Potsdam - Wiederaufbau der Garnisonkirche (Baugeschehen, Architekturgeschichte)

  • Die Sockel für die Flammenvasen werden gemauert und mit Sandstein verkleidet.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Na Super,jetzt sieht man nichts mehr von der Turmbaustelle auf der Webcam.Der eigentlich interessanteste Teil der Baustelle ist jetzt völlig von der Folie verdeckt.:daumenunten:Ich hoffe Argos Guard schafft es endlich mal diese kleine Kammera zu versetzen.

  • Habe mal eine email, bezüglich der Webcam, an den Förderverein geschickt und folgende Antwort erhalten.


    vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie haben Recht damit, dass die bisherige Webcam nicht mehr ausreicht, um das Baugeschehen am Turm der Garnisonkirche im Internet verfolgen zu können. Daher ist die Bauherrin Stiftung Garnisonkirche Potsdam gerade dabei eine zweite Kamera einzurichten, deren Bilder hoffentlich Anfang August auf der Webseite zu sehen sein werden. Deshalb bitte ich Sie noch um ein wenig Geduld.



    Herzlich Grüße

    ----MOD----


    Geschäftsführung

    Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e.V.


    Modhinweis (Onkel Henry): Bitte keine Realnamen posten

  • Ein paar Bilder von heute, der Sockel ist schon gut zu sehen:





    Vor der Besucher-Plattform wurden Original-Fragmente der Garnisionskirche ausgelegt:



    Alle Bilder sind von mir.

  • Wenn du möchtest. Ich habe ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass die Bilder jemand weiter verwenden will. Dann schreibe ich ab jetzt immer dazu, dass meine Bilder verwendet werden dürfen.

  • In D. wird zu viel versaut, wie das Neues Museum und Reichstag! Super teuer waren diese beide "Sanierungen", aber hätte viel sensibeler und auch mehr original geschehen müssen. NM ist noch umkehrbar, RT leider nicht mehr. Hoffentlich wird die Innenseite der GK doch "(>50%) original aussehen....und nicht wieder eine misslungen Einmischung von Modernisten oder "Star" Architekten.

  • Klassiker,bei der GK mischt sich kein Star oder Modernist mal so einfach ein.Liebeskind wurde vom OB dazu angesprochen und er hat dann eben Interesse gezeigt.Im übrigen wird meiner Meinung nach die ganze Sache mit dem RZ von radikalen linken Potsdamer Initiativen aus dem Hintergrund permanent ordentlich Befeuert.Dadurch springen jetzt plötzlich so viele auf den Zug ,Erhalt des RZ auf.(Denkmalschützer,Saskia Hünecke .....)

    Wenn man eine Sache in der Öffentlichkeit durchsetzen will muss man nur eben lang genug Hartnäckig, Bestimmend und Emotional auftreten dann folgt schon irgendwann die Masse von ja Sagern nach und nach von selbst.

  • Klassiker: innen wird nichts original, nicht mal 10%

    Im Bezug auf das Turminnere? Oder im Bezug auf ein hypothetisches Schiff?

    Gab es früher eigentlich jenseits des Glockenspieles einen Glockenstuhl mit großen Glocken?

  • Große Glocken wurden, soweit ich weiß, erst in den 1930er Jahren in den Turm gehängt. Insofern grundsätzlich ja, die Glocken haben aber keine Tradition in der Garnisonkirche.

  • Im Bezug auf das Turminnere? Oder im Bezug auf ein hypothetisches Schiff?

    Ein "hypothetisches Schiff" wird es wohl niemals geben. Höchstens einen "Anbau", der aussehen wird, wie ein abgestürztes Raumschiff.

  • Im Bezug auf das Turminnere? Oder im Bezug auf ein hypothetisches Schiff?

    Gab es früher eigentlich jenseits des Glockenspieles einen Glockenstuhl mit großen Glocken?

    Erst im April/Mai 1939 erhielt der Turm der Garnisonkirche erstmals ein schwingendes Geläut, bestehend aus vier Glocken mit den Schlagtönen as° c' es' und f', Gewichte 6.628 kg, 3.116 kg, 1.805 kg und 1.200 kg ( Gießerei Schilling in Apolda). Vorher wurde seit 1857 ein spezieller Mechanismus verwendet, mit dem drei der Glockenspielglocken in einer Weise mit Hämmern angeschlagen wurden, dass damit ein Geläut imitiert werden sollte. Dieser Mechanismus musste von einem Wärter per Handkurbel bedient werden. ( Quelle: Andreas Kitschke: Die Garnisonkirche Potsdam - Krone der Stadt und Schauplatz der Geschichte. be.bra Verlag Berlin 2016) - Ich habe Hintergrundinformationen, dass die vorgesehenen neuen Glocken sogar noch tiefer klingen werden als das Geläut von 1939 - sofern genug Spenden eingehen...

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • Ach, steht das jetzt schon fest? Mein Wissensstand war, dass über das Kirchenschiff momentan nicht nachgedacht wird...

    Über das Kirchenschiff scheint generell nicht nachgedacht zu werden. Dann kommt bestimmt was Tolles raus! Seid gespannt!

  • Über das Kirchenschiff scheint generell nicht nachgedacht zu werden. Dann kommt bestimmt was Tolles raus! Seid gespannt!

    Es ist vielleicht ganz gut, wenn bestimmte Leute und Architekten nicht zu viel nachdenken. Sonst kommen sie noch auf ganz dumme Ideen. Ausgedacht wurde sich die Garnisonskirche ja schon mal und das gar nicht schlecht.

  • Ich zitiere hier nochmal aus dem Betriebs- und Nutzungskonzept für den Kirchturm, das am 5. Juni 2020 beschlossen wurde:


    "Das Grundstück in der Größe des ehemaligen Kirchenschiffs befindet sich im Eigentum der Stiftung Garnisonkirche und steht daher prinzipiell, nach Beräumung der dort befindlichen Baustelleneinrichtung für den Turmbau inklusive Kran, für eine Nutzung uneingeschränkt zur Verfügung. Derzeit befindet sich auf einer Teilfläche dieses Grundstücks noch ein Gebäudeteil des ehemaligen Rechenzentrums. Die Landeshauptstadt duldet bauordnungsrechtlich eine Nutzung dieses Gebäudes befristet bis Ende 2023. Die Stiftung Garnisonkirche hat zugesagt, diese Überbauung ihres Grundstücks bis längstens 2023 zu dulden und so lange auf das ihr zustehende Abrissbegehren zu verzichten, um auf diese Weise der Stadt Potsdam die nötige Zeit einzuräumen, um den „Künstlern und Kreativen“, die derzeit temporär im Rechenzentrum untergebracht sind, eine Alternative anzubieten. Diese entsteht zurzeit in unmittelbarer Nachbarschaft als neues Kreativquartier.


    Der Bundestag hat mit dem Haushaltsbeschluss für den Bundeshaushalt 2020 der Stiftung Garnisonkirche Mittel für Machbarkeitsuntersuchungen zu einer potentiellen Bebauung der Grundfläche des ehemaligen Kirchenschiffs zur Verfügung gestellt. Eine Bebauung bedarf zunächst einer klaren Nutzungsvorstellung und einer dieser Nutzungsidee folgenden Planungsgrundlage.


    Solange das Kirchengrundstück noch nicht für eine neue Nutzung und deren Vorbereitung in Anspruch genommen wird, soll die Fläche nach dem Abschluss des Turmbaus in temporärer Weise ansprechend gestaltet werden. Dabei muss erkennbar sein, dass es sich um die Grundfläche des ehemaligen Kirchenschiffs handelt. Die temporäre Gestaltung der Grundfläche bietet einen öffentlich zugänglichen, innerstädtischen Raum zum Innehalten. Zu den denkbaren Nutzungen gehören Gottesdienste, Aktionen, Foren, Konzerte und Ausstellungen unter freiem Himmel."

    Quelle: garnisonkirche-potsdam.de/...Nutzungskonzept, Seite 18



    Hier noch eine Mitteilung der Stiftung Garnisonkirche Potsdam vom 9. Juli 2020 zum Erhalt der Mosaiken vom Rechenzentrum:

    Stiftung und Fördergesellschaft befürworten schon seit Jahren den Erhalt des Mosaiks als geschichtliches Zeugnis. [...]


    Hiermit jedoch den umstrittenen Erhalt des Rechenzentrums zu verbinden und die stadtplanerischen und rechtlichen Rahmenbedingen und bestehende Verträge zu ignorieren, kommt sicher nicht in Betracht, sagte Peter Leinemann, Verwaltungsvorstand der Stiftung.


    Dazu hatte sich der Vorsitzende der Fördergesellschaft, Prof. Dr. Matthias Dombert, bereits vor einigen Tagen mit dem Hinweis geäußert, dass die von der Landeshauptstadt für den Turm erteilte Baugenehmigung aus bauordnungsrechtlichen Gründen den Abriss des Rechenzentrums bis 2023 vorsehe.

  • Gibt es belastbare Visualisierungen in Bezug auf den derzeitig geplanten Rekontruktionsstand?