• Er soll mal auf Rhodos bei seinen Amtskollegen nachfragen was die eigentlich mit Schandflecken machen.

  • Alexander und Oliver: Habt ihr euch eigentlich schon mit der auf Seite 1 aufgezählten Politiker- und Journalistenriege befasst? Gibt es irgendwelche Resonanzen zu vermelden? :keine ahnung:


    Also ich weiß auch nicht so recht, was ich mit dieser geballten Ladung 'Heimatliebe' anfangen soll. Wäre es eures Erachtens nach sinnvoll, die Diskussion an der Stelle fortzuführen?

  • Es würde mich gar nicht wundern, wenn dieser Herr irgendwie an dem Deal verdient. Ist er vielleicht der Investor ? Ich habe dem Bürgermeister geschrieben und bisher noch keine Antwort erhalten.

  • Quote from "Antiquitus"

    "Es handelt sich bei dem Areal um einen echten
    Schandfleck in der Innenstadt von Calw ... sorry, anders kann man es nicht bezeichnen"


    Wie vor 30 Jahren: Neu + Modern = Schön, Alt = "Ahl Gelerch" = Abreißen. :kopfwand:
    Der Herr könnte glatt aus meinem Dorf sein. :zwinkern:

  • @Erbsenzaehler


    Der brief trieft nur so vor Arroganz und kalter Hohn.. Dagegen sollten wir uns entschieden zur Wehr setzen und energisch ankaempfen. Es sollte fuer diesen Stadtrat keine Ruhe mehr geben, bis der "Schandfleck" restauriert statt abgerissen wird.

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Wichtiger als Fehden mit Herrn Ott (dessen Antwort wirklich unsäglich zynisch und hohl ist) wäre jetzt erstmal, mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde ins Gespräch zu kommen, wie in einem der vorigen postings richtig gesagt wurde.
    Wenn es stimmt, wie RMA vermutet, dass eines oder mehrere der Häuser noch aus dem späten Mittelalter stammen, dann muss der Denkmalschutz darüber sofort informiert werden. Er muss dann eigentlich aktiv werden.
    Kann das jemand mal übernehmen? (Ich bin leider in den nächsten Wochen weg).

  • Guten Abend,
    ich denke auch, dass ein teil der gebäude aus dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit stammt. ich kann es immer noch nicht glauben, was ich hier lese, die Äußerungen der Offiziellen hören sich an wie aus den 70ern !?.
    ich denke hier hilft am besten eine Flut von Anzeigen an die zuständigen Stellen aber auch an die übergeordneten Stellen. Es ist immer gut wenn eine Akte von oben nach untern wandert.

  • Ich evaluiere anhand von Bildindex gerade mal das Alter der Gebäude, anscheinend ist der Denkmalschutz vor einigen Jahrzehnten schonmal dort gewesen und auch eine dendrochronlogische Datierung der meisten Bauten scheint vorgenommen worden zu sein. Bald mehr.


    So: die Stadt ist 1634 im Dreißigjährigen und 1692 im Pfälzischen Erbfolgekrieg niedergebrannt worden. Die Häuser des Areals habe ich fast alle bei Bildindex gefunden, sie werden dort in die 1680er Jahre datiert - worauf diese Datierung beruht, bleibt unklar und auch etwas merkwürdig, wenn ja angeblich nur wenige Jahre später wieder fast die ganze Stadt niedergebrannt wurde.




    Mit diesen Bildern, die ja anhand des Stempels offenbar sogar vom zuständigen Denkmalschutz veranlasst worden sind, sollte es problemlos möglich sein, eine entsprechende Hinweismail zu verfassen. Oder halt anzurufen, wenn sich jemand dazu bereit erklärt - ich persönlich würde eher eine eMail schreiben?

  • Quote from "RMA"

    Die Häuser des Areals habe ich fast alle bei Bildindex gefunden, sie werden dort in die 1680er Jahre datiert -


    Kann es nicht sein, daß diese Zahlen Teil der Archivierungsnummer sind?
    Vielleicht ließe sich das anhand des folgenden Gebäudes festmachen, das demnach aus dem Jahre 1932 stammen müßte..also eine Frage an die anwesenden Fachwerkexperten :)



    -->größere Version

  • Die Calwer haben zur Zeit mit ihrem Rathaus offenbar ganz andere Sorgen...


    Zu diesem Abriss eines ganzen Ensembles (nicht des Rathauses) kann ich auch nur sagen: skandalös!! Mich beschäftigen im Moment andere "Sorgen" im APH-Forum, aber ich muss jetzt doch mal ungeordnet einige Gedanken und Anregungen niederschreiben.


    Erstmal, der Griff zum Marburger Bildindex ist für mich auch immer der erste Schritt, wenn ich im Internet zu historischen Bauten recherchiere. Da es nicht nur um den Abriss eines einzelnen möglichen Baudenkmals geht, sondern um ein gewachsenes Ensemble, gilt der zweite Griff Google Earth. Weiter geht's dann immer zur offiziellen Homepage des Ortes. Erst mit diesen Grundlagen arbeite ich dann weiter, um ein erstes Bild über die Situation und deren mögliche Baugeschichte zu erfahren.


    RMA hat die Bilder des Bildindexes bereits herausgesucht. Aber aufgepasst: Die Zahl "1683" hat sehr wahrscheinlich nichts mit einem Baudatum, geschweige denn dendrochronologischer Datierung gemein!! Es handelt sich höchstwahrscheinlich um Bildnegativ-Nummern, denn diese Zahlen um 1680 kommen auch auf Bildern mit Bauten jüngeren Datums vor.


    Auf Google Earth sieht man fantastisch die Altstadt hervorstechen (noch mehr sticht aber dieses überdimensionierte Gebäude nördlich der Altstadt, welches die halbe Länge letzterer aufweist, heraus; also irgendwelche Probleme haben die Calwer. Und nun auch noch die Sorge um ihr statisch gefährdetes Rathaus... ). Ich habe deshalb mit Hilfe von Google Earth und des Links von


    Quote from "Alexander"


    die vom Abbruch bedrohten Häuser markiert:



    verwendete Quelle: http://earth.google.com\r
    earth.google.com


    Die am Anfang von memet eingestellten Bilder betreffen die drei Häuser rechts (Nonnengasse 8, 10 und 12), sowie das oberste Haus der mittleren Reihe (Torgasse 4). Beim Haus ganz rechts (Nr. 8 ) könnte es sich um ein Doppelhaus handeln, wenn ich die Dachaufsicht auf der zweiten Photographie betrachte; so kommt man tatsächlich auf 10 zum Abbruch vorgesehene Bauten.


    Diese sehr tiefen, giebelständigen Häuser scheinen in Calw "Massenware" zu sein, aber trotzdem unterscheidet sich jedes vom andern durch seine Abmessungen und Materialien. So würde ich es noch verstehen, wenn ein einzelnes Haus zum Abbruch freigegeben würde, aber nicht ein ganzes Ensemble! Hier handelt es sich um ein bauhistorisch äusserst intakt erhaltenes Stadtbild mit jahrhundertealter Bausubstanz, welches sich nur im Zusammenspiel aller Einzelbauten entfaltet.


    Die Ersatzbauten folgen weitgehend diesem Schema, auch wenn deren Nutzungen untereinander verbunden werden. Somit dürfte die Denkmalpflege einen schweren Stand bei der Erhaltungsforderung haben, da jedes einzelne der vom Abbruch betroffenen Häuser allein kein herausragendes Denkmal, wohl sehr alt ist, aber keine Rarität darstellt. Ganz einfach gesagt ist jedes der betroffenen Gebäude, auf die Calwer Altstadt bezogen, ein 0815-Haus. Nachdenklich stimmt mich aber ein Satz auf der Homepage der Stadt: "Über 200 Gebäude des späten 17. Jahrhunderts genießen Denkmalschutz." Wenn ich die Luftbildaufnahme betrachte, dürfte dies den gesamten historischen Baubestand der Altstadt betreffen. Weshalb also die Häuser an der Nonnengasse und Torgasse nicht? Oder wurde deren Schutzwürdigkeit nachträglich aberkannt?


    Nun gilt es aber herauszufinden, ob vielleicht doch noch ein Gebäude eine Rarität sein könnte. Kardinal und RMA haben ja auf ein Haus aufmerksam gemacht, welches vielleicht noch aus dem Mittelalter stammen könnte. Mit Hilfe der Website http://www.calw.de">http://www.calw.de kann man sich ein Bild über den in Calw verbreiteten Fachwerk-Typ machen. Auf diesem Link http://www.calw.de/servlet/PB/menu/1151535/index.html\r
    http://www.calw.de/servlet/PB/menu/1151535/index.html kann man sich ein Faltblatt "Calw die Fachwerkstatt" herunterladen.


    Zu den Eckdaten: die Stadt liegt im Übergangsgebiet vom alemannischen zum fränkischen Fachwerkbau, auf derselben Höhe wie Stuttgart (alemannisch), auf halber Strecke westwärts zum Rhein (fränkisch). Diese beiden Fachwerktypen verschmolzen bis zum 17. Jahrhundert ineinander. RMA hat die Jahre 1634 und 1692, in welchen die Stadt niedergebrannt wurde, bereits erwähnt. Das lässt aber immer noch den Schluss zu, dass trotzdem einzelne Gebäude oder Teile davon diese Brände überdauerten.


    Zur Beschreibung der einzelnen Gebäude stelle ich deshalb die Bilder von memet nochmals ein:




    Nonnengasse 8, 10, 12 (von rechts nach links)




    Nonnengasse 8, 10 (von rechts nach links)



    Die Nr. 8 hat eine zweifach auskragende Giebelwand mit Stichgebälk. Diese Konstruktionsform kam im Wohnhausbau Mitte des 16. Jahrhunderts auf, und war im 17. Jahrhundert die Regel. Die im 19. Jahrhundert regulär angeordneten, aber relativ kleinen Fenster lassen den Schluss zu, dass das ursprüngliche Sichtfachwerk ohne grössere Veränderung unter dem Verputz überdauert hat. Ein Blick auf die Dachfläche weist es als Doppelhaus aus. Eine Entstehung beim Wiederaufbau der Stadt 1634 oder 1692 ist wahrscheinlich.


    Die Nr. 10 entspricht weitgehend dem strassenseitigen Gebäudeteil von Nr. 8, nur dass hier keine Giebelauskragungen vorhanden sind. Ins Auge sticht aber der rundbogige Kellerabgang; Teile des Erdgeschosses und der darunterliegende Keller dürften noch vor der Zeit des ersten Stadtbrandes 1634 entstammen, da die Grundmauern nachgewiesenermassen immer wiederverwendet wurden.


    Ohne das Innere der Häuser zu kennen, muss ich sagen, dass diese Feststellungen für eine Vielzahl von Häusern der Altstadt auch zutreffen. So kann ich es mir gut vorstellen, dass sich die Denkmalpflege deshalb mit Erhaltungsbemühungen nicht durchsetzen konnte.




    links Nonnengasse 12, rechts Torgasse 4




    Nonnengasse 8, 10, 12 (im Mittelgrund von links nach rechts)



    Die seitliche Auskragung verleiht der Nonnengasse 12 wirklich ein sehr altertümliches Aussehen. Solche Auskragungen kommen aber bis ins 18. Jahrhundert vor; oft entstanden sie auch durch die nachträgliche Ausmauerung einer ursprünglich offenen Laube. Vor allem in Städten mit Textilproduktion waren solche Lauben zum Trocknenlassen der Stoffbahnen unerlässlich. Calw war aber keine ausgesprochene Textilstadt. Um eine Knaggenverriegelung handelt es sich hier bestimmt nicht, dafür ist der Neigungswinkel mit 45° viel zu flach. Vielmehr handelt es sich um einfache Büge zur Unterstützung der enormen Auskragung, welche beim Verputzen des Fachwerks zu knaggenähnlichen Konsolen ausgemauert wurden.
    Im Giebeldreiceck ist wiederum eine einfache Auskragung mit Stickgebälk vorhanden; beim gassenseitigen Giebel fehlt eine solche.
    Interessant ist ein Blick auf die Seitenwand: der abgestufte Kellersockel, eine Höhenabstufung der Auskragung und der Verlauf der Firstlinie deuten an, dass gegen die oben verlaufende Gasse ein Kernbau besteht, welcher talseits um die halbe Gebäudetiefe verlängert worden ist. Für beide Gebäudeteile kommt aber immer noch eine Entstehungszeit nach 1692 in Frage. Eine weiter zurückreichende Baugeschichte ist aber immer noch möglich, weshalb dieses Haus unbedingt einer genaueren Untersuchung an Ort bedürfte! Allein schon die Auskragung weist es als spezielles Haus aus, und damit wohl auch als Rarität in Calw, unabhängig davon, ob es noch aus dem Mittelalter oder der Neuzeit stammt.


    Bei Torgasse 4 kann ich nichts speziell Erwähnenswertes erkennen, insbesondere weil es sich bei der aufgenommenen Fassade um die Seitenfassade handelt. Die regularisierten Fensteröffnungen sind bedeutend höher als bei den andern drei Gebäuden; das ursprüngliche Sichtfachwerk dürfte demnach im 19. Jahrhundert weitgehend durch konstruktives Fachwerk ersetzt worden sein.


    Das Haus im Vordergrund ist nicht vom Abbruch betroffen. Der flachere Neigungswinkel des Daches und der Kniestock sind typisch für Dächer des 19. Jahrhunderts. Die Vollgeschosse könnten auf Grund der kleinen, aber trotz der schon regulär angeordneten Fensteröffnungen noch älter sein.




    Von Seiten der Denkmalpflege würde ich mir keine grosse Hoffnung auf eine Rettung der Gebäude, oder eines Teiles davon, insbesondere auch deshalb, weil der Abriss eine beschlossene Sache zu sein scheint. Es wäre aber interessant, zu erfahren, was die Denkmalpflege effektiv unternommen hat. Wurde eine bauhistorische Untersuchung oder wenigstens Sondierung vorgenommen? Es scheint nirgends der Fall zu sein, sonst wäre mindestens an einer Stelle wenigstens der Fassadenputz abgeschlagen worden.


    Von Seiten der Politiker... bin mal gespannt, was ihr da für weitere Antworten erhält!


    Von Seiten Bürger... die erreicht man am besten via Presse. Nur ein Bild mit schönen Fachwerkhäuser einstellen, und schon hat man sie. Aber leider haben sie wenig Gewicht, ausser es gäbe einen gewaltigen Ansturm von Protestschreiben.


    Vielleicht hat jemand von euch Zeit, Bilder im gleichen Stil wie die folgenden zwei aus der Tübinger Galerie zu erstellen?


  • Sorry Leute, bin im Urlaub und habe hier nur kurz in einem Internetcafe die Möglichkeit, zu schreiben. Werde nach meiner Rückkehr in 2 Wochen die an mich gerichteten Fragen beantworten.
    Und nun zu diesem Thema. Am Busbahnhofsteht auch ein großes Gebäude aus dem 18 ten Jahrhundert, das zwar unter Denkmalschutz steht aber seit Jahren vor sich hin gammelt. Hier könnte man wunderbar nach einer Restaurierung das Seniorenzentrum integrieren. Aber die Leute in Calw sind leider absolut hinter dem Mond, stockkonservativ, engstirnig und wie schon in einem Beitrag erwähnt "bauanschaulich" irgendwann mal so in den 70 ern stehen geblieben. Die empfinden grundsätzlich alle alten Gebäude als "Schandfleck", und hätten bestimmt, wenn Hermann Hesse hier nicht geboren wäre und somit die Touristen nicht kämen, auch irgendwann den Marktplatz abgerissen. Man findet in der Calwer Innenstadt auch kaum Deutsche, und fast alle alten Wohnhäuser in der Innenstadt werden von Ausländern bewohnt und somit bewahrt.
    Dieser Geist bestimmte auch den Baustil z. B. im Nachkriegs-Pforzheim, das deshalb zu den hässlichsten Städten Baden-Württembergs zählt. Hesse selbst hat sich in Calw nicht wohlgefühlt, denn der "Geist" aus intelligenten jungen Leuten wie z. B. in Tübingen/Freiburg fehlte und fehlt hier total! Ich glaube deshalb kaum, dass man die umstimmen kann!

    Der Tiefpunkt der Baukultur wurde in den 60er und 70er Jahren des 20sten Jahrhunderts erreicht...

  • Ein toller und wie immer sehr lehrreicher Beitrag, Riegel - vielleicht setze ich mich morgen mal hin, und mache eine Retusche. Das Denkmalpflegeamt werde ich auch mal anschreiben, nachdem sich hier ja offenbar niemand anders findet, der das macht?

  • Ich möchte an dieser Stelle aus einer bemerkenswerten Stellungnahme aus dem Bereich der "Neuen Liste Calw" (ebenfalls im Kommunalparlament vertreten) zitieren, die den Weg zu mir fand:


    "Wir Vetreter der neuen Liste Calw haben unsere Bedenken ebenfalls schon im Vorfeld mehrmals geäußert. Hierfür wurden wir als `Bedenkenträger´, `Motzer´, `Neider´ usw. abgestempelt. Tatsache ist, dass hier wiederum Politiker und `Mächte´ am Werke sind, welche unmittelbar ihren Nutzen daraus ziehen werden. Dieser ist nicht unmittelbar an diesem Bauvorhaben ersichtlich. Aber überprüfen Sie mal die Namen/Personen und die geplanten Vorhaben, welche aus oben genanntem Projekt indirekt resultieren werden. Meines Wissens sind die Bagger schon im Anmarsch und es soll nach den Sommerferien mit dem Abriss begonnen werden. Mit einer `calwgerechten´ Stadtplanung hat das nicht viel zu tun. Hierbei möchte ich auch an den Flopp der `Ökosiedlung´ erinnern, welcher bis heute noch nicht nach Planansatz umgesetzt wurde. Kosten, die den kleinen Steuerzahler schon tausende von Euro gekostet haben und noch kosten werden..."


    Es gibt also auch politische Kräfte in der Stadt, die das Spiel offenbar durchblicken. Bloß sind diese noch schwach und politisch nicht sehr einflußreich.

  • Das ist ja mitten im Dorfkern ! Wahnsinn, wie vor 40 Jahren soll da "aufgeräumt" werden. Wer 400 Jahre alte Häuser für einen Glas-Stahlbau abreißen möchte, kann nur einen geistigen Stand von 1960 aufweisen, wobei die Vorbilder noch 20 Jahre früher liegen. Schlimm dies mit ansehen zu müssen. :weinen:

  • @ Oliver
    Es gibt ja eben keinen Glas-/Stahlbau-Ersatz, sondern etwas "Angepasstes", wenn man den schon zweimal angegeben Link anschaut. Das ist vielleicht gerade das Problem... wäre eine Stahl-/Glaskiste projektiert worden, hätte man den Abriss vielleicht eher verhindern können.

  • Ansich ist das ja kein schlechtes Projekt. Vielleicht könnte man einen Kompromiss finden, bei dem (besonders wertvolle) Teile der Altbebauung in den Neubaukomplex integriert werden.
    Gerade für betreutes Wohnen sollten sich doch alte FW-Häuser gut nutzen lassen können. Und den alten Leuten würde es wohl auch gefallen.

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • 10-Minuten-Pinselrenovation...



    Nonnengasse 8, 10, 12 (im Mittelgrund von links nach rechts)



    Das würde also unwiederbringlich abgerissen...

  • Danke für diese Simulation ! Sehr gut kann man den positiven Effekt erkennen, den die Freilegung des Fachwerkes mit sich bringt. Jetzt stelle man sich den linken Bau auch noch so schön vor und man hätte ein absolut schönes Stadtbild. Und das gute: Man muss gar nichts neu bauen und kann sofort einziehen ! Verrückte Welt.