ost-Städte fast ungestört erhalten, eine richtige kleine Residenzstadt, mit Schlossbezirk, am Übergang zur Stadt findet sich das Historisumus-Rathaus und eine barocke Schlosskirche. Es finden sich weiterhin viele kleine Barockpalais.
      Es gibt wie nach wie vor einen Sanierungsstau, wenn jemand ein Barockpalais zur Sanierung erwerben möchte, hat er noch die Auswahl. Nicht ganz so schlimm wie Weissenfels, in einigen Straßen aber auch nicht besser.
    • ergänzend zu den aufnahmen von markkleeberger ein paar impressionen vom märz dieses jahres

      blicke vom altstadtufer auf die bergstadt (im hintergrund rechts - das gerade eingerüstete schloss.)



      noch auf der linken saaleseite - der (alte) markt




      momentan von der stadtverwaltung ungenutzt, und in etwas desolatem zustand, dieses schöne barockgebäude



      noch einmal der eintritt zum markt von der saalebrücke aus


      ...

      weiter richtung bergstadt



      saalplatz




      nun die gasse zwischen den beiden obigen gebäuden hindurch - zum schlossberg hinauf:

      schenktreppe



      gemeindehaus der baptisten


      theaterstraße


      blick zum neuen rathaus


      und hier vom schloss aus gesehen


      zum schloss später noch ein paar ergänzungen - stattdessen vom theaterplatz aus schwenk nach links und die schlosstraße hinunter zur innenstadt:



      ev. (reformierte) kirche



      schlossstraße (im weiteren verlauf friedensstr.)




      hier kreuzt der sogen. boulevard die schlossstr.



      raumkanten:





      auf dem (oberen) blvd./karlsplatz







      typische seitenstraße



      unweit: kalrsstr.

    • Hier habe ich einige alte Dias, Aufnahmen von etwa 1996 gefunden und nach bearbeitet, die ich gerne noch einstellen möchte, auch wenn deren Qualität teilweise zu wünschen übrig lässt.

      Bernburg war Residenz der Herzöge von Anhalt-Bernburg, bis diese die Residenz 1765 nach Ballenstedt verlegten. Interessant vielleicht auch die Tatsache, dass die Unterstadt und die Oberstand bis zu deren Vereinigung im 19. Jahrhundert zwei rechtlich selbstständige Gemeinden waren.

      Hier ein Blick in die Hauptstraße (Unterstadt):









      Das Schloss hoch über der Saale, von der Anlage "das Krumbholz" aus gesehen: Ganz links der "Wolfgang-Bau" mit seinen beiden Schönen Erkern, ganz rechts erkennt man vor dem Gebäude die sog. "Trompeterkanzel" an der Wehrmauer. Eine große und stattliche Schlossanlage, zumeist aus der Renaissance. Leider hat man Ende des 19. Jh. (nach 1887) in den Schlossgarten ein großes Schulhaus in Klinkerbauweise (an sich ein sehr schöner Bau, aber absolut an der falschen Stelle) hineingestellt und die barocke Orangerie in eine Turnhalle umgebaut. Den Verlust des barocken Schlossgartens habe ich als schmerzlich empfunden, gerade weil das Schloss so beeindruckend ist. Vom Saaletal aus betrachtet, stellt das Bernburger Schloss eines jener großartigen Landschaftsbilder dar, mit denen die Sächsiche Saale so reich gesegnet ist:






      Zugang zum Schlosshof über die Brücke, welche über den Bärenzwinger führt:



      Im Schlosshof:




      Rechts Treppenaufgang zu "Wolfgang-Bau"



      Der große "Wolfgang-Bau" leider nur sehr undeutlich zu erkennen. Der Bergfried rechtsstammt aus dem Mittelalter (ca. 1170) und soll der Sage nach einige Zeit dem berühmten "Tyll Uhlenspiegel" (Till Eulenspiegel) als Wohnung gedient haben:




      Übergang vom "Wolfgang-Bau" zum "Eulenspiegelturm", die 4 Figuren standen früher an den Brückenlagern der alten Saalebrücke, ganz links zu erkennen, Herkules mit Keule und dem Fell des erlegten Nemäischen Löwen:




      Turm neben dem Eingang, im Hintergrund der Eulenspiegelturm:



      Wir verlassen den Schlosshof wieder:



      Über eine Gartenmauer hinweg sieht man die Schlosskirche St. Cäcilia, die sich außerhalb der Schlossgeländes befindet:




      Wie schon Wilhelm v. Kügelgen in seinen Jugenderinnerungen ausführt, so ist die Kirche auch heute noch völlig schmucklos, einziger Zierrat, es hängt über dem Altartisch ein sehr großes, reich geschnitzes und farbig gefasstes Wappen der Herzöge von Anhalt-Bernburg. Der Grund für diese puritanische Ausstattung dürfte darin liegen, dass die Herzöge Calvinisten waren:




      Das klassizistische Stadttheater:





      Fast hätte ich die Stadtkirche in der Unterstadt vergessen, hier ist sie, der Westturm ist so breit, wie das Kirchenschiff:

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    • Die oben von mir eingestellten Bilder zu Bernburg a. d. Saale waren 1996 aufgenommen. Nun kam ich nach 23 Jahren wieder nach Bernburg anlässlich eines Geburtstagsbesuchs. Es blieb nicht viel Zeit um zusätzlich noch die Stadt zu besichtigen.

      Aber ich meine Folgendes feststellen zu können:
      Einerseits ist Vieles gut restauriert worden, andererseits künden so mache Baulücken von Abrissen. Auch gibt es in der Altstadt immer noch viele Wohnungsleerstände. Einige Fotos sind am 07.07.2019 doch entstanden, die ich euch hier gerne zeigen möchte.

      Hier das Gymnasium, ein an sich sehr schöner Klinkerbau mit Terrakotten, der Ende des 19. Jh. anstelle des einstigen Schlossgartens errichtet wurde.






      Von der Schönheit des einstigen Schlossgartes kündet noch die 1732 errichtete Orangerie, die als Turnhalle des Gymnasiums überdauert hat. Leider war das Tor zum Schulhof am Sonntag verschlossen, so dass zwischen Gitterstäben, Mülltonen und Bäumen nur die beiden nachfolgenden Fotos möglich waren:







      Kurz vor dem Schloss, in der Bergstadt befindet sich dieses Haus aus dem ausgehenden 19. Jh. mit schönem Fachwerkobergeschoss:



      Blick hinüber zum Schloss und zum "Eulenspiegelturm":



      Die eigentliche Hauptzufahrt ins Schloss war wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Brücke führt über einen Graben. Auf den äußeren Torpfosten halten 2 Bären Kartuschen mit Monogrammen. Die Bären sind die Wappentiere von "Bärnburg". Hier tragen sie zusätzlich vergoldete Kronen. Das Wappentier der Askanier war der schwarze Bär. Nirgends findet man so viele Bärendarstellungen, wie in Bernburg:



      Im Schlosshof:



      Das lange Haus beherrscht den Schlosshof. Es wurde 1567 bis 1570 unter Fürst Joachim Ernst von Nickel Hofmann aus Halle a. d. Saale errichtet:



      Den östliche Teil des sehr großen Schlosshofs bestimmt eine hohe, barocke Mauer, hinter welcher der Wirtschaftshof lag:







      Hier sehen wir den Bergfried aus dem 12. Jh., dem Nickel Hofmann die Zwerchgiebel aufgesetzt hat. Hier soll Tyll Uhlenspiegel einst Turmwächter gewesen sein, weshalb der Turm auch Eulenspiegelturm genannt wird:

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    • In der Talstadt hat sich von der alten Stadtbefestigung der Nienburger Torturm erhalten:




      Die Stadtkirche St. Marien in der Talstadt gelegen, besitzt mit dem in der Zeit von 1420 bis1440 errichteten Ostbau, insbesondere im Chor einen Prachtbau des ausgehenden weichen Stils in den Formen der Halleschen Schule des Conrad von Einbeck. Die Chorfenster wirken kostbar mit frei hängenden Maßwerkbögen mit Lilienendungen die an Werke der Steinmetzfamilie Parler erinnern:



      Im Innern bestimmt der Chor mit den neugotischen Glasmalereien, der gleichfalls neugotische Altar und die ebenfalls neugotische Kanzel das Bid.



      In der breiten Straße, die einstigen Magistrale der alten Stadt, stellt die "Grüne Apotheke" von 1775 einen wohl proportionierten, vornehm wirkenden Bau des späten Barock dar.



      Auf den alten Markt führt die Breite Straße von der Saalebrücke her kommend hin zum alten, dreieckigen Markt. Im Hintergrund rechts die Marienkirche.



      Geht man vom alten Markt her kommend über die Marktbrücke hinauf zur Bergstadt und zum Schloss, so winden sich teilweise sehr steil ansteigende Straßen, Gassen und Treppen empor, was einen malerischen Eindruck vermittelt. Die Bebauung ist größtenteils günderzeitlich:



      Man findet aber neben Historismus auch andere Häuser, wie z. B. dieses interessante Gebäude mit Jugendstilfachwerk:



      Oben angekommen entdeckt man auch Häuser, die teilweise noch aus dem Barock stammen:



      Im Rathaus von ca. 1890 wurde als Nebeneingang ein prachtvolles Renaissanceportal von 1621 eingebaut:



      Unter Herzog Victor Friedrich wurde dieser Barockbau erstellt, der sich in der Bergstadt in Schlossnähe befindet.

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    • Wie versprochen hier die letzten, der am 07.07.2019 aufgenommenen Fotos von Bernburg an der Saale:

      In der Nähe des Schlosses befindet sich in der Bergstadt das klassizistische Stadttheater, errichtet 1826-1828:




      Das um 1890 erbaute Rathaus, das im Wesentlichen im Stil der Neorenaissance ausgeführt wurde. Ein schmucker und freundlicher Bau:



      Ein Blick vom Theater hinüber zur einstigen Hofkirche St. Cäcilia:



      Am dreieckigen Marktplatz der Talstadt findet man dieses hübsche, niedersächsische Fachwerkhaus aus dem 16. Jh.:



      Etwa gegenüber des eben gezeigten Fachwerkhauses am alten Markt steht dieses grünliche Gebäude mit dem markanten Erker, das den Fenstergewänden nach zu schließen, in der Renaissance erbaut, jedoch später stark überformt worden sein dürfte:




      Ein Beispiel von vielen leer stehenden Gründerzeithäusern. Es befindet sich unweit der Stadtkirche St. Marien (diese ist rechts auf dem Bild angeschnitten zu erkennen):




      Nochmals zurück zum oben bereits vorgestellten Gymnasium. Zu sehen ist hier der linke Risalit der Fassade. Beeindruckend auch die mächtige Trompetenblume, die sich mit unzähligen roten Blüten bis fast zum Dachgesims emporschlingt:



      Gegenüber dem Gymnasium eine alte Fabrikantenvilla aus der Gründerzeit mit Turm. Einzig das Geländer des Balkons ist sehr viel später entstanden und will nicht zum Haus passen. Vermutlich waren dort einst grazile steinerne Baluster angebracht. Übrigens sind die Fabrikationsgebäude um den Innenhof alle noch vorhanden und passen sehr gut zum Wohnhaus. Links angeschnitten kann man einen Gebäudeteil erkennen:

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