Potsdam - Garnisonkirche

  • Um die Wartezeit bis zum Baubeginn zu verkürzen, mal ein paar Fotos vom Baugrundstück und den allerlei dort befindlichen Teilen:














    Alle Fotos von mir vom 24.6.2017

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • PNN: GARNISONKIRCHE UND RECHENZENTRUM - Stadtpolitik offen für Kompromiss mit Rechenzentrum



    Hintergrund: Jakobs' Vorschlag

    Der Bau des Turms der Garnisonkirche soll noch in diesem Jahr beginnen. Die Wiederaufbaustiftung besitzt eine gültige Baugenehmigung. Allerdings wurde diese auf der Grundlage erteilt, dass das Rechenzentrum in der Breiten Straße dann nicht mehr steht. Die Stadt müsste das Gebäude mit dem markanten Relief eigentlich abreißen lassen. Das möchte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) zumindest bis 2023 verschieben, weil sonst Räume für die Kreativwirtschaft fehlen. Durch das Nebeneinander von Rechenzentrum und Turmbaustelle entstehen jedoch Mehrkosten. Dabei geht es beispielsweise um die Verankerung des riesigen Baukrans – allein dafür werden rund 300 000 Euro fällig. Weitere Mehrkosten betreffen nach Angaben der Stadt die Umplanung der Fluchttreppe des Kirchturms und den Brandschutz. Die zusätzlichen Kosten soll die Stadt nun kompensieren. Außerdem soll es ein städtebauliches Verfahren für die Gestaltung des Umfelds mit der Stiftung Garnisonkirche und den Nutzern des Rechenzentrums geben. Im Gespräch als zukünftiges Quartier für ein Kreativhaus sind der Lange Stall, dessen Grundstück der Sanierungsträger eigentlich verkaufen will, und das Schiff der Garnisonkirche. Denn sollte sich innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Mäzen finden, der 60 Millionen Euro für den Bau des Schiffs ausgibt, müsste das Rechenzentrum zumindest teilweise abgerissen werden. Die Stiftung würde in diesem Fall Ersatzräume im Kirchenschiff anbieten. Eine dauerhafte Sanierung des Rechenzentrums selbst wird von Stadt und Betreiber, der Stiftung SPI, ohnehin wegen hoher Kosten nicht angestrebt. (mit Peer Straube)

  • Stellt euch mal vor, wir hätten eine Regierung die die Garnisonkirche aus eigenen Mitteln zu 100 Prozent rekonstruieren und sie dann noch tatsächlich einer Garnison der Bundeswehr als neue Standortkirche zur Verfügung stellen würde.
    Da würden wir vermutlich nur noch aus Verzweiflung im Kreis tanzende Linke in Potsdam und Berlin sehen.


    Aber solche Gedanken sind in Deutschland wirklich nur noch etwas für eine Science-fiction-Serie und so utopisch wie ein Christopher-street-day in Saudi-Arabien.

    " Dem Wahren, Schönen, Guten "

  • Luftpost hatte vor ein paar Tagen, berechtigterweise, Kritik geäußert das man den "Kreativen" das Kirchenschiff als Künstlerzentrum anbieten könnte, sollte das Rechenzentrum nicht mehr stehen. Diese Gedankenspiele haben sich inzwischen erledigt.


    Bei den Nutzern legte man am Donnerstag Wert darauf, dass eine langfristige Lösung nicht in einem künftigen Kirchenschiff der Garnisonkirche bestehen könne, so Sprecherin Sophia Pietryga. Es sei schließlich völlig unklar, wann und ob das Kirchenschiff errichtet werden kann. Man fordere nach wie vor, dass das Rechenzentrum saniert und 20 bis 25 Jahre lang weitergenutzt werde. Räume für Kreative im Langen Stall seien angesichts des hohen Bedarfs eine mögliche Ergänzung, aber keine Alternative zum Rechenzentrum.


    http://www.pnn.de/potsdam/1207853/
    (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichen, 11.08.2017)


    Genau wie die Gruppierung zum Erhalt der Fachhochschule (FH), so ist es auch bei der Kulturlobby, man bleibt bei seinem Standpunkten und rückt keinen Zentimeter davon ab.

  • Hm... Künstler nach Beelitz? Dort steht so massenhaft leer. Aber wie sieht es mit Verbindung nach Potsdam aus?

  • Meister Lampe,der Sture macht seinen Standpunkt zum Ausrufezeichen.
    Oder"Je Engstirniger,je kleiner,je schmalhorizontiger der Standpunkt eines Menschen,um so unnachgiebiger wird er vertreten."


    Loggia,was in Beelitz leer steht sind doch Bauten aus der"bösen"preußischen Kaiserzeit.Gerade mit solchen Gebäuden hat doch die linke Szene so ihre Probleme.Die wollen sich lieber in die DDR Bauten einnisten und sie somit dauerhaft erhalten.Schlecht wäre der Standort Beelitz aber nicht,dann wären diese für Potsdam unnützen linken Nervtöter wenigstens weit,weit weg von Potsdam und könnten sich dort ungestört "Künstlerisch"austoben.


    Ja Stauffer,man muss sich mal die Namensliste der GK Befürworter anschauen.Es sind sehr sehr viele hochrangige Persönlichkeiten aus unserer Gesellschaft.Aus Wirtschaft,Politik,Kirche,Unterhaltung,und Wissenschaft.
    Um einige zu nennen:Prof Ludwig Güttler,Prof.Dr.Huber,Dr Richard von Weizecker(verstorben 2015)Außenminister Gabriel Prof.Richard Schröder Bundeskanzlerin Merkel und und...Und dann kommen solche Fliegengewichte wie ein A.Tomszak und Lutz Boede mit einigen Leutchen daher und wollen solchen Persönlichkeiten was gegen die GK erzählen.
    Ich denke,auch wenn man eine andere Meinung gegen etwas hat sollte man den Zeitpunkt mal erkennen wo man sich dann zurücknehmen sollte.Den Klugen erkennt man daran,daß er seinen Mund rechzeitig schließt.
    "Das Bedürfnis Recht zu bekommen,ist das Kennzeichen eines gewöhnlichen Geistes" Albert Camus

  • Loggia,was in Beelitz leer steht sind doch Bauten aus der"bösen"preußischen Kaiserzeit.Gerade mit solchen Gebäuden hat doch die linke Szene so ihre Probleme.

    Ach, ich weiß nicht. Ein Versuch wäre es wert. Ich meine, die Hausbesetzer in den 1980ern/90ern waren doch auch alle in den Gebäuden aus der Kaiserzeit zugange. Und es gibt in Beelitz ja recht große Gebäude mit hohen Decken und so - das wäre für Künstler bestimmt besser brauchbar als das Rechenzentrum.

  • Loggia, diese"Künstlertruppe" ist einzig und allein nur am RZ interessiert,und wollen da jetzt nicht wieder raus.(Hat man die Geister einmal gerufen)Von zukünftigen Alternativstandorten wollen sie in wirklichkeit überhaupt nichts wissen.
    Das sieht man ja jetzt an den Reaktionen dieser Leute gegenüber dem Entgegenkommen der Stadt.
    Damit kann man sie auch testen in wieweit Offen und Dialogbereit sie in der Sache jetzt sind.
    Das gleiche Gezeter wäre auch bei der FH gewesen,wenn diese"Künstlertruppe" auch dort schon einige Räumlichkeiten auf Zeit bezogen hätten.(Den Fuß schon in der Tür)
    Letztendlich ist das ganze Theater alles eine reine politische Kampfansage , Protest,und Trotzhaltung der linken Szene gegen die architektonischen Veränderungen der Innenstadt und demokratischen Beschlüsse der SVV.
    "Eigensinn will immer durch die Wände.Wählt den Schädel statt die Hände.Doch der wirklich kluge Kopf,reißt sich selbst zurück am Schopf und tut alles mit Verstand,statt zu rennen durch die Wand"
    Man findet immer Mittel den Wahnsinn zu heilen,aber keine um einen Querkopf einzurenken.

  • Beelitz liegt, wenn ich das richtig gesehen habe, über 20 Kilometer entfernt. Daran hat kein Kreativschaffender Interesse, der das urbane Leben mitnehmen möchte. Das sind ja heute alles Stadtmenschen, die z.B. selbst gemachte T-Shirts vermarkten wollen oder Webseiten für irgendwelche Projekte entwickeln, aber keine Künstler-Einsiedler.

  • Man muss jetzt doch mal ganz ehrlich sagen, dass sich die Politik in Potsdam dieses ganze Schlamassel selber zuzuschreiben hat. Es war vorher klar, dass man die "Kreativen" da nicht mehr raus bekommen wird, zumindest nicht so schnell, wie man sich das vielleicht vorgestellt hat, wenn man Pech hat wird es irgendwann eine Rote Flora 2.0. Denn letztlich wird man den Kampf um die FH verlieren und auch der Staudenhof wird fallen, da bin ich mir sicher, auch wenn es da wie bei der FH das gesamte Schauspiel nochmals geben wird.


    Aber der große Unterschied zwischen FH und Staudenhof auf der einen und Rechenzentrum auf der anderen Seite ist, dass man auf das Rechenzentrum seitens der Initiative einen direkten Zugriff hat. Und diese Karte wird man bis zum Erbrechen ausspielen. Getoppt wird das noch, dass man damit nicht nur das ach so heilige Rechenzentrum erhält, sondern parallel auch noch das Schiff der Garnisonkirche verhindern kann. Daher wird man gleich doppelt verbissen kämpfen.


    Daher war die Entscheidung der Stadt einfach nur katastrophal. Um sich ein paar Monate Ruhe zu erkaufen, hat man diesen Leuten jetzt eine solche breite Machtbasis eingeräumt, mit der man die Stadt jetzt nach Beliben vor sich her treibt. Die Stadt hat zwar rechtlich eigentlich die Handhabe, ist praktisch aber handlungsunfähig. Niemand wird sich den Schwarzen Peter anziehen wollen, wenn es denn wirklich an eine Räumung geht, Herr Jakobs ist ja eh bald Geschichte und wenn es richtig mies läuft, gibt es einen linken Bürgermeister.


    So kann ich jetzt schon prophezeihen, dass selbst wenn die Spenden für das Schiff vorliegen, man die A---karte seitens der Poltik mit Freude an die Stiftung weiter reichen wird, die dann vor Gericht das Rechenzentrum räumen lassen kann, weil die Politik dazu nicht in der Lage sein wird. Es ist schockierend, wie hier eine kleine Gruppe die Potsdamer Politik kapert, sich munter gegen demokratische Entscheidungsprozesse wendet, die konstant über 25 Jahre von den unterschiedlichsten politischen Konstellationen mit überbreiten Mehrheiten beschlossen wurden und die durch ihre von den Medien geschaffefen, künstlichen Präsenz auch noch als die edlen Ritter dastehen, die für die gute Sache kämpfen.


    Man hat hier Scheinriesen aufgebaut und niemand scheint die Kraft und den Willen zu haben, dem Einhalt zu gebieten und diese Gruppe weiß um ihre Stellung und nutzt das immer weiter aus. Ich finde das mittlerweile nur noch schockierend.

    APH - am Puls der Zeit

  • Ich finde das mittlerweile nur noch schockierend.

    Robespierre und seine Jakobiner waren auch nur eine Minderheit, Lenins Bolschewisten ebenso. Die Vertreter der Mehrheit waren aber langsamer, dümmer, unentschlossener, zaudernder. Somit war es den Jakobinern und Bolschewisten möglich, die Macht zu erlangen. Die Gesellen um Rosa Luxemburg versuchten es auch, sind aber an entschlossenen Politikern wie Noske gescheitert (wofür sie Noske heute noch hassen).
    Dieser Tomszak versucht das - typisch für die BRD - auf der Spielplatz-Ebene, also als örtlich agierender kleiner Provinz-Revoluzzer. Ein schönes Spielchen, das den Betreibern sicherlich viel Spaß bereitet. Und, sie sind einfach klüger, entschlossener, mutiger als die Politiker der Mehrheitsfraktionen.
    Eine Rote Flora 2.0. muss natürlich verhindert werden. Momentan sehe ich die Kreativschaffenden, die das Gros des Rechenzentrums ausmachen, aber noch nicht als Sympathisanten von "Autonomen". Die sind für jeden Abnehmer oder Auftraggeber aus der Wirtschaft froh, bei dem sie ihre Kleider und Grafik-Programme unterbringen können.
    Ich habe ansonsten aber schon vor langem gesagt: Lasst den "Anderen" ihre Spielwiese, beschäftigt sie ein bisschen, baut halt einfach den Garnisonkirchturm, aber kümmert Euch derweil um andere Projekte. Es gibt ja auch noch viele andere Baustellen in der Stadt. Überall zu stören, dazu reicht die Kapazität der "Anderen" gar nicht.

  • Das ist leider so, Wissen.de. Alles hausgemacht durch die brandenburgische Schlingerpolitik des SPD-OB, der es allen rechtmachen möchte ohne etwas richtig zu machen. Wählerstimmen wird das für ihn bzw. seinen Nachfolger nicht bringen.


    Jetzt bleibt nur, sich auf den Turm zu konzentrieren und hier den Bau ordentlich über die Bühne zu bringen. Bis sich die ev. Kirche über die Form und die Nutzung für das Kirchenschiff einigt, wird es noch viele Jahre dauern. Selbst mit der Millionenunterstützung für die Kirche durch die Stadt wird es ungemütlich für die Nutzer des Rechenzentrums, wenn die 60-Meter-Bohrpfähle in den Boden gebohrt werden und auf der Ostseite die Räume kein Tageslicht mehr haben. Ich prognostiziere, dass sich "die Kreativen" über den ruhestörenden Baulärm beschweren werden, Montag bis Samstag von 7 bis 19 Uhr. Dann wird's wieder leerer im Rechenzentrum...

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Wieso können denn nicht 1-2 Achsen vom Rechenzentrum abgerissen werden, provisorische Holzwände eingezogen werden und schwupp wäre es Platz für die Turmbaustelle. Die Kreativen rücken etwas enger zusammen und wenn das Kirchenschiff gebaut werden soll ist ein anderer Kreativenort längst gefunden und hergerichtet worden(vielleicht schöner als je zuvor, von den Kreativen), der Umzug kann stattfinden und das Ding wird abgerissen.
    Naiv gedacht, schon klar. Es geht um ideologische Weltsichthaltungen und nicht um das Pragmatische, daß es alle gut haben, win/win -Situationen geschaffen werden und man sich gemeinsam auf die Suche nach der besten Lösung gegibt.
    Hach ja, die Menschen haben noch viel zu lernen, ... ! huh:):opa:

  • Wieder mal ein Beispiel von Sachbeschädigung. Heute gefunden gegenüber dem Hans-Otto-Theater am 30.08.2017, Schiffbauergasse. Ich habe einfach mal die Aussage mit Paintshop korrigiert. Gefällt mir so viel besser.
    Rechtfertigen kann man solche Schweinerei nicht ("nicht legal, aber legitim"). Sollten diese Typen noch bei Mutti und Vati in der Villa wohnen, möchte ich denen am liebsten die eigene Hütte ebenso verunstalten.


    So....?


    ...oder so...?

  • Ich habe einfach mal die Aussage mit Paintshop korrigiert. Gefällt mir so viel besser.

    Mir auch. Darf ich dich zusätzlich noch dazu überreden, vor Ort heute Nacht mal mit Farbe und Pinsel vorbeizuschauen?? ;)

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Ne, gefällt mir immer noch nicht. Bitte das Garnisons ess noch streichen. Dieser Schreibfehler ist symptomatisch für die Gegner.


    Grüße
    Luftpost

  • Kunst statt Vandalismus wäre schon ein guter Anfang. Auch wenn Vandalismus bekanntlich die beste Werbung für die eigene Sache ist... oder so.

  • Gleiche Handschrift, Frühjahr 2017 am Netto Heilig-Geist-Straße.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht