Amorbach (Galerie)

  • noch ein paar spätwinterliche Bilder aus Amorbach (fachwerklastig)...


    Beginnen werde ich im Oberen Tor...


    ...mit Zierfachwerk das 16. oder 17. Jahrhunderts (mit Fächerrosetten)




    Das einzige erwähnenswerte Steinhaus in dieser Straße, ein spätbarockes Gebäude:




    Nochmal Renaissance-Zierfachwerk:




    und die interessante ehemalige Eingangstür zur Seitengasse




    und nochmal Zierfachwerk (17. Jhd.)




    Darauf folgt, schon am Marktplatz gelegen, dieses Fachwerkhaus aus dem späten 15. Jahrhundert (mit angeblatteten Steigbändern und Kopfstreben)






    Geht man am Marktplatz nach links, und biegt wieder links in die Kellereigasse ein, so erblickt man das Rathaus (furchtbarer Nachkriegsbau, deshalb hier nicht gezeigt) sowie die ehemalige mainzische Amtskellerei (daher der Name Kellereigasse :biggrin: ) aus dem 15. Jahrhundert. Das Hauptgebäude ist ein Steinbau aus besagtem Jahrhundert, mit einem interessanten Treppenturm:




    noch ein Nebengebäude (auch 15. Jhd.)






    wir gehen die Kellereigasse wieder zurück, biegen direkt nach links ab, und erblicken dieses Fachwerkhaus, das auf den ersten Blick eher uninteressant ausschaut:




    (bei genauerem Hinschauen entdeckt man allerdings die (Reste der) angeblatteten Fuß und Kopfbänder, und damit, dass das Haus aus dem 15. Jahrhundert stammt)



    Wir treffen nun auf die Löhrstraße (und erblicken erneut jede Menge Fachwerk; zumeist Zierfachwerk, teilweise mit Fächerrosetten, meist 16. /17. Jahrhundert)








    wir verlassen die Löhrstraße wieder, und hoffen, das Templerhaus (von 1291) zu sehen...


    ...aber leider...




    danach folgen wir dem Bädersweg, und biegen rechts in die Miltenberger Straße ein...


    ..und erblicken noch ein Haus mit Zierfachwerk (1624)









    Das wars...


    PS: wem der Weg ziemlich unlogisch vorkommt, der muss wissen, dass ich primär das Templerhaus, und sekundär Fachwerkbauten von vor 1500 gesucht habe :biggrin:

  • Ich habe bei dem oben genannten Gebäude, das ich ins 15. Jahrhundert datiert habe ...



    ...mal die ursprünglichen Verstrebungen anhand der noch vorhandenen Blattsitze rekonstruiert; das Ergebnis:


  • Vielen Dank für diese hervorragenden Bilder. Machen Lust auf einen Ausflug in dieses interessante Städtchen.
    Gruß
    schneckenturm

    'Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten'
    ( Karl Kraus )

  • @ Mündener


    Das Haus aus dem vorletzten Beitrag hatte offensichtlich einst ein älteres Dachgeschoss. Die Schwelle des jetzigen Giebeltrapezes zeigt keine Blattsassen mehr, hingegen der unmittelbar darunterliegende Rähm des Obergeschosses schon. Es wäre theoretisch auch möglich, dass das Haus ursprünglich ein 2. Obergeschoss besass, das aus irgendwelchen Gründen abgegangen war.


    Wie kommst du auf die Lage der beiden äusseren Pfosten? Sind da evtl. noch Holznägel sichtbar? Oder hast du sie einfach angenommen, und dazu den Abstand von den Fussbändern zum Mittelpfosten übernommen? Dadurch sind meines Erachtens die beiden Pfosten ein bisschen zu weit nach aussen geraten. Fuss- und Kopfbänder müssen nicht zwangsläufig am selben Haus immer dieselbe Grösse aufweisen.


    Tipp: was in Rekonstruktionszeichnungen nicht belegt ist, sondern nur zum besseren Verständnis ergänzt wird, würde ich gestrichelt zeichnen.

  • Quote

    Oder hast du sie einfach angenommen, und dazu den Abstand von den Fussbändern zum Mittelpfosten übernommen?

    Ungeschickt eingezeichnet.


    Quote

    Dadurch sind meines Erachtens die beiden Pfosten ein bisschen zu weit nach aussen geraten. Fuss- und Kopfbänder müssen nicht zwangsläufig am selben Haus immer dieselbe Grösse aufweisen.

    In der Tat.