Potsdam - Garnisonkirche

  • Das große Warten auf die 4,5 Mios vom Bund.

    Nun, dann war das Warten gar nicht so groß... Scheint auch so, dass man die Bedenken des Rechnungshofs "neutralisieren" konnte, bzw es interessiert die "Bundesbeauftragte" nicht sonderlich...

  • Nun, dann war das Warten gar nicht so groß... Scheint auch so, dass man die Bedenken des Rechnungshofs "neutralisieren" konnte, bzw es interessiert die "Bundesbeauftragte" nicht sonderlich...

    Ich gehe davon aus, daß die KSM aufgrund der Antragslage der Stiftung und der Beschlußlage des Bundestages gar nicht anders konnte. Die Vorstellung mit einer 80-prozentigen Bauruine dazustehen. Es ist aber auch egal: der Zuwendungsbescheid ist da.

  • Auch wenn es ganz schwer OT ist - ich mag sie trotzdem nicht.

    Sie hat auch keine eigene Entscheidungsgewalt - was der Bundestag beschlossen hat, das hat sie umzusetzen. Egal, ob sie "da ran will" wie beim Humboldt-Forum oder "großzügig" ist wie bei der documenta - ihre privat-persönliche Einstellung hat keinerlei Auswirkungen auf die auszuführenden "Befehle".

  • Und wie bekommen wir es im zweiten Schritt hin, eine positive Stimmung zu erzeugen? Denn nur so können wir mehr Spenderinnen und Spender erreichen.


    Wie schaffen wir es eine positive Grundstimmung zu erzeugen. Denn an der Garnisonkirche fehlt ja noch einiges (Schmuck, Vasen und Gesims). Auch dafür wird Geld benötigt.


    Ist eigentlich jemand aus dem Forum, nach dem Führungswechsel, der FWG beigetreten?

  • Bedeutet also dieser Millionenzuschuss, dass die Spitze gebaut wird?
    Und ich nehme an, dann fehlen noch immer ein paar Milliönchen für den restlichen Fassadenschmuck?
    Vielleicht kann man sich ja mal mit Herrn von Boddien zusammentun, der offenbar gut wusste, ordentlich Promo zu machen und große Mengen an Geld in relativ kurzer Zeit einzunehmen. Und bald ist man beim Berliner Schloss ja auch am Ziel angelangt.
    Ich finde es immer noch Wahnsinn, wie der Mann das angestellt hat, und eine absolute Schande, dass dies nicht mehr gewürdigt wird.

  • 1. Ja, mit dem Geld soll die Turmhaube finanziert werden.


    Siehe hier:

    Bund fördert Garnisonkirche mit weiteren 4,5 Millionen Euro

    https://www.pnn.de/potsdam/fri…lionen-euro/28443748.html


    (Das Geschmäckle dieses PNN-Artikels ist übrigens, dass suggeriert wird, dass das Geld von Claudia Roth direkt käme. "Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) gibt weiteres Geld", heißt es. "Trotz Kritik von vielen Seiten fördert die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth (Grüne), das Großvorhaben mit weiteren 4,5 Millionen Euro", steht an anderer Stelle. Dabei handelt es sich nicht um das private Geld von Roth, sondern Geld des Steuerzahlers, das nur von Roths Ministerium verwaltet wird.)


    2. Nach dem Streit um das Berliner Schloss werden sich die Potsdamer höchstwahrscheinlich erst mal zurückhalten, mit Herrn von Boddien zu kooperieren. Schließlich wollen gerade die Garnisonkirchen-Leute nicht weiter ins Fadenkreuz von Leuten wie Oswalt und Co. geraten. Das ist zwar traurig, aber ein Resultat der Wühlarbeit.


    3. Fassadenschmuck kann auch peu a peu ergänzt werden. So wird es ja beim Potsdamer Stadtschloss mit den Dachskulpturen auch gemacht. Eile mit Weile, immer mal etwas Zier, wenn Geld im Topf eingetrudelt ist. Dazu bedürfte es wohl auch der direkten Ansprache solventer Personen, die in Potsdam leben.


    -----------


    Was mich interessiert: Wenn jetzt die Turmhaube finanziell gesichert ist, wann ist mit ihrer Errichtung zu rechnen?

  • Die Angriffe von Oswalt & Co. laufen auch ohne eine "Kooperation" mit Boddien - der hat im übrigen in Berlin noch genug zu tun.


    Natürlich kann man den Bauschmuck "peu à peu" ergänzen. Es ist nur viel teurer.


    Ob jetzt "die Turmhaube finanziell gesichert" ist steht in den Sternen: dazu müsste man die Leistungen erstmal ausschreiben. Alel Kostenschätzungen des letzten Jahres sind doch hinfällig. Da kann ja erst ein den nächsten Monaten geschehen und wird dauern.

  • Das Kreuz auf dem Turm wird aber sicher noch für Diskussionen sorgen.

    Wird es nicht, da der Turm eine Kirche ist. Im Turm gibt es eine Kapelle der evangelisch-lutherischen Kirche. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum Humboldt Forum.


    Es ist gut, dass die Arbeiten am Turm weitergehen. Ich denke, dass der Turm durch seine Präsenz im Stadtraum eine positive Wirkung entfalten wird. Neben der Fertigstellung des Turmes wird der Abriss des Rechenzentrums der wichtigste nächste Schritt sein. Das RZ blockiert jede vernünftige Entwicklung an der Ecke Breite Straße / Dortustraße. Weg mit dem kommunistischen Büroklotz!

  • Wird es nicht, da der Turm eine Kirche ist. (...)

    Das war auch nicht ganz so ernst gemeint und eine Anspielung auf "Da will ich ran", von Claudia Roth. - Obwohl ich in der heutigen Gesellschaft mittlerweile selbst das Weglassen des Kreuzes nicht mehr für unmöglich halte.


    Doch man kann echt froh sein, daß der Bau schon so weit fortgeschritten ist. Außerdem fände ich es recht peinlich, wenn nicht wenigstens der Turm vollendet wird. Denn schließlich rechnet auch die Queen fest damit und freut sich auf den Einbau ihres Steines. :wink:


    https://www.tagesspiegel.de/im…g/11944032/3-format43.jpg

  • Wird es nicht, da der Turm eine Kirche ist. Im Turm gibt es eine Kapelle der evangelisch-lutherischen Kirche. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum Humboldt Forum.

    Das Berliner Schloss hatte auch eine Kapelle in der Kuppel (und was für Eine). Die Säkularisierung und die Diskrepanz zw. Innen und Außen waren politische Entscheidungen.


  • Es hatte eine Kapelle, wie Du richtig schreibst (jedoch war es nicht ausschließlich eine).


    Aussen nimmt man es zuerst als Schloss wahr.

  • Denn schließlich rechnet auch die Queen fest damit und freut sich auf den Einbau ihres Steines. :wink:

    Ich würde dieses Beispiel echt mit Vorsicht behandeln. Der Stein mit dem Namen von Elisabeth II. war ein PR-Coup der damaligen Potsdamer Bundestagsabgeordneten Katherina Reiche. Königin Elisabeth hat den Stein für wenige Minuten in der Hand gehabt, und ich bezweifle, dass sie früher als 10 Minuten davor überhaupt wusste, was auf sie zukommt. Und 10 Minuten später hat sie es schon wieder vergessen. Die sich mir aufdrängende Vorstellung, dass sie in Schloss Windsor alle 10 Minuten auf den Klingelknopf drückt und fragt, ob die Garnisonkirche wohl endlich fertig sei, ist ein wenig absurd...

    Aussen nimmt man es zuerst als Schloss wahr.

    Naja, gerade wegen des Kuppelkreuzes und der Inschrift nimmt man die Kuppel eben doch als Kapelle wahr - oder wundert sich zumindest, was die religiöse Symbolik auf einem Schloss zu suchen hat.

  • Ich würde dieses Beispiel echt mit Vorsicht behandeln. Der Stein mit dem Namen von Elisabeth II. war ein PR-Coup der damaligen Potsdamer Bundestagsabgeordneten Katherina Reiche. Königin Elisabeth hat den Stein für wenige Minuten in der Hand gehabt, und ich bezweifle, dass sie früher als 10 Minuten davor überhaupt wusste, was auf sie zukommt. Und 10 Minuten später hat sie es schon wieder vergessen.


    Wenn du glaubst, die Queen lässt sich (bzw. man lässt die Queen sich) einfach mit jedem Stein in Verbindung bringen und ablichten, der ihr in die Hand gedrückt wird, liegst du aber falsch. Das Prozedere um sie herum ist bis ins kleinste Detail vorausgeplant und wird auch so eingehalten.
    Macht sie sich große Gedanken um die Garnisonkirche? Sicher nicht. Ich bezweifele stark, dass sie sich im Nachhinein große Gedanken um 99% aller Anlässe macht, für die sie sich (bzw. man sie) hergegeben hat. Heißt aber nicht, dass das jetzt alles Unsinn und wertlos ist und man die symbolische Steinspende diskreditieren muss. Überlassen wir das doch mal denen, die sowieso schon tagtäglich den Wiederaufbau diskreditieren. ;)

  • (...) Die sich mir aufdrängende Vorstellung, dass sie in Schloss Windsor alle 10 Minuten auf den Klingelknopf drückt und fragt, ob die Garnisonkirche wohl endlich fertig sei, ist ein wenig absurd... (...)

    Das ist eine echt lustige Vorstellung. Aber das zwinkernde gelbe Mondgesicht hinter meiner Anmerkung sollte verdeutlichen, daß ich es nicht ernst meine. Mir ist schon klar, daß die Queen nur zur Tea Time klingelt.

  • Naja, gerade wegen des Kuppelkreuzes und der Inschrift nimmt man die Kuppel eben doch als Kapelle wahr - oder wundert sich zumindest, was die religiöse Symbolik auf einem Schloss zu suchen hat.

    Nimmt man wahr? Ich denke, das Schlosskenner die Kuppel mit ihrer Inschrift und Kreuz als Kapelle sofort erkennen aber nicht der Durchschnittsbesucher bzw Tourist der sich nicht weiter in die Schlossgeschichte vertieft.