Potsdam - Garnisonkirche

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    Die Mehrzahl der gestellten Fragen werden ausweichend bis gar nicht beantwortet. Die Stiftung räumt lediglich ein: „Nach Grundsatzentscheidungen wären natürlich zahlreiche Details zu Grundstücksangelegenheiten, finanziellen Fragestellungen, juristischen Zusammenhängen, aber auch bauordnungsrechtlichen Fragen zu beraten.“

    Man müsste diesbezüglich jedes einzelne Mitglied des Kuratoriums der Stiftung "befragen", welchen Anteil er/sie/es an diesem Kompromiss hat.

    https://garnisonkirche-potsdam…g-garnisonkirche-potsdam/

    Ob auf der Seite tatsächlich alle aktuellen Mitglieder des Kuratoriums benannt sind oder ob hier zB auf Grund schlechter Pflege der Seite möglicherweise veraltete Angaben stehen, habe ich jetzt nicht nachgeprüft.

    Die Rolle von Herrn Schubert scheint aber in jedem Falle so ausgerichtet zu sein, dass sich sein Einsatz direkt gegen die Satzung der Stiftung richtet. Insgesamt möchte ich mal ganz salopp formulieren, dass er den Eindruck erweckt, dass Verträge, die vor seiner Amtszeit geschlossen wurden, nicht unbedingt bindend für ihn sind.

  • Du liebe Güte, wenn es jetzt noch in das militärische Museumsgut in unterschiedlichen Museen geht, wo soll es noch enden 🤭, dann müßte ja das halbe Zeughaus in Berlin beräumt werden oder das Arsenal in Wien komplett. Aber die Wiener würden sich wahrscheinlich an die Stirn fassen über soviel ( ich sage es mal deutlich) Idiotie.

  • https://m.pnn.de/potsdam/sonde…sioRquhzL0lOLgV-5ABRS3Hi4

    Das Thema hat ja eine beeindruckende Begründung seitens des OBM.

    Während kürzlich ein Herr Müller "aus seinem Keller heraus" in offensichtlicher Unkenntnis der Lage verlautbarte, das Stiftungsziel Wiederaufbau der Garnisonkirche könne schon deshalb nicht erreicht werden, weil das Stiftungskapital bei weitem nicht ausreichend sei, ließ Herr S nun wohl in der Sitzung des Hauptausschusses die Katze aus dem Sack.


    Quote

    Denn ohne beschlossenen Kompromiss müssten „im schlimmsten Fall“ bis Ende 2023 die Nutzer des Kreativhauses Rechenzentrum ausziehen – während die Stiftung voraussichtlich nicht genügend Mittel für ein eigenes Kirchenschiff habe, also der Turm und daneben über Jahre eine Ruine des zu DDR-Zeiten errichteten Rechenzentrums stehen bliebe.

    Ob er tatsächlich RUINE im Zusammenhang mit dem Rechenzentrum gesagt hat, sollte man ernsthaft hinterfragen. Denn für den Erhalt einer Ruine derartigen Einsatz zu zeigen und derart hohe finanziellen Aufwand betreiben lassen zu wollen - nun ja, vernünftig klingt anders.

  • ,,im schlimmsten Fall"??? In welchen schlimmsten Fall?Diesen Nutzern steht wenn alles nach Plan läuft dann eine nagelneue Nutzungsstätte zu Verfügung.Dieses neue Kreativquartier geht bei der gegenwärtigen hitzigen Diskussion völlig unter.Obwohl es eigentlich sehr wichtig ist im Zusammenhang mit diesen Kreativen und altem RZ.Raus aus dem alten RZ müssten sie ja sowieso wenn es Saniert werden sollte.(was ich nicht hoffe)

    Aber wir müssen uns so wie es aussieht von der Vorstellung historisches Kirchenschiff verabschieden.Es läuft alles darauf hinaus das auf jeden Fall ein(ich hoffe dann möglichst zurückhaltender)moderner Neubau an seine einstige Stelle entstehen wird.

  • Es läuft alles darauf hinaus das auf jeden Fall ein(ich hoffe dann möglichst zurückhaltender)moderner Neubau an seine einstige Stelle entstehen wird.

    Dann sollte man lieber darauf hinarbeiten, dass da gar nichts gebaut wird und so den Platz für spätere Zeiten freihalten.

  • Dann sollte man lieber darauf hinarbeiten, dass da gar nichts gebaut wird und so den Platz für spätere Zeiten freihalten.

    Philon,den Platz freihalten für spätere Zeiten wird nicht geschehen.Der OB ist interessiert das diese Stelle des einstigen Kirchenschiffs so schnell wie möglich(modern) bebaut wird,damit die weitere Diskussion Historisches Schiff endgültig erledigt ist.

  • Ihr Leute, vergesst es, dieser Zug ist abgefahren. Das historische Kirchenschiff wird nicht kommen. Der Bau ist zu sehr belastet, bzw. auf der anderen Seite einfach auch nicht überzeugend genug von der künstlerischen Seite.

    Ich finde, man sollte sich ein Beispiel an der Dresdner Dreikönigskirche nehmen: außen historisch, innen multifunktional-modern.


    Man sollte aber auf jeden Fall darauf dringen, dass der evtl./wahrscheinlich neue Außenbau dem alten stark ähnelt: Gliederungen, Materialität (!!), hohes Dach (in das wiederum viele Funktionen reingehen, siehe Dresden)


    Ich halte dies nicht für sinnlos, in dieser Richtung weiter zu kämpfen. Jedes moderne "Schiff"/Neubau neben dem Turm wird sich ästhetisch diesem stellen und mit diesem auseinandersetzen müssen, wenn man nicht völlig der Peinlichkeit verfallen will.

    In dieser Hinsicht sehe ich angesichts der schwierigen, von Konstantin angesprochenen Kostenfrage auch den Erhalt des RZ immer noch nicht als endgültig.


    "Non mollare"!

  • Resurrectus

    Was heißt denn "der Bau ist zu sehr belastet"?
    Mitnichten kann man einem Bau eine Belastung zusprechen - es sind Menschen, die die Umgebung von Bauwerken für der Menschheit mehr oder weniger dienliche Maßnahmen genutzt haben.
    Es ist also kein Fehler, den von mir weiter vorn "gedachten Fahrplan" mit einem eventuellen Baubeginn des Schiffs ab/nach 2030 weiterzuverfolgen UND eine mahnende Funktion durch aktive Botschaften im Kontext der "Mißbrauchszeiten" zu integrieren. Das muss nicht zwingend durch einen architektonisch herbeigeführten "Bruch" an/in der Gebäudehülle erfolgen - das kann man durch aktive Gestaltung geeigneter Innenbereiche tun.
    Es ist doch jedweder historischen Betrachtung völlig abträglich, wenn man die frühere Bedeutung der Kirche als solche unter Anwendung unserer heutigen moralischen Ansprüche bewertet. Diesem wissenschaftsfernen Unsinn sollte man entgegentreten.
    Material und Formsprache moderner Gebäude wirken einfach nur leer, weil man mit den klaren Linien der Kubatur auch die "klaren Linien aka engen Grenzen des Alltags" widerspiegelt. Ja ja - die gute alte Zeit, als man von seinem tristen Alltag wenigstens noch durch die Institution Kirche und durch den Anblick schicker Gebäude abgelenkt wurde, die wird nicht wiederkommen (könnte Spuren von Ironie enthalten!!).

    Philon
    Leider scheint die Option "Überlassen wir doch die Gestaltung des Schiffs späteren Generationen" völlig ausgeblendet zu werden. Im Facebook-Diskussionskreis geht dies soweit, dass die "jüngeren" Diskutanten den Mitteschön`s unverblümt entgegnen, dass ihre Zeit abgelaufen sei und sie sich demzufolge aus diesen Diskussionen rauszuhalten haben.


    Herr Herrmann

    Leider übersieht der "laute gegnerschaftliche Teil der Stadtgesellschaft" bei den Wünschen des OBM`s, dass all dies Geld kosten wird - viel Geld, das nicht so schnell aufzutreiben sein wird, wie es für eine gewünschte schnelle Bebauung notwendig wäre. LEIDER wird es wahrscheinlich so sein, dass das Scheitern dieses "Änderungsprojektes" erst dann bemerkt wird, wenn es viel zu spät ist. Es schwingt einfach zuviel Unvernunft von allen Seiten mit hinein.
    Ungeheuerlich darüber hinaus ist für mich die Wortmeldung des Herrn Heuer als Vorsitzender der SVV, der zur Abmilderung des Themas "städtisches Geld für den Wiederaufbau der Garnisonkirche" von einem symbolischen Euro als Erbpachtzins sprach.

  • Ich finde es lächerlich das nicht einfach 1 Kirche "originalgetreu" (endlich mal bitte!!) wiederaufgebaut werden könnte ohne "hysterische Idioterie" von einer Minderheit. Die Kirche selbst hatte nie Schuld, das waren Menschen.

    Ein vernünftiger Kompromiss könnte sein: Wiederaufbau der originale Kirche und benutzung von Allen.

  • .....

    Ein vernünftiger Kompromiss könnte sein: Wiederaufbau der originale Kirche und benutzung von Allen.


    Dies halte ich für keinen vernünftigen Kompromiss, weil eine Kirche per se kein Profanbau ist.
    Eine Möglichkeit bestünde in der Wiederherstellung des Kirchenbaus gegebenenfalls unter Reduzierung der Ornamentik mit der Selbstverpflichtung der (evangelischen) Kirche zur Einrichtung von Gedenk- und Erinnerungs-/Aufklärungsräumlichkeiten über die historische Nutzung im Kontext der damaligen Zeiten, welche wiederum (unter Umständen auch gegen "Eintritt" oder ähnliches Salär) auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden sollte.
    Ob darüber hinaus durch die Innengestaltung des Schiffs auch Versammlungsmöglichkeiten angeboten werden können oder sollen, das sollte wiederum der Kirche als Institution überlassen bleiben.

  • newly: ich bedanke mich für deinen Hinweis, dass die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) schneller gewesen ist und noch vor Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) darüber berichtete.


    Bitte habe aber Verständnis, dass ich Artikel die hinter der Bezahlschranke liegen in meine Beiträge nicht verlinke. Denn hier erkennt man meist nur die Überschrift und wir hier im Forum spekulieren dann, was in dem Artikel stehen könnte.


    Was das bewirkt hat, sieht man im Thread "Berliner Schloss". Es gab im Jahr 2021 ein Bericht über das Berliner Schloss (Berliner Schloss taugt als Nazi-Falle). Dieser Bericht war aber bloß für Spiegel Plus Leser abrufbar. Man hat in diesem Thread aber eine Diskussion ausgelöst, nur über die Überschrift, was die Moderatoren dann zum Glück eingedämmt haben. Denn die Emotionen sind wieder über das Ziel hinausgeschossen. Eine sachliche Diskussion konnte zum Schluss nicht mehr geführt werden.


    Ich bedanke mich deswegen bei Konstantindegeer für seine Beiträge und potsdam-fan für schöne Bilder.

  • Meister Lampe

    Grundsätzlich hast du natürlich Recht.

    Nur wurden hier von der MAZ neben der Überschrift ja noch zwei Sätze, in denen der Inhalt quasi zusammengefasst wurde, mit freigegeben.

    Ich wüsste nicht woraus hier eine "falsche Diskussion" entstehen sollte. Es war ohnehin nur als Kurzinfo gedacht, zumal die MAZ im Vergleich zu den PNN die bedeutendere Zeitung für Potsdam ist.

  • Meister Lampe

    Grundsätzlich hast du natürlich Recht.

    Nur wurden hier von der MAZ neben der Überschrift ja noch zwei Sätze, in denen der Inhalt quasi zusammengefasst wurde, mit freigegeben.

    Ich wüsste nicht woraus hier eine "falsche Diskussion" entstehen sollte. Es war ohnehin nur als Kurzinfo gedacht, zumal die MAZ im Vergleich zu den PNN die bedeutendere Zeitung für Potsdam ist.

    Ob jetzt die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) die bedeutendere Zeitung ist, kann ich nicht beurteilen. Nur ist es eben immer schön, wenn man neben der großen Überschrift auch den Rest des Beitrags lesen kann und das ist hier nicht gegeben. Sicher dienen diese drei Zeilen als Kurzinfo aber es ist doch immer schön, wenn man den kompletten Beitrag lesen kann.


    Leider geben uns die Tageszeitungen immer noch nicht die Möglichkeit einzelne Artikel abzurufen. Ich wäre bereit kleines Geld zu zahlen, wenn man einzelne Artikel abrufen könnte und nicht gleich ein Abo abschließen muss.


    Übrigens gibt es auch zwei interessante Beiträge auf "mitteschoen.de".


    Konstantindegeer: du hattest weiter oben erwähnt, dass eine Zustimmung zu dem Kompromiss innerhalb der SVV garnicht so sicher sei. Nun ich gehe davon aus, dass die Grünen, Linken, SPD und die Anderen für den Kompromiss stimmen werden. Die anderen Fraktionen werden dagegen stimmen aber wahrscheinlich überstimmt.

  • Meister Lampe nochmals mein Hinweis auf das Zitat mit dem Kernsatz des Artikels der MAZ.

    Wer von den Stadtverordneten sollte bei dieser undurchsichtigen Konstellation ernsthaft für diesen Kompromiss sein? Einen Fraktionszwang gibt es nicht.

  • Blicken wir mal auf die Abstimmung der Stadtverordnetenversammlung (SVV). Es wird entscheident sein ob die Abstimmung geheim oder öffentlich ist.


    Die Fraktion "die Andere" und auch die Fraktion "die Linke" werden für den Kompromiss stimmen. Auch die Grünen (ehemalige Friedensbewegung) werden für den Kompromiss stimmen. Und die Mitglieder der SPD werden auch für den Kompromiss stimmen, denn sonst würde man ja dem eigenen Oberbürgermeister in den Rücken fallen und sich wahrscheinlich hinterher erklären müssen. Sollte die Abstimmung geheim sein, kann das natürlich ganz anders aussehen.

  • Ob jetzt die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) die bedeutendere Zeitung ist, kann ich nicht beurteilen.

    Die MAZ hat eine Auflage von rund 90.000 (die Potsdamer Tageszeitung rund 20.000), die PNN rund 8200.

  • https://www.pnn.de/potsdam/deb…esellschaft/27962922.html


    Dieser sogenannte Kompromiss findet scheinbar mit der Zeit mehr und mehr Befürworter.

    Für einen Aussenstehenden wird das Ganze langsam immer Komplizierter.🙈

    In dem Text geht es um ein Schreiben von 10 Leuten ( in Worten: ZEHN) - da kann man kaum "mehr und mehr" herbeireden.

    Jetzt sollte erstmal hinterfragt werden, ob die 3 "Anstifter" dieses Kompromisses aus dem Kuratorium der Stiftung überhaupt berechtigt waren, einen solchen - dem Stiftungsziel komplett zuwiderlaufenden - Vorschlag aus der Funktion heraus zu formulieren und zu veröffentlichen.

    Es wird da einiges an Porzellan noch zerschlagen werden, zumal auch die ursprünglichen Grundstückskaufverträge inklusive "Nebenvereinbarungen" im vollen Wortlaut herangezogen werden müssen. Bis jetzt ist es noch recht nebulös - aber wenn die Stadt gegen ihre Pflichten aus dem Kaufvertrag mit der ARAG verstößt, wird es möglicherweise auch dort Sanktionen geben können.

    Der Grundzweck der Ersteigner sollte hoffentlich nicht so einfach zu unterlaufen sein.

    In Anbetracht der Würdigung des Gesamtwirkens des OBM fällt ihm dieses ständige Lavieren und "Neu-Denken" möglicherweise auch so stark auf die Füße, dass es für eine Weiterführung seiner Funktion nicht mehr reicht.


    Zugegeben - ziemlich stark formuliert von mir - - - - aber unbestätigten Gerüchten zufolge hat er den "bedingungslosen" Rückhalt in keiner Fraktion der SVV.

  • Die Sache ist noch gar nicht gelaufen: es ist strittig, ob das Kuratorium der Stiftung überhaupt so handeln durfte, da das dem Stiftungszweck widerspricht. Politisch ist es auch nicht in trockenen Tüchern.


    Ich war aus Interesse als Zuschauer bei der außerordentlichen Sitzung des Hauptausschusses. Die CDU und FDP waren gegen Schuberts Vorschlag, die „Andere“ erwartungsgemäß dafür.


    Schon in der SPD sollen aber viele gegen den Erhalt des Rechenzentrums sein, zumal es ab nächstem Jahr ja nebenan im neuen Kreativquartier eine neue Bleibe für die Künstler geben soll, mit für 20 Jahre garantierten Mieten und mehr Fläche als im RZ.

    Einer der Herren von der SED war gegen den Plan und gegen die Eile des Oberbürgermeisters. Er wollte den neuen Plenarsaal der StVV im Innenhof des Stadthauses bauen lassen, wie es geplant ist, und nicht an die Plantage umziehen. Der Dame von den Grünen gefiel vor allem die Idee, einen Kompromiß gefunden zu haben.


    Es wurde auch so getan, als werde mit dem vorliegenden Plan noch gar nichts über die Gestalt des Gebäudes festgelegt. Das stimmt aber nicht, denn ob dann ein Glaskasten in der Kubatur des Rechenzentrums neben dem Turm steht, oder ein Betonklotz – es ist städtebaulich verdorben, wenn das Rechenzentrum nicht verschwindet, und die Kirche bleibt ohne Schiff ein Torso.


    Sollten sich die Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens von Stiftung und FWG erhärten, werden die Abgeordneten auch aus den eigenen Reihen Schuberts Plan nicht zustimmen. Es bleibt spannend.