Potsdam - Garnisonkirche

  • Jan Jakobs (SPD) war der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam von 2002 - 2018. Er hat die Geschicke der Stadt geleitet und Akzente gesetzt. Der Oberbürgermeister a. D. wollte auch den Lustgarten wieder herstellen (Abriss des Hotel Mercure, Wiese des Volkes)


    Auch war Jan Jakobs ein Befürworter (SPD) der Garnisonkirche.


    https://www.svz.de/regionales/…ergervotum-id7295006.html

    (Quelle: Schweriner Volkszeitung, 2014)


    "In diesem Gebäude spiegelt sich wie in einem Brennglas die widersprüchliche Geschichte Deutschlands“, betonte er vor der Abstimmung. Zudem eigne sich der Bau als Versöhnungszentrum. Jakobs erinnerte daran, dass die Stadt 2008 beschlossen habe, der Stiftung beizutreten: „Wir wollten mitreden bei der Nutzung der Kirche.“


    Den einzigen Fehler den man Jan Jakobs (SPD) vorwerfen möchte ist, dass er die "Künstler" das Rechenzentrum als Übergangs quartier angeboten hat.

  • Den einzigen Fehler den man Jan Jakobs (SPD) vorwerfen möchte ist, dass er die "Künstler" das Rechenzentrum als Übergangs quartier angeboten hat.

    Das kann man eigentlich nicht "Fehler" nennen. Das ist ganz einfach Sabotage. Auf dieser Basis konnte dann Schubert gegen die GK weiterarbeiten.


    weil der Oberbürgermeister Schubert kein Rückgrat hat.

    Das stimmt nicht. Mike Schubert ist ein linker Agent, und als solcher leistet er gute Arbeit. Zielstrebig hat er darauf hingearbeitet, die Garnisonkirchenreko ins Aus zu manövrieren. Dazu hat er dafür gesorgt, den Erhalt des Rechenzentrums als wichtiges Projekt in den Köpfen zu verankern. Die Sache ist jetzt so: Sollte das Rechenzentrum doch nicht erhalten werden können, so müsste auch der Kirchturm zurückgebaut werden. Schubert würde einfach einen neuen "Kompromiss" aushandeln. Die "Kreativen" verzichten auf ihr Rechenzentrum und im Gegenzug verzichtet die Stiftung auf den Turm. Klingt doch logisch oder? Altbischof Huber würde dies dann als großes Werk der Versöhnung feiern.


    Jahrelang fehlt es an Energie oder Lust, sich konstruktiv einzubringen, um das zu erreichen, was möglich ist.

    Stiftung und Fördergesellschaft haben viele engagierte Menschen vergrault. In den Jahren nach der Wiedervereinigung gab es viel Energie und Lust, aber die evangelische Kirche hat das Projekt gekapert und die Konservativen herausgedrängt. Doch ohne die Konservativen kann man ein solches Projekt nicht stemmen.


    Und es scheint im Nachhinein ein Leichtes über diese Stiftung abzulästern.

    Die Stiftung hat gravierende Fehler gemacht. Sie hat sich von den wirklichen Unterstützern des Projektes getrennt. Und sie hat der "Interimsnutzung" des Rechenzentrums durch "Kreative" zugestimmt. Ich hatte gehofft, dass Herr Eschenburg vielleicht irgendwelche Geheiminformationen hat und eine ganz raffinierte Strategie verfolgt. Aber nein, die Zustimmung zum Erhalt des Rechenzentrums war einfach nur dumm.


    Sollten Exilwiener und andere nun ihre Spenden zurückfordern, würde das den "Kompromiss" wohl kaum gefährden. Wenn die Stiftung kein Geld mehr hat, kann man sie auflösen. Das Grundstück kann kostenlos an die Stadt rückübertragen werden. Spannend ist die Frage, wie es mit dem Turm weitergeht. Der Turm muss nicht nur fertiggebaut werden. Er hat ja auch noch Betriebskosten. Die Stiftung hat kein Geld, und die Stadt will nichts für den Turm bezahlen. Soll die Landeskirche den Turm dauerhaft bezuschussen? Der Turm könnte aber auch einfach als Bauruine stehen bleiben und wäre dann eben ein Mahnmal.


    Aber letztlich: Warum zerbrechen wir uns den Kopf? Die Stiftung hätte dem "Kompromiss" nicht zustimmen dürfen. That's it.

  • Meister Lampe


    Vielen Dank für Deine gute Zusammenfassung über die Meinungen sämtlicher Parteien zum Thema!


    Leider zeigt sich, dass die "bürgerlichen" Parteien in Potsdam (derzeit) einfach zu schwach sind und die linken Parteien alles tun, um möglichst ein für das Stadtbild nachhaltiges Ergebnis zu verhindern. Die SPD ist leider auch nicht mehr die Partei eines Herrn Platzeck in Potsdam.


    Am Vernünftigsten finde ich den Vorschlag der FDP, aber da CDU und AfD leider zu schwach in Potsdam sind, kann man eigentlich nur noch hoffen, dass hier finanziell keine Mittel freigemacht werden können. Dann wird zumindest der Turm irgendwann einmal fertig. Eigentlich Wahnsinn, dass die Ideologie hier scheinbar stärker ist als jegliche Vernunft! Das hat noch nie ein gutes Ergebnis gebracht. Man wird diese Fehler in Zukunft wie immer dann wieder mit teurem Geld (der Bürger) rückgängig machen müssen. Man kann nur den Kopf über soviel Borniertheit schütteln, aber die Mehrheit hat diese Parteien einmal gewählt und will das offensichtlich so. Muss man auch akzeptieren, auch wenn es einem sehr schwer fällt.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Andreas Hummel weint. Die Deutsche Tragödie geht immer weiter: Potsdam wurde (und wird) verschändelt und verstümelt nur weil Oberbürgermeister Schubert kein Rückgrat hat.

    In Berlin herrscht die Terror der Graffiti-gangs die alles verschmutzen was noch ein bisschen schön war.

    Ein Ende ist nicht im Sicht


  • nur weil Oberbürgermeister Schubert kein Rückgrat hat.

    Klassiker,der OB wird schon Rückgrad haben,es ist ein durchdacht bewusster und überzeugter Vorstoss von ihm und seinen politischen Genossen Mitstreitern gewesen.

    Die Potsdamer SPD ist in den letzten Jahren auffällig stark nach Links gerückt.Was will man von dieser Partei und OB zum Thema GK/RZ da groß erwarten.

    SPD,Linke,die Andere in Potsdam Seit an Seit.Da wächst so nach und nach zusammen was politisch zusammen gehört.

  • Für mich war das Verhalten Schuberts ziemlich überraschend. Ich dachte damals als ich ihn wählte, dass er die Projekte Garnisonkirche und Alter Markt einfach fortführen wird. Damals habe ich mich auch noch nicht viel mit Politik beschäftigt, aber soweit ich mich erinnern kann, kam damals noch kein großer Gegenwind gegen die Garnisonkirche von der SPD. Ich finde es wirklich schlimm, dass Schubert mit seinen Aktionen jahrzehntelange Stadtplanung so kurz vor ihrer Vollendung zunichte machen will, die auch damals von seiner Partei getragen wurde.

  • Das eine oder andere Mitglied hier im Forum der aus Potsdam kommt mit dem ich mich unterhalte habe hat zu mir gesagt, dass auch er SPD gewählt hat, weil er dachte die Arbeit des alten Oberbürgermeister wird fortgesetzt.


    Aber schon mit der Bildung der neuen rot/grün/roten Rathauskooperation wurden einige Hoffnungen zerstört.

  • Schubert wurde im Vorfeld von einigen (nicht wenige), die ihn aus seiner Zeit als "Sportfunktionär" kennen, bereits als Opportunist eingeschätzt. Dazu kamen die öffentlich geäußerten Bedenken hinsichtlich seiner nicht verdeckten Ansprüche, mal der "Erbe" unseres MP`s zu werden.
    Von daher war mein Kreuz nicht für ihn. Erster Wahlgang Götz Friedrich - zweiter Wahlgang nicht teilgenommen (wen sollte man auch wählen bei einer Entscheidung zwischen zwei Rot-Tönen mit wenig Unterschieden).

  • Danke für die Info potsdam-fan.Das Video habe ich schon gesehen,aber der Inhalt ist zumindest für mich nichts neues.

  • Das ist doch nicht weiter schlimm!


    Das Video ist eine bearbeitete Variante eines Videos aus meinem Kanal. Deshalb ist es einigen auch bekannt. Als Untertitel steht aber extra "Bilder zum Nachdenken". Neben anderen Veränderungen ist es nun also neu bzw. neu bearbeitet (im Auftrag von Mitteschön, was im Abspann auch zu lesen ist).


    Wer meint, er kennt es schon, braucht es nicht mehr anzuklicken.


    Für die anderen könnte es ein Anlass zum Nachdenken über die Vergangenheit und über die gerade stattfindende groteske Diskussion zum Bau des Kirchenschiffs sein.


    Wer meinen Kanal ansehen möchte, kann den Link zum Aufrufen hier unten anklicken.

  • Heute Abend soll in der Stadtverordnetenversammlung (SVV), die Entscheidung fallen wie es mit dem Rechenzentrum weitergehen soll. Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN), stellt bereits die Frage ob es heute eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung geben könnte.


    "Derweil machen Gegner des Kompromisses weiter mobil. Der bekannte Denkmalpfleger Andreas Kitschke warnte am Dienstag in einem offenen Brief vor einem aus seiner Sicht völlig übereilten Beschluss. Mit dem Kompromiss würde „die Schönheit der Barockarchitektur der Garnisonkirche durch einen unmittelbar anschließenden Bürotrakt (denn darauf läuft der bereits jetzt völlig unterfinanzierte Plan hinaus) zu einer Karikatur verkommen“, so Kitschke. So würde auch folgenden Generationen „ein städtebaulicher Skandal hinterlassen“.


    https://www.pnn.de/potsdam/vor…-kompromiss/28007818.html

    (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 26.01.2022)

  • Hier kann man sich im Livestream in die Sitzung einklinken. Hier gibt es die Tagesordnung.

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Ich habe eben den Live-Stream der Stadtverordnetenversammlung aufgerufen und es war der richtige Zeitpunkt aber ohne Ergebnis. Warum war das so?!


    Ö 7.13 Flohmarkt für Potsdam (Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen) achtung_bes.gif Enthält Anlagen 21/SVV/1130
    Ö 7.14 Bürgerbefragung zu Rechenzentrum und Garnisonkirche (Fraktion DIE LINKE) 21/SVV/1201
    Ö 7.15 Erweiterung der Radstreifenmarkierung (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) achtung_bes.gif 21/SVV/1241


    Der farblich markierte Punkt oben kam eben nicht zur Aussprache. Um 19.00 Uhr geht es aber weiter und hier wird noch ein weiterer wichtiger Punkt behandelt.

     8.2 Abschluss Phase 2 - inhaltliches Konzept Areal Plantage, Garnisonkirche, Rechenzentrum - gemäß Beschluss 20/SVV/0295 und auf der Basis der gemeinsamen Vereinbarung zum Beschluss 20/SVV/1386: Schaffung eines FORUMS AN DER PLANTAGE (Oberbürgermeister) Enthält Anlagen 22/SVV/0071


    Ö 8.2.1 Grundstücksverträge mit der Stiftung Garnisonkirche Potsdam (Oberbürgermeister, Geschäftsstelle Bauen) Enthält Anlagen 22/SVV/0062
  • Der Punkt wurde in der letzten Sitzung des Hauptausschusses am 19.01.2022 zurückgestellt - somit gibt es keinen beschlussreifen Antrag.

    Es sind mehrere Punkte betroffen. Ich schau gleich weiter und hoffe auf ein "kleines Wunder", das möglicherweise durch die Abwesenheit des OBM eintreten könnte.

    Von dieser Stelle aus schnelle Genesung / schneller Negativ-Test dem Herrn OBM gewünscht.