Stuttgart - Stadtplanung

  • Statt dem rund 80 Jahre alte Gebäudekomplex Königstraße 5
    soll ein Neubau mit vier Handelsebenen und 10.000m² Fläche entstehen.
    Pächter dafür sind wie zuvor die Schuhkette Görtz,
    neu sind die Buchhandlung Hugendubel und Drogeriemarkt Müller,
    statt Mc Donalds, einem Teeladen sowie Depot.
    Darüber entstehen weitere vier Büroetagen in Top-Lage.
    Das neue Gebäude mit Dachterrasse wird rund acht Meter höher
    sein als das bisherige. Der geschwungen Glassteg zwischen
    Königstraße 3 und 5 fällt weg.


    Das ehemalige Gebäude überzeugte u.a. durch seinen einfachen
    Figurenschmuck und die hochformatige Fenstergestaltung.
    Der Neubau scheint sich materiell am Altbau zu orientieren und
    wirkt vielleicht durch den Abschluss der Dachgestaltung (Sonnenterrasse).
    Den gläsernen Steg fand ich an dieser Stelle und in seiner Form
    gelungen.


    Der Altbau:


    http://people.freenet.de/stutt…-%20Blick%20zum%20Hbf.JPG


    http://people.freenet.de/stutt…%20zum%20Schlossplatz.JPG



    Der Abbruch:


    http://www.stuttgart-baut.de/c…bauprojekte/245_unten.jpg



    Der Neubau:


    http://img266.imageshack.us/img266/1186/phoenixbau17313flg4.jpg\r
    img266.imageshack.us/img266/1186 ... 13flg4.jpg


    Jeder, der sich die Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
    www.archicultura.ch

  • Und was ist mit dem Figurenschmuck geschehen? Wurde das Relief gerettet? Wird es in den Neubau integriert?

  • Ich frage einfach noch einmal nach. Weiß jemand etwas zum Verbleib des Figurenschmucks vom abgerissenen Gebäudekomplex Königstraße 5? Wurde er vernichtet, eingelagert oder am Neubau angebracht?

  • Heimdall


    An der Baustelle des Neubaus sehe ich ihn derzeit nicht.
    Ob er eingelagert wurde oder gar vernichtet, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Jeder, der sich die Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
    www.archicultura.ch

  • Der Figurenschmuck auf der Vorderseite wurde vor dem Abriss nach einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" abgenommen und eingelagert. Ich kann mich noch ganz genau an diesen Artikel erinnern, da dieser von einem bekannten Künstler geschaffen wurde.

    Der Tiefpunkt der Baukultur wurde in den 60er und 70er Jahren des 20sten Jahrhunderts erreicht...

  • Postmoderne weicht...ja was eigentlich? ^^


    Quartier S
    Zwischen der Marien-, Sophien-, Tübinger- und Paulinenstraße wird das Quartier S gebaut. Auf dem etwa 13.800 Quadratmeter großen Grundstück sind Einzelhandel, Wohnungen und Büros geplant. Das Quartier S wird etwa 200 Millionen Euro kosten. Ende 2009 soll der Bau beginnen...


    Kompletter Artikel: http://www.stuttgart.de/item/show/340764\r
    http://www.stuttgart.de/item/show/340764


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  • Den schoensten Absatz in dem von Dir verlinkten Artikel hast Du ausgelassen, Stefan, und ich setze ihn hier zur Ergoetzung und zum Gruseln unserer Mitforumer ein:


    Quote

    Die großflächig verglasten Eingangsbereiche zu der s-förmig quer durch das Quartier verlaufenden Ladenpassage sind durch vier beziehungsweise fünf Obergeschosse als markantes Wahrzeichen des neuen Quartiers ausgebildet und können so ein Signet mit der erwünschten Fernwirkung entwickeln.


    :augenrollen: Mal wieder hat eine Stadt das hohle Architektengeschwoege voll runtergeschluckt und die Presse zu solchen Beifallstoenen animiert.

  • Ich wollte mich nicht mehr aufregen, aber sie schaffen es immer wieder.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Der im Artikel gezeigte Vorher-Nachher-Vergleich an der Ecke Marienstraße-Sophienstraße ist freilich ungünstig. An den übrigen Seiten des Projektbereichs dürfte dagegen eine leichte Verbesserung eintreten. Zudem bleibt der Historismusbau an der Ecke Tübinger Straße-Sophienstraße (neben der Kirche der einzige Vorkriegsbau in dem Areal) offenbar erhalten.


    Vgl.: http://www.stuttgart.de/img/mdb/item/340764/43476.pdf, besonders S. 23 ist aufschlussreich und sollte mit einem Blick aus der Vogelperspektive abgeglichen werden


    Grund zur Frustration besteht in Stuttgart erst dann, wenn eines Tages die Schrottbauten um den Markt dranglauben werden müssen und die Kunde von den städtebaulichen Wohltaten der Rekonstruktion aus Dresden, Frankfurt, Potsdam etc. bis dahin immer noch nicht bis in die baden-württembergische Landeshauptstadt vorgedrungen sein sollte.

    "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
    Arthur Schopenhauer

  • Waren die alten Stuttgarter Markthäuser eigentlich (verputzte) Fachwerkbauten? Weiß man über diese überhaupt Näheres? Die Rekonstruktion solcher vglw anonymer Bauten ist immer ein wenig problematisch, hierin liegt doch ein gewaltiger Unterschied zu den GF genannten Städten. Wahrscheinlich würde es ion Stuttgart nicht auf Rekonstuktionsgenauigkeit so ankommen, meine ich.


    Zum Quartier S: ein wenig freundlicher als der Istbestand sieht es schon aus.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Quote from "ursus carpaticus"

    Zum Quartier S: ein wenig freundlicher als der Istbestand sieht es schon aus.


    Zumindest beim gezeigten Eckbau sehe ich das anders. Ich bevorzuge die Postmoderne: Urban, historisierend, organische Form, weniger Transparenzglas. Allerdings wirkt der Nachfolger in GF'S Link etwas wertiger, nach dem ersten Schock kannn ich mit dem Projekt leben und zumindest bei den Rückbauten auch Verbesserungen erkennen.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Quartierumbau verdrängt Szenewirte Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 25.08.2010

    Umbaupläne Die Bülow AG hat in bester Innenstadtlage mit dem "Century" Großes vor.
    Auch für Gastronomieangebote aller Art gebe es optimale Möglichkeiten in dem neuen Carré -
    was die betroffenen Wirte ein wenig anders sehen. Von Matthias Ring


    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2604285_0_9223_-quartierumbau-verdraengt-szenewirte.html\r
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/p ... wirte.html


    Einfallsloser Carreeneubau:
    http://content.brenneisen-capital.de/file.asp?id=F0B6A302-29C0-4245-A984-34A2D2512FB5\r
    content.brenneisen-capital.de/fi ... A2D2512FB5


    Jeder, der sich die Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
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  • Quote from "Stefan"

    Blick in die Zukunft: Große Bauprojekte in Stuttgart...
    http://www.stuttgart.de/item/show/284519


    Oh Mann, ist da ein Mist drunter. Stuttgart ist echt ideell am Ende; wird einfach Zeit, daß dort im Süden auch bald die Wirtschaftskrise wieder stärker durchschlägt.


    Ganz besonders schlimm: Quartier am Karlsplatz (unförmige "kontrastreiche" Dachaufsätze über einer Rasterfassade), Neugestaltung Areal Eichstraße (stumpfsinnig-zwanghafter und dazu noch langweiliger "Kontrast" zu den bestehenden Altbauten), Leben und Arbeiten im Stadtquartier "Look 21" ( :schockiert: 50er-Jahre-Parkhaus und dazu noch diese städtbaulich fatale Staffelzeil-Bauweise). Dass die Politiker und Beamten dafür in dem "Neubau für Landesministerien" zukünftig hausen müssen, der ein reiner 70er-Jahre-Klon ist, gönne ich ihnen natürlich. :lachen: (ich würde diese Leute und auch die meisten BdA-Mitglieder ohnehin nur in solcherlei Häuser stopfen)

    Edited once, last by Heimdall ().

  • Stuttgart scheint so was wie eine japanische Stadt zu sein, nur daß die in Japan manchmal ansprechenden technoiden Hochhausprojekte fehlen.
    Die einzige esthetisch ansprechende Neuplanung ist das neue Stadtarchiv in Bad Cannstatt, aber das ist auch größtenteils ein Altbau.

    VBI DOLOR IBI VIGILES