Triberg im Schwarzwald

  • Ich stelle das mal ohne weiteres Kommentar rein, weitere Informationen
    sollen ja noch folgen...



    Südkurier, 07.09.2007


    TRIBERGER ERLEBNISWELT


    90 Millionen an Tribergs Wasserfälle

    Heute wurden die Pläne für Triberg auf einer Pressekonferenz und Bürgerversammlungen präsentiert: SAP-Mitbegründer Mökesch will in den nächsten sieben Jahren 90 Millionen Euro in die 5000-Einwohner-Stadt investieren. Die 1500 Besucher der Veranstaltungen waren überwiegend begeistert.


    Der gesamte Stadtkern soll sich in mehrere gigantische Themenbereiche gliedern. Am Fuß der Wasserfälle soll ein historisches Schwarzwalddorf gebaut werden, über das ein so genannter "Skywalk" führt. Stadtkern und Wasserfälle sollen so verbunden werden.


    Im Schwarzwalddorf sollen handwerkliche Vorführungen stattfinden und einen Einblick in Traditionen und Brauchtümer geben. Unterhalb des Dorfes sollen ein Schaubergwerk und die Kinderwelt entstehen. Der jetzige Marktplatz soll zu einer großen Fußgängerzone umgestaltet werden.


    Präsentation des Erlebniswelt-Konzepts


    Als Kernattraktion soll eine Erlebniswelt-Bahn entstehen, die der original Schwarzwaldbahn von Robert Gerwig nachempfunden ist. Diese Bahn soll die kleinste, höchste und längste Miniaturgebirgsbahn der Welt werden. Mit ihr sollen die Besucher die Wasserfälle erkunden können – und die Erlebniswelt aus einer anderen Perspektive sehen können. Die Bahn soll für dieses Projekt zehn Millionen Euro investieren.


    Zudem ist eine Lifestyle-Zentrum mit historischen Fassaden und eine Bummelmeile mit neuen Dienstleistungen und Geschäften vorgesehen. Das heutige Sparkassen-Gebäude soll zu einem Entertainment-Center mit Veranstaltungen, Shows und Kultur-Events werden. Die Vorstände der Erlebniswelt Aktiengesellschaft rechnen mit rund 1 Million Besuchern pro Jahr. Die Aktien sollen ab 2009 erworben werden können, zu je sechs Euro das Stück.


    In zwei Bürgerversammlungen wurden die Einwohner Tribergs und der Umgebung über die Konzeption zur Erlebniswelt informiert. 1500 Interessierte nutzten die Gelegenheit. Viele Fragen konnten im Anschluss rasch beantwortet werden. Die meisten Reaktionen und Kommentare ließen auf Begeisterung in der Bevölkerung schließen. Mit rund 900 Besuchern war der Saal im Triberger Kurhaus vor allem bei der zweiten Bürgerversammlung gegen 19.30 Uhr bis auf den letzten Platz gefüllt.



    ZUM THEMA


    Erlebniswelt
    Mehr zu den Plänen der Erlebniswelt in:
    http://www.suedkurier.de/region/teaser/stgeorgentriberg/sts71524,567.html\r
    http://www.suedkurier.de/region/teaser/ ... 4,567.html









    Quelle:
    http://www.suedkurier.de/regio…entriberg/art3825,2789414


    Jeder, der sich die Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
    www.archicultura.ch

  • Südkurier, 08.09.2007


    Triberg


    80 Millionen schaffen Schwarzwaldidyll


    VON WOLFGANG FüRDERER


    Jetzt ist es raus. Wenn der Gemeinderat mitspielt, wird ab 2009 mit dem Bau der Triberger Erlebniswelt begonnen. Für 80 Millionen Euro entsteht auf dem Bühlerareal aber auch darüber hinaus auf acht Ebenen ein Schwarzwalddorf, die größte Miniaturgebirgsbahn der Welt, eine Themenwelt Kuckucksuhr und ein Unterhaltungszentrum und dies alles mit historischer Fassade. Triberg soll wieder die touristische Marktführerschaft im Schwarzwald übernehmen, nannte Initiator Thomas Weisser auch im Namen von Günther Möckesch als Ziel. Eine Million Besucher soll das Mammutprojekt im Jahr anlocken.


    Kleine schmucke Fachwerkhäuschen im Schwarzwaldstil, eine Miniaturbahn im Stile der Schwarzwaldbahn, die den Wasserfall erklimmt, ein so genanntes Lifestyle-Zentrum mit der historischen Stadtfassade von 1826 sind nur einige der Attraktionen, die die Triberger Erlebniswelt bieten soll und die Initiator Thomas Weisser präsentierte.


    Auf fünf oberirdischen Ebenen wird ein bunter Mix aus Unterhaltung, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen angeboten. Hinzu kommt eine Kinderwelt mit Bergwerk und Indoor-Fahrgeschäft. Für die Miniaturbahn wird eine eigener Minibahnhof angelegt und in der Nähe soll auch das Robert-Gerwig-Denkmal einen neuen ehrenhaften Platz finden, was Weisser besonders wichtig schien. Im Bahnhofsbereich wird die Erlebniswelt auch an das Schwarzwaldmuseum angeschlossen.


    Integration des städtischen Lebens


    Triberg mit unverwechselbaren, nicht kopierbaren Merkmalen zu präsentieren, sei eine der Leitlinien der Erlebniswelt. Es sollen bekannte Themen wie die Schwarzwalduhr und die Schwarzwaldbahn aufgegriffen werden. Wichtig ist den Initiatoren auch die Integration des städtischen Lebens in die Erlebniswelt. So sollen auch bestehende Geschäfte oder Dienstleister dort eine neue Bleibe finden. Dies gilt etwa für die Sparkasse. Das jetzige Gebäude soll laut Plan nämlich dem riesigen Unterhaltungszentrum weichen. Erhalten werden soll auch "das Naturerlebnis Wasserfall".


    Die finanziellen Aspekte des 80-Millionen-Projekts zeigte Investor Günther Möckesch auf. Er bezifferte unter anderem die Gebäudekosten auf 36 Millionen Euro, die Miniaturbahn schlägt mit zehn Millionen zu Buche, für Grundstücke und Planung sind 14 Millionen und für Infrastrukturmaßnahmen acht Millionen vorgesehen.


    Hohe Besucherzahlen erwartet


    Was die Rentabilität betrifft zeichnet Möckesch ein positives Bild. Schon mit 250000 Besuchern im Jahr sei man "operativ in den schwarzen Zahlen". Die Erlebniswelt Aktiengesellschaft rechne aber bereits im ersten Jahr mit 500000 Besuchern, bereits 2015 sollen es fast eine Million sein. Dass diese Zahlen erreichbar seien, versuchte er mit dem Beispiel Parkhotel Wehrle aufzuzeigen. Dort sei es innerhalb zwei Jahren gelungen, die Belegung um 67 Prozent zu steigern. Auch der Besucheranstieg beim Weihnachtszauber zeige, dass solche Zahlen möglich seien.


    Zur Finanzierung solle der Börsengang der Erlebniswelt beitragen. Für sechs Euro könne jeder Privatmann eine Aktie erwerben, es sollen aber auch drei bis vier institutionelle Anleger noch gefunden werden.



    Kommentar


    VON NORBERT TRIPPL


    Ein Podium der Heimat


    80 Millionen in sieben Jahren investieren, das alles in der Wasserfallstadt Triberg. Das ist mutig. Aber: Nur wer wagt, gewinnt. Wer weiter zuschaut, wie immer weniger Touristen in den Schwarzwald kommen, verliert irgendwann ganz seinen Reiz für die meist Bus reisende Klientel.


    Deshalb sind die Pläne von Thomas Weisser, Günther Möckesch und Gallus Strobel zumindest im Grundsatz richtig und wegweisend.


    Dass das Trio hier kein Disneyland erschaffen wird, ist gestern endlich klar geworden. Heimisches Handwerk, Schnitzer und Uhrenbauer sollen sich besser präsentieren. Auch die Erlebnisstrecke der Schwarzwaldbahn soll besser in Triberg präsentiert werden.


    Dazu die Innenstadt als Bummel-Meile, schön beleuchtet, ansprechende Auslagen - viel Heimat steckt also in der Vision für Triberg. Und Heimat, das ist ein Trend, in einer insgesamt gefühlt immer kälter werdenden Welt.


    Pfister sieht gute Chancen


    Triberg (fue) "Ganz gute Chancen" für eine Förderung der Erlebniswelt durch das Land Baden-Württemberg sieht Wirtschaftsminister Ernst Pfister in einer ersten Stellungsnahme. Er sei gekommen, um mit offenen Augen und Ohren das Konzept kennen zu lernen und zu prüfen, ob das Land in irgendeiner Form mithelfen kann, das Projekt auf den Weg zu bringen.


    Pfister verwies auf die Städtebauförderungsmittel in Höhe von rund 350000 Euro, mit denen schon im Umfeld der Wellness-Welt des Parkhotels Wehrle der Stadt unter die Arme gegriffen wurde.


    Voraussetzung für eine Förderung sei immer, dass die Stadt und in diesem Fall zwei private Initiatoren die Hausaufgaben gemacht und damit die Voraussetzungen geschaffen hätten. Dies sei wohl bei diesem Projekt der Fall, sagte Pfister. Allerdings müsse nochmals genauer konkretisiert werden, welcher Anteil in städtebaulicher Hinsicht von Bedeutung sei. Im Falle eines Zuschusses würde es wohl eine recht hohe Summe sein, die sicherlich über mehrere Jahre gestreckt werden müsse, so der Minister. Insgesamt sehe er aber gute Chancen, der Stadt bei dieser umfassenden Neuorganisation der Triberger Innenstadt mitzuhelfen.


    Auf Nachfrage nannte Bürgermeister Gallus Strobel den in Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Land schon diskutierten Betrag in Höhe von acht Millionen Euro. Doch wenn wir die Hälfte bekommen, sei dies schon "ein Riesenerfolg", so der Bürgermeister dazu. Er nahm deshalb Pfisters Beitrag "dankbar zur Kenntnis".



    Quelle: http://www.suedkurier.de/regio…n/triberg/art2949,2790222


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  • Ja. Der oertliche Mittelstand mag von einer solchen Investition in dem Ort begeistert sein, aber der Sache der Rekonstruktionen und des traditionellen Bauens ist so was absolut nicht dienlich.
    Auf Dauer wird sich dafuer in Deutschland neben "Disneyland" und "Hessenpark" wohl ein neues Unwort finden: "Triberg"...

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Die Häuser sehen aus wie eine Mischung aus kitschigem Historismus und Glas am falschen Platz, man beachte mal die Fachwerkfassaden mit den riesigen Glasflächen. Die Bezeichnung Disneyland ist dadurch unpassend, als man hier mal wieder versucht, pseudomoderne Bauweisen (Glas, ui, wir sind so transparent, Energiebilanz?) mit historischen Techniken zu kombinieren, was nicht funktionieren kann und wird.

  • ...bezeichnend finde ich, dass der Disneyland-Vorwurf im Zusammenhang mit dieser Erlebniswelt, ich nenn das jetzt mal "trade factory center", vom Journalisten bewusst vermieden wird! :?


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  • Nachdem was hier berichtet, wird eine Stadt dem Tourismus geopfert. Klingt ja unverhohlen durch, daß man damit Geld verdienen will - und sonst nichts! Von seriösen Rekonstruktionsbestrebungen meilenweit entfernt; hat auch mit Disneyland nichts zu tun; denn dieser Vergügungspark entstand quasi aus dem Nichts - hier wird ein traditionsreicher Ort bizarr überformt und auf Klischees reduziert. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Bevölkerung da wirklich dahintersteht.

    ... und wenn jetzt nicht ganz allgemeine und durchgreifende Maßnahmen angewandt werden, so werden wir in kurzer Zeit unheimlich nackt und kahl wie eine Kolonie in einem früher nicht bewohnten Lande dastehen... (Schinkel 1815)

  • Die brutalstmögiche Verkitschung des Schwarzwalds für einen stereotyp ausgerichteten Massentourismus !


    Quote

    Lifestyle Zentrum mit historischen Stadtfassaden
    Entertainment Zentrum mit Veranstaltungsstadl

    :schockiert:


    Warum nicht auch noch 'ne Großraumdisko a la Ballermann ?
    Die Getränke werden von Schwarzwaldmädeln mit Bollenhüten ausgeschenkt und auf der Tanzfläche begeistern einige Tannen, die als Lichterorgeln mit eingebautem Kuckucksruf für Stimmung sorgen.


    Ob hier wohl der Archtitekt des Wertheim Village am Werk war ?
    Nur die Kuckucksuhr erscheint originell:
    Wieder mal ein Beispiel für fehlgeleitete Kreativität.
    Die Schlümpfe lassen grüßen.


    Folgende Gleichnung gilt:


    Gier nach Umsatzmaximierung + rücksichtsloses Bedienen touristischer Klischees + Architektur von Playmobil = eine kulturelle Blamage für Triberg


    Quote

    Was passiert, wenn die Erlebniswelt nicht kommt?


    Dann bleibt alles wie es ist. Es wird zu keinen Veränderungen kommen.


    Ich hoffe es!

    Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens. - Friedrich Schiller -

  • Deutlich abgespeckt und stadtbildverträglicher...
    http://www.erlebniswelt-triberg.de" onclick="window.open(this.href);return false;\r
    http://www.erlebniswelt-triberg.de wurde zwischenzeitlich aktualisiert!


    Triberg
    Erlebniswelt: Triberg baut die Stadt um


    ]
    Die Gutach in der Verlängerung der Wasserfälle soll künftig wieder zugänglich werden. Bisher war sie im Bühlerareal in einen vier Meter tiefen, künstlichen Kanal verbannt. Bilder: Hahne








    Triberg baut die Innenstadt um. Ziel ist die Schaffung einer Erlebniswelt mit Unterhaltung für Touristen und besseren Wohnkonzepten für Einheimische. Am Donnerstag stellte Bürgermeister Strobel die Pläne vor, die rund 50 Millionen Euro insgesamt kosten werden. Ein erster Ausbauschritt soll 2009 vollzogen werden. Unter anderem unter Dach und Fach ist die Ansiedlung einer Großmodelleisenbahn der Firma Faller.


    Was ist im letzten Jahr geschehen: Nach der Vorstellung des ersten Konzepts der Erlebniswelt Triberg wurden folgende wesentliche Aktivitäten durchgeführt:


    1. Konzept/Planung: Das ursprüngliche Konzept wurde einer technischen Machbarkeitsanalyse unterzogen. Änderungsvorschläge und viele weitere Anregungen wurden einbezogen. Darüber hinaus musste das Konzept an städtebauliche Belange und die Belange der Umwelt angepasst werden. Trotz vieler Restriktionen konnten die ursprünglichen Ziele weitgehend, auch in der Planung erhalten bleiben.


    Das neue Konzept der Erlebniswelt Triberg sieht die Integration der bereits bestehenden Naturattraktion des Triberger Wasserfalls vor, wobei das bestehende Wasserfallgebiet nicht tangiert wird.


    Die Gutach wird hierbei auch im Bereich des „Bühler Areals“ nachhaltig erlebbar und zugänglich gemacht. Durch einen begehbaren Wasserfall im ehem. „Bühler Areal“ wird das beeindruckende Erlebnis der Triberger Wasserfälle und die Gutach in der neu geschaffenen Stadtmitte verankert.


    Im Wesentlichen teilt sich das Areal der Erlebniswelt Triberg in zwei Bereiche: Den Bereich „Wasserfallgebiet“, mit naturnahen und behutsam in den vorhandenen Naturraum integrierten Attraktionen, wie einer Falknerei, einem Schwarzwalddorf, einem Streichelzoo, der Naturbühne und einer Waldschänke. Der Triberger Wasserfall wird von den Maßnahmen nicht tangiert. Zweiter Bereich ist das „Bühler Areal“, die neue Stadtmitte Tribergs, mit Informationszentrum, dem Uhrenpark und Eventstadel mit Tiefgarage, dem bereits vorhandenen Schwarzwaldmuseum, einer Schaubrauerei, einer Schaumühle und vor allem den Frei- bzw. Eventbereichen, welche einen neuen Aufenthaltsbereich in der Stadt Triberg schaffen.


    Aus einer Marktanalyse, welche im Frühjahr abgeschlossen werden konnte, wurden die wichtigsten Ergebnisse sowohl in die technische Planung als auch in die wirtschaftlichen Analysen mit einbezogen. Die planerischen Ansätze wurden verifiziert. Eines der wesentlichsten Ergebnisse der Analyse war jedoch die Ausrichtung der Planung auf 500 000 Besucher im Jahr.


    Die geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mussten ebenfalls berücksichtigt werden. Hier erwähnen die Investoren vor allem den starken Anstieg des Euros im letzten Jahr und der damit verbundene Rückgang vieler amerikanischer Gäste.


    Trotz all dieser Widrigkeiten, hat die Erlebniswelt Triberg AG beschlossen, dieses Projekt zu realisieren. Verhandlungen mit wichtigen zukünftigen Partnern wurden durchgeführt. Hier seien die Vertreter des Heimat- und Gewebevereins mit dem Schwarzwaldmuseum, sowie die Firma Faller aus Gütenbach genannt. Faller wird ein völlig neues Modellweltenkonzept in die Erlebniswelt Triberg integrieren. Unterschriftsreife Verträge hierzu werden sind auf gutem Wege und werden Ende Januar erwartet.


    Die für die Realisierung notwendigen Grundstücke wurden gekauft und in die Erlebniswelt Triberg AG eingebracht. Weitere Grundstückskäufe von privaten Eignern sind derzeit nicht vorgesehen.


    Aktuell hält die Stadt Triberg etwa 50 Prozent der Anteile der Erlebniswelt Triberg AG, die Investoren Weisser und Moeckesch je 25 Prozent.


    Ein Konzept zur phasenweisen Umsetzung bzw. Realisierung wurde erarbeitet. Ziel des Konzeptes ist eine wirtschaftlich eigenständige Umsetzung jeder Phase für sich. Ein organisches Wachstum bzw. eine Erweiterbarkeit über Jahre wird ebenfalls möglich sein, damit Triberg als Besuchermagnet über Jahre hinaus attraktiv bleibt. Die Realisierung der ersten Phase ist zum Sommer 2009 geplant.


    Die aktuelle Planung wurde dem Gemeinderat am 26.11.2007 vorgestellt. Ebenfalls beschlossen wurde, dass eine Bürgerversammlung Anfang 2009 terminiert wird. Voraussetzung dafür ist, dass die Finanzierung der ersten Phase zu diesem Zeitpunkt vertraglich gesichert vorliegt. Eine Bürgeraktie ist geplant, allerdings erst zur zweiten Projekt-Phase im Jahre 2010. Der Vorstand der Erlebniswelt glaubt nicht, dass in der aktuellen Lage eine Bürgeraktie ausgegeben werden sollte. Deshalb werden Bürgeraktien erst mit der Planung der zweiten Phase angeboten.


    Aktuell werden noch mit mehreren privaten Investoren Verhandlungen geführt. Die Planungseckdaten der ersten Phase sind wie folgt definiert: Investition: 11Mio.Euro. Besucher: Hier wird konservativ kalkuliert, 300 000 Gäste pro Jahr, also die Größenordnung, die Triberg heute bereits hat.


    Thomas Weisser und Günther Moeckesch treten als ehrenamtlich agierende Vorstände zurück zum 01.01.2009. In den Vorstand berufen wird Georg Wiengarn zum 01.01.2009. Wiengran scheidet zum 01.01.2009 aus der Geschäftsführung des Parkhotels Wehrle aus. Seine Aufgaben übernimmt Claudia Komeyer. Thomas Weisser und Dr. Guenther Moeckesch wechseln in den Aufsichtsrat der Erlebniswelt Triberg AG und ersetzen die bisherigen Aufsichtsräte. Bürgermeister Gallus Strobel bleibt Aufsichtsratvorsitzender. Diese Personalentscheidungen waren notwendig, um den Aufgabenstellungen der jetzt beginnenden Realisierungsphase gerecht zu werden.


    Kommentar:


    Schwere Geburt


    Wenn das keine schwere Geburt war! Nach zahlreichen Anläufen, Umplanungen, Ankündigungen und zwei Bürgerversammlungen ist das Projekt „Erlebniswelt Triberg“ endlich in trockenen Tüchern. Oder wenigstens die erste Phase des Projekts, was auch schon eine Leistung ist, wenn man an die ganze Vorgeschichte denkt. Es gab eine Zeit, wo allein schon der Begriff „Erlebniswelt“ von Kommunalpolitikern nicht mehr in den Mund genommen wurde.


    Bleibt zu hoffen, dass sich das Sprichwort bewahrheitet, das da heißt: „Was lange währt, wird endlich gut“. Die Zeichen stehen nämlich nicht besonders günstig. Denn fast im gleichen Maß, wie sich die österreichische Projektentwicklungsfirma mit Phantasmen überhob, verdunkelte sich das Klima der Weltwirtschaft. Der Euro wurde für Amerikaner immer teurer, die Übersee-Kundschaft machte sich entsprechend rar. „Eigentlich sollte man in solchen Zeiten nicht investieren“ sagte gestern der gestandene Geschäftsmann Günther Möckesch lächelnd. Und doch gehen er, Thomas Weisser und die Stadt Triberg das Wagnis ein.


    Bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nämlich auch nur halbwegs normal, verspricht die Investition Erfolg. Das neue Konzept ist ausgewogen und attraktiv. Deutlich erkennbar die Handschrift auch der in der Schonach beheimateten und landesweit erfolgreichen Architektin Judith Haas. Im Nachhinein betrachtet ist es ein Segen, dass die Erlebniswelt nicht schon vor der Wirtschaftskrise geplant wurde.



    Quellen: skol


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  • Planer wollen Stadtbild behutsam ändern



    Die Mieter des so genannten Neef-Hauses - am Fuß der Industriebrache - machen sich Sorgen: Müssen sie ihre Geschäfte jetzt schon verlassen? Steht der Abbruch gar unmittelbar bevor? Architektin Judith Haas gab im Gespräch mit dem SÜDKURIER Entwarnung.
    Die Gutach in der Verlängerung der Wasserfälle soll künftig wieder zugänglich werden. Bisher war sie im Bühlerareal in einen vier Meter tiefen, künstlichen Kanal verbannt. Bilder: Hahne
    Foto:


    Triberg (flu) Die Hauptstraße 66-68, das so genannte „Neef-Haus“ beherbergt neben dem beliebten „Brigau-City-Store“ von Marianne Plagemann und einer Anwaltskanzlei wichtige Tourismusgeschäfte. Wie der SÜDKURIER berichtete, hat die Erlebniswelt Triberg AG es schon vor einigen Monaten gekauft, um das Terrain später einmal zu nutzen. So soll dort der untere Eingangsbereich in die Erlebniswelt entstehen. Gefolgt von den artifiziellen Kaskaden, die die früher künstlich tiefer gelegte Gutach für Einheimische und Touristen wieder anheben und zu einem echten Naturerlebnis werden lassen. Dies mitten im Erlebniswelt-Gelände. Fällt das Neef-Gebäude bereits in der fürs nächste Jahr geplanten, ersten Bauphase der Spitzhacke zum Opfer, weil dort zweifelsohne die Talstation der geplanten Kabinen-Seilbahn entstehen wird? Wie der SÜDKURIER berichtete, kommt die Gondelbahn erst in einer zweiten Bauphase. Und ob diese Phase überhaupt gestartet wird, wird sehr stark davon abhängen, wie die Attraktionen „greifen“, die im nächsten Jahr bereits umgesetzt werden sollen. Die Gondel würde bis zu einer geplanten Waldschänke führen, die in der Nähe des Bergsees im Kassenbereich errichtet werden soll. Von dort könnten auch all diejenigen Touristen das Wasserfallgebiet erreichen, die weniger gut zu Fuß sind. Angesichts der demografischen Entwicklung ein unbedingtes Muss für die angepeilten, stärkeren Besucherströme.


    Wie Erlebniswelt-Architektin Judith Haas vom Karlsruher Architekturbüro Haas und Huismans auf Anfrage unserer Zeitung weiter erläuterte, wird der Abriss des Neef-Gebäudes erst akut, wenn der Zugang zur Erlebniswelt vom Marktgebiet übers Bühlerareal geöffnet wird. Das passiere nicht so schnell. Außerdem sei man gewillt, auf die bestehenden Mietverträge Rücksicht zu nehmen. „Wir werden eine vernünftige Lösung finden, da wird niemand rausgeklagt“, betont sie. Auch die Einbindung des Markplatzes in das neue Konzept passiere nicht von heute auf morgen. Die dort vorhandenen Parkplätze sollen später einmal – im Fall der Verwirklichung der nächsten Bauphasen - ganz wegfallen. Gut besucht war bereits gestern das Bürgerbüro, in dem von Montag bis Freitagvormittag und am Mittwochnachmittag das das Modell der neuen Erlebniswelt zu besichtigen ist. Das Gros der Besucher fand die Planung durchaus attraktiv. Bei einer kleinen Umfrage des SÜDKURIER auch unter zufällig im Stadtgebiet ausgewählten Passanten (sehen sie nebenstehende Meinungen) ergab sich überwiegende Zustimmung. Dabei fiel auf, dass Gegner auch der nunmehr „abgespeckten“ Form der Erlebniswelt durchweg ihre Namen in der Zeitung nicht genannt haben wollten. Und die Kritik fiel teilweise hart aus. So erklärte ein 18 Jahre alter Gymnasiast unverblümt, er glaube nicht „dass sich das rentieren wird“. Seiner Meinung nach sei auch die Neuplanung „ein billiger Abklatsch“ von all demjenigen, was Touristen vom Schwarzwald „in natura“ erwarten. Man solle lieber „alles so lassen wie es ist“ und dafür sorgen, dass sich im Gewerbegebiet Adelheid Firmen ansiedeln. Nur so könne Triberg „dauerhaft junge Leute“ binden. Eine andere Passantin ist ebenfalls in Sachen Finanzierung skeptisch: „Wo soll das Geld denn herkommen“, sagt sie, „wo ist der Finanzierungsplan?“ Der freilich soll demnächst vorgelegt werden.



    Quelle:http://www.suedkurier.de/regio…triberg/art410964,3546614


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  • Nun und mittlerweile ist schon viel geschehen und es sieht garnicht mal so schlecht aus, die Immobilienpreise steigen, das Landschaftsbild wurde nicht verschandelt sondern ist noch freundlicher geworden und in letzter Konsequenz hat das Zaudern und Meckern wenig bis garnichts gebracht, dennoch ein Hoch auf jene die es nicht besser wussten.



    ___________________


    :)
    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-01/18995049-udo-walz-ich-werde-arbeiten-bis-ich-im-salon-tot-umfalle-007.htm\r
    http://www.finanznachrichten.de/nachric ... le-007.htm

  • Mein letzter Informationsstand war, dass die "Erlebniswelt" gescheitert ist, weil ein wichtiger Investor absprang. Hat sich da inzwischen was geändert oder was wird nun konkret in Triberg getan?

  • Hallo


    Wegen Zensur verweise ich hier auf ein Forum, in dem Näheres zu Triberg steht.
    Es ist möglich, dass auch in diesem Forum, je nach zeitlicher Möglichkeit ein weiterer Link zu einem anderen privaten Forum eingefügt wird, also dort immer mal vorbei schauen.


    Mangels Teilnehmer gelöscht


    Moderationshinweis (Philon): Der Nutzer "Geschädigter" wurde wegen Editierens eines Moderationshinweises dauerhaft gesperrt. Eine Zensur hat entgegen den Behauptungen des Nutzers nicht stattgefunden.


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