Wien - Baugeschehen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • "Trips" schrieb:

      "Leipziger" schrieb:

      Ich finde, am Besten kann man bei der Haustechnik sparen. Die Frist immer einen Riesenanteil für Dinge, die man durchaus auch reduzieren kann (vor allem bei öffentlichen Bauten und derggleichen)


      Gerade da sollte man nicht sparen, denn sowas verursacht laufende Kosten und ist nur unter grossem Aufwand nachzurüsten.


      Offtopic:

      Du musst Haustechniker sein :D
      Ich meine natürlich nicht die minimalen Anforderungen. Heizung, Sanitär muss sein und da sollte man auch nicht sparen. Die neue Technik ist hier natürlich irgendwelchen alten Dingen vorzuziehen.
      Es geht z.B. um Lüftung: Wieso kann man in Bürogebäuden usw. nicht einfach das Fenster auf machen? Die Raumtiefen dürfen natürlich nicht zu groß sein.
      Aufzüge: Konkreter Fall, den ich selbst kenne: Warum haben benötigt eine Universität in einem ca. 100m langen, 20 tiefen und 5 Etagen hohen Gebäude gleich 4 Aufzüge? 2 von 1998 wurden jetzt rausgerissen, damit 4 neue kommen können. Alleine die bauliche Vergrößerung des Schachtes ist ein riesiger Aufwand im Bestandsgebäude. Die armen Studenten sind ja so gebrechlich, dass die nicht die Treppe nutzen können, wenn die Aufzüge zu Stoßzeiten überlastet sein sollten. 8)
    • "Leipziger" schrieb:

      Es geht z.B. um Lüftung: Wieso kann man in Bürogebäuden usw. nicht einfach das Fenster auf machen? Die Raumtiefen dürfen natürlich nicht zu groß sein.

      Weil die meisten Menschen nicht lüften können. :zwinkern:
      Da wird dann dauergelüftet oder gar nicht oder wenn gerade voll geheizt wird und wenn das ganze im Sommer auch noch klimatisiert wird geht die Sache vollends gegen den Baum.
      Eine automatische Lüftung spart in öffentlichen Gebäuden in der Praxis häufig mehr als eine Heizung oder eine aufwendiger Wärmedämmung, dabei sind Sachen wie Wärmetauscher oder ähnliches noch gar nicht mitgerechnet.

      "Leipziger" schrieb:


      Aufzüge: Konkreter Fall, den ich selbst kenne: Warum haben benötigt eine Universität in einem ca. 100m langen, 20 tiefen und 5 Etagen hohen Gebäude gleich 4 Aufzüge? 2 von 1998 wurden jetzt rausgerissen, damit 4 neue kommen können. Alleine die bauliche Vergrößerung des Schachtes ist ein riesiger Aufwand im Bestandsgebäude. Die armen Studenten sind ja so gebrechlich, dass die nicht die Treppe nutzen können, wenn die Aufzüge zu Stoßzeiten überlastet sein sollten. 8)


      Inwiefern das nun nötig oder vorgeschrieben ist will ich nicht beurteilen, aber wir sind uns doch einig dass es deutlich billiger gekommen wäre wenn man schon 1998 die 4 Fahrstühle eingebaut hätte, oder?
      Dass Fahrstühle von 1998 verschlissen oder veraltet sind kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen, dazu rumpel ich zu oft mit deutlich älteren Modellen durch die Etagen.
    • Eigentlich ist es schade, dass es in Wien keinen Verein zur Förderung der Wiederbestuckung gibt! Dann würde sicherlich das eine oder andere, entstuckte Gründerzeithaus wieder seinen Glanz zurückerhalten.

      Wer weiß, wenn ich einmal reich bin und Zeit habe, dann...
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Danke für die Adresse; dann werd ich mir das Schuckstück bei Gelegenheit mal anschauen - auch wenn die Bestuckung natürlich nicht exakt dem historischen Vorbild folgt, begrüßenswert und förderungswürdig... aber ich schätze, daß so etwas heute nur mehr als Privatinitiative möglich ist...
      ... und wenn jetzt nicht ganz allgemeine und durchgreifende Maßnahmen angewandt werden, so werden wir in kurzer Zeit unheimlich nackt und kahl wie eine Kolonie in einem früher nicht bewohnten Lande dastehen... (Schinkel 1815)
    • Hier ein mMn lesenswertes Interview mit Bernd Lötsch, seines Zeichens Direktor des Naturhistorischen Museums und pronouncierter Kritiker der gegenwärtigen Wiener Stadtplanung.

      APH-Mitglieder in Düsseldorf sollten bitte über ein bestimmtes Vokabel hinwegsehen...

      diepresse.at/home/panorama/oesterreich/344018/index.do
      ... und wenn jetzt nicht ganz allgemeine und durchgreifende Maßnahmen angewandt werden, so werden wir in kurzer Zeit unheimlich nackt und kahl wie eine Kolonie in einem früher nicht bewohnten Lande dastehen... (Schinkel 1815)
    • Meldungen aus Österreich

      Schwachsinnig, schwachsinniger, am schwachsinnigsten:
      Betoniert freie Ausblicke zu!

      derstandard.at/?url=/?id=12262…3%26sap=2%26_pid=11212144

      Eine rundweg gelungene Äußerung:
      "Der Vorschlag entspricht dem bescheidenen Horizont des Kanzleramts. Ich finde ihn absurd, völlig daneben."
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Infamer Anschlag auf Wiens Stadtbild

      Ein "moderner" Neubau am Heldenplatz wäre tatsächlich tragisch!

      Mich ärgert in dem Artikel vor allem, dass auch der Palaisvergewaltiger Krischanitz seinen Senf wieder abgeben musste. Dieser Unhold hat nämlich dem wunderbaren Palais Fanto die gesunden Innereien herausgemetzgert und ist auch noch stolz darauf!

      Ich hoffe, dass es nur bei einer irren Idee bleibt! Wenn eine Republik auf dem Kaiserforum ein Haus bauen will: Schuster bleib bei Deinem Leisten!
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Infamer Anschlag auf Wiens Stadtbild

      Oje, gerade zu dieser Jahreszeit mit viel Sonne merkt man, wie schön der Volksgarten eingerahmt ist, gerade durch die Nicht-Vollendung des Kaiserforums. Sollte sowas geplant werden, würde sogar ich auf die Straße gehen!

      lg
      "Ich denke an Wien, so wie Sie an Brüder, an Freunde denken, die jetzt an der Front sind. Nun sind sie fern von Ihnen und Sie wissen sie in Gefahr, ohne ihnen beistehen, ohne diese Gefahr teilen zu können" - Stefan Zweig 1940
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Damit mein Beitrag vom 14.06. nicht als aktuellste Notiz zu Österreich und die Schweiz überwintert:

      In der Kärntner Straße, Ecke Himmelpfortgasse, wird durch Chipperfield Architekten ein neues Gebäude für "Peek und Cloppenburg" errichtet.
      Hier die entsprechende Meldung mit Visualisierung von 2007.

      Nun schreibt der ORF doch tatsächlich dazu:
      Wer um Wiens Stadtbild fürchtet, sei beruhigt: Mit dem Architekten Davis Chipperfield wurde ein international renommierter Architekt gefunden, der unter anderem das neue Eingangsgebäude der Berliner Museumsinsel und den dortigen Wiederaufbau des Neuen Museums geplant hat.

      wien.orf.at/stories/382337/

      Das ist ja recht lustig, aber sollte diese Aussage vielleicht gar ernst gemeint sein? Was meinen unsere Weaner oder die anderen ORF-Kunden?
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Oje, der ORF...naja, seine Aussendungen sind ungefähr so professionell wie seine Nachrichten: Ich habe, wenn ich mich zurückerinnere, gefühlsmäßig noch nie eine "Zeit in Bild" gesehen, welche ohne Schnitzer auskam :lachen: . Entweder sieht der Moderator in die falsche Kamera, dann wird der falsche Beitrag gebracht, dann vergißt einer der Doppelmoderatoren seinen Einsatz, verspricht oder verzettelt sich oder gibt ungefragt einen persönlichen politischen Kommentar ab et cetera. Aber gerade das macht unseren kleinen ORF so niedlich.

      ad Chippie: Der geplante Peek & Cloppenburg wird die ohnedies bereits stark modernistisch überformte Kärtner Straße weiter malträtieren - leider. Allerdings ist Chippie für Wien tatsächlich das geringere Übel als die ansonsten politisch genehmen, ausgelutschten Auftragsarchitekten a la Hollein (mit seinen ständigen Sprungschanzen) oder aktuell bei den Sozis beliebten und hofierten Wimmers. Dass Chippie überhaupt in Wien baut liegt sicherlich am Bauherrn P & C, der hier nicht ins Rathaus um einen "unabhängigen" Architekten betteln gehen muss. Wien ist, was die "zeitgemäße" Architektur angeht in den 70 ern verhaftet und architektonisch ebenso Provinz wie Dresden, Zagreb oder Mimon. Was die neueste Architektur angeht, schaue ich als Wiener tatsächlich neidisch nach Berlin oder Leipzig.

      Unser alkoholkranke Bürgermeister Häupl hat nicht verstanden, dass Wiens Zukunft in der Vergangenheit liegt. Stattdessen werden alle möglichen Brachen in der Stadt zu "neuen Bezirken" bebaut :augenrollen: und das in Ausführungsqualität und Optik der 60 bis 70er Jahre.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Äh .. Mimon ... meinst du in der Tat Niemes? Das ist ein doch etwas gewagter Vergleich, denn, ich weiß nicht, ob du schon dort warst und weißt, wie es dort aussieht...
      Abgesehen davon hast du Recht. Der KS kann man ohnehin nichts mehr antun, und wahrscheinlich bedeutet dieser Bau sogar tatsächlich eine Verbesserung. Und begabter als Hollein ist Chippie allemal.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Sehr gut ursus. Hut ab. Dass Du so schnell auf den richtigen Namen Niemes kommst gefällt und ich habe auch insgeheim auf Deinen diesbezüglichen Input gehofft. Ja, Niemes kenne ich sogar sehr gut. Ich war mindestens dreimal dort und habe nach bestimmten Spuren gesucht (war ja nicht allzu weit von Zittau entfernt und lag quasi an der Strecke von Wien über Prag nach Zittau). Kennst Du denn Niemes?

      Ein Grund, weshalb ich WIKIPEDIA so unseriös finde und für wissenschaftliche Recherchen gänzlich ungeeignet halte, das sind die vielfach falschen Angaben von Fakten: Wenn man sich die Seite von "mimon" auf Wikipedia ansieht, dann strotzt diese von Fehlern:

      Das Schloss wurde nicht 1945 gesprengt, sondern erst 1985! Die Bibliothek wurde nicht einfach so an eine andere Bibliothek in Prag „übertragen“, sondern es wurden zuerst ganz unschöne Dinge damit angestellt! Und weitere kleiner Falschmeldungen am laufgenden Band. Dieses Wikipedia ist wirklich ein großer Misthaufen und trägt zur Volksverdummung mit bei, sofern man nicht bessere Hintergrundinfos hat und die Falschmeldungen richtig umzudeuten weiß. Die armen Schüler aus Mimon, die in der Schule ihre Referate über das Thema verfasst haben, haben alle falsch abgeschrieben… Wenn man dann diese Fehler ausbessert, stehen sie keine fünf Minuten später wieder falsch da.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Ich kenn s nur von der Durchfahrt Wien- zittau und kann nur sagen, dass es mir einen äußerst ungünstigen Eindruck hinterließ. Der wikiartikel ist übrigens widersprüchlich: Das Schloss wurde einmal 1945 und aaO nach 1945 gesprengt. Vielleicht erfolgte die Sprengung zum Jahreswechsel und dauerte so bis ins Jahr 1946 hinein?
      Immerhin scheint ein Deutscher Bürgermeister zu sein?
      Nicht nett, dass du unsere BHS mit dieser archtitektonischen Wüsenei in Bezug gebracht hast... :zwinkern:
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Definitiv 1985 abgerissen (in die Luft gejagt)! Das hier gefundene Bild stammt noch von 1984, also kurz vor der Sprengung… . Echt schade darum. Vor allem, wenn man weiß, wie es drinnen einmal ausgesehen hat.




      Ja, es sieht heute leider heute sehr verkommen aus. Abseits der Hauptstraße gibt es noch die eine oder andere Überraschung. Gleich in der Nähe befindet sich Wartenberg (Straz pod Ralskem), aber das ist eine andere Geschichte.

      Tut mir wirklich leid für unsere BHS, aber Wikipedia ist genau genommen ein populärer Mist ohne Aussicht auf wissenschaftliche Zitierfähigkeit. Zum Schmöckern wirklich gut, aber man muss den Wahrheitsgehalt der Texte stets in Frage stellen.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      "Exilwiener" schrieb:

      Definitiv 1985 abgerissen (in die Luft gejagt)! Das hier gefundene Bild stammt noch von 1984, also kurz vor der Sprengung… . Echt schade darum. Vor allem, wenn man weiß, wie es drinnen einmal ausgesehen hat.

      Ja, es sieht heute leider heute sehr verkommen aus. Abseits der Hauptstraße gibt es noch die eine oder andere Überraschung. Gleich in der Nähe befindet sich Wartenberg (Straz pod Ralskem), aber das ist eine andere Geschichte.

      Tut mir wirklich leid für unsere BHS, aber Wikipedia ist genau genommen ein populärer Mist ohne Aussicht auf wissenschaftliche Zitierfähigkeit. Zum Schmöckern wirklich gut, aber man muss den Wahrheitsgehalt der Texte stets in Frage stellen.


      Danke für dies Bild, ich kannte es noch nicht. Dieser Winkel Nordböhmens mit seiner wohl besonders blutrünstigen Geschichte ist nicht so ganz meine Stärke, meine Zuwendung gilt mehr östlicheren Gefilden - Ostböhmen, Nordmähren...
      Auch den alten Roll kenn ich nur im wahrsten Sinne en passant.
      Was Wiki betrifft, so finde ich s nicht so schlecht. Zum Schmökern ist s in der Tat gut. "Aber man muss den Wahrheitsgehalt der Texte stets in Frage stellen"... tja, wofür gilt das nicht? Gerade du schaust mir nicht so aus, als glaubtest du alles, was in standard, kurier und profil steht...
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Es ist zu traurig, aber unsere primitive Wiener SED-Regierung will in der Nähe von Schönbrunn lauter bestehende Altbauten samt altem Baumbestand abreissen und gegen ein hässliches Hochhaus ersetzen. Ich kann nur hoffen, dass die Wiener SED bei den Wahlen in Wien abgewählt wird (ist leider nicht sehr wahrscheinlich, ob des hohen Prolo Faktors). Mit etwas Willen, hätte man hier die Gegend aufwerten können. Leider fehlt nicht nur der Willen, sondern vor allem das Können.

      Alte Ansicht:




      aktuelle Ansicht:



      Baumbestand:




      Gruselkabinett:



      Dieser Dreck wird leider voll die Sichtachsen von Schloß Schönbrunn verschandeln...

      Quelle und Link zur Bürgerinitiative: http://www.bi-kometprojekt.at/\r
      www.bi-kometprojekt.at/
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Mein lieber Exilant, deine Stellungnahme ließe beinahe darauf schließen, dass du ob deines Exils die neuesten soziopolitischen Entwicklungen der urbs verpasst hättest.
      Gott sei dank gibt es in Wien noch viele Prolos, auch dinarischer Provenienz, und gerade diese werden dafür sorgen, dass der blade Michael eine wohlverdiente Schlappe erleiden wird!
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Du hast Recht: Der Feind meines Feindes ist mein Freund :zwinkern: . Dann hoffe ich auf die Nützlichkeit dieser. Wenn auch ich mir nicht sicher bin, ob eine andere Partei an der miesen Wiener Stadtentwicklung etwas ändern würde. Faymann war wenigstens grundsätzlich gegen Phallussymbole innerhalb des Kernbereichs der Stadt. Stadtrat Schicker ist aber in dieser Hinsicht vollkommen daneben - leider. Wien wird leider von Jahr zu Jahr hässlicher - einmal abgesehen von der Innenstadt, wo jedoch auch immer wieder grausliche Bausünden genehmigt werden.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Re: Stadtentwicklung Wiens

      Jetzt kann man nur noch auf die UNESCO hoffen, damit eine der vielen weiteren Hässlichkeiten in Wien in ihrem leider bereits von der Wiener Stadtverwaltung abgesegneten Bauprojekt stark reduziert wird:

      Ursprünglich war auf den Kometgründen ein Objekt
      in Höhe von 120 m geplant. Eine Visualisierung
      zeigte aber, dass ein so hoher Bau die West-Ost-
      Sichtachse von Schloß Schönbrunn beeinträchtigen
      würde. Stadtrat Rudolf Schicker dazu: „Basierend
      auf den Gesprächen im Zuge der joint Unesco-
      Icomos mission im März 2006 erfolgte auf Initiative
      der Stadt Wien eine höhenmäßige Reduzierung des
      Projekts um zirka 50 %. Das Projekt wurde dahingehend
      adaptiert, dass anstatt der ursprünglich
      geplanten 120 m Höhe nun ein Hauptbaukörper mit
      60 m vorgesehen ist.“

      Alien element. 2010 sehen die Pläne aber plötzlich eine
      Bauhöhe von bis zu 73 m vor
      . Die UNESCO fand zu
      dieser Diskrepanz von 13 m harte Worte und sprach
      im Protokoll ihrer Sitzung in Brasilia von einem „alien
      element in its urban context“
      . Laut Schicker beruht
      der Unmut der UNESCO auf einem Missverständnis,
      weil sich die Stadt Wien mit den 60 m auf den Hauptbaukörper
      bezog, während die UNESCO diese Höhe
      als absolutes Limit ansieht. Nur ein Teilbereich, so
      Schicker, werde um vier Geschoße überhöht.
      Weltkulturerbe in Gefahr? Franz Sattlecker, Geschäftsführer
      der Schloß Schönbrunn Kultur- und
      Betriebsgesellschaft, sieht die UNESCO brüskiert. Er
      ist in Sorge, dass Schönbrunn auf die Rote Liste für
      gefährdetes Welterbe gesetzt werden könnte. „Das
      wäre sehr peinlich für Wien“, ist Sattlecker überzeugt,
      „schließlich ist man die Verpflichtungen im Zusammenhang
      mit dem Weltkulturerbestatus freiwillig
      eingegangen.“ Eine Aberkennung würde, so befürchtet
      Sattlecker, problematischen Bauprojekten in der
      Umgebung Tür und Tor öffnen. Stadtrat Schicker
      sieht das Weltkulturerbe nicht in Gefahr und verweist
      auf die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit
      der UNESCO. Zudem sichert er eine bestmögliche
      Abstimmung der Detailplanungen auf die Nähe zum
      Weltkulturerbe zu. Ob das der UNESCO genügt,
      bleibt allerdings abzuwarten.


      Quelle: http://www.schoenbrunn.at\r
      www.schoenbrunn.at

      Komischerweise kommt hier von den Grünen keine Gegenstimme, obwohl diese vorab ganz massiv gegen diesen Schandfleck vor den Wahlen protestierten - Anfragen in ihre Richtung bezüglich deren plötzlichen Nichtstuns bleiben - eh klar - unbeantwortet?! => Grund: Da die Wiener SED nun seit der letzten Wahl nur noch mit einem Partner regieren kann und der Posten für Stadtentwicklung an die Grünen ging überrascht deren Schweigen schon etwas viel...oder auch nicht. Die Grünen sind in dieser Hinsicht anscheindend leider auch gekauft worden. Sie sagen nichts, aber uns sagt es sehr viel. Vielleicht ist Demokratie auch nicht die Ultima Ratio? Zumindest nicht in Wien?
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"