Wiederaufbau der Garnisonkirche

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ja, es soll ein schwingendes Geläut mit den Tönen b° c' es' und g' neu geschaffen werden, sowie auch das Glockenspiel mit 40 Glocken. Das auf der Plantage aufgebaute, derzeitige Glockenspiel vom Ende der 1980er Jahre ist - einem Gutachten nach - von der Klangqualität her nämlich nicht für den Turm geeignet.
      Die vier Läuteglocken sowie die 40 Glockenspielglocken und die 40 dazugehörigen Klöppel sind im Spendenkatalog einzeln ausgeschrieben.
      Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...
    • Kurprinz schrieb:

      Leider befürchte ich, dass es dann wieder Streit gibt, wenn alle 30 Min weit über den Dächern der Stadt ein Glockenspiel erklingt.
      Selbiges hier, wo sich an einen Kirchplatz Neuhinzugezogene ueber das stuendliche Glockenschlagen aufregen...

      ...wurscht, dafuer wird gespendet. :) Danke fuer die Information!
      „Groß ist die Erinnerung, die Orten innewohnt“ - Cicero

      Gemeinsame Erklärung
    • Der Münchner schrieb:


      Hier geht es nicht um Bauten des Dritten Reiches, sondern um die noch 200 Jahre ältere Garnisonkirche. Wer sich in linken Kreisen darüber aufregt, der sollte sich zunächst mal fragen wieso das Stasi-Hauptquartier in der Berliner Normannenstraße überhaupt noch steht.
      Ich wäre auch ein Gegner da von Prachtbauten des 3. Reiches zu schleifen - was bitte können Bauwerke für ihre Vergangenheit? Für mich ist Potsdam einfach schlichtweg entscheident, daß das historische Stadtbild wieder größtenteils hergestellt wird, und die Garnisionskirche gehörte nun mal zu Potsdam wie die Hedwigskathedrale zu Berlin. Die häßliche Platte welche dem Wiederaufbau im Wege steht, dürfte ohnehin längst marode sein.
      Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...
    • Moin moin.

      Bin neu hier aber begeisterter Leser und möchte nun auch einmal was anmerken. ;)

      Wurde hier auch schon mal über die "wunderschönen Studentenwohnheite gesprochen? Ich bin begeistertes Mitglied im Förderverein der Garnisonkirche und auch immer auf der Suche nach Infos zur Stadtentwicklung im fernen Potsdam.
      Somit begrüße ich auch die Wiedererrichtung des Langen Stalls, sowie die Wohnbebauung des Feuerwehrareals. Aber aufgrund der viel zu hoch geratenen Studentenwohnheime bleibt zu befürchten, dass die Ecke doch mehr Hinterhof-Charakter erhält.

      Mein Vorschlag für damals (Sanierung) wäre ja schon gewesen, die Wohnheime auf eine moderate Gesamthöhe zurückzubauen und mit einem Satteldach zu versehen. Würde die Fassade auch nicht unbedingt schöner machen, aber zumindes dem Ensamble: Garnisonkirche,Ungerportal,Neubauten Feuerwehrareal und Knobelsdorff-Kopfbauten sein Höhenprofil und damit Wirkung wiedergeben.

      Was haltet ihr von diesem Gedanken?

      P.S. falls das nicht in diese Diskussionsrund passt bitte löschen oder sonst was ;)
    • Deine Idee ist natürlich richtig und neutral betrachtet, wenn man nur die städtebauliche Perspektive sieht, auch eigentlich zwingend geboten, wie auch der Abriss des Staudenhofs und des Rechenzentrums.
      Trotzdem muss man bei solchen Erwägungen auch immer andere Komponenten mit einbeziehen, gerade in Potsdam. Und da würde ich aktuell sagen, ist solch eine Veränderung nicht ansatzweise vorstellbar, einfach weil es zusätzlichen Sprengstoff in die sowieso schon aufgeheizte Stimmung bringen würde. Und bei der aktuellen Lage von Studenten in deutschen Innenstädten muss man auch wirklich die sozialen Folgen bedenken. Denn man muss auch im APH manchmal etwas ehrlicher sein, dass habe ich in der Diskussion auch gelernt, Städtebau und Rekonstruktion geht nur mit den Menschen, nicht gegen sie. Man kann nicht ganze Gruppen einfach aus der Innenstadt verdrängen. Ob am Staudenhof, dem Neustädter Markt in Dresden oder auch hier in Potsdam, es muss ein viel stärkerer Diskurs erfolgen und auch von unserer Seite viel besser erklärt werden und auch solche sozialen Faktoren berücksichtig werden, denn wir wollen doch für die Menschen eine lebenswerte Stadt bauen und nicht gegen sie.
      Daher ist dieser Vorschlag aus ästhetischen Gründen sicher richtig und es wird auch irgendwann umgesetzt, genauso wie das Mercure irgendwann fallen wird und das gesamte Burgstraßenviertel neu geordnet wird. Aber manche Entwicklungen brauchen Zeit und Geduld, um auch die Menschen bei den Veränderungen mit zu nehmen. Man schaue sich an wie sehr Potsdam in der Mitte umgestaltet wurde. Ich denke, man sollte jetzt alles Schritt für Schritt denken. Erst mal den Alten Markt fertig machen und die Garnisonkirche, dann steht der Lange Stall auf dem Plan, der Stadtkanal und wenn das alles fertig ist und die Bürger die positiven Effekte sehen, dann kann man über das Mercure, das Studentenwohnheim oder das Burgstraßenviertel reden.
      So ist zumindest meine Meinung mittlerweile.
      APH - am Puls der Zeit

      Facebook - Stadtbild Siegen
    • Ich habe ja auch nicht gesagt, dass dies jetzt noch geschehen soll. Man hätte eben bei der angesprochenen letzten Sanierung darüber nachdenken können.

      Natürlich bin ich mir auch bewusst, dass wir Studentenwohnheime brauchen. Deswegen wäre es auch eine überlegung wert, sofern das Feuerwehrareal im Besitz der Stadt ist, dort Studentenwohnungen zu etablieren.

      Wäre auch ganz reitzvoll in der unmittelbaren Nachbarschaft zum angestrebten Kreativzentrum im Langen Stall.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Knobelsdorfff92 ()

    • Bevor wir uns aber zu weit von der Garnisonkirche an sich entfernen, richten wir die Augen mal wieder gen Baufeld.

      Kommt es mir nur so vor oder ist dort in den letzten Wochen wirklich garnichts mehr passiert??? ?(

      Auf der Webcam scheint es mir so, als ob der Bohrer, sowie die übrigen Gerätschaften, sich seit den letzten Dezembertagen nicht mehr bewegt haben.

      Habe erst gedacht die Cam hängt. Aber aufgrund der wechselden Tageszeiten und Witterungen konnte ich das dann doch ausschließen.

      Weiß da irgendjemand etwas? :huh:


      garnisonkirche-potsdam.de/nc/w…m-garnisonkirche-potsdam/
    • Letzte Woche hat sich auch die frischgebackene Ehrenbürgerin der Stadt Potsdam für den Turm ausgesprochen. „Wenn ich zaubern oder zahlen könnte, würde ich den ungefähren echten Turm der Garnisonkirche einfach wieder hinstellen“, sagte die achtzigjährige Helga Schütz, die lange mit Defa-Regie-Star Egon Günther zusammengelebt hatte.

      maz-online.de/Lokales/Potsdam/…dlich-eine-Ehrenbuergerin


      Mit dem Bau soll es Ende der Woche weitergehen. Nur soviel: bei dem beauftragten Bauunternehmen ging es um Geld...
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Konstantindegeer schrieb:

      [...] Nur soviel: bei dem beauftragten Bauunternehmen ging es um Geld...
      Ach, meine Freunde von Implenia? Kenne sie nur zu gut von der Speicherstadt am Brauhausberg und der U5-Baustelle in Berlin. Ob das wohl die selben Personen sind, die da das Sagen haben...
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Genau, Deine Freunde von Implenia. Früher hiessen die Bilfinger& Berger und haben schon immer mehr Kraft auf Nachträge als auf die Umsetzung von Bauaufträgen verwandt. Die alte Leier: billiges Angebot machen und dann Nachträge schinden. Gehört jedoch heute zum Baualltag.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Auf Facebook gab es zum Thema Garnisonkirche dies:


      Potsdam MIT Garnisonkirche
      20 Std. ·
      Fundament für Garnisonkirche verzögert sich
      Probleme beim Turmbau

      Die Gründungsarbeiten für den Turm der Garnisonkirche haben begonnen. Nach den ersten Bohrungen läuft zurzeit eine Überprüfung des technischen Verfahrens wegen Problemen bei den Bohrungen.
      Altfundamente und Geothermie
      Der Baugrund weist bis in eine Tiefe von 3,50 m Metern historisches Ziegelmauerwerk und eine darunter liegende ein Meter starke Packlage auf. Entsprechend herausfordernd ist die Aufgabe: 38 Gründungspfeiler mit einem Durchmesser von 120 cm und einem Gewicht von über 100 Tonnen werden 38 m tief versenkt, also doppelt so tief wie das benachbarte Rechenzentrum hoch ist.

      In die Rohre wird eine geflochtene Stahlbewehrung eingelassen, die bei gleichzeitiger Bergung der Bohrrohre mit Beton verfüllt wird – eine Sache für den Spezialtiefbau. Das Rohr ist dazu da, dem Betonpfahl Richtung und Rahmen zu geben; es wird bei jeder Bohrung wiederverwendet. Die Stahlbewehrung dient zusätzlich der Verlegung von Geothermieleitungen, um den Turm klimafreundlich zu bewirtschaften. Auf den Gründungspfählen wird später die Fundamentplatte aufgebracht.
      Historisches Fundament durchkernt
      Die beauftragte Firma hat, wie vorgesehen, an mehreren Stellen das historische Fundament der alten Garnisonkirche durchkernt. Bei der planmäßigen Durchbohrung hat die Baufirma, der vor der Beauftragung ein umfängliches Baugrundgutachten vorlag, Schwierigkeiten angezeigt: Bei einer Bohrung hat sich das Bohrrohr nur mit Schwierigkeiten wieder aus dem Erdreich ziehen lassen. Eine Verfüllung mit Beton war deshalb nicht möglich. Eine weitere Bohrung verlief so, dass das Rohr abriss und z.T. in der Erde verblieb. Diesen Gründungspfahl konnten die Bauleute jedoch planmäßig mit Beton verfüllen.

      Zum weiteren Vorgehen erklärte Peter Leinemann, Verwaltungsvorstand der Stiftung: „Fachtechniker bearbeiten die aufgetretenen Schwierigkeiten, um eine zügige Fortsetzung der Arbeiten sicherzustellen.“
      Foto: dpa