Wiederaufbau der Garnisonkirche

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Volles Einverständnis zu Heimdalls Meinung! Es ist schon müßig mit anzusehen, wie die Stiftung selbst durch die Gegner in die Knie gesenkt wird und mit dieser Rekonstruktion "Politik macht". Es sollte in erster Linie um die wunderschöne barocke Kunst dieses sakralen Baus und seiner Stellung im Postdamer Stadtbild gehen und nicht um eine vom heutigen Zeitgeist extrem interpretierten Veranstaltung vor 80 Jahren. Diese sehr einseitige Herumreiterei auf diese "dunkle Zeit" in unserer vermeintlich "hellen" und "aufgeklärten" Epoche hat sowieso eine Tendenz zur Arroganz und Selbstmasoschismus, die weltweit Ihresgleichen sucht. Damit muss endlich Schluss sein!
      Um zur Facebookseite des Ortsverbandes Saarbrücken zu gelangen klickt mich !
    • Das sehe ich auch so. Natürlich sollte es eigentlich nur um die Rekonstruktion eines wunderbaren barocken Bauwerks gehen, ohne den ganzen ideologischen Fillefanz. Nun gibt es aber in Potsdam nun mal leider jene laustarke, medial hofierte Sekte um Boede und Co., die die Stiftung und die Rekofreunde - gerade in Bezug auf den März 1933 - immer wieder in eine Rechtfertigungs- bzw. Verteidigungsposition bringt und hineinzwingt. So versucht man aus einer Defensivhaltung heraus die üble Demagogie der Sekte zu entkräften, auch wenn man dadurch letztlich zum Getriebenen wird. Es wäre daher besser zu versuchen den Spieß umzudrehen, da die Sekte keinesfalls die Mehrheit der Potsdamer hinter sich hat. Ein Patentrezept dafür habe ich aber natürlich auch nicht.
    • Meine Vorredner haben recht! Ich gebe mal ein Beispiel:


      Ich moechte mich nicht blamieren und meine Familie schlechtreden, aber diese Info sollten alle hier zur besseren Verstaendnis haben! Ich hoffe das niemand lacht.

      Meine ganzen Verwandten sind gut verdienende, meist Selbststaendige aus Niedersachsen und Nord-Bayern.
      Durch die West-Prpaganda wussten manche garnicht was "Potsadam" ist. Nach der Wende lernten manche, dass es sich um eine Stadt irgendo im Osten handelt. Bitte nicht lachen.
      Ueber die Garnisionskirche wusste niemand etwas. Niemand. Ich rede von der Nachkriegsgeneration. Die Kriegsgeneration
      kannte den Namen Potsdam. Aber nicht die Kirche ganz spontan. Meine Verwandten sind nicht die duemmsten. Zumindest bei den meisten anderen Themen, sage ich mal so. Ich hoffe auf Euer Verstaendnis. Diese Leute sind nicht in Kirchenarchitektur. Die West-Medien haben alles aus Ost und Mittel Deutschland verschwiegen.

      Der Punkt ist: Die Befuerworter des Abrisses erzaehlen ueberall von der Nazikirche. Sie zeigen ein Bild als Beweis
      das erst nach den Krieg ueberhaupt bekannt geworden ist. Ich will nicht sagen das alles von den Gegnern erfunden wurde. Nein das nicht, aber diese Leute geben den ersten Eindruck vor.

      Diese Leute geben den ersten Eindruck vor!

      Das ist der Punkt. Dass muessen wir aendern.
    • Meine Güte. Wie, bitte, soll den eine Kirchenstiftung sicherstellen, dass in erster Linie über die Architektur geredet wird und nicht über die Geschichte des Bauwerkes? Wir sind doch nach wie vor eine offene Gesellschaft mit freier Presse.

      Deshalb müssen wir uns doch nicht gegenseitig mit irgendwelchen billigen Parolen begeistern. Die Gegner der Garnisonkirche sind keine "Sekte" sondern das Programm, dass die vertreten, ist bei den Grünen und der SPD außerhalb Potsdams die Mehrheitsmeinung, von den Sozialisten mal ganz zu schweigen. Das kristallisiert sich nunmal an einem Bauwerk das zwei deutsche Diktaturen mit Preußentum aufgeladen haben, dass es aus dem Turmadler quillt.

      Deshalb wird man mit dem Protest leben müssen, das halte ich auch für völlig normal. Man muss sich als Stiftung und als Stadt nur positionieren, wo der legitime Protest aufhört. Die rote Linie sollte klar kommuniziert werden: Gottesdienstörungen, Einschüchterungen von Spendern, Sachbeschädigung - hier ist eine Grenze erreicht.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Goldstein schrieb:

      Wie wäre es einfach mal, fein zu schweigen zu dem ganzen aufgeregten Schwachsinn und nur über die Fortschritte des Wiederaufbaus zu schreiben.
      Bin ich komplett bei dir. Hab ich oben auch schon mal einfließen lassen. Nur leider habe ich das Gefühl, dass gerade hier die Situation regelmäßig aus dem Ruder läuft und sich vom eigentlichen Gedanken der "architectura pro homine" wegbewegt hin zu gesellschaftspolitischen Debatten, die einem auf Dauer unheimlich auf die Nerven gehen und keinem etwas bringen, da sie sich immer nur im Kreis drehen. :aufdenkopf: :kopfwand:

      Knobelsdorfff92 schrieb:

      Viel mehr sollten die aktuelle Gegebenheiten auf der Baustelle im Fokus stehen. Es sind zwar momentan nur geringe Veränderungen aber sie sind erkennbar. Die großen Vorbohrungen scheinen beendet zu sein. Man sieht wieder Bewehrungskörbe und Arbeiter die mit Schläuchen irgendetwas in die Bohrlöcher füllen.

      @Konstantindegeer du bist doch da immer gut informiert? Gibt es Verlautbarungen was momentan für Maßnahmen im Gange sind?
    • Wenn es Dir nur darum geht, etwas über den Baufortschritt zu erfahren, kannst Du regelmäßig die Bilder der Webcam betrachten. Hier ist der Link:
      garnisonkirche-potsdam.de/nc/w…m-garnisonkirche-potsdam/

      Wenn es irgendwo hakt und stoppt, ob bei der Garnisonkirche oder anderswo, wirst Du zu einer Erklärung des Phänomens um die Analyse und Diskussion der aktuellen gesellschaftspolitischen sowie ökonomischen Lage oder der geistig-politischen Mentalität vermutlich nicht herum kommen.
      Wenn Dir das unheimlich auf die Nerven geht, verweise ich nochmals auf den Link zur Webcam weiter oben.
    • Kurz: die grundsätzliche Frage der linken Gegnerschaft zu Rekonstruktionsprojekten kann hier nicht ausgeleuchtet werden Da gibt es die hier sicher einen passenden Strang - und forumweit können alle mitmachen!
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Auch auf die Gefahr hin, es mir mit beiden "Lagern" zu verderben:

      Ich finde schon, dass ein Austausch über den Wiederaufbau eines nicht ganz konfliktfreien Gebäudes auch die Auseinandersetzung mit den Gegnern beinhalten darf und sollte.

      Andererseits wünsche ich mir dabei aber mehr konstruktive Beiträge zum Umgang mit diesen Gruppen. Es ist so leicht, unter Gleichgesinnten (mich eingeschlossen) zu jammern und zu lästern. Das ändert allerdings leider nichts.
      _______________________________________
      Gutmensch = Gut gedacht, nicht nachgedacht, schlecht gemacht
    • Da wirst du bei mir keinen Widerspruch finden. Irgendwann sind aber alle Argumente ausgetauscht und alle Beschlüsse gefasst. Ob es dann noch sinnvoll ist weiterzudiskutieren, das ist die Frage. Das "gegnerische Lager" verhält sich als schlechter Verlierer und betreibt nur noch Obstruktion, das finde ich nicht mehr legitim.
      Tatsächlich stünde "uns" etwas mehr Gelassenheit gut zu Gesichte. Sollen sie doch krakeelen...
    • Das Krakeelen verfängt nur leider bei viel zu vielen Leuten in Potsdam und Berlin/Umland. Das wird es künftig nicht gerade einfacher machen, solche Projekte umzusetzen. Daher muss auch überzeugend dagegen gehalten werden, wie damals bei den Ballast-der-Republik-Protestlern.
    • Erbse,ich denke überzeugen kann man zumindest die radikale Linke Gegnerschaft niemals.Die hat auch heute noch die gleiche Sichtweise(städtebaulich/architecktonisch) auf Potsdam wie die SED.Solche grundsätzlich unsachlichen Andersdenkenden sind keine Dialogpartner weder für die Stadtverantwortlichen noch der Stiftung GK.
      Der Bogen ist spätestes am Open Air Gottesdienst GK bei der radikalen Gegnerschaft gerissen.
    • Das mag alles sein. Trotzdem darf man die Öffentlichkeit eben nicht glauben lassen, dass das eine Mehrheit in Potsdam wäre.
      Ähnlich wie damals bei den Gewandhausplänen in Dresden muss die Pro-Reko-Fraktion dagegen halten und das Thema abräumen. Weil das sonst immer wieder von vorne losgeht, was für alle sinnlos kräftezehrend ist. Selbst wenn man es ignorieren wollte.
    • Dann sollten wir aber bitte auch in der Öffentlichkeit diskutieren und nicht in der Echokammer dieses Forums. Und nicht ständig hysterische Zusammenbrüche wegen irgendwelcher linker Spinner haben. Wer hier mitliest, bekommt sonst einen denkbar ungünstigen Eindruck von denen, die den Wiederaufbau befürworten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von UrPotsdamer ()

    • Da gebe ich dir recht. Ich für meinen Teil bin in den letzten Monaten zumindest in den sozialen Netzwerken häufig in die Diskussion mit "Andersdenkenden" in/um Potsdam eingetreten. Man merkt, dass da durchaus konstruktive Gespräche möglich sind, auch wenn die sehr in ihren Positionen verharren (wie wir wohl auch). Gegenseitiges Verständnis ist aber einfach wichtig, sonst wird das Klima immer rauer und feindseliger.
    • Heimdall schrieb:

      da ich die Gefahr sehe, dass die Kirche dort eine weitere Schuld-/Sühne-Gedächtnissstätte installiert
      Ich sehe darin eher eine Chance, beim Wiederaufbau so viel Menschen wie möglich hinter dem Projekt zu versammeln. Schließlich braucht es auch eines sinnvollen Nutzungskonzeptes.

      Kralle schrieb:

      medial hofierte Sekte um Boede und Co.
      Muss man denn Andersdenkende immer wieder diffamieren? Nicht jeder Gegner von Rekonstruktion ist ein Extremist oder gar ein Sektenanhänger (was für ein unsinniger Vergleich auch). Auch wenn es hier manchen überraschend mag: Die meisten Menschen, die gegen die Rekonstruktion der Garnisonkirche sind, bewegen sich in einem völlig akzeptablen Rahmen. Nicht akzeptabel finde ich es, bestimmte Personen namentlich zu beschimpfen, ohne auch nur einen Beweis für deren illegales oder sektenhaftes Tun anzubringen.
    • Es hat ja nun unstreitig allerhand unschöne und teils strafbare Aktionen aus dem Lager der GK-Gegner gegeben.
      Das braucht hier aber auch nicht in jedem dritten Beitrag wieder von vorn aufgerollt werden.

      Wäre schön, hier wieder mehr über das eigentliche Bauprojekt zu erfahren. Ggf. sollte wirklich mal eine thematische Trennung in "(politische) Diskussion" und "Baufortschritt/Geschichte der GK" vorgenommen werden.