• Bilddokumentation über den Abriss der Herlitz-Werke in Falkensee.


    Edit : Heute morgen war der Artikel noch frei lesbar. Sonst hätte ich den hier gar nicht erst verlinkt.


    Abriss der Herlitz-Werke: Bagger zerfressen die Industriehallen, die so viele kennen
    Sie sind ein Wahrzeichen kurz hinter der Berliner Stadtgrenze an der ICE-Strecke und kilometerweit zu sehen. Jetzt werden die Herlitz-Werke in Falkensee…
    www.tagesspiegel.de
  • Ich hab gerade nachgeschaut wie das mal aussah. Sehr merkwürdig. Irgendwie leicht postmodern, aber nicht gerade im schönen Sinne. Man konnte sich denken, dass das kein Bau für die Ewigkeit war.

    Dabei muss ich an das Züblin-Haus in Stuttgart denken. Das ist auch ganz schlecht gealtert mit seiner grotesken Architektur.

    In dubio pro reko

    Der größte Feind der Ideologie ist die Realität

  • Leider ist der Artikel mittlerweile nicht mehr frei lesbar. Am Morgen war er es noch. Eine Unsitte Artikel erst frei lassen um sie dann kurze Zeit später hinter die Bezahlschranke zu legen.

  • Leider ist der Artikel mittlerweile nicht mehr frei lesbar. Am Morgen war er es noch. Eine Unsitte Artikel erst frei lassen um sie dann kurze Zeit später hinter die Bezahlschranke zu legen.

    Es gibt verschiedene Online-Zeitungen, die neue Artikel für eine Stunde nach der Veröffentlichung frei abrufbar halten - gewissermaßen als Lockmittel. Warum sollte dies eine Unsitte sein? Das ganze Team, das in der Redaktion arbeitet, will auch bezahlt werden. Ich kenne sehr wenige Menschen, die ihre Arbeitskraft zum Null-Tarif hergeben und ich kenne kein Berufsbild, dass eine unentgeltliche Bereitstellung der Arbeitskraft fordert - warum soll das dann für Online-Redaktionen gelten?

  • Da hast du mich missverstanden bzw. ich habe es missverständlich formuliert. Selbstverständlich ist es das gute Recht für die Verlage Geld für Artikel zu nehmen, da gibt es keinen Zweifel dran und ich bin da absolut bei dir. Ich habe ein Abo beim Tagesspiegel, ich zahle gerne für guten Journalismus.

    Mich nervt halt die Tatsache das Artikel erst frei sind und dann hinter die +Schranke verlegt werden. Aus genau dem Grund wie es hier der Fall ist, das der verlinkte Artikel dann für fast niemand zu lesen ist. Wäre der von Anfang an ein +Artikel hätte ich ihn nicht verlinkt weil es eben Null Mehrwert für die übrigen User hier hat.

  • Niederschönhausen

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    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Auch die Nr. 74 wurde abgerissen. Momentan wird das Gelände überbaut.

    Das abgerissene Haus sah aus wie neu - erst vor Kurzem renoviert.

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    Und hier die Nr. 68 von heute (09.09.25)

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    Direkt daneben, das grottenhäßliche Haus Nr. 66 - eine freie Schule:

  • Das barocke Reichspräsidentenpalais in der Wilhelmstraße N°73, vormals Sitz des Ministeriums des Königlichen Hauses, 1735-1737 erbaut als Palais Schwerin, in zwei Aufnahmen aus dem Jahr 1959; der Abriss erfolgte dann im darauffolgenden Jahr.

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    Bildquelle jeweils: Márk Iván via fortepan.hu

    Wer im Forum kann mir denn sagen welche historischen Gebäude nach dem zweiten Weltkrieg abgerissen worden sind. Die Wilhelmstraße war wohl schon das Regierungsviertel zu Zeiten der NSDAP. Dort wurden ja schon Umbauten vorgenommen, inkl. der Errichtung des Führerhauptquartier.

    Gibt es einen Link oder einen Hinweis wo im Netz ich Informationen finde?

    Herzlichen Dank.

  • Moin Meister Lampe, es gibt zwei Bände namens "Kriegsschiksale deutscher Architektur". Sehr detailliert, nach Bundesländern gestaffelt. Mittlerweile gibt es, meine ich gehört zu haben, einen dritten Band mit Mitteldeutschland und den Ostgebieten. Auf jeden Fall ein Albtraum für alle Liebhaber klassischer Architektur. Aber, wie gesagt, sehr informativ...

    "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"

  • Bildquelle jeweils: Márk Iván via fortepan.hu

    Wer im Forum kann mir denn sagen welche historischen Gebäude nach dem zweiten Weltkrieg abgerissen worden sind. Die Wilhelmstraße war wohl schon das Regierungsviertel zu Zeiten der NSDAP. Dort wurden ja schon Umbauten vorgenommen, inkl. der Errichtung des Führerhauptquartier.

    Gibt es einen Link oder einen Hinweis wo im Netz ich Informationen finde?

    Hier gibt es zum Beispiel eine kleine Übersicht zu Abrissen in Deutschland nach dem Krieg https://stadtgestaltung-deutschland.blogspot.com/2011/01/die-10…sunden-der.html

  • Wenn die aufgelisteten abgerissenen Gebäude noch alle stehen würden,sähen die deutschen Innenstädte heute nicht so trostlos aus.

    Man muss bedenken,es waren ja keine hier und da eben kleine unbedeutende historische Häuschen die abgerissen wurden,sondern sehr viele schöne stadtbildprägende hist .Großbauten ,(Kaufhäuser,Kirchen,Rat und Konzerthäuser,Theater,.....) .

  • Wenn die aufgelisteten abgerissenen Gebäude noch alle stehen würden,sähen die deutschen Innenstädte heute nicht so trostlos aus.

    Definitiv. Die Liste ist ja außerdem bei weitem nicht vollständig, es wurde noch viel mehr abgerissen. Heutzutage wird das Aussehen unserer Städte immer ausschließlich als Folge des Kriegs erklärt, aber da macht man es sich zu einfach. Die von Verachtung und Ignoranz geprägte Entwicklung danach hat dazu auch erheblich beigetragen. Wissen wir hier zwar alle, aber man kann es nicht oft genug wiederholen.

    In dubio pro reko

    Der größte Feind der Ideologie ist die Realität

  • Gibt es einen Link oder einen Hinweis wo im Netz ich Informationen finde?

    Zu Ostberlin findet sich im folgenden Standardwerk etwas:

    Schicksale deutscher Baudenkmale im Zweiten Weltkrieg. Eine Dokumentation der Schäden und Totalverluste auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik. Band 1 [und] Band 2. 

    Eckardt, Götz (Hrsg.): Schicksale deutsc

    Eckardt, Götz (Hrsg.), Verlag C. H. Beck,, 1978, Hardcover/gebunden

    Berlin ist im Band 1 enthalten. Den Text zum Bezirk Dresden (Band 2) hat damals Fritz Löffler verfasst.

  • Wenn man die lange Liste der weit nach dem Krieg abgrissenen Gebäude so liest, finde es schon Traurig das es nach so vielen Verlusten noch heute so viel Wiederstand ,ein Aufschrei und Endlosdiskussionen gibt,wenn Absichten oder Ideen nur geäußert werden ,mal ein historisch verlorenes stadbildprägendes Gebäude wieder zu errichten. Sogar das ist einigen schon zu viel.:kopfschuetteln:

    Wie kann man sich diese extreme Abkehr und Ablehnung vom neuen traditionellen Bauen nur erklären? Wo bleibt bei vielen Menschen heute der Sinn für das schöne Bauen?

  • Herzlichen Dank für eure Informationen und Links. Aber mir geht es erstmal nur um die Wilhelmstraße in Berlin (ausgenommen das Stadtschloss und das Kaiser-National-Denkmal).

  • Wenn man die lange Liste der weit nach dem Krieg abgrissenen Gebäude so liest, finde es schon Traurig das es nach so vielen Verlusten noch heute so viel Wiederstand ,ein Aufschrei und Endlosdiskussionen gibt,wenn Absichten oder Ideen nur geäußert werden ,mal ein historisch verlorenes stadbildprägendes Gebäude wieder zu errichten. Sogar das ist einigen schon zu viel.:kopfschuetteln:

    Wie kann man sich diese extreme Abkehr und Ablehnung vom neuen traditionellen Bauen nur erklären? Wo bleibt bei vielen Menschen heute der Sinn für das schöne Bauen?

    Der Sinn für schönes Bauen ist nicht verschwunden – er wird in bestimmten Milieus noch immer ideologisch überlagert. Weiß doch jeder. Das erklärt, warum bereits der Gedanke an den Wiederaufbau verlorener, stadbildprägender Gebäude teils heftige Widerstände auslöst. Einfach dagegenhalten.

    Gleichzeitig zeigen Rekonstruktionen und die wachsende öffentliche Zustimmung, dass sich der Zeitgeist langsam verschiebt. Viele Menschen wünschen sich wieder Identität, Maßstab und Qualität im Stadtbild.

    Ziel muss es sein, diese Entwicklung zu stärken: Vorurteile abzubauen, sachlich aufzuklären und klarzumachen, dass traditionelles Bauen kein Rückschritt, sondern ein legitimer und notwendiger Teil unserer stolzen Baukultur ist.