Leipzig (Galerie)

  • da hast du völlig recht.


    die gepflasterten gassen auf den obigen fotos waren vorher asphaltiert. hier wurde eine deutliche aufwertung erreicht.
    angesichts solcher beispiele kommt natürlich die frage auf, wieso eigentlich immer noch geld in den osten fliessen muss. doch diese frage ist leicht beantwortet:
    was neu gebaut oder frisch saniert wurde, ist selbstverständlich in einem besseren zustand als vergleichbares im westen, wenn es schon 20, 30 oder gar 40 jahre alt ist. infrastruktur (wie brücken, kanalisation, etc), die noch nicht erneuert wurde, war jedoch zumeist seit inzwischen über 70 jahren sich selbst überlassen. am beispiel dresden konkretisiert: der frisch gepflasterte neumarkt macht die dringend notwendige sanierung des blauen wunders nicht überflüssig. auch wenn sie dann noch schöner im vergleich zu einer dann noch angeschmuddelteren rheinbrücke aus den 60ern aussehen wird.


    nebenbei bemerkt: strassen- und platzgestaltungen in der alten brd waren seinerzeit ja keine billiglösungen. im gegenteil. die berüchtigten bepflanzten betonkübel statt bäumen, betonbrüstungen statt geländern und gehwege aus betonstein waren teuer und - wie sich inzwischen herausstellt - kein nachhaltiger beitrag zur stadtraumgestaltung. die "luxus-umgestaltungen" im osten liegen auch in der einsicht begründet, fehler der vergangenheit nicht zu wiederholen. besser einmal pflastern und pflanzen als aller 30 jahre schmuddel-look beseitigen.
    diese logik setzt sich zum glück überall durch. in bonn wurde und wird die fussgängerzone samt angrenzender bereiche in diesem sinne saniert. selbst essen hat den burgplatz neu gestaltet. beispiele aus hannover kennst du sicher am besten. vergleiche diese stadt mit ihrem antlitz von vor 20 jahren und du wirst feststellen, wie viel sich seit dem auch in hannover gebessert hat.
    abschliessend eine provokante these: bestimmt verzögern die transferleistungen für den stadtumbau ost so manches projekt im westen. aber andererseits sind dessen anschauliche erfolge vielleicht auch mit ein grund dafür, dass heute die ergebnisse des wiederaufbaus in der brd überhaupt kritisch hinterfragt werden. zumindest von denen, die nicht nur schlaglöcher zählen, sondern die sich in den innenstädten wohlfühlen wollen. wenn dem so ist und (wie vielleicht in frankfurt) konsequenzen folgen, hat der stadtumbau ost indirekt auch auf westdeutsche kommunen einen positiven einfluss - zum wohle unserer städte.

  • Ein paar Kommentare wären für Leipzignichtkenner jedoch ganz nützlich. Wo kreuchen wir da umadum? Was war das für eine Kirche auf dem vorletzten Bild?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Entschuldigung, ich bin sonst auch immer gern für Erläuterungen zu haben, aber manchmal habe ich das Bedürfnis, nur die Bilder sprechen zu lassen.


    Die Bilder sind in der westlichen Innenstadt und in der Westvorstadt geknipst wurden.


    Bild 1: Lessingstraße mit typischer Gründerzeitbebauung von Ende 19.Jh
    Bild 2: Innere Jahnallee
    Bild 3: östliches Kirchenschiff/Altarraum der Thomaskirche und gegenüber angeschnitten nördliche Häuserzeile der Thomasgasse
    Bild 4: Blick vom 1. Stock des Hugendubelhauses in den Thomaskirchhof mit Bachdenkmal und Superintendentur, rechts angeschnitten zu sehen die Thomaskirche.
    Bild 5: Ecksituation Leibnizstraße/Lessingstraße
    Bild 6: Innere Jahnallee mit unsaniertem spätklassizistischem Wohnhaus (so um 1860 rum entstanden) zur Lessingstraße. Davor ein Wohngebäude (Sparkasse) mit neogotischem Zierrat, das vmtl. ebenfalls noch vor 1870 errichtet wurde.
    Bild 7: Blick durch die Leibnizstraße bis zur Gottschedstraße. Die linke Häuserzeile ist vermutlich spätgründerzeitlich um 1910, die Häuserzeile in der Gottschedstraße ist um 1885 entstanden

  • Das Grassimuseum habe ich äußerlich u.a. hier bereits vorgestellt. Im Januar dieses Jahres wurde nun die historische Pfeilerhalle im Art-Déco-Stil, eine originalgetreue Rekonstruktion, in der jetzt das Museum für angewandte Kunst beheimatet ist, feierlich eröffnet. Hört dazu bitte die Direktorin des Grassimuseums in diesem Videobeitrag.



    Folgend ein paar Bilder der rekonstruierten Pfeilerhalle von 1929.





    Urheber: Andreas Schmidt
    Quelle: ltm-leipzig.de
    Die Leipziger Touristik und Marketing GmbH gab mir via Email die Erlaubnis zum Einbinden der Bilder unter Nennung von Urheber und Quelle. Vielen Dank.





    Knapp 20 Jahre später, 1957, eröffnete das Schauspielhaus zu Leipzig, das aus dem ehemaligen Centraltheater (im Krieg stark beschädigt, später abgerissen) hervorging. Auch dazu hatte ich schon Bilder gezeigt (hier in der Westbesuch-Galerie). Nach größeren Sanierungs- und Umbaumaßnahmen heißt es heute wieder Centraltheater.


    Folgend hierzu auch ein paar Fotos von den Räumlichkeiten. Tja, wie nennt man diesen Stil eigentlich? Zuckerbäckerstil, DDR-Neoklassizismus. Zumindest ist der russische, leicht kitschige Einfluss unverkennbar. Ich glaube, so ähnlich sehen auch Eingangsbereiche der Moskauer Metro aus.




    Eigene Fotos
    Moderationshinweis (Aedificium):
    APH-Galerien Links hinzugefügt.

  • Schöne Bilder.
    Zeigen aber unweigerlich den Architekturverfall nach 1930.
    Die neue Oper erinnert unweigerlich an den Wiener Wiederaufbau, der ebenfalls von 'staatstragender Schlichtheit' war.
    Immerhin noch viel besser als alles, was in der BRD so fabriziert wurde.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • ^ Schauspielhaus/Centraltheater ungleich Oper, lieber Ursus. Auch wenn beide nach dem 2. Weltkrieg gebaut wurden...

  • Sonntagnachmittag in der Innenstadt


    Grimmaische Straße in Höhe der Unzeitgemäßen Zeitgenossen





    Grimmaische Straße Höhe Uni-Campus



    Grimmaische Straße Höhe Kaufhof



    Grimmaische Straße Höhe Handelshof (da war's allerdings Freitag vormittag)




    Bach in Leipzig, Thomaskirchhof



    Springbrunnen vorm Haus Marquette



    Barfußgässchen



    Nikolaikirchhof



    Augustusplatz



    Und noch eine Klassiker-Ansicht aus dem Süden der Stadt

    Bilder: Cowboy

  • Schöne Eindrücke!


    Deine Bilder werden wie immer sehr geschätzt!

    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)

  • Man muss sagen, dass Leipzig in summa sehr viel Glück gehabt hat. Eine mit immer noch einer hinreichenden Zahl von Altbauten durchzogene Innenstadt findet man im wirklich groß- (oder besser welt-)städtischen Bereich D.s sonst nicht mehr.
    Ich habe Leipzig auch in natura als recht ansprechend empfunden - kein Vergleich zur Tristesse Dresdens (außerhalb des Elbuferbereichs), Münchens, Hamburgs, Nürnbergs Frankfurts oder Kölns.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
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  • Quote from "ursus carpaticus"

    kein Vergleich zur Tristesse Dresdens (außerhalb des Elbuferbereichs), Münchens, Hamburgs, Nürnbergs Frankfurts oder Kölns.


    Ursus, again too harsh verdicts... Or possibly the german over-self-criticism is on a guest
    appearance in Vienna? :zwinkern:


    I have never visited Dresden, but the Neumarkt area project, which is still ongoing, and the still
    existing historical parts of the Neustadt can not be underrated! I don't think that Dresden deservs
    the word "Tristesse".


    The same for Munich which has quite many Prachtstrassen, and Cologne with its reconstructed small Altstadt, the churches and the unique Rhein-panorama.


    Sometimes one can get the impression from reading comments in this forum that all german large cities are like
    Ludwigshafen.... :schockiert:

  • Once there was a time that Vienna has been regarded as a German capital. Therefore it's not exceptional to find some kind of (German) over-self-criticism in this city!


    I share your point of view that the carpatian bear is way to harsh with his evaluations concerning German big cities especially with Munich and Dresden. Perhaps he should go for a trip to Ludwigshafen or Pforzheim to see what's possible in a really bad way.


    But as this thread is about the city of Leipzig I'd like to point out the following: Leipzig rules!


    Good night ;)

    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)

  • Es ging mir nicht darum, zu leugnen, dass M, N, DD, K etc noch vieles Sehenswertes und besondere Flecken aufweisen (und in diesem Punkte L sogar deutlich überlegen sind), sondern darum, dass L im Gegensatz zu diesen Städten ein seiner Historie immerhin noch halbwegs angemessenes Stadtbild besitzt. Die 'normalen' Straßenzüge (man vergleiche die Belebtheit der Grimmaischen Straße etwa mit der Trostlosigkeit von BRD-Fußgängerzonen à la Mingener Neuhauser Straße oder Marienplatz, brrrrr*) sind erstaunlich intakt, natürlich, wie in Messestädten üblich, gründerzeitlich dominiert, mit vielen Nachkriegsbauten, aber in ihrer urbanen Stildurchmischung recht ansehnlich. Und das kann man von den anderen erwähnten Städten nun leider wirklich nicht behaupten, nicht einmal von M, das noch am nähesten hinkommt.
    Dass angesichts des schönen überkommenen Stadtbildes Rekonstruktionen nicht so unbedingt erforderlich scheinen wie anderswo, ist klar. Das ist dennoch schade, da der spezifisch Leipziger Barock, von dem nicht mehr allzuviel übrig geblieben ist, mir sehr bedeutend und nicht unter dem DDer rangierend erscheint, auch wenn dies einen Proteststurm auslösen sollte (auch in puncto Leipziger Historismus fehlt mir ganz offensichtlich die nötige Sensibilität, um seine grundsätzliche Minderwertigkeit gegenüber dem DDer erkennen zu können).
    Eine Auffettung des Bestandes an Barockfassaden wäre mE sehr wünschenswert.
    * ich find s auch immer ganz bemerkenswert, wenn zur Beschönigung des aktuellen Zustandes dieser uralten Kultur- und Ausnahmestädte immer Vergleiche mit Duisburg, Ludwigshafen oder Pforzheim herangezogen werden.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nun, ich selbst erachte ja – vollkommen subjektiv, versteht sich - Leipzig als einzigartig unter den deutschen Großstädten (größer/gleich 500'000 Einwohner) und dies keineswegs allein wegen dem Zentrum, welches noch einiges an Vorkriegsbebauung vorweisen kann.


    Im Gegensatz zu München gibt es z.B. um das Zentrum herum noch viele erhaltene Quartiere/Straßenzüge mit Vorkriegsbebauung. Freilich handelt es sich hierbei hauptsächlich um Häuser aus der Gründerzeit. Eine grundsätzliche Minderwertigkeit gegenüber der Dresdener Spielart kein ich ebenso wenig feststellen, ist aber auch nicht von Belang.


    Was Leipzig weiterhin auszeichnet und wo selbst Wien nicht mithalten kann, ist der Platz, der Raum, den die Stadt seinen Bürgern bietet, insbesondere den Kreativen oder den Studenten unter ihnen mit relativ kleinem Geldbeutel.


    Das ist nun in gewisser Weise die positive Seite des Bevölkerungsverlustes, der letzten Jahrzehnte. Vor 70 Jahren lebten über 700'000 Menschen, auf der Hälfte der heutigen Fläche.
    Aber mittlerweile hat sich die steigende und neuerliche Attraktivität der Stadt herumgesprochen, was zu einer positiven Wanderungsbilanz in den letzten 10 Jahren führte.

    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)

  • Ursus, don't missunderstand me. Comparing to Ludwigshafen is not needed in order
    to appreciate Munich or Dresden. What I said is that your (and other's) over-criticism may lead to the (wrong)
    impression that M, DD and K are similar to Ludwigshafen.


    I agree that the Kaufinger Str. in M is problematic, but with the Ludwigstr., Max., Kardinal Faulhaber Str., and other impressive streets, this city is far
    from being deserved to the word "Tristesse". Ok, it is not like Vienna.. But even Paris is not (to my opinion). 8)

  • Quote from "ursus carpaticus"

    Das ist dennoch schade, da der spezifisch Leipziger Barock, von dem nicht mehr allzuviel übrig geblieben ist, mir sehr bedeutend und nicht unter dem DDer rangierend erscheint


    Wobei das Beste der Leipziger Bürgerbauten aus barocken Zeiten von der Gründerzeit verschont blieb, und bis auf die prächtigen Gebäude [url=http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Leipzig_Katharinenstr._14-16,_Stich_um_1720.JPG&filetimestamp=20100207232546]Katharinenstraße 12 bis 16[/url] auch vom WKII verschont blieb, also heute noch erlebbar ist. Zu nennen wären bspw. Romanushaus, Fregehaus oder die nach wie vor leerstehende Katharinenstraße 19. In der Hainstraße steht Webers Hof, dessen gründerzeitlich überformtes Dach nach frühbarockem Vorbild Ende der 1990er-Jahren rekonstruiert wurde. Ein absoluter Hauptgewinn für dieses sehr schöne Bürgerhaus (unbedingt auf Großansicht klicken!). Oder wie wäre es mit der Klostergasse 3 und 5?. Die besten Barockbauten haben, bis auf oben schon erwähnte Gebäude Katharinenstraße 12-16, bis heute überlebt. Sonst war's um viele Gebäude aus jener Zeit wahrlich nicht sehr schade, architektonisch bspw. auch nicht um Wagners Geburtshaus, das 3 Jahre nach seinem Tode abgerissen wurde.



    Zum Schluss für Liebhaber von Leipziger Barockbauten noch einen Kauftipp in der Hainstraße, auch wenn ich nicht weiß, ob dieses Haus derzeit überhaupt zum Verkauf steht. Zumindest ist es noch nicht saniert, und bis auf die Ladenzeile steht das Haus leer.


  • I agree that Leipzig's baroque should be paid much more attention. As far as I know, there are no
    distinguish example of baroque churches in Leipzig, but the existing baroque burgerliche Bauten are
    impressive!

  • Das nachfolgende Leipziger Füllhorn entstand am 17. Juli 2010 im Zuge eines mehrtägigen Leipzig-Besuchs mit dem Forumsmitglied Weingeist. Freundlicherweise hatte sich das Forumsmitglied Leipziger bereit erklärt, uns eine für einen Tag wirklich umfassende Tour zu geben, die nicht nur die Innenstadt, sondern auch ringförmig den Großteil der zentrumsnahen Viertel (v.a. Musikviertel, Bachviertel, Waldstraßenviertel, Graphisches Viertel) abdeckte.


    Trotzdem erhebe ich keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit, das, was ich bereits bei meinem ersten Leipzig-Besuch im Juli 2007 fotografiert hatte, habe ich größtenteils ausgeblendet. Bei weit über 10.000 denkmalgeschützten Objekten können die nun folgenden 109 Bilder aber auch kaum mehr als nur ein kleines Steinchen im Mosaik des Leipziger Bauerbes sein. Die ersten paar Bilder aus Altlindenau sind nur als Bonus zu verstehen, da dort unser Hotel lag.


    Die Kommentare habe ich nach bestem Wissen und Gewissen mit Google Maps, Bing Maps, Wikipedia und diversen Kunstführern recherchiert. Gleichfalls habe versucht, die Bilder, leider aufgrund des wechselhaften Wetters auch von wechselnder Qualität, in der bestmöglichen Auflösung auszuarbeiten.


    Ausrüstung war wie immer die Canon EOS 1Ds Mark II mit dem Canon EF 24-70mm 2.8 L USM. Und los gehts...


    Altwest (Altlindenau) – Rossmarktstraße auf Höhe der Nathnaelkirche nach Osten.



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    Altwest (Altlindenau) – Rossmarktstraße auf Höhe der Nathnaelkirche nach Osten.



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    Altwest (Altlindenau) – Nathnaelstraße auf Höhe der Nathnaelkirche nach Norden.



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    Altwest (Altlindenau) – Noch Wendestimmung an einem Haus an der Rossmarktstraße, direkt gegenüber der Nathnaelkirche.



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    Altwest (Altlindenau) – Evangelische Nathanaelkirche, sie ersetzte 1878 die alte Lindenauer Dorfkirche, der jetzige neugotische Neubau mit 1.100 Plätzen entstand 1881–84. Der Verfall seit den frühen 1970ern und die jahrzehntelange Zweckentfremdung als Lagerraum ist deutlich sichtbar. Auch seit der Wende geht die Renovierung wegen fehlender Mittel nur sehr langsam voran.



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    Altwest (Altlindenau) – Lindenauer Markt 21, wohl kurz vor dem Ersten Weltkrieg in einer Mischung aus Neoklassizismus und Reformstil erbaut, heute Nutzung als Theaterhaus.



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    Altwest (Altlindenau) – Rietschelstraße 2 / Demmeringstraße 22, sogenannte „Grüne Eiche“, erbaut 1902–06 nach einem Entwurf des berühmten Leipziger Jugendstilarchitekten Paul Möbius.



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    Zentrum – Blick auf die nach den Abriss der sozialistischen Hinterlassenschaften gigantisch wirkenden Freifläche zwischen Tröndlinring, Hallischen Tor, Brühl und Richard-Wagner-Platz.



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    Zentrum – Letzter stehender Rest der Fassade des sogenannten Hänsel-Baus von 1907/08 am Tröndlinring, der beim Abriss der „Blechbüchse“ (namensgebend war eine entsprechende Verkleidung des im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten, 1966 neu verkleideten Kaufhauses) freigelegt wurde.



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    Zentrum – Ring-Messehaus von 1922–26, das größte innerstädtische Messehaus der Welt, zwei Drittel im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und nur notdürftig saniert, ursprüngliche Nutzung bis 1992, seitdem Leerstand, seit 2006 Vorbereitung auf neue Nutzung durch Investor.



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    Zentrum – Blick auf den Tröndlinring / Ecke Löhrstraße mit der monumentalen evangelisch-reformierten Kirche, 1896–99 erbaut nach Entwurf von Georg Weidenbach und Richard Tschammer, 1943 schwer beschädigt und innen heute entsprechend schlicht.



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    Zentrum – Katharinenstraße 19, 1749 für den Kaufherrn Jobst Heinrich Hansen vermutlich nach dem Stich eines Stadtpalais in Prag erbaut.



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    Zentrum – Katharinenstraße 21, 1750-52 nach Entwurf von Friedrich Seltendorff.



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    Zentrum – Katharinenstraße 23–15 vom Brühl aus; ganz rechts an der Ecke zum Brühl das 1701–04 nach Entwurf von Johann Gregor Fuchs für den Leipziger Bürgermeister Franz Conrad Romanus erbaute Romanushaus; Katharinenstraße 17 (= Kretschmanns Hof), erbaut 1910–12 nach Entwurf von Max Fricke; ganz links ist der Kubus des Bildermuseums angeschnitten.



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    Zentrum – Detail des Portals von Katharinenstraße 19.



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    Zentrum – Katharinenstraße 15-3; größtenteils aus den 1900er Jahren; Katharinenstraße 11 (= Fregehaus), im Kern wohl frühes 16. Jahrhundert, barocke Fassade 1706–07 nach Entwurf von Johann Gregor Fuchs.



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    Zentrum – Detail des dreistöckigen Kastenerkers von Katharinenstraße 11.



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    Zentrum – Katharinenstraße 3, 1709 nach Entwurf von Johann Georg Fuchs Christian Schmidt.



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    Zentrum – Katharinenstraße vom Markt nach Norden.



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    Zentrum – Nordseite des Marktplatzes mit der Alten Waage (rechts), 1555 nach Entwurf von Paul Speck unter Hieronymus Lotter, 1943 zerstört, 1964 historisierender Wiederaufbau.



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    Zentrum – Südliche Westseite des Marktplatzes, links die Martktgalerie, 2001–03 nach Entwurf von Christoph Mäckler.



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    Zentrum – Eingangsbereich des Alten Rathauses, im Kern Mitte 14. Jahrhundert, 1556–57 Umbau in den heutigen Zustand unter Hieronymus Lotter nach Entwurf von Paul Speck bzw. Paul Widemann, Blick Richtung Osten bzw. Naschmarkt.



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    Zentrum – Eingangsbereich des Alten Rathauses mit der Aufgangstreppe, Blick Richtung Westen bzw. Markt.



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    Zentrum – Alte Handelsbörse am Naschmarkt hinter dem Rathaus, 1678–79 wohl nach Entwurf von Johann Georg Starcke mit kostbarer Innendekoration von Giovanni Simonetti sowie Johann Heinrich am Ende, 1816 Umbau & Erweiterung nach Entwürfen von Johann Carl Friedrich Dauthe und Friedrich Weinbrenner, 1943 Kriegszerstörung mit Verlust der Innenausstattung, 1955–62 äußerlicher Wiederaufbau.



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    Zentrum – Blick aus dem Obergeschoss der Alten Rathauses in die Grimmaische Straße Richtung Osten.



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    Zentrum – Impression aus dem ersten Obergeschoss des Alten Rathauses, südlicher Teil nach Nordosten.



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    Zentrum – Impression aus dem ersten Obergeschoss des Alten Rathauses, südlicher Teil nach Südwesten.



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    Zentrum – Impression aus dem ersten Obergeschoss des Alten Rathauses, Großer Festsaal nach Norden.



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    Zentrum – Blick aus dem Obergeschoss der Alten Rathauses auf die mittlere Westseite des Marktplatzes.



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    Zentrum – Impression aus dem ersten Obergeschoss des Alten Rathauses, Großer Festsaal nach Süden, im Vordergrund das berühmte Holzmodell, das die Stadt im Jahr 1823 zeigt.



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    Zentrum – Zum Abschied vom Markt nochmal ein Blick auf die Nordseite, rechts angeschnitten das Messehaus am Markt, 1961–63 nach Entwurf von Frieder Gebhardt, heutige Fassade von 2002.



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Frühklassizistisches Gebäude am Peterssteinweg, wohl noch vor 1800 und somit für Leipziger Verhältnisse schon einer der wirklich alten Privatbauten.



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Peterssteinweg auf Höhe der Straße des 17. Juni nach Süden. Hier beginnt die Südwestvorstadt, die inoffiziell auch Musikviertel heißt und etwa 1880–1900 bebaut wurde. Mit zahlreichen Monumentalbauten und Wohnpalästen war dies das luxuriöseste Leipziger Wohnviertel, das leider im Zweiten Weltkrieg zu rund 50 Prozent zerstört wurde, vor allem im südlichen Teil. Einiges, was zu retten gewesen wäre, ist dann auch noch vollkommen ungeordneter Plattebautätigkeit der DDR ab Ende der 1960er zum Opfer gefallen. Vor allem durch die Monumentalbauten, die bis auf das Gewandhaus eigentlich alle noch da oder mittlerweile rekonstruiert sind, sowie zahllose Sanierungen seit 1990 ist der Glanz des Viertels aber trotz allem wieder gut erlebbar.



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Reichsgerichtsgebäude, 1888–95 nach Entwurf von Ludwig Hoffmann und Peter Dybwad.



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Südlich des Reichsgerichtsgebäudes wird diese letzte große Lücke im umgebenden Blockrand bald modern und leider m.E. mit wenig Einfühlungsvermögen geschlossen, das links zu sehende Gebäude wurde sichtbar erst vor kurzem aufwändig saniert und teilrekonstruiert (Dachzone).



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Östlich dem Reichsgericht das Landgerichtsgebäude an der Harkortstraße von 1876–78.



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Bibliotheca Albertina, 1887–91 nach Entwurf von Max Arwed Roßbach, im Zweiten Weltkrieg zum größten Teil zerstört (Bestände ausgelagert und gerettet), 1994–2002 weitgehend selbst im Inneren rekonstruiert.



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Beethovenstraße 8, sogenanntes Palais Roßbach, 1892 nach Entwurf von Max Arwed Roßbach, wohl eines der meistfotografierten Gebäude der Stadt.



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    Zentrum-Süd (Musikviertel - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in der Wächterstraße, 1889–90 nach Entwurf von Hugo Licht als Städtische Gewerbeschule erbaut.



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Hochschule für Grafik und Buchkunst in der in Wächterstraße, 1887–90 nach Entwurf von Otto Wanckel und Nauck als Kunstgewerbeschule erbaut.



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Sanierungsprojekt wohl irgendwo in der Wächterstraße?



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Schwägrichenstraße / Ecke Mozartstraße nach Süden mit glanzvoller Architektur in aufgelockerter Blockrandbebauung, rechts und im Hintergrund kriegsbedingte Brachen.



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    Zentrum-Süd (Musikviertel) – Mozartstraße / Ecke Schwägrichenstraße nach Norden mit jüngerem Füllbau, der anbetrachts der ohne Sinn und Verstand in die südlichen Reste des Viertels gerammten vier bis fünf Platten, die ich euch hier mal vorenthalte, geradezu wie eine Wohltat wirkt. Vor allem deren Beseitigung und die Bebauung der Brachen mit Häusern einheitlicher Traufhöhe könnte schon Wunder wirken.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Kaum weniger prunkvoll als das Musikviertel, aber im Gegensatz zu diesem unversehrt überkommen ist das sogenannte Bachviertel, das sich in der äußeren Westvorstadt rund um die Sebastian-Bach-Straße gruppiert und im Wesentlichen zwischen 1860–90 entstand. Das hier zu Sehende zählt nach meinem Empfinden mit zum Großartigsten, was im Bereich des bürgerlichen Bauens in Deutschland noch existiert. Hier die Ecke Ferdinand-Lassalle-Straße / Hauptmannstraße nach Südwesten.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Ecke Ferdinand-Lassalle-Straße / Marschnerstraße nach Südwesten.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Ferdinand-Lassalle-Straße 10 im Detail.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Marschnerstraße / Ecke Ferdinand-Lassalle-Straße nach Nordwesten, man beachte die aus heutiger Sicht geradezu aberwitzige Detailfülle des Eckbaus Ferdinand-Lassalle-straße 8 / Marschnerstraße 1 (?).



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Davidstraße nach Nordwesten, ohne Autos könnte man hier auch den Hauptmann von Köpenick neu verfilmen...



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Detail des Gebäudes Ferdinand-Lassalle-Straße 14.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Weitere Details an der Ferdinand-Lassalle-Straße zwischen Davistraße und Moschelesstraße.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Gebäude zwischen Villa und aufgelockerter Blockrandbebauung an Moschelesstraße, von Sebastian-Bach-Straße nach Nordwesten. Das hier zu sehende zählt zu der älteren Architektur des Viertels, wohl so zwischen 1860–70.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Sebastian-Bach-Straße nach Nordosten von der Moschelesstraße.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Sebastian-Bach-Straße 53, 1880–81 nach Entwurf von Max Arwed Roßbach für den Verlagsbuchhändler Leopold Gebhardt erbaut, heute Altenheim.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Käthe-Kollwitz-Straße 115 von Nordwesten, 1885–86 nach Entwurf von Max Pommer für den Verlagsbuchhändler Herrmann Julius Meyer (der das berühmte Lexikon herausgab) erbaut, in seiner reichen Neorenaissanceausstattung auch im Inneren selten gut erhalten und 2004 restauriert, heute Sitz des des 1996 gegründeten Club International e.V.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Käthe-Kollwitz-Straße 115 von Nordosten, gut zu erkennen hier der umlaufende Fries in Sgraffitotechnik und die Polychromie selbst des Gebälks, Merkmale, die nur den hochwertigen Bauten zuteil wurden.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Käthe-Kollwitz-Straße 82, um 1873 nach Entwurf von Gustav Müller unter der Bauleitung des damals bei ihm Büro arbeitenden Max Pommer ebenfalls für Julius Meyer erbaut – dieser Bau war unserem Verlagsbuchhändler also schon nach weniger als zehn Jahren schon nicht mehr ausreichend. Der Überlieferung nach lernten sich Meyer und Pommer bei diesem Bauvorhaben kennen, was dann in der Bauleitung des letzteren für das jüngere Wohnhaus Meyers resultierte.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Käthe-Kollwitz-Straße 70, 1873–74 wohl nach Entwürfen von Oskar Mothes für ihn selbst bzw. den im Erdgeschoss wohnenden Buchdruckereibesitzer und Verlagsbuchhändler Otto Dürr und seine Frau erbaut. Nach der Frau des Architekten wird das Gebäude auch „Julburg“ genannt. Sehr ungewöhnlich die doch stimmig wirkende Mischung von Neogotik und Neorenaissance, die auch im Inneren in ihrem ursprünglichen Reichtum fast vollständig erhalten ist. 1908 Anbau eines Pferdestalls im neogotischen (!) Stil, 1993–96 Sanierung, heute Wohnhaus und Sitz einer Anwaltskanzlei.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Käthe-Kollwitz-Straße 64, wohl um 1870 für Mitglieder des Verlags Karl Baedeker erbaut, unter dessen Namen, wenn auch mit völlig anderen Eigentümern, bis heute die berühmten Stadtführer herausgegeben werden. Nach den Bauherren auch Villa Baedeker genannt.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Davidstraße von der Ecke Käthe-Kollwitz-Straße nach Südosten gesehen.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Hillerstraße 9, 1885–89 nach Entwurf von Max Pommer für ihn selbst erbaut.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Hillerstraße 9, Detail des Obergeschosses. In an Renaissance-Terrakotten erinnernden Stuckreliefs huldigte Pommer wohl seinen Vorbildern (Schinkel, Klenze, Semper, Ferstel).



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Sebastian-Bach-Straße 3, 1881–83 nach Entwurf von Max Pommer für Kaufmann Friedrich Willibald Ledig erbaut, sogenannte Villa Thomana. 2007–08 unter weitgehendem Erhalt der vielen überkommenen Details der Innenausstattung saniert, heute Teil des Musikcampus forum thomanum und Dienstsitz des Thomaskantors.



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    Zentrum-West (Bachviertel) – Eines der letzten unsanierten Gebäude am Ostrand des Viertels, hier von der Ecke Schrebergässchen / Schreberstraße nach Südosten gesehen, im Hintergrund die Lutherkirche, 1884–1887 nach einem Entwurf des Architekten J. Zeißig (1855-1930) im neogotischen Stil erbaut. Das Gebäude selbst entstand schon 1869–70 für die Leipziger Aroma-Werke und wird nun...



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    ...in wirklich letzter Sekunde saniert, wie hier berichtet.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Wir sind im Waldstraßenviertel angekommen, einem weiteren äußerst gut erhaltenen Quartier des 19. Jahrhunderts, das in seiner Vollständigkeit und Qualität ebenfalls einen hohen nationalen Rang einnehmen dürfte. Ein kleiner Teil der Bebauung entstand bereits ab 1830, das Gros dann zwischen 1860 und 1900, mit dem Ersten Weltkrieg war das Viertel glücklicherweise nahezu komplett. Hier am Südrand blicken wir auf ein weiteres Meisterwerk des bekannten Leipziger Jugendstilarchitekten Paul Möbius, Waldstraße 4, erbaut 1895–96 – ein in seinen wenig eklektischen Formen damals hypermodernes Gebäude!



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Jahnallee 46, also nur ein paar Häuser weiter, ebenfalls nach Entwürfen von Möbius, das genaue Erbauungsdatum ist unbekannt, aufgrund der sich schon deutlicher, aber noch nicht wirklich ausgeprägt abzeichnenden Jugendstilformen würde ich mal auf 1898–1900 schließen.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Jahnallee / Ecke Tschaikowskistraße mit Blick Richtung Ranstädter Steinweg bzw. Lessingstraße nach Osten – die hier zu sehende Bebauung gehört wohl der frühen zweiten Bebauungsphase an, also den 1860er Jahren.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Detail des mit Fresken verzierten Mezzaningeschosses von Tschaikowskistraße 7, erbaut um 1895.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Ecke Tschaikowskistraße / Gustav-Adolf-Straße nach Nordwesten, eines der letzten unsanierten Gebäude des Viertels, bei dem jedoch eine Visualisierung schon die nahende Sanierung inklusive Wiederbestuckung, leider aber auch einem zumindest augenscheinlich wenig zurückhaltenden Staffelgeschoss kündet.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Die offene Blockrandbebauung in der Nordostecke des Waldstraßenviertel ist erreicht. Das zweite Gebäude von links, Tschaikowskistraße 31, wieder mal nach Plänen von Paul Möbius, erbaut 1900–01.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Detail Tschaikowskistraße 31.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Nochmal Tschaikowskistraße 31 von Nordosten.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Wohnpaläste an der Ecke Tschaikowskistraße / Ecke Feuerbachstraße nach Nordwesten.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Waldstraße 54, erbaut 1890, vor wenigen Jahren aufwändigst inklusive Dachreko saniert, traumhaft schöner Eingangsbereich und Treppenhaus.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Blick in die Feuerbachstraße nach Nordosten von der Ecke Waldstraße, im Vordergrund Details des Eingangsbereichs von Waldstraße 56, dem baulichen Pendant von Waldstraße 54, inklusive Neorenaissance-Sitznischenportal und vollständig erhaltener Farbverglasung.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Blick entlang der Feuerbachstraße nach Südwesten von der Ecke Waldstraße.



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    Waldstraßenviertel (Zentrum-Nordwest) - Christianstraße nach Südwesten Richtung Zentralstadtion von der Ecke Waldstraße, die Häuser wohl alle frühe 1900er Jahre.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Mit dem links zu sehenden Elstermühlgraben, der das Waldstraßenviertel vom Rosental trennt, ist in der Liviastraße der Ostrand und eine ausgeprägte Villenbebauung erreicht.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Blick von der städtebaulich sehr wirksamen Ecke Liviastraße / Tschaikowskistraße / Feuerbachstraße nach Nordwesten. Der hier reich vertretene Neoklassizismus, beim Kopfbau in Form eines verspielten Neo-Zopfstils, deutet an, dass ein Großteil dieser Bebauung ganz kurz vor dem Ersten Weltkrieg entstand.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Hinrichsenstraße 14, erbaut 1924 als Israelitisches Altenheim der Julius-Ariowitsch-Stiftung, eines der letzten Werke von Emil Franz Hänsel. Ja genau – der, nach dessen Plänen 1906–08 der älteste Teil der nun abgebrochenen „Blechbüchse“ am Brühl errichtet wurde, aber auch viele andere, größtenteils noch erhaltene Großbauten, z.B. 1908–1910 „Specks Hof“ in der Reichsstraße. Nach Sanierung seit Mai 2009 Begegnungszentrum der Israelitischen Religionsgemeinde (IRG).



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Humboldstraße / Ecke Jacobstraße nach Nordosten, im ältesten Teil des Waldstraßenviertels bezeugen die Bauten im Hintergrund noch die klassizistische Tradition, der im Vordergrund rechts stammt wohl eher aus den 1920er Jahren.



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    Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) – Rückseite von Rosentalgasse 1 am hier erst jüngst wieder freigelegten Elstermühlgraben.



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    Zentrum – Ein weiter Sprung – wieder zurück in der Innenstadt in der Hainstraße. Links einer der letzten noch nicht sanierten Großbauten des Zentrums, das ehemalige Hôtel de Pologne (Hainstraße 16/18). Es wurde 1846–48 erbaut, 1891–92 Umgestaltung der Fassade im Stil der florentinischen Renaissance und Einbau neobarocker Festsäle nach Plänen von Max Arwed Roßbach, nach fast zwanzigjährigem Leerstand begann im Mai 2010 die umfassende Sanierung, siehe auch hier.



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    Zentrum – Gegenüber der Jägerhof (Hainstraße 17/19), 1913–14 nach Entwurf von Alfred Müller in einem reifen Reformstil erbaut, im Inneren tolle, Ende der 1990er wiederhergestellte Lichthöfe, deren Kacheloptik schon die Ästhetik der 1920er Jahre vorwegnimmt. Im Hintergrund die hoffentlich bald wieder bebaute Hainspitze, bis zum Zweiten Weltkrieg Standort der Großen Tuchhalle.



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    Zentrum – Hainstraße 8, der älteste bisher bekanntgewordene Privatbau der Stadt. Bei der Sanierung Ende der 1990er Jahre konnte man, wenn auch wahrscheinlich zweit- bzw. fremdverwendete, Holzbalken dendrochronologisch auf 1474 datieren, das Gebäude selbst entstand wahrscheinlich kurz vor der Mitte des 16. Jahrhunderts. Den Kastenerker erhielt das Gebäude im Zuge einer Barockisierung im frühen 18. Jahrhundert. Im Inneren sind neben dem Gewölbe des Erdgeschosses in den Obergeschossen noch bemalte Holzdecken der Renaissance erhalten, die teils sorgsam konserviert, unter Stuckdecken des frühen 18. Jahrhunderts liegen.



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    Zentrum – Blick vom gleichen Standpunkt entlang der der Fassaden der Westseite der Hainstraße nach Nordwesten...



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    Zentrum – ...und entlang der Fassaden der Westseite nach Südosten, im Hintergrund der Markt.



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    Zentrum – Nochmal nach Nordwesten, diesmal jedoch entlang der Fassaden der Ostseite. Die rechts zu sehenden Häuser Hainstraße 4 (erbaut 1775) und 6 sind leider nur noch Fassaden bzw. Rekonstruktionen nach Entkernung bzw. Totalabbruch Ende der 1990er Jahre. Leider gerade bei kaum als solchen zu bezeichnenden Sanierungen irgendwelcher Investoren, die einen schnellen Reibach machen wollten, keine Seltenheit.



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    Zentrum – Nochmal am Markt das bisher noch nicht gezeigte, sogenannte Königshaus (Markt 17). Im Kern wohl Mitte 16. Jahrhundert, 1706–07 barocker Umbau nach Plänen von Johann Gregor Fuchs, im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts mehrfach eingreifende Umbauten zwecks Nutzung als Geschäftshaus, nach der Wende Sanierung.



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    Zentrum – Europahaus am Augustusplatz, zweites Leipziger Hochhaus nach dem Krochhochhaus, erbaut 1928–29 nach Plänen von Otto Paul Burghardt. 1965 verändert und Ende der 1990er nur notdürftig gereinigt könnte eine vernünftige Instandsetzung diesem interessanten Gebäude wohl ähnlich gut tun wie die Firnisabnahme bei einem Gemälde.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Augusteum von der Ecke Querstraße / Dresdner Straße / Nürnberger Straße und Grimmaischer Steinweg.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Neues Grassimuseum am Johanniplatz von Westen, errichtet 1925–29 nach Entwürfen von Hubert Ritter bzw. des Architekturbüros Zweck & Voigt als einer der bedeutendsten Museumsbauten der Weimarer Republik. 1943 schwer zerstört, 2001–05 restauriert, dabei leider die historischen Fenster herausgebrochen...



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – ...die Innenhöfe und Durchgänge atmen aber trotzdem noch die nur noch selten zu findende Formsprache des Expressionismus der späten 1920er Jahre. Heute dienen die Räume wieder als Museum für Völkerkunde (die ursprüngliche Nutzung) sowie auch dem Museum für Angewandte Kunst bzw. für Musikinstrumente der Universität Leipzig.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Jenseits des Museums schließt der Alte Johannisfriedhof an, der älteste Platz von Grablegen Leipzigs. Hier im Bild eine der letzten (die letzte?) noch erhaltene barocke Gruftenhalle, wohl erstes Viertel 18. Jahrhundert.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Bilder wie diese an der Ecke Rabensteinweg / Täubchenweg bezeugen einerseits noch den vielfach vorhandenen Sanierungsbedarf, andererseits auch den gewaltigen Zerstörungsgrad des Graphischen Viertels im Zweiten Weltkrieg – Brachen und Neubauten allerorten.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Von diesem Block zwischen Kreuzstraße / Scherlstraße / Inselstraße und der hier im Bild verlaufenden Dresdner Straße ist noch der Großteil übrig, der ein wenig vom einstigen Glanz zeugt – und vorbildlich saniert.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Dresdner Straße 11–13, 1906 nach Entwurf von Curt Nebel als Druckhaus für Oscar Brandstettner erbaut, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, 1995–96 weitgehend rekonstruiert.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Dresdner Straße (?), dieses Gebäude, zu dem ich nichts herausfinden konnte, wirkt für Leipziger Verhältnisse ziemlich alt, stilkritisch wohl erstes Viertel 19. Jahrhundert.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Dresdner Straße / Ecke Gerichtsweg von Nordwesten, der letzte Rest eines Quartiers, immerhin teilsaniert und somit noch nicht ganz abgeschrieben.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Lange Straße von der Ecke Dresdner Straße nach Norden, einer der noch vergleichsweise geschlossenen Straßenzüge mit relativ hohem Sanierungsstand.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Kleines Sanierungsprojekt Lange Straße / Kreuzstraße.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Kreuzstraße von der Ecke Lange Straße nach Westen.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Abbruchkandidat an der Langen Straße, im Hintergrund Blick auf Platten jenseits der Dresdner Straße.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Kreuzstraße von der Ecke Scherlstraße nach Osten, rechts ein tolles Beispiel für Industriearchitektur.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Verlagshaus Anton Philipp Reclam, Ecke Inselstraße / Kreuzstraße, 1887–1905 nach Entwurf von Max Bösenberg – wohl einer der großartigsten Bauten dieses Gewerbes, der nach den immensen Kriegszerstörungen überdauert hat. Vor allem wenn man bedenkt, dass dies ein reiner Zweck- und kein Wohnbau war.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Verlagshaus Anton Philipp Reclam – Detail des Haupteingangs an der Inselstraße im allerfeinsten Jugendstil.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Verlagshaus Anton Philipp Reclam – Detail des Risalits über dem Haupteigang mit den zwei bekanntesten Herren aus dem Weimarer Viergestirn.



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    Zentrum-Ost (Graphisches Viertel) – Inselstraße 18 von Westen, 1838 erbaut und somit eine Perle der klassizistischen Architektur Leipzigs. Da hier Robert und Clara Schumann ihre ersten vier Ehejahre auch Schumann-Haus genannt..



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    Das wars.

  • Leipzig ist einfach göttlich! Vielen Dank für diese Fotos, sie haben mir viel gegeben.

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe

  • Neben den bekannten innerstädtischen Ansichten (wieder-)erblüht in Leipzig der sog. Historismus in bester Ausprägung und Qualität in einem deutschlandweit einmaligen, flächendeckenden Erhaltungsgrad. Viele gezeigte Ansichten haben Ähnlichkeiten mit den zahlreichen verlorengegangenen Berliner Straßenbildern.
    Besten Dank für die umfasssende und wohlkommentierte Bilderschau, RMA.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)