Wiederaufbau der Garnisonkirche

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • "das Spendern gesellschaftliche Isolation und sogar Großdemonstrationen vor der eigenen Haustür drohen"

      Der Satz adelt doch jeden Spender regelrecht und motiviert mich obendrein, gleich noch einmal 100 € zusätzlich spenden!

      So, bin schon auf den hysterischen Mob gespannt und warte auf die plakatierte Großdemonstration bei mir im Wald :-))). Das Plakat hat seine Wirkung erzielt...und ging für diese Nazisprechplakatierer nach hinten los. Ätsch.
      "Man kann einen gesellschaftlichen Diskurs darüber haben, was Meinungsfreiheit darf.Oder man hat Meinungsfreiheit."
    • Exilwiener schrieb:

      "das Spendern gesellschaftliche Isolation und sogar Großdemonstrationen vor der eigenen Haustür drohen"
      Das ist doch eine altbekannte Masche. Ihre Aktionen sollen stets ihre Wirkung vor allem im Nachhall erzeugen. Alleine können sie nie ihre Opfer isolieren. Sie können es nur durch die Feigheit, Angepasstheit und Dummheit jener Normalbürger, die dann die Handlungen als unbewusste Erfüllungsgehilfen gehorsam nach dem "Antifa"-"Outing" durchführen. Die radikalen Linken werden dieses miese Spielchen erst an dem Tag nicht mehr spielen können, wenn sie dem Normalbürger sagen "Guck, da drüben steht sein Reaktionär (wahlweise auch Rassist, Sexist, Nazi, Rechter, Kapitalist, Klimaleugner, Abtreibungsgegner usw.usf.)", und der Normalbürger geht mindestens achselzuckend einfach weiter.

      Trotzdem, die Garnisonkirche verhindern diese Spaßguerilleros so oder so nicht durch solche Aktionen. Das passiert einzig und allein durch die Unentschlossenheit und Unfähigkeit der Stiftung.
    • Jedes Jahr wenn der Tag von Potsdam sich nähert wird von verschiedenen Zeitung das schwierige Verhältnis von Garnisonkirche und den Nazis/Preußen thematisiert. Dieses Jahr allerdings geht die Stiftung Garnisonkirche in die Offensive. Die Stiftung Garnisonkirche arbeitet an einem Konzept für den Umgang mit der NS-Geschichte. Man hoffe auf ein Ergebnis im Sommer, so die Sprecherin.

      pnn.de/potsdam/1268331/
      (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 20.03.2018)
    • Meister Lampe schrieb:

      Dieses Jahr allerdings geht die Stiftung Garnisonkirche in die Offensive. Die Stiftung Garnisonkirche arbeitet an einem Konzept für den Umgang mit der NS-Geschichte. Man hoffe auf ein Ergebnis im Sommer, so die Sprecherin.
      Alle Jahre wieder. Es nervt ein wenig. Das ist so ein bisschen wie Weihnachten für Die aNDERE. Aber gut. Auf der einen Seite finde ich es positiv, dass die Stiftung endlich diesen Tag aufarbeitet, auch wenn mir diese paar Stunden persönlich nicht so wichtig sind. Was ich allerdings kritisiere ist das Timing der Stiftung. Es ist ja nicht erst seit Gestern der Fall, dass die Öffentlichkeit und die vor allem die Medien sich an diesem Tag aufgeilen. Auch wenn ich persönlich, wie gesagt ,den Tag von Potsdam nicht als Priorität betrachte, hätte man doch um die Massen zu beruhigen dieses Ereignis frühzeitiger aufarbeiten sollen.
    • In der Tat. Der Tag selbst wäre die passende Gelegenheit zur Präsentation einer Aufarbeitung. Doch der ist heute... Nun gut.
      Sollen sie sich alle noch ein wenig daran abarbeiten, was juckt's den Mammutbaum, wenn sich das Ferkel daran kratzt.
    • Mein Großvater hat sich aus Neugierde damals an die Garnisonkirche gestellt. Er berichtete, in der ersten Reihe standen die Nazis, die aus dem ganzen Reich hergekarrt worden waren. Die haben natürlich Stimmung gemacht, gejubelt und geschrien. Die Potsdamer standen dahinter und haben interessiert zugeschaut - mehr aber auch nicht. Für Hitler hatten die ja auch meist nichts übrig, eher noch für Hindenburg (waren ja zum Großteil Kaisertreue).
      Insofern ist es höchst unfair, die ganze Sache der Garnisonkirche oder gar Potsdam insgesamt anzulasten. Da muss jetzt die Kirche als Sündenbock dienen für die Vergehen ganz Deutschlands...

      [Mein Großvater starb schon 1939, die Anekdote ging über meine Großmutter und meinen Vater an mich. Ich denke nicht, dass da was dran geschönt wurde]
    • Die Nazis sind bei freien Wahlen in Potsdam über ca. 8,5 % nie herausgekommen - dafür wählte fast 60 % kaisertreu. In den Augen der meisten Protestler ist das aber ohnhin das gleiche.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Wie wahr. Und in der Tat scheint die altbekannte Potsdamer Sekte um Boede und Thomczak all ihren Groll in erster Linie gegen Preußen zu richten, statt gegen das Dritte Reich und die tatsächlichen Nazis. Aber wenn man den Nationalsozialismus gemäß linker / kommunistischer Lesart stets gerne extremste Form des Kapitalismus und Ausgeburt des "preußischen Militarismus" (war der selbige wirklich so singulär?) fehlinterpretiert, dann sollte man sich über diese geschichtspolitisch völlig falsche Prioritätensetzung nicht wundern. Je länger Hitler tot ist, desto intensiver wird offensichtlich der Widerstand gegen ihn, indem man eine Rekonstruktion der Garnisonkirche, des Plögerschen Gasthofs oder anderer Baujuwelen bekämpft. Wie absurd. :gehtsnoch:
    • "Nazi" ist heute alles, was sich in irgendeiner Weise positiv zu diesem Land und seiner reichen Geschichte bekennt. "Bomber Harris do it again", "etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal" (unser teuerster Deniz Yücel), "Deutschland verrecke" usw. - die Parolen sind doch bekannt. Das ist natürlich eine Autoaggression, die etwas mit seelischer Krankheit zu tun hat, aber eine, die immer noch einen enormen Antrieb für Teile der hiesigen Wohlstandsjugend besitzt. Und somit ist die Garnisonkirche im Kopf dieser Leute ein "Nazi-Wallfahrtsort" oder ein "Ort der Schande". Für Differenzierung und Laissez-faire ist bei solchen Fanatikern kein Platz. Aber, wie gesagt, sie könnten auch nicht so gedeihen, würden sie nicht Unterstützung bei Medienvertretern finden und sich tollpatschig agierenden Rekonstruktionsfreunden gegenüber sehen.
    • Die Nazi-Keule ist ein Problem mit dem sowohl die Garnisonkirche wie generell unsere Gesellschaft zu kämpfen haben. Um es mit den Worten eines großen Politikers zu sagen, der sich mittlerweile leider aus dem aktiven Tagesgeschäft zurückgezogen hat, : "Heute ist man ja schon rechts wenn man vernünftig mit Messer und Gabel essen kann."

      Heimdall schrieb:

      und sich tollpatschig agierenden Rekonstruktionsfreunden gegenüber sehen.
      Kannst du da konkrete Beispiele nennen?
    • Ich meine damit das teils ungeschickte Agieren gegenüber den Medien, die mangelnde Mobilisierung der eigenen Anhängerschaft sowie das Verwässern des eigenen Konzepts (moderner Kirchenbau usw.). Eben alles, worüber hier doch schon seit Jahren kritisch diskutiert wird. Willst Du dazu mehr erfahren, dann blättere doch diesen Thread zurück bis zum Anfang.
    • Ach so. Über das Offenhalten des Konzeptes für das Kircehschiff lässt sich in der Tat diskutieren. Das liegt aber zuvörderst an der innerkirchlichen Diskussion. Wenn Du das ändern willst musst Du in die ev. Kirche eintreten und dort versuchen die Mehrheiten zu ändern.

      Was ein "mangelnde Mobilisierung der eignen Anhängerschaft" betrifft vermag ich Dir nicht zu folgen. Monatelang standen Mitteschöns in der Fußgängerzone und die Mobilisierung war exzellent, als es um die Entscheidung für/gegen Garnisonkirche ging. Was verlangst Du denn jetzt während des Baus: dass sich die Unterstützer mit den eingeschifften Berliner Protestlern vor der Baustelle prügeln? Oder Mahnwachen veranstalten? Ich wüsste nicht, wie sich die vielen Potsdamer Unterstützer momentan einbringen könnten ausser durch das ständige Schreiben von Leserbriefen an die Provinzpresse.

      Und welches "ungeschickte Agieren" ist denn gemeint und wie hätte man "geschickter" agieren sollen? Das sind doch alles Pauschalvorwürfe einzelner Foristen, die im Frust darüber heruntergeschrieben wurden, dass sich eine Minderheit nicht an die Spielregeln der Demokratie hält und Mehrheitsentscheidungen nicht akzeptieren mag. Das ist zwar verständlich, wird aber von der breiten Masse der Bevölkerung nicht so gesehen. Bitte nicht vergessen, dass bei der letzten repräsentativen Befragung der Stadt nach dem Thema mit höher Wichtigkeit gerade 8 % die Garnisonkirche angegeben haben. Das entspricht exakt dem Kommunal-Wahlergebnis der Gruppierung "die Anderen".
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Was die aNDEREN angeht hoffen wir mal, dass die ca. 8% nicht zu halt sind und diese Partei innerhalb des nächsten Jahrzehnts wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

      Zum Kirchenschiff hatten wir hier schon mal eine doch sehr hitzige Diskussion, die wir, mit Verlaub, nicht 1:1 noch einmal durchkauen müssen, ohne dass es diesbezüglich irgendwelche Neuigkeiten Seitens der Stiftung des Fördervereins oder evgl. Kirche gibt.

      Viel mehr sollten die aktuelle Gegebenheiten auf der Baustelle im Fokus stehen. Es sind zwar momentan nur geringe Veränderungen aber sie sind erkennbar. Die großen Vorbohrungen scheinen beendet zu sein. Man sieht wieder Bewehrungskörbe und Arbeiter die mit Schläuchen irgendetwas in die Bohrlöcher füllen.

      @Konstantindegeer du bist doch da immer gut informiert? Gibt es Verlautbarungen was momentan für Maßnahmen im Gange sind?
    • Konstantindegeer schrieb:

      Wenn Du das ändern willst
      Nein, das will ich nicht. Ich habe stets kundgetan, dass mir ganz persönlich das Projekt Garnisonkirche minderwichtig ist, da ich die Gefahr sehe, dass die Kirche dort eine weitere Schuld-/Sühne-Gedächtnissstätte installiert, worauf ich gerne verzichten kann. Aber letztlich ist das ein Thema von Euch Potsdamern. Damit habe ich wenig zu tun, und in die Evangelische Kirche bringt mich vermutlich nicht mal mehr die Androhung von Folter zurück.
      Ansonsten habe ich mit meiner Äußerung nur wiedergegeben, was ich hier seit Jahren zu lesen bekommen habe. Wenn ich damit nur dem Frust einiger Mit-Foristen aufgesessen bin, also Fake-News, dann freut mich das natürlich, bedeutet das ja, dass in Potsdam offenbar alles prima läuft.