Potsdam - Garnisonkirche

  • Wenn auf Grund des "Huber´schen Alleingangs" Vorstandsmitglieder zurücktreten, dann ist dies mE das absolut falsche Signal - ein geschlossenes Auftreten gegen den "Einzelgänger" wäre vonnöten.
    Die eigenen Ziele so schändlich zu verraten ist doch das Letzte, was vom Vorsitzenden einer Gemeinschaft erwartet wird.

  • Auch bei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis Kirche wurde in den 50er Jahren gestritten. Es wurde nämlich die Frage gestellt: Abriss oder Rekonstrution?

    Man hat sich dann schließlich für einen „rekonstruierten Abriss“ entschieden.

  • Laut einer CDU-internen Informationsmail erfolgte übrigens das Votum des Vorsitzende der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche e.V. (FWG) ohne Gremienbeschluss seines Vorstandes. Dementsprechend gab es in diesem Vorstand auch schon die ersten Rücktritte.

    Wenn auf Grund des "Huber´schen Alleingangs" Vorstandsmitglieder zurücktreten,

    Nein, nicht Huber. Der Vorsitzende der Fördergesellschaft ist Matthias Dombert. Huber macht die Stiftung und hat nicht im Alleingang gehandelt.

  • Die FWG ist bzgl. des "Deals" (O-Ton Dombert, O-Ton Schubert) irrelvant. Es handelt die SGP, die FWG ist nur beratend tätig. Selbst wenn die FWG-Mitglieder Matthias Dombert abberufen wird die Stiftung nicht anders entscheiden.


    In Potsdam herrscht weiterhin Unklarheit darüber, was die SGP für den "Deal" bekommt. Hierzu gibt es nach wie vor nur Mutmaßungen.


    Bizarr ist, daß die Lokalpresse, vor allem die PNN, nach wie vor behaupten das Rest-Rechenzentrum werden weiter und nahtlos für die "Künstler" genutzt. Bleibt es bei dem "Deal", wird dieser Ende Januar von der SVV bestätigt und treibt OB Schubert den zweistelligen Millionenbetrag für die "Sanierung" des RZ auf werden die Mieten für "Kreative" kaum interessant sein. Der Bau aus den 70ern muß ja nicht nur ein neues Dach und eine komplett neue Haustechnik bekommen (die heutigen Mieter zahlen € 5,50/qm Nebenkosten) sindern eine komplett neue Fassade, die dem GEG entspricht. Da durch den Teilabriß des Rechenzentrums > 1/10 der Fassade entfernt wird ist der ganze Bau neu zu genehmigen.


    Das wird deutlich mehr kosten als die bisher (2019) prognostizierten 10 Mios - und das für nur 3.600 qm Nutzfläche.

  • Nein, nicht Huber. Der Vorsitzende der Fördergesellschaft ist Matthias Dombert. Huber macht die Stiftung und hat nicht im Alleingang gehandelt.

    Danke für die Klarstellung - da war ich schon etwas irritiert.

  • Bizarr ist, daß die Lokalpresse, vor allem die PNN, nach wie vor behaupten das Rest-Rechenzentrum werden weiter und nahtlos für die "Künstler" genutzt. Bleibt es bei dem "Deal", wird dieser Ende Januar von der SVV bestätigt und treibt OB Schubert den zweistelligen Millionenbetrag für die "Sanierung" des RZ auf werden die Mieten für "Kreative" kaum interessant sein. Der Bau aus den 70ern muß ja nicht nur ein neues Dach und eine komplett neue Haustechnik bekommen (die heutigen Mieter zahlen € 5,50/qm Nebenkosten) sindern eine komplett neue Fassade, die dem GEG entspricht. Da durch den Teilabriß des Rechenzentrums > 1/10 der Fassade entfernt wird ist der ganze Bau neu zu genehmigen.


    Das wird deutlich mehr kosten als die bisher (2019) prognostizierten 10 Mios - und das für nur 3.600 qm Nutzfläche.

    Diese Tatsachen müssen allen Akteuren doch bekannt sein. Redet man sich da ein, dass das schon irgendwie hinhauen wird oder hat man noch geheime Fördermittel in der Hinterhand? Die können sich doch nicht so selbst belügen, oder doch?

  • Bleibt es bei dem "Deal", wird dieser Ende Januar von der SVV bestätigt und treibt OB Schubert den zweistelligen Millionenbetrag für die "Sanierung" des RZ auf werden die Mieten für "Kreative" kaum interessant sein.

    Wer sagt denn, dass die Sanierungskosten auf die Mieten umgelegt werden?


    In Frankfurt gibt es beispielsweise städtische Liegenschaften, die der "autonomen" Szene mietfrei überlassen wurden. Die Begründung seitens der sozialdemokratischen Dezernentin lautete schlicht, dass dort tolle Kulturarbeit geleistet würde.


    Da es sich bei dem Rechenzentrum um ein ideologisches Projekt handelt, könnte auch die Finanzierung weitgehend aus dem städtischen Säckel stattfinden. Als Begründung wird dann vielleicht die "Förderung der jungen kreativen Szene Potsdams", an der ein allgemeines Interesse bestehe, genannt.


    Vielleicht also hast Du Recht, und die kommen in die von Dir prophezeihte finanzielle Bredouille. Vielleicht aber lösen sie alles auch ganz elegant via Subventionierung. Es bleibt spannend, das zu beobachten.

  • Die Sprengung vieler (hunderten) intakten oder aufbaufähige Kirchen (Leipzig, Magdeburg, Berlin, Potsdam) und vielen den Krieg überlebenden Kirchtürmen (In Berlin, Dresden) von der DDR und Abbruch aufbaufähige Teilen der KWGK ist ein trauriges Kapittel in der ganze Deutsche Geschichte. Deutschland wurde zum zweiten Mal vernichtet und dieses Mal von Deutschen selbst!

    Türme der KWGK, Garnison Kirche, Lazarus und Georgen Kirche in Berlin oder die Sophien Kirche und Johannes Kirche in Dresden: wie schön und eindrucksvoll wenn die heute allen noch zu staunen wären........wunderbare Architektur der grosse Vergangenheit!!!


    Das es heute nicht gelingt um nur EINE Kirche wiederaufzubauen, ist doch einfach beschissen?

  • Die Sprengung vieler (hunderten) intakten oder aufbaufähige Kirchen (Leipzig, Magdeburg, Berlin, Potsdam) und vielen den Krieg überlebenden Kirchtürmen (In Berlin, Dresden) von der DDR und Abbruch aufbaufähige Teilen der KWGK ist ein trauriges Kapittel in der ganze Deutsche Geschichte. Deutschland wurde zum zweiten Mal vernichtet und dieses Mal von Deutschen selbst!

    Türme der KWGK, Garnison Kirche, Lazarus und Georgen Kirche in Berlin oder die Sophien Kirche und Johannes Kirche in Dresden: wie schön und eindrucksvoll wenn die heute allen noch zu staunen wären........wunderbare Architektur der grosse Vergangenheit!!!


    Das es heute nicht gelingt um nur EINE Kirche wiederaufzubauen, ist doch einfach beschissen?

    Das Gefasel von rechten Räumen zeigt tatsächlich auf ein nicht vernachlässigbares Manko hin. Es ist stets die logische Folge einer grottenschlechten Politik, dass vom Bürger erkannte Mängel sofort von beiden Seiten unterschiedlich vereinnahmt werden. Was den Rechten hier die mangelnde Historisierung ist, ist den Linken i.A. eine mangelnde Gleichberechtigung. Letzterer versucht man mit der Forderung nach Demokratie zu begegnen. Aber Demokratie ist definitionsbedürftig. Beim beabsichtigten "Haus der Demokratie" dürfte es sich deshalb um eine ähnliche leere Worthülse handeln, wie bei den üblichen SED-initiierten Namengebungen. Neben den bekannten marxistisch-leninistischen Klassikern erschien mit konstanter Regelmäßigkeit die "Freundschaft" im Namen für Straßen, Plätze, Brücken u.a. Den Bürgern hing diese Monotonie längst zum Hals raus, und nach der Wende zerplatzte die ewig beschworene "Freundschaft" zwangsläufig spurlos wie eine Seifenblase. Das Wort "Demokratie" wird ähnlich überstrapaziert. Auch dies war immer nur eine leere Worthülse in der "Deutschen Demokratischen Republik". Und es wird sich wiederholen, wenn von einem ehemaligen BK und bekennenden Marxisten von "lupenreinen Demokraten" die Rede ist. Ein "Haus der sozialistischen Demokratie" wäre hingegen etwas weniger verlogen, wenn auch die untrennbar damit verbundene "Diktatur gegen alle Andersdenkenden" ungenannt bliebe.

    Aber um den genannten GK- Kritikern damit Paroli zu bieten, fehlt es wohl der Mehrheit der Altbundesdeutschen am nötigen politischen Vorwissen.

  • Das es heute nicht gelingt um nur EINE Kirche wiederaufzubauen, ist doch einfach beschissen?

    Klassiker,stimmt nicht ganz,eine Kirche im historischen Gewand konnte sich erstaunlicher Weise durchsetzen ,die Frauenkirche in DD.Die GK in Potsdam schafft es gerade noch das der hist.Turm, nach jahrelangem Gegnerischen Spießrutenlauf fertiggestellt wird .Also wenigstens ein halbes Kirchengebäude.Da kann man in Potsdam noch einigermaßen froh sein das der Turm entstanden ist.In Magdeburg wurde das Bestreben die Ulrichskirche aufzubauen schon im Keim erstickt.Mit einem lächerlichen Gegenargument, man vernichte mit dem Wiederaufbau eine kleine innerstädtische "wichtige"Grünfläche. :kopfschuetteln:

  • Danke Graf Cylinar für die aktuellen Fotos.Mich würde mal interessieren, ob die gemauerte Höhe des Turm's inzwischen erreicht ist?

    Graf Cylinar wenn Sie das nächste mal ein paar interessante Fotos vom Turm machen,dann vielleicht mal einige von der Nordseite (Plantage).Dort befindet sich am Baugerüst nämlich keine Plane.Da haben Sie eine bessere Sicht zu den einzelnen Details am Turmrohbau,und Sie könnten schon erkennen ob die abschließenden Gesimse auf der gemauerten Endhöhe von 57m gesetzt sind.Dann wäre meine Frage beantwortet.:smile:

  • Graf Cylinar,wieder ein Dankeschön von mir für die von Ihnen versprochenen Fotos der GK.Leider sind auf den Fotos der Nordseite des Turm's die Details nur sehr schlecht zu erkennen.(Baugerüst sehr Engmaschig)

    Graf Cylinar wie war Ihr Eindruck vor Ort(Nordseite) ,haben Sie mehr erkennen können als man auf den Fotos sieht ?

  • Ja stimmt, die Qualität ist wirklich nicht so gut, wenn ich mit meiner Handykamera zoomen möchte. Nächstes mal könnte ichunsere Spiegelreflex mitnehmen. Ich denke man ist etwa auf dieser Höhe angekommen:


  • Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) hat sich in einem Artikel am 23.12.2021 mit dem "tollen" Kompromiss der gefunden wurde noch einmal beschäftigt. Die Initiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche fordert dass keine städtischen Gelder in den Wiederaufbau des Turms fließen. Währenddessen erhebt die CDU schwere Vorwürfe gegen Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD).


    https://www.pnn.de/potsdam/str…-kompromiss/27918796.html

  • Es ist und bleibt ein Mysterium, wie sich Hubert & Co. den "Deal" (Schubert) gedacht haben: die Spenden für den Turm gehen auf null zurück und der langfristige Erbbaurechtsvertrag für das Grundstück des Schiffes - so er überhaupt zulässig ist - bringt nur homöopathische Geldzuflüsse. Der SGP fehlen vier Millionen Euro, um den Turm fertigzustellen, auch weil in der Stiftung allesamt bau-unerfahrene Menschen agieren.


    Die Anderen und Teile der Linken werden sich schon gegen den Erbbaurechtsvertrag und die CDU und andere Bürgerlichen wollen den unwirtschaftlichen Erhalt des RZ mit einer langfristigen Subention für ein nächstes "soziokulturelles Zentrum" auch nicht mittragen. Für einen Neubau auf dem Grundstück des Kirschenschiffes für einen SVV-Plenarsaal, Museums- und Büroflächen hat die Stadt kein Geld.


    Daß der reiche Onkel aus dem Kanzleramt alles zahlt halte ich für unwahrscheinlich.

  • Die Stiftung hat sich selbst in eine sehr missliche Lage gebracht.

    Die Gegner machen munter weiter Stimmung gegen den Turm der GK und sehr viele Befürworter des GK Projektes hat die Stiftung jetzt auch noch gegen sich.

    Ich denke,die ganze Warheit wird und darf die Öffentlichkeit nie erfahren nicht einmal die Initiativen Pro GK, was da hinter verschlossenen Türen alles so verhandelt wurde.


    Allen Forumsmitgliedern wünsche ich besinnliche Weihnachten 🎄