Potsdam - Garnisonkirche

  • Ja und das spannende eben an unserer Zeit ist, dass diese Kirche in einer bisher nie gekannten Qualität und Schönheit wiederentstanden ist. Der böse Mann hat das Original entweiht, sein Krieg zerstört, die DDR gesprengt. Mehr Kulturverfall geht nicht.

    Es musste erst Zeit vergehen und ein neuer Zeitgeist heranreifen, der jetzt diese Ergebnisse wirklich zu schätzen weiß.

    Ein richtiger Edelstein, oder nach der Farbe sogar Goldstein ist entstanden.

  • Ich bin sehr froh, dass zur Straße hin diese beiden Flügel mit den Treppenhäusern stehen. Das gibt dem Ganzen einen überzeugenden Eindruck, dass das Gebäude insgesamt wieder da ist und nicht nur der einzelne schlanke Turm.

    Ich bin sehr begeistert von dem, was ich da sehe. Ich denke, es wird dann vorangehen mit dem fehlenden Schmuck und der Haube. Auch die vier fehlenden Säulen fallen glücklicherweise nicht so negativ ins Gewicht.

  • Es musste erst Zeit vergehen und ein neuer Zeitgeist heranreifen, der jetzt diese Ergebnisse wirklich zu schätzen weiß.

    Der neue Geist (neue Sichtweisen)zur GK und neuen Potsdamer Mitte, wird aber leider noch heute massiv vom alten mifigen linkspolitischen Geist der SED verbissen bekämpft.

    Aber letztendlich wird sich der neue überzeugte Geist zum alten Potsdam immer mehr durchsetzen.

    Ich vermeide aber die Bezeichnung ZEITgeist. Denn der ZEITgeist hält sich ja eigentlich immer nur ein begrenzten Zeitraum. Dinge,Ansichten,Mode,usw ...unterliegen ja oft dem (nur oberflächlichen) ZEITgeist. ZEITgeist ist in der Gesellschaft mal IN, dann aber auch bald wieder Out.Das ist bei der GK und zukünftigen Potsdamer Mitte so nicht der Fall .Die Wiederentstandene GK, Stadtschloss ,Barberini,Plögersche Gasthof usw..werden einen dauerhaften Bestand in Potsdam haben.

  • Potsdam macht das schon alles richtig. Bestimmte Dinge brauchen ihre Zeit. Und die SED verabschiedet sich immer weiter. Selbst typische DDR-Neubauviertel wie die heutige Gartenstadt Drewitz / zwischen Stern und Kirchsteigfeld / zeigen welch Gewinn an Lebensqualität möglich ist, wenn man die Autoideologie in die Mottenkiste packt und wirklich lebenswerte Umfelder schafft. Das gleiche gilt nun für die Altstadt / Innenstadt Potsdams. Jedes rekonstruierte Gebäude wird ein heilsamer Schock sein für die Anhänger sozialistischer Städte und der Banalität ihrer Bauten. Ganz wichtig ist aber auch Teilhabe. Wie soll jemand die Schönheit von Architektur für sich entdecken, wenn es sein (unbewußtes) Feindbild ist - aus Angst, alles, was bisher lieb und wichtig war, völlig zu verlieren.

    So habe ich es auch erlebt. Erst durch Teilhabe auf Augenhöhe ist ein würdevoller Umgang gegeben. Das ist durchaus ein langer Weg. Aber wenn alle dabei sind, verdammt lohnenswert.

  • Ganz wichtig, was du da sagst, Goldstein! Das Gegeneinander und Feindbilder sind destruktiv, ein empathisches Miteinander ist konstruktiv. Dass viele Menschen "Ostalgie" empfinden, liegt an einer ganzen Anzahl von Gründen. Die freuen sich auch fast alle über schönere Orte, doch es darf eben nicht mit einer Basta-Politik gegen sie passieren. Sondern gemeinsam. Ein paar Radikale gibt's wohl immer, aber um die geht's ja für das große Ganze nicht.

  • Der Wind legt inzw. die Planen frei

    KI-vergrößert. Ich muss mal die Kamera mit dem Tele-Objektiv herausholen.

    Die Krone müsste diese im Original im Potsdam-Museum sein

    Auf der rechten Seite ist schon eine Feuervase installiert

    Die Feuervase im Detail

  • Da sieht man doch deutlich, wes Geistes Kind die Stiftungschefs der evanglischen Kirche sind. Schon die schlichte Inschrift "Friedrich Wilhelm I. hat diesen Thurm nebst Garnisonkirche zur Ehre Gottes erbauen lassen" war zuviel und die Platte wurde leer gelassen. Ein Wunder, dass die Initialen des Soldatenkönigs an die Fassade gekommen sind.

    Die Platte war durch Spenden zu 100 % finanziert und wurd aus rein politischen Gründen leer ausgeführt.

    In die Reihe passt auch, dass die Krone mit Kreuz nicht vergoldet wurde.

  • Da sieht man doch deutlich, wes Geistes Kind die Stiftungschefs der evanglischen Kirche sind. Schon die schlichte Inschrift "Friedrich Wilhelm I. hat diesen Thurm nebst Garnisonkirche zur Ehre Gottes erbauen lassen" war zuviel und die Platte wurde leer gelassen. Ein Wunder, dass die Initialen des Soldatenkönigs an die Fassade gekommen sind.

    Die Platte war durch Spenden zu 100 % finanziert und wurd aus rein politischen Gründen leer ausgeführt.

    In die Reihe passt auch, dass die Krone mit Kreuz nicht vergoldet wurde.

    Man kann nur hoffen das die Spendenbereitschaft für die Garnisonkirche steigt und sich die politischen Verhältnisse nach der Kommunalwahl ändern werden. Auch wenn ich nicht erkennen kann dass die bürgerlichen Parteien aus CDU, FDP, BB einen Gegenkandidaten aufbauen. Denn dafür wird es langsam Zeit. Sonst kann der "große Versöhner" tätsächlich in eine zweite Amtszeit starten.

    Noch ist die Platte über den Eingang leer aber auch da hoffe ich, dass es sich mal ändert. Übrigens gefällt mir der Farbton des Kirchturm richtig gut.

  • Man kann die Plakette anbringen und mit dem historischen Text beschreiben, richtig wird der Inhalt dadurch trotzdem nicht. Der "Thurm wurde weder von Friedrich Wilhelm (Gott hab ihn seelig) erbaut, noch zu Ehren Gottes und (leider!) auch (noch) nicht "nebst der Garnisonkirche" erbaut.


    Man hätte hier für meine Geschmack also etwas anderes, intelligenteres schreiben können. Etwas das Frieden und Versöhnung ausdrückt oder sich zur Schönheit der Stadt verhält. Oder um ein Forumsmitglied zu zitieren: "IN DUBIO PRO RECO".

    Für die Jahreszahl gibt es dann noch die schöne Lösung beide Daten also 1735 und das Jahr des Wiederaufbaus zu nenen. Das würde ich mir doch sehr wünschen.

    Ansonsten ist es wirklich grandios, diesem eleganten Striptease Norddeutschen Barocks zuzuschauen. Danke auch an dieser Stelle für die stetigen Bilderserien!

  • Zum Glueck kann man spaeter ergaenzen noch!

    Wenn man genau hinschaut, sieht man die bereits gebohrten Löcher für die Halterungen sowohl auf der Steintafel als auch auf dem Putz links und rechts daneben. Ich denke die Inschrift wird sich später (wenn sich der Zeitgeist wieder etwas gedreht hat und die Spendenbereitschaft sich verbessert hat) noch einfach ergänzen lassen können. Die fehlende Vergoldung der Krone m.E.n. ist eher dem Prinzip der "Basisversion" geschuldet, alles was nicht unbedingt notwendig ist und Geld kostet, weglassen.

  • Also ich bin im Moment positiv gestimmt, dass dies alles nachträglich hinzugefügt wird. Hat man ja beim Berliner Schloss auch gemacht. Nur das es diesmal vielleicht länger dauern könnte...

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.