Leipzig - Bau- und Sanierungsprojekte

  • Der besondere Unsinn wird deutlich, wenn man sich die Lage rund um das abgerissene Haus in der Braustraße anschaut (Seite 45 im pdf), welches für die Zufahrt zu einem ALDI-Beton-Bunker weichen musste: http://maps.live.de/LiveSearch.LocalLive?cp=51.326671304974866~12.372342979934615&scene=10798748&style=o&lvl=2&dir=0&tilt=-90&alt=-1000\r
    maps.live.de/LiveSearch.LocalLiv ... &alt=-1000


    Keine zwei Häuser weiter klaffte bereits eine riesige Häuserlücke, die genauso gut als Zufahrt hätte genutzt werden können. :augenrollen:


    Wieviel schöne Sanierungen und Neunutzungen von historischer Bausubstanz sind eigentlich noch nötig, bis die Nasen in dem Verein mal
    ihre Augen aufbekommen und ihr kümmerliches Hirn einschalten? Das einzige was die können, ist abreißen, sinnlose Lücken ins Stadtbild reißen und bestenfalls billig neubauen. Das is wirklich einfach nur erbärmlich und unerträglich.

    Leipzig - Back to the roots

  • Ich habe nun selbst eine Zeit lang im Leipziger Osten gewohnt...DrZott...die pdf-Datei tut einfach in der Seele weh...ich selbst musste mit ansehen, wie an der Wurzener Straße ein Gründerzeitler abgerissen wurde und das in Windeseile... genauer gesagt...Seite 23 Wurzener Straße 104 (?)...


    und wenn man sieht...was schon verloren ist....irre und was noch weg soll....noch viel irrer!!!!


    Ganz ehrlich...es passiert mir nicht oft aber als ich die Datei durch hatte, war ich den Tränen nahe, gemischt mit jeder Menge Zorn. :kopfwand:


    Gruß DV

    "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

  • ^Man kann sich auch selber in die Depression treiben... die in der Datei aufgelisteten Verluste sind sehr schmerzhaft, oft unnötig gewesen, kommen aber davon nicht wieder. Fakt ist aber, dass die meisten der als gefährdet bezeichneten Gebäude (gefährdet ist übrigens nicht äquivalent mit "soll weg", lieber DarkVision) in die Schutzliste der Stadt aufgenommen wurden und zum großen Teil inzwischen saniert bzw. gesichert sind. Was sicherlich zu einem Großteil dem Stadtforum, aber auch einer veränderten städtebaulichen Politik in der Leipziger Stadtverwaltung zu verdanken ist. Insofern hat es in den vergangenen 3 jahre definitiv eine Kehrtwende gegeben, das solltet ihr bei Gelegenheit auch mal zu würdigen wissen.


    Fakt ist, dass LWB und TLG sicherlich die größten Sündenfälle der letzten Jahre mitzuverantworten haben, ihr solltet aber auch nicht vergessen, dass die Aufgabe der Unternehmen primär nicht Städtebau ist.

  • Das erste Bild in der PDF zeigt die Reste des Eckhauses Karl-Heine-Str./Zschochersche Str., das in einer Nacht- und Nebelaktion abgerissen wurde. Dieses Gebäude, in architektonischer wie städtebaulicher Hinsicht für mich einer der größten Verluste überhaupt nach 1990, war im Prinzip Stein des Anstoßes für die aufkeimenden Proteste gegen die Abrisswut, die zur Gründung des Stadtforums, und schließlich zu einem Umdenken in der Stadtverwaltung führten.


    Wie Dase richtig geschrieben hat, wird es großflächige Abrisse von Altbausubstanz seitens der Stadt nicht mehr geben. Die Perforierungs- und Begrünungsstrategie entstand aber nicht aus reiner Boswilligkeit gegenüber Altbauten, sondern aufgrund hunderter maroder wie einsturzgefährdeter Altbauten und jahrelanger Bevölkerungsverluste z.B. im Leipziger Osten im zweistelligen Minusbereich. Und sog. Experten bescheinigten dazu noch eine rasante Beschleunigung dieser Negativentwicklung auf Jahrzehnte hinaus. Dass es dazu nicht kam, muss auch gesagt werden, denn selbst im problembehafteten Leipziger Osten nimmt die Bevölkerung seit ein paar Jahren wieder zu. Hätte man das vor 10 Jahren schon gewusst, hätte man den Perforierungsplänen mit zynischen Namen wie "Die Neue Gründerzeit" gleich Einhalt gebieten können. Denn eins wird heute klar: Die daraus resultierenden Projekte wie "Dunkler Wald" und "Grüner Hain", bei denen zwischen graffitiverschmierten Brandmauern militärisch angeordnete Bäume gepflanzt wurden, tragen alles andere als zum urbanen Charakter Leipzigs bei.

  • Hab mir gerade einmal ein paar ältere Beiträge durchgelesen und frage mich, was aus aus dem Neubau der Licon in der Blüthnerstraße wird? ( http://www.architekturforum.ne…rnen&start=516#wrapheader">viewtopic.php?f=19&t=1794&hilit=licon+kasernen&start=516#wrapheader)


    Ob man selber mit den Entwürfen nicht zufrieden war? Also für einen so qualitativ hochwertigen Sanierer/Rekonstruierer wäre doch auch eine Fassadenrekonstruktion des ehemaligen Prachteckbaus der Teutonia Versicherungen möglich. Zumindest das Know-How dazu haben sie ja sicherlich. Das können wir hier im Forum ja immer wieder begutachten.


    Und die Kosten sollten bei einem unternehmenseigenen Prestige-Bau sicher auch weniger starken Einfluss haben, als bei Kundenobjekten. Das würde auf jedenfall neue Maßstäbe setzen und für Aufsehen sorgen. :o




    Zudem noch eine kurze Sanierungsmeldung: Die Villa an der Ecke Olbrichtstraße/Tresckowstraße wird nun auch saniert. Ich weiß allerdings nicht, ob das etwas mit den Kaisergärten der Licon in dem Bereich zu tun hat. http://maps.live.de/LiveSearch.LocalLive?cp=51.37002611984914~12.35634544904849&scene=10791965&style=b&lvl=2&dir=0&tilt=-90&alt=-1000\r
    maps.live.de/LiveSearch.LocalLiv ... &alt=-1000

    Leipzig - Back to the roots

  • Kurz zu der von mir verlinkten pdf: sie wurde vom Stadtforum veröffentlicht, nachdem die Abrißwelle um die Jahre nach 2000 auf dem Höhepunkt war. Eigentlich war zum Glück mit ihrem Erscheinen der Zenit des Negativen überschritten:
    - die Stadt Leipzig will nicht mehr explizit "perforieren"
    - die Gründerzeitviertel verzeichnen Bevölkerungswachstum
    - die LWB verkauft unsanierte Altbauten, statt sie abzureißen
    - eine neue Sanierungswelle begann, die bis heute andauert


    Gleichwohl ist diese pdf ein wichtiges Dokument, das zeigt, wie viel schief ging und was verloren ist!


    Zu dem LICON-Projekt: die zuständigen Architekten haben es immer noch im Programm. Bislang sind alle Projekte, an denen dieses Büro beteiligt war, realisiert worden ... ;o)
    http://www.homuth-architekten.de/index.htm


    -> Projekte -> Gewerbe

  • Vor zwei/drei Wochen habe ich noch einmal aktuelle Bilder von der Kofferfabrik Saxonia in der Margarethenstr. 4 in Reudnitz gemacht. Das Nachbarhaus Nr. 6 ist nun auch eingerüstet. Leider hat man in Jahren 2000/2005 die Häuserzeile gegenüber (die Brachfläche, auf der ich stehe) abgebrochen.




    Bei den "Kaisergärten" in Gohlis (ehem.Kasernenstadt Möckern) geht es mächtig voran, etwa an der Hälfte der 8 einheitlichen, kurz nach 1900 erbauten Gebäude wird gebaut. Der Block Witzgallstr./Viertelsweg/Olbrichstr./Max-Liebermann-Str. macht mächtige Fortschritte, einer der drei großen Blocks im hinteren Bereich (am Viertelsweg) ist fertig (Gerüst abgebaut), der nächste eingerüstet, von dem vier kleineren Blöcken an der Olbrichtstr. ist der zweite fertig (Gerüst abgebaut), der erste fast fertig (noch eingerüstet), in der Mitte des Geländes werden Tiefgaragen(?) gebaut. Der Hingucker wird ein niedriges hallenartiges Gebäude im zentralen Grundstücksbereich mit einem derzeit noch zugemauerten mächtigen Rundbogenfenster im Jugendstil.
    Ob der ebenfalls verfallene moderne Block an der Max-Liebermann-Str. noch fällt, weiss ich nicht. Wenn ja, hätte man ein perfektes Bild, einfach traumhaft.


    Wenn es der Licon gelingt, die ganzen anderen Gründerzeit-Blöcke auch noch in dieser Art zu sanieren, wäre echt Wahnsinn. Der jetzt laufende Teil ist ja höchstens 1/4 des Gesamtareals (ohne die von der Bundeswehr genutzten Blöcke).
    Bis dahin habe ich das Projekt immer eher unterschätzt, weil Kasernen ja immer ziemlich spröde und von der Architektur her als Einzelbauten wenig bemerkenswert sind, aber wenn sich alle Bauten schließlich zusammen zu einem Gesamtensemble fügen, zeigt sich auf einmal die hohe Qualität.

  • ^ Danke für die Bilder. Hatte mir das Ganze letzte Woche auch endlich mal in persona angesehen, leider war das Wetter in dem Moment nicht sehr fotografierfreundlich. In jedem Fall ein sehr schönes Projekt. Allgemein wirkt die ganze Ecke an der Elsastrasse besonders im Sommer sehr einladend - trotz der ganzen Probleme, die der Leipziger Osten eben noch hat.


    Was die Kasernen betrifft, dass man daraus was machen kann, weiß ich spätestens seit der Sanierung der ([url=http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=SVZ,+Leipzig&sll=51.492713,12.382965&sspn=0.3527,0.837708&ie=UTF8&ei=RC6-SYmyH6eC3AKU37H-BQ&sig2=UuagNZcJFyOqFaMEZHF-hQ&cd=1&cid=51368914,12352946,10039004382466905205&li=lmd&t=h&ll=51.368914,12.352946&spn=0.005526,0.013089&z=17]mit 354 m vormals längsten europäischen[/url]) Kaserne an der Georg-Schuhmann-Strasse. Hat für mich immer etwas schlossähnliches, schade, dass die Kaserne von der Georg-Schuhmann-Straße aus so versteckt liegt:




  • Anbei einige Fotos der Kasernenstadt Möckern:


    Villa Olbrichtstr. (ehemalige Heerstraße) 1


    Olbrichtstraße 5 – ehemalige Versorgungseinrichtung für die Kaserne


    Villa Olbrichtstr. Ecke Tresckowstr


    Einer von fünf Blöcken an der Hans-Oster-Str. (Einfahrt Viertelsweg – im letzten Jahr von der Licon gekauft)


    Viertelweg 2/Olbrichtstraße 2 – das als erstes fertiggestellte Objekt der Kaisergärten, bezeichnet 1901


    Kasernenareal mit den roten Kasernen (Viertelsweg/Olbrichtstraße/Max-Liebermann-Str./Witzlebenstr.), Umbau z.Zt. durch Licon als „Kaisergärten“:


    Sanierter großer Block am Viertelsweg


    Kasernenhof –späterer Gartenbereich


    Erster sanierter kleiner Block an der Olbrichtstr.



    Zurück in der Stadt – im Quartier Gohlis (- auch Französisches Viertel genannt)


    Breitenfelderstr. 99 – soeben fertig gestellt – bis hier war die gründerzeitliche Blockbebauung 1914 „gewuchert“ – nach 1923 ging im nächsten Block mit der Kochsiedlung usw. im neuen Stil weiter.



    Hans-Oster-Str. 1 folgende – ein Block der „neueren Generation aus der Zeit nach 1925 – bis heute mehr oder weniger am Stadtrand gelegen – ist nun auch fertig – wieder Licon.



    Landsberger Str. – weitere Sanierungen werden diese wichtige Magistrale weiter aufwerten, hier zwei davon fotografiert (Baujahre kurz nach 1900/1910)



    Stauffenbergstr. 9 Ecke Breitenfelderstr. – im letzten Jahr verkaufte die LWB dies Objekt.


    Wiederitzscher Str. – um 1890 – soeben fertig (neben Eckhaus zur Georg-Schumann-Str.)



    Die Fotos sind von mir.

  • Immer wieder eine Freude, die Fortschritte in Leipzig zu sehen! Vielen Dank für das absolvierte Marschpensum und die dadurch entstandenen Bilder! :)

    "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"

  • Gab es hier nicht mal einen Thread zum Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek?
    Irgendwie war mir so.



    Es tut mir auch leid, dass ich euch das folgende Bild nicht vorenthalten kann, aber es gibt einen guten Überblick über den aktuellen Fortschritt vor Ort. Ich hatte der Administration ja schonmal gesagt, dass es günstig wäre (vor allem in einem fotointensivem Forum rund um Architektur), einen Auto-Resizer zu installieren, der übergroße Fotos/Bilder automatisch auf die eingestellte MAximalgröße runterbricht. Das geht schnell und dauert keine halbe Stunde. Eventuell ignoriert man mich nicht, wenn ich es direkt im Beitrag nochmal sage. :)


  • Faden wie dieser sind unglaublich interessant, ich möchte mal allen Photographen einen heftigen Dank aussprechen, weiter so!


    Wenn ich mir eine Unverschämtheit erlauben darf; ich fände einen Strang über die Zwischenkriegsbauten (bevorzugt 20er) wahnsinnig interessant. Das, was ich bisher sah, hat mir Lust auf mehr gemacht. Außerdem erkenne ich außergewöhnliche Ähnlichkeiten zum kommunalen Wohnbau Wiens zu dieser Zeit!


    lg

    "Ich denke an Wien, so wie Sie an Brüder, an Freunde denken, die jetzt an der Front sind. Nun sind sie fern von Ihnen und Sie wissen sie in Gefahr, ohne ihnen beistehen, ohne diese Gefahr teilen zu können" - Stefan Zweig 1940

  • Der Häuserkomplex Ribekstraße/Oststraße, auch Salomon-Stift genannt, wird hier angeboten und beschrieben. Es ist aber nicht beschrieben, ob eine Sanierung ansteht.
    Aber ich finde die Fassade sehr eindruckvoll. Das Carree ist einmalig in Leipzig mit seinem Erscheinungsbild und der Klinkerfassade.
    Eine Sanierung würde die Ecke extrem aufwerten.


    http://www.thamm-immobilienver…e/objekt-in-vorbereitung-leipzig-salomonstiftung.html\r
    http://www.thamm-immobilienverkauf.de/o ... ftung.html




    Was macht eigentlich die Sanierung Oststraße2 / Ecke Ostplatz? Die Gerüste stehen ber wie geht es vorran?

  • Die Heritus AG hat viele interessante Vorhaben und einige sehenswerte Referenzen. hier ein Auszug aus dem was demnächst laut Web-Site zu erwarten ist.
    Dort ist viel Interessantes und auch Stadtbildprägendes zu finden, vor allem im Westen und Osten von Leipzig.
    Zum Beispiel: Fliederhof/Rackwitzer Straße, nicht besonders ruhig die Ecke, aber an der B2 mit einer großer Wirkung fürs Erscheinungsbild.
    http://www.heritus.de/news/HER…item_Teil_des_Fliederhofs



    oder die Ecke Gohliser Straße/Karl Rothe Straße ist dabei, obwohl es dort langsam vorwärts gehen zu scheint. Jedenfalls im Vorbeifahren ist kein Baufortschritt festzustellen.



    Aber es gibt auch folgendes Interessantes:
    http://www.heritus.de/Die_Obje…v_Living/Arnoldstrasse_32


    http://www.heritus.de/Die_Obje…uktlinien/Exclusiv_Living
    Aber seht selbst.

  • Die Villa Sassstr. 22 in Süd-Gohlis, Baujahr um 1905 (genaues ist mir nicht bekannt, wurde saniert. Bezug ab 06/2009.


    Seite des Sanierungsträgers/Anbieters:


    http://www.das-baudenkmal.de/denkmalschutz/immobilien/Leipzig/Jugendstilvilla+in+Gohlis/Objektbilder\r
    http://www.das-baudenkmal.de/denkmalsch ... jektbilder


    Vorher sah es wirklich ziemlich gruselig aus, auf Nachfrage stelle ich gern meine Vorher-Bilder dazu.





    Noch eins bei Sonne



    Die Villa Käthe-Kollwitz-Str. 64 (Bachviertel – Westvorstadt) wurde ebenfalls fertig gestellt. Ehemals Eigentum der Verlegerfamilie Baedeker (Reiseführer).


    Vorher


    Heute




    Und noch mal die Fa. Brehmer, Buchbindereimaschinen, Karl-Heine-Str. 113, 1913, Architekt Händel und Franke, Sanierung CG-Gruppe


    Tür im älteren Teil (Ende 19.Jh.)



    Bilder von mir.

  • Danke für die Bilder Leipziger :-)


    würde mir wünschen, dass es im Leipziger Osten auch mal wieder stärker vorangeht. Gerade der Bereich um die Wurzener Straße sieht noch teils erbärmlich aus.


    Gruß DV

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  • Ja im Bereich der Wurzener Straße sieht es lieblos aus.
    Ich habe gehört, es soll interessenten für die Hermann Liebmann Schule an der Ihmelstraße geben. Das ist zwar unbestätigt, aber das wäre sehr wünschenswert. Das Gebäude würde die Ecke extrem aufwerten. Wenn dazu noch ein Konzept für die beiden Eckbauten Wurzener Straße Ecke Annenstraße folgen würde wäre viel gewonnen.
    Zudem müsste in Inneren Bereich zw. Torgauer Straße und Dresdner Straße der Straßenzustand extrem verbessert werden.
    Gerade der Bereich zw. Torgauer Str. und Hermann Liebmann Str. ist ja katastrophal. Dort gibt es ja nicht mal mehr richtige Fußwege, aber dafür viel Wald.

  • so ist es...was ist das im Übrigen für eine Investruine in der Krönerstraße(Ecke Wurzener Straße)?


    Der Eckbau Wurzener Straße-Plaussiger Straße würde auch enorm zur Aufwertung beitragen, sollte man ihn in Angriff nehmen.


    http://www.immobilien-volltext…us+zum+kaufen-4515762.jpg


    Bis März gehörte die Wurzener Straße zu meinem Arbeitsweg, darum hab ich mich teils sehr über den Zustand der dortigen Substanz geärgert . Dabei ist der Sanierungszustand im Süden von Sellerhausen für den Leipziger Osten vergleichsweise hoch.


    http://maps.live.de/LiveSearch.LocalLive?cp=51.34283871240444~12.430081251618759&scene=10795861&style=o&lvl=1&dir=0&tilt=-90&alt=-1000\r
    maps.live.de/LiveSearch.LocalLiv ... &alt=-1000


    Gruß DV

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  • Vielen Dank fuer die Bilder von einigen der vielen Sanierungsprojekte in Deiner Stadt, Leipziger! Eine Freude fuer Herz und Auge. Es ist wirklich beachtlich, was in Leipzig erreicht wird. :daumenoben:

  • Gestern wurde in der Innenstadt am Kleines Joachimsthal, Kleine Fleischergasse 8, das Gerüst abgebaut.


    Der Gebäudekomplex „Kleines Joachimsthal“, im 19. Jh. auch „Vetters Hof“, besteht aus zwei Häusern, der Kleinen Fleischergasse 8 und der Hainstraße 5. Beide Gebäude waren ehemals durch eine Passage, die von der Hainstraße zur Kleinen Fleischergasse führte, verbunden. Im Zuge der Passagen lagen drei Höfe.



    Kleine Fleischergasse 8:


    Front Kleine Fleischergasse 8 und großer (mittlerer) Hof Kleine Fleischergasse 8, erbaut wohl im 18. Jh., vor dem Umbau 1905


    Der gleiche große Hof um 1860
    http://museum.zib.de/sgml/bilder/gross/s0003652.jpg\r
    museum.zib.de/sgml/bilder/gross/s0003652.jpg


    Front Kleine Fleischergasse 8 nach dem Umbau, Aufn. um 1907 (Aufstockung, Neubau des großen (mittleren) Hofes in Stahlbetonbauweise) 1905-1907 durch den Bauherrn und Baumeister Johannes Alfred Wetzold. Die Fassade zur Kleinen Fleischergasse erhielt dabei eine Dekoration im Stil des Neobarock in Anlehnung an regionale Vorbilder, bezeichnet mit den Jahreszahlen 1606 (bezogen auf eine schriftliche Erwähnung) und 1906.


    Zustand 2007 vor der Sanierung:


    Zustand 04/2009 nach der Sanierung
    Die beiden Höfe (1. Hof ein kleiner Hof mit alter Bausubstanz; der 2. Hof als großer Hof von 1905-07) sind derzeit noch nicht fertig und noch nicht zugänglich.




    Hainstraße 5:


    Front Hainstraße und Hof vor 1905, barockes Gebäude, wohl 18. Jh.


    Hof, Hainstr. 5 http://museum.zib.de/sgml/bilder/gross/bb043907.jpg\r
    museum.zib.de/sgml/bilder/gross/bb043907.jpg


    Detail Fassade Hainstr.
    http://museum.zib.de/sgml/bilder/gross/bb041493.jpg\r
    museum.zib.de/sgml/bilder/gross/bb041493.jpg


    1905-07 wurde die Hainstraße 5 inkl. des schmalen, langen Hofes komplett neu errichtet, wiederum durch den Bauherrn und Baumeister Johannes Alfred Wetzold. Man wählte hier die damals aktuellen Stilformen des Neobarocks ohne örtlichen Bezug mit Anklängen an den Jugendstil.


    Dieser Bau wurde im Krieg bis auf das Erdgeschoss zerstört. Die Straßen- und Hoffassaden blieben als Ruine stehen bis zum Beginn des Umbaus 1996-1997, bei dem die Passage überbaut und das Nachbargrundstück Hainstraße 7 mit einem Neubau bebaut wurde.
    Die Fassade Hainstraße 5 wurde in den Neubau integriert bzw. z.T.rekonstruiert.
    Hier der heutige Zustand:


    Die direkt eingebundenen Farbfotos von mir, die historischen Fotos im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig. Da letztere vor 1910 entstanden sind, dürfte das direkte Einbinden erlaubt sein.