Potsdam - Garnisonkirche

  • Das beste finde ich ja überhaupt die Linke:


    Quote from PNN

    "Kritikern reicht das längst nicht. Potsdams Linke-Fraktionschef Stefan Wollenberg erklärte, weder sei eine Transparenz über die tatsächliche Finanzlage der Stiftung hergestellt, „noch liegt ein Betreiberkonzept vor, mit dem die dauerhafte Betriebsfähigkeit nachgewiesen wird.“ Dieser Umgang mit Steuermitteln sei verantwortungslos."

    Zuerst sprengt die Linke (selbe Partei aber damals noch unter altem Namen) die Kirche und dann echauffiert sie sich, dass sie mit viel Geld wiederaufgebaut wird. Im Grunde genommen sollte die Linke hier nur beschämt schweigen. "Dieser Umgang mit unserem Kulturgut ist und war verantwortungslos."

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Erst schwingen die Linken Gegner ewig die Nazikeule gegen das GK Projekt,und jetzt kommen sie mit der Steuerkeule.

    (Siehe sämtliche Facebook Kommentare).Für die Linken ist das jetzt mit den Steuern Wasser auf ihren Mühlen für ihre Argumentation gegen die GK.

    Ob die Potsdamer Linken sich auch für andere Projekte in Deutschland interessieren und so aufregen wo Steuermillionen hineinfließen und bei dem ein oder anderen Bauprojekt vielleicht tatsächlich verpulvert werden?

    Für die verbissene Linke Gegnerschaft ist die GK schon mittlerweile zum politischen Feindgebäude geworden.

    Diese linken Dauerempörten können einem jetzt schon leid tun, wenn die Kirche als ganzes erst einmal steht werden sie in lebenslanger Unruhe sein.

  • Ich habe das hier schon mehrfach gesagt, aber man muß es offenbar wiederholen: die Gegnerschaft der Sozialisten zum Projekt Garnisonkirche ist nicht das Problem. Die knapp 20 Prozent der SVV können gern bei ihrer Ablehnung bleiben, auch zusammen mit ihren noch weiter links stehenden Freunden von den Anderen.


    Entscheidend für alle gestalterische Fragen von der Garnisonkirche über das Rechenzentrum zum Kirschenschiff ist in Potsdam wie sich die SPD und die Grünen aufstellen. Hier gibt es in beiden Fraktionen vernünftige Politiker und Leute, die eher ideologisch denken.

  • Hier gibt es in beiden Fraktionen vernünftige Politiker und Leute, die eher ideologisch denken.

    Was sind vernünftige Politiker und Leute die eher idiologisch denken? Ist ein Idiologe vernünftig? Hmm?

    :/ Verstehe ich da etwas nicht? Das müssen Sie näher erklären Konstantin.

    Oder meinten Sie logisch denken? Das passt dann eher zusammen.

  • Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) hat sich am 23.06.2022 in einem Artikel mit der finanziellen Lage zum Wiederaufbau des Turms der Garnisonkirche in einem Artikel befasst.


    https://www.pnn.de/potsdam/int…nisonkirche/28451000.html


    Und welcher Name taucht in dem Artikel auf? Ja genau der, der sich auch mit dem Wiederaufbau des Berliner Schlosses nicht zufrieden gibt. Es handelt sich um den Professor für Architekturtheorie aus Kassel.

  • Was sind vernünftige Politiker und Leute die eher idiologisch denken? Ist ein Idiologe vernünftig? Hmm?

    :/ Verstehe ich da etwas nicht? Das müssen Sie näher erklären Konstantin.

    Das haben Sie in der Tat nicht verstanden. Lassen Sie mich Konstantindegeer s Satz noch einmal umformulieren:


    Hier gibt es in beiden Fraktionen vernünftige Politiker. Und es gibt in beiden Fraktionen Leute, die eher ideologisch denken.

  • Dieser Architekturtheoretiker hat es sich wohl zur Lebensaufgabe gemacht Rekos nicht nur permanent Kritisch zu sehen sondern sie nach seinen Möglichkeiten auch zu verhindern.

    OK,wenn er mit seiner Kämpferischen und unerbittlichen Haltung zu Rekos glücklich und zufrieden ist, soll er es weiterhin tun.Manche Menschen sehen eben ihre Bestätigung und Befriedigung nur im Streit.

  • Hier gibt es in beiden Fraktionen vernünftige Politiker. Und es gibt in beiden Fraktionen Leute, die eher ideologisch denken.

    Ich würde noch einen Schritt weiter gehen:


    Meine Hoffnung ist, dass mehr und mehr selbst ideologisch denkende Menschen bei nicht von Natur aus ideologischen Themen wie Architektur beschließen, sich den Luxus einer lediglich an Ästhetik orientierten Meinung zu gönnen.


    Zumindest wäre das meine Story, wenn ich bei Potsdamer Entscheidern für eine vollständige Reko der Garnisonkirche werben könnte.

    _______________________________________
    Gutmensch = Gut gemeint, nicht zuende gedacht, schlecht gemacht

  • Leute wie dieser Oswalt sind echt das Allerletzte. Da ätzen sie über viele Jahre hinweg gegen das Bauprojekt, bei dem es den allermeisten Freunden und Spendern nur um die Ästhetik im Städtebau gehen dürfte. Äußern öffentlich die Behauptung/Beleidigung, daß die Gönner von Rekonstruktionsprojekten im rechten Milieu anzutreffen seien, und tun dann am Ende noch so, als wären sie völlig verwundert, weil die Spendenbereitschaft zurückgegangen ist.


    Dabei ist es doch genau das Ziel solcher Leute, mit allen dreckigen Mitteln eine jede Rekonstruktion zu verhindern und zu bekämpfen.


    Als Architekten und Professoren für Architekturtheorie, haben Menschen wie die Herren Trüby & Oswalt sicher noch genügend Raum in der zeitgenössischen Baukunst, um sich so richtig auszutoben.


    Die Menschen (wie ich) spenden ihr Geld für solche Baumaßnahmen aus Liebe. Weil sie ihre Städte verschönern und in einem sehenswerten Umfeld leben möchten.


    Da muss man sich nicht unbedingt die wenigen erfolgversprechenden Reko-Projekte zum Feindbild nehmen. - Leben und leben lassen. Der Großteil der Bevölkerung muss auch mit massenhaft Architektur von der Stange klarkommen, ohne jeden einzelnen Bau zu bekämpfen. Also sollten auch Leute, die kein Freund von Wiederaufbau und Rekonstruktion sind, eine gewisse Toleranz walten lassen.

  • Och, nö, der Sauerbruch gleich am Anfang. Seit dieser sich fast schon abfällig über Frau Kahlfeldt nach ihrer Berufung geäußert hatte, will ich von dem nichts mehr hören... Oder sehen, denn seine Architektur finde ich auch nicht gerade gelungen. ;)

    Bin gerade bei Oswalt's Ansprache angelangt. Mensch, wie der sich über das Thema ereifert. Seine Stimme bricht, ihm geht die Luft aus...

    Nachtrag:
    Du meine Güte, was geht denn mit Herrn Braunfels (Architekt vieler Bundesgebäude) ab? :lachen: Erst erklärt er langatmig, wie wunderschön doch der einstige Kirchturm war, und wie peinlich moderne Kirchtürme wären, was mich durchaus von ihm überrascht hat, und dann macht er plötzlich eine 180° Drehung und möchte diesen Turm doch lieber als Ruine aufbauen, weil das doch noch viel schöner wäre.
    Das Herr Sauerbruch, der offenbar mit Braunfels gut bekannt zu sein scheint, diesen dann noch abwürgen wollte, und Braunfels empört einfach fortfuhr, und noch schnell jedes mögliche Wort reinquetschen wollte, war echt Comedygold.

    Tschuldigung, noch ein Nachtrag:
    Da scheint aber ein größerer Teil der Diskussion zu fehlen. Es werden immer wieder Aussagen von Diskutanten angesprochen, die aus meiner Sicht gar nicht stattgefunden haben. So scheint ein ganzes Segment zu fehlen, in dem über andere Rekonstruktionsvorhaben gesprochen wurde. Hätte mich sehr interessiert.

  • Danke für den Link zur Diskussion! Ich hoffe, dass möglichst viele Bürger sich das ansehen und sich danach ihre Meinung bilden. Ich fand die Diskussion zum Schluss am interessantesten!


    Der beste war aus meiner Sicht der mit dem Wiederaufbau beauftragte Architekt! Ruhig, sachlich und sichtlich verwundert über soviel Inkompetenz auf der Gegenseite. Herr Oswalt war wie gewohnt unsachlich, geifernd und ist sicherlich der schlechteste Opponent für seine Sache. Frau Hüneke hat Oswalt nach seinen an den Haaren herbeigezogenen Anwürfen auf offener Bühne ins Gesicht gesagt, dass sein Auftritt unwürdig war!


    Jedenfalls eine aufschlussreiche und sehenswerte Diskussion für alle, die sich noch ein Bild machen möchten!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Ja, vielen Dank, Herr Herrmann, für diese Quelle!


    Ich fand den 18-Minuten-Monolog von Philipp Oswalt sehr aufschlussreich. Mein Eindruck: Er hat sich eine Welt erschaffen, innerhalb derer er schlüssig argumentiert. Das Problem ist, dass seine Grundannahmen unbewiesen sind. Wie der Lateiner sagt: "Ex falso quodlibet". Oder wie ich es im (Mathematik-)Studium gelernt habe: Aus einer falschen Aussage kann man alles folgern. Die Beweiskraft ist aber gleich Null.


    Um nicht abstrakt zu bleiben: WENN man als gegeben hinnimmt, ...

    dass die Symbolik eines Ortes essenziell ist,

    UND dass drei Tage im Laufe der Jahrhunderte reichen, um einen Ort bzw. einen Bau negativ zu belasten

    UND dass Preussen böse war

    UND dass eine Rekonstruktion zwingend ein "Lernort" werden muss

    UND dass eine originale Rekonstruktion nicht als Lernort geeignet ist
    UND dass jede Initiative durch Mitglieder mit rechter Gesinnung automatisch diskreditiert wird

    UND dass etwas automatisch schlecht wird, wenn ein Nazi es lobt

    (und noch ein paar andere fragwürdige Annahmen),

    DANN ist die Argumentation von Herrn Oswalt natürlich schlüssig.


    Den Beweis der Richtigkeit seiner vielen Annahmen bleibt er aber vollumfänglich schuldig. Bei einem solchen Versuch würde er wohl auch heftig ins Schwitzen geraten...

    _______________________________________
    Gutmensch = Gut gemeint, nicht zuende gedacht, schlecht gemacht

  • Bemerkenswert fand ich die Information von Herrn Sauerbruch: es gibt nur ein einziges Foto des GröFaZ vor der Garnisonkirche aus den 12 Jahren des tausendjährigen Reiches.

    Bemerkenswert auch sein Hinweis, dass sich (nahezu) alle anwesenden Abgeordneten anstellten, um den Händedruck des Herrn Reichspräsidenten entgegennehmen zu dürfen.

    Unter dieser Prämisse ist die Annahme, die Garnisonkirche werde wegen ihrer schicksalhaften Historie zu einem neuen Wallfahrtsort rechtsextremer Zeitgenossen noch unwahrscheinlicher, als sie es ohnehin ist.

    Bemerkenswert auch verschiedene Ausführungen zum architektonischen Bruch am Kirchenschiff - 2019.

    Bei Herrn Schaeffer werde ich mal nachfragen müssen, warum er trotz des Hinweises auf spätere Generationen und deren Entscheidungen (abhängig von der weiteren Meinungsentwicklung in der Stadtgesellschaft) ein verbindliches Statement bezüglich des Kirchenschiffs einforderte.

    Wäre Frau Kuster nicht im Publikum gewesen, dann hätte ich tatsächlich vermutet, dass die Besucher sorgfältig hinsichtlich ihrer Widersacher-Auffälligkeit ausgewählt wurden.

  • Martintre Du unterstellst der heutigen Gesellschaft ein logisches Urteilsvermögen, das mittlerweile noch nicht einmal ein Großteil der Akademiker mehr hat. „Gefühlt“ wird Oswalt eine Mehrheit zustimmen, weil all diese Aussagen unhinterfragbaren Wahrheitscharakter haben. Das weiß Oswalt sehr gut. Daher kann er problemlos seine Argumentation darauf aufbauen. Leise Kritik wird er womöglich noch dulden, aber wer diesen Dogmen allzu vehement widerspricht, macht sich „moralisch verdächtig“. Von dieser vehementeren Kritik wird dann medial ein Reizwort herausgepickt und veröffentlicht- woraufhin diese Person aus der Öffentlichkeit verschwindet oder mindestens mit dem Attribut „umstritten“ versehen wird. Natürlich wäre mir eine rationale Debatte auch lieber, aber die Realität sieht leider anders aus.

  • Wäre Frau Kuster nicht im Publikum gewesen, dann hätte ich tatsächlich vermutet, dass die Besucher sorgfältig hinsichtlich ihrer Widersacher-Auffälligkeit ausgewählt wurden.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Publikum selektiv war und nicht der normalen Bevölkerungsbandbreite entsprechen würde.
    So wie es sich anhörte (man korrigiere mich, falls ich falsch liege), waren es ja auch die Garnisonkirchen-Gegner, welche die Befürworter zu dieser Diskussion eingeladen bzw. aufgefordert hatten. Die Gegner hatten also Heimspiel und waren ganz klar in der Überzahl, auf dem Podium und im Publikum.
    Ich habe Hochachtung für die Befürworter, die sich hier in die Höhle des Löwen gewagt haben, und sich teils übel persönlich haben angreifen lassen müssen, vom Podium und dem Publikum.
    Ich finde es immer wieder interessant zu beobachten, wie giftig und unsachlich gerade immer die Moralapostel bei solchen Diskussionen vorgehen.

  • Dass so jemandem mit einer dermaßen grauslichen Vergangenheit überhaupt eine Plattform geboten wird?! Das adelt jedenfalls jeglichen Einsatz für die Garnisonskirche und der Kirchturm wird wunderbar werden! Ich freue mich schon gewaltig darauf!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)