Wien - Baugeschehen

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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Freilich stehen die noch. Obzwar: "schöne" Altbauten... nun ja.
      Tja, für Wien hat dieses ansonsten nur als läppisch anzusehende Weltkulturerbebrimborium zweifellos nur gute Seiten und sich bei dem viel schändlicheren weil schädlicheren Projekt beim Bahnhof Wien Mitte (bestens bekannt aus der dritten Kottanfolge) sehr bewährt. Die Wiener Ignoranten haben offenbar schwächere Nerven als ihre Dresdner Pendants.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Neubau Neutorgasse

      Die Österreicher scheinen ziemlich hart zur Sache zu gehen. Nach dem Kaufhaus Tirol in Innsbruck diesmal ein Monster aus der Wiener Innenstadt:



      Quelle: http://www.rataplan.at/projekte.php?NAME=neutorg\r
      www.rataplan.at/projekte.php?NAME=neutorg

      Städtebauliche Einordnung:
      Die städtebauliche Leitidee besteht aus dem Verschwenken des Neubaus hinter ein zu erhaltendes Bestandsgebäude, welches funktional mit dem Neubau verbunden wird. Durch das Zurückschwingen des Baukörpers entsteht eine platzartige Straßenerweiterung. Gleichzeitig wird der Außenbezug für die Wohnungen und Büros optimal hergestellt. Der städtebauliche Maßstab der benachbarten Gründerzeitbauten wird aufgenommen, die Struktur der ehemals drei Grundstücke bleibt trotz einer gemeinsamen Bebauung im Straßenzug erhalten


      Nicht mein Ding :augenrollen:
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Wobei man hier fairerweise sagen muss, dass an dieser Stelle in Wien bereits vorher eine Scheußlichkeit stand, somit verändert sich die Situation nicht (leider auch nicht zum Guten). Viel schwerwiegender ist da der Fall in IBK, der ja bereits hinreichend besprochen wurde.

      Vielmehr stört mich in Wien der Abbruch eines Biedermeierhauses bei der Gumpendorferstraße/Gürtel.......hast Du, Exilwiener, hier nähere Infos bez Eigentümer?

      lG
      "Ich denke an Wien, so wie Sie an Brüder, an Freunde denken, die jetzt an der Front sind. Nun sind sie fern von Ihnen und Sie wissen sie in Gefahr, ohne ihnen beistehen, ohne diese Gefahr teilen zu können" - Stefan Zweig 1940
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      "erbsenzaehler" schrieb:

      Was ist mit dem Projekt Komethochhaus nahe Schönbrunn? Stehen die schönen Altbauten samt der Bäume noch? :?


      Ja, noch stehen sie. Es sind sogar noch Mieter in ein paar Wohnungen drinnen, die nicht heraus gehen wollen. Es gibt sogar einen Hausbesitzer, der sich nicht enteignen lassen will und gegen das Projekt ankämpft ebenso wie fast alle Anwohner in dieser Gegend! Da leider die Wiener SPÖ bei diesem Projekt federführend ist und ein ehemaliger Sozi-Innenminister Sprecher des Bauherren ist, wird die Politmafia hier tabula rasa machen wollen - es ist eigentlich nur noch fraglich in welchem Ausmaß... (ein privater Investor - der nicht politisch vernetzt ist - in Wien bekommt aber immer die volle Härte und alle bürokratischen Hürden der Stadtverwaltung zu spüren, von einer Umwidmung oder Änderung der Bebauungsbestimmungen seines Grundstücks ganz zu schweigen).
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      @Däne

      Das ist wirklich eine Grauslichkeit. In echt sieht das Haus noch viel schlimmer aus als auf Deiner Visualisierung!

      @Kleist


      Ich glaube der Spekulant Lenikus ist der Störenfried - kann mich aber auch irren.

      In den letzen 5 Jahren sind so viele Biedermeierhäuser in Wien abgerissen worden, dass der Bestand in Wien nachhaltig immer kleiner wird - ein Abrissbescheid ist in der Regel in Wien recht schnell zu erwirken und es stehen selbst in der Altstadt einige Häuser nicht unter Denkmalschutz, von denen man es erwarten würde! Auch vor Barockhäusern macht die Abrisbirne keinen halt (2. Bezirk)! Wien ist anders - leider! Wenn ungebildetes Proletentum regiert ist halt nichts anderes zu erwarten - aber schön mit Schönbrunn, Belvedere und "Wien, die schönste Stadt der Welt" herumlavieren...die Realität sieht leider anders aus. Während L, Potse etc tatsächlich schöner werden, wird Wien architektonisch leider immer unansehlicher.
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Ja, das stimmt, gerade 2-geschossige Biedermeierhäuser sind stark gefährdet, weil oft auch in einem (mutwillig herbeigeführten) schlechten Zustand. Weißt Du eig etwas Näheres bez Liechtensteinstraße 28 (von 1781), wir hatten das schonmal denke ich.

      lG
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Du hast ja - wie ich glaube - hier einmal ein Foto von diesem süssen josephinischen Haus eingestellt. Im ersten Stock stehen immer frische (?) Blumen in den Kastenfenstern.

      http://www.bezirksmuseum.info/daten/htm2/60/128000020000.htm\r
      www.bezirksmuseum.info/daten/htm ... 020000.htm

      http://www.simforum.de/showthread.php?t=145853&page=7\r
      www.simforum.de/showthread.php?t=145853&page=7


      Ich habe ein bisserl im Netz recherchiert, aber leider auch nichts gefunden? ´Man müsste im Grundbuch nachsehn, wem die Liegenschaft gehört, dann könnte man weitere Schlüsse ziehen.

      => OK, habe gerade nachgesehen: Das Haus gehört drei Damen und einem Herren jeweils zu einem 1/4. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Eigentümer einig sind, nicht (an einen Spekulanten) zu verkaufen. Das Gute ist, dass aus dem grundbuch ersichtlich ist, dass das gebäude unter Denkmalschutz steht. In Wien allerdings leider kein Grund, einen potentiellen Abriss zu verhindern. Hoffen wir, das Beste!
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    • Re: Meldungen aus Österreich

      Das klingt auch nicht gut, hatte eigentlich gehofft, dass dieses Projekt gestorben ist:

      diepresse.com/home/panorama/oe…as-schoenste-Haus-Europas
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    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Ein lesenswerter, wenn auch, was einige Geschichtsdeutungen angeht, kritisch zu betrachtender Aufsatz von Elisabeth Lichtenberger über die Stadtentwicklung Wiens, der den Bogen vom Mittelalter bis ins späte 20. Jahrhundert spannt: Aufs Engste mit dem Schicksal der Habsburger verknüpft - Wien: Zwischen extremer Grenz- und Mittelpunktlage
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      ein ziemlich deftiger Artikel über die Zustände in Wien auf Telepolis:


      Teil 1: Einstürzende Altbauten
      Teil 2: Abstürzende Eilbauten
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

    • Nun macht er sich also auch in der Kärntner Straße breit, der deutsche Großkonzern. Klotzen nicht kleckern, scheint die Devise gewesen zu sein, nach der Peek&Cloppenburg sein „Weltstadthaus“ hat gestalten lassen. Es ist ein Allerweltstadthaus geworden, dessen brutale Rasterfassade durchaus in jede x-beliebige deutsche Nachkriegs-Fußgängerzone passen würde. Sein großspuriger Auftritt in der Wiener City, in der immer noch eine Spur eleganten großbürgerlichen Flairs spürbar ist, wirkt peinlich deplatziert.
      P&C-"Weltstadthaus": Brutalarchitektur in Wien « DiePresse.com
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Wien - Baugeschehen

      Er sollte aktuelle Bauvorhaben, Renovierungen und hoffentlich wenige Abrisse (leider auch wenige bis keine Rekonstruktionen) beinhalten:

      Beginnen wir mal ungefährlich:

      Im Strang Patina stellte ich folgendes ein:


      schlosshof schrieb:

      hier gibts nicht viel zu erraten, dafür aber ein anschauliches beispiel für oder gegen patina:



      mir persönlich gefällt die linke gereinigte seite besser - macht alles hell und freundlich wirkt lebensbejaender.
      mit patina (verschmutzung in diesem Fall) wirkt der dom düster, mächtiger und älter!

      Ich mache hier mal analoge zu Berliner, Münchner und anderer Baugeschehen diesen auf!

      Das Gerüst wurde letzte Woche beseitigt und präsentiert sich wie folgt:



      Westfassade Details:






      Gerade rechtzeitig vor den trüben Spätherbst und Wintertagen! Da wird nun die hellere Fassadenoberfläche für bessere Stimmung und Helligkeit sorgen!

      Ich glaube auch, dass so ein heller Zustand für viele Generationen was neues ist --> auf den historischen Bildern des späten 19 Jahrunderts und Beginn des 20. Jahrhunderts, präsentiert sich die Fassade immer als rußgeschwärzter verwunschener Koloss!

      Im Hintergrund sieht man den nächsten Abschnitt eingehüllt: den Südturm - auch kohlschwarz im Moment!
      Es darf nie vergessen werden, dass die Kunst eines Landes der Wertmesser nicht allein seines Wohlstandes, sondern vor allem auch seiner Intelligenz ist
    • Auf einen positiven Beitrag folgt ein Abrissbeitrag:

      Für alle Nichtwiener ist das Umfeld der ehemalige Schlachtgründe St. Marx und Erdberger Mais ein von häßlicher und monströser Monderner Bautätigkeit geprägtes Gebiet!

      Einige wenige Inseln der ehemaligen Gründerzeitlichen Verbauung sind beblieben:

      [- ehemalige Schlachthalle hinter dem Koloss der T-Mobile Zentrale
      - das Eingangstor zum Schlachthof
      - ein Verwaltungsgebäude gleich dahinter
      - das als Veranstaltungsgelände genutzte Arena-Gelände und

      eine 3er Gruppe von Gründerzeitlern - nicht älter als 100 Jahre als Insel zwischen Autobahn und modernen Verwaltungsbüros in "Im Erdberger Mais" Nr. 2 und 3:

      2009 wurde Nr. 1 bereits abgerissen - 2010 zu meiner Verwunderung aber das mittlere mit neuen Fenstern und einer Fassadenrenovierung bedacht!

      Als ich letzte Woche über die Autobahn Richtung Transdanubien fuhr, traute ich meinen Augen nicht! Obwohl man heuer erst die Gerüste nach erfolgreicher Renovierung entfernt hatte präsentierten sich die Häuser ohne Fenster und letzte Woche dann so:




      Sicherlich keine Unikate oder Glanzstücke, aber doch das letzte Zeichen einer Gegend mit Geschichte:


      Aber einfach auf verlorenen Posten in einer vom m2-Preis dominierten Gegend mit qualitätsvoller Gemeindearchitektur :kopfwand: :

      Links das hübsche Österreichische Staatsarchiv in der Nottendorfer Gasse 2 und in der Mitte das neue Hochhaus der Wiener Linien - über den Gleisen der U-3 gebaut als Bestandteil des "Towndown" Entwicklungsgebiets
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    • @Schlosshof

      Ich bin gestern auch dort vorbeigefahren und war ebenfalls entsetzt. Sicher, wer will schon neben der Südosttangente wohnen und in diesem eher trostlosen Teil des Wiener Balkans, aber zumindest die U-Bahn und ein neuer Billa sind dort. Vielleicht kommt nun eine Erweiterung für PwC. Immer wenn ich dort bei der Kreuzung abbiege, komme ich mir nun ob des neuen Hochhauses wie in New York vor...weh.
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    • Ja da geb ich dir recht. Das Foto bringt die Bedrohlichkeit leider gar nicht rüber! Da muß man wirklich selbst gewesen zu sein um den Eindruck zu erfahren.
      New York ist gar nicht so abwegig, bei den vielen Schlipsträgern von PwC (muß leider selbst einen als Uniform tragen ;-))
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    • Auch bei der Langzeitruine in Wien - den Sophiensälen - eigentlich nur mehr Saal floet:) tut sich nach 10 Jahren Verfall jetzt endlich was!

      Die Ausgangssituation stellt sich bei Baubeginn nun wie folgt dar:


      Aufnahme Ecke Seidlgasse/Marxergasse


      Fassadenrest gegen die Marxergasse

      So solls dann 2013 aussehen:




      ähnlicher Aufnahmepunkt - Seitenfassade in die sonst mit historistischen Mietshäusern verbaute Blattgasse:

      Es wurden die Longenräume abgebrochen, die Baugrube rund herum ausgehoben und schon betoniert.


      Detailaufnahme des Foyerfensters in die Blattgasse - ist zu hoffen, dass es renoviert und nicht durch eine 3 faches Schallschutzfenster ersetzt wird!

      erneuter Blick ins Foyer - da hängen sogar noch Stoffbespannungen herum!



      Einige Konsolen der Balkone haben sich noch erhalten.

      Auch die eine oder andere Kapitelle:


      Anscheinend wurde schon einiges an Architekturteilen für die Reko abgenommen:


      Aufnahme von der Kegelgasse Richtung Marxergasse - mit der ganzen "Schönheit" der Verbauung aus den 80igern:


      So soll der Saal dann 2013 ausschauen:


      Wenn es nach diesem Modell geht, dann werden die Architekturteilreste an der Front um die Rundfenster des Saales aber nicht rekonstruiert:


      Da die Bautätigkeiten vom Bundesdenkmalamt begleitet werden, kann man nur hoffen, dass diese so viel wie möglich reklamieren!
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    • Hier mal ein "großstädtisch, modernes" Bauvorhaben:

      BAHNHOF MITTE:

      Das Areal liegt dicht am historischen Stadtkern - war Teil des jahrhundertealten unverbauten Glacis!

      Die 1. wirkliche Nutzung entstand ab 1803 durch den Wiener Neustädter Kanal, der hier sein Wiener Hafenbecken bis 1849 hatte. Dann wurden die Kanäle teilweise für die Verbindungsbahn zwischen Süd- und Ostbahnhof und Nordbahnhof verwendet.

      Es diente anfangs aber weiterhin eher dem Güterverkehr als dem Persönenverkehr, sodaß das Gelände eher niedrig verbaut wurde:


      Blick von der Markergasse Richtung Westen


      Blick ungefähr Ecke Ungargasse/Invalidentstraße nach Nordosten

      Das Bahnhofsgebäude - mit dem Namen Hauptzollamt - war dementsprechend klein und übersichtlich und paßte zu Otto Wagners Stadtbahnstationen:


      So blieb die Situation bis Ende der 1950iger Jahre, da das gesamte Gelände kaum als kriegswichtig galt und daher auch keine Bombenschäden aufwies!

      Dann wurde aber der Schnellbahnausbau gefördert und dort alles abgerissen was als alt und überkommen galt (Bahnhofgebäude, Markthallen usw) und mit menschenfreundlicher Bebauung ersetz:
      upload.wikimedia.org/wikipedia…tte-110606.jpg?uselang=deLaut Wikipedia:Bahnhof 'Wien Mitte' in Wien Landstraße, Fassade, Tag, Sommer, Blick in Richtung Norden, Clemens Pfeiffer,11. Juni 2006

      Mit den Jahren wurde die Gegen, dahinter befand sich der Busbahnhof

      upload.wikimedia.org/wikipedia…s/8/85/GuentherZ_2007-04-
      immer versiffter und von Obdachlosen belagert, sodaß man den Entschluss fasste, wieder alles wegzuräumen und damit bis 2012 neu zu bebauen:

      wienmitte.at/content.php?id=0&id2=

      Es soll auf den ersten 3 Etagen ein Shopping-Center entstehen und darüber in weiteren 5 Geschossen Büros + Fitness-Center!

      Hier die Bausituation von letzter Woche:


      Geschickt wird die Geschossfläche durch "Auskragungen" erhöht:



      das sind geschätzte 4 m und da kommt aber noch die Tragstruktur für die Glasfassade dazu!

      Hier Ecke Landstraße/Invalidenstraße


      Das ist der Ersatz für die historischen Markthallen entlang der Invalidenstraße gewesen - ein sehr beliebtest Touristenmotiv :augenkrummblau:

      das nicht abgerissen wurden - ich kann nur hoffen, es wird einheitlich überglast! (heute noch CAT-Terminal
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von schlosshof ()

    • Danke für die gute Aufbereitung! Die Gegend um den Bahnhof Wien Mitte ist wahrlich ein Jammer und auch die Fertigstellung des neuen Gebäudes wird die Situation nur geringfügig besser machen - und wenn, dann maximal für die näcshten 5 Jahre bis auch dieses Komplex wieder marode und versifft aussieht.. Eigentlich alles, was die Stadt Wien nach 1945 architektonisch in die Hand genommen hat ging in die Hose. Man kann demnach locker behaupten, dass Wien seit 1945 von Jahr zu Jahr hässlicher geworden ist. Die Wiener Stadtplaner haben noch immer nicht verstanden, dass Wiens Zukunft in der Vergangenheit liegt.

      Man kann nur hoffen, dass Wien auch einmal wieder (architektonisch) bessere Zeiten erleben darf.
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    • Zum gleichen Schluss bin ich auch gekommen - früher habe ich wirklich oberflächlich den Aussagen geglaubt - "im Krieg zerstört" von den bösen Amis, Briten oder Deutschen! Natürlich ging da vieles drauf.

      Heute bin ich besser informiert und weiß, dass der gewichtigere Stadtbildverlust durch die "Modernisierung" ab 1945 zu Stande kam. Und ich habe auch noch keinen Touristen oder Mitmenschen getroffen, der wegen Ringturm, Rechnungshof oder dem Heinrichshofnachfolger nach Wien gekommen ist!
      Es darf nie vergessen werden, dass die Kunst eines Landes der Wertmesser nicht allein seines Wohlstandes, sondern vor allem auch seiner Intelligenz ist