Geschmacksfragen

  • das ist etwas off topic, aber da ja in der faz wieder das ZEITGEMAESSE BAUEN eingefordert wird, hier mal ein paar zeitgemaesse neubau-beispiele aus frankreich!!


    bemerke:
    ich habe nicht die perlen rausgepickt, dass heisst es gibt noch viel schoeneres als unten zu sehen, folgend sind eher sehr durchschnittliche beispiele kurz ausgewaehlt. wer sich mal die muehe machen moechte, die franzoesische ZEITGENOESSISCHE architektur mit dem geistig behinderten dreck in Deutschland zu vergleichen, der kann ja mal ein wenig im Deutschen immoscout.de clicken sowie hier in F:


    http://www.immoo.com/programme/16333/details/index.html
    http://www.immoo.com/CANNES/programme/16331/index.html
    http://www.immoo.com/ABBEVILLE/programme/16129/index.html
    http://www.immoo.com/ROQUEBRUN…programme/1591/index.html
    http://www.immoo.com/ST_LAUREN…rogramme/16140/index.html
    http://www.immoo.com/ANTIBES_-…rogramme/16532/index.html
    http://www.immoo.com/CANNES_LA…programme/2100/index.html
    http://www.immoo.com/Bormes-le…programme/2099/index.html
    http://www.immoo.com/MARSEILLE/programme/16242/index.html


    im vergleich zu D
    http://www.baunetz.de/db/buero…php?bp_id=5&projekt_id=17
    (hab ich praktischerweise stellvertretend aus dem berlin thread genommen :gg: )


    ich empfehle auch fuer die frankophonen unter euch die projektbeschreibungen der projekte in F mit denen in D zu vergleichen.
    wenn man dies tut, ueberkommt einen die Wut ob der selbstueberschaetzten, inkompetenteb Deutschen Architekturszene, diese unbegabten Klassenstreber-schmierer mit Anspruch.


    Die meisten Architekten Trottel mit denen ich in D gesprochen habe, sind nach 6 Jahren Studium plus jahrelanger Berufserfahrung immer noch nicht einmal soweit, dies auch nur ansatzweise einmal mitbekommen zu haben. Geschweige denn, schon dazu nur die immoscout derivate benutzen zu koennen. Und welcher Politiker weiss dies? Fessenmayer? Roth? Sonstwer? Keiner. Nixblicker, rumschwallende allesamt.


    Was hasse ich provinzielle Dummheit.
    Ich werde dazu morgen noch ein paar Beispiele aus Russland posten...

  • Das ist doch nicht Dein Ernst?! :schockiert:
    Diese Beispiele aus Frankreich sind an Langweiligkeit und Häßlichkeit nicht zu überbieten! Allein die Farbe und die Fensterformate sind eine Zumutung.. mein Gott


    Deutschland hatte schon immer (und hat es jetzt seit einigen Jahren wieder ) eine überdurchschnittlich gute Architektur!

  • mais la tu rigoles, ou quoi?
    eh oui, tu l'as dit bouffi, c'est sur, en allemagne c'est la graaaaande classe mon p'tit, surtout avec tes formats debils de tes fenetres a la con, mais tu comprendras quand tu seras grand, mon coco...


    also ich kann nix dafuer wenn dir deine germanischen provinzprofs was anderes erzaehlen, sicher ist nur, dass diese sachen in F, trotz der tollen fensterformate in D, bei den Leuten allgemein gut ankommen...


    wir koennen ja mal abstimmen lassen, im vergleich zu der neuen theresienhoehe in muenchen oder dem friedrichshain projekt oder sonstwas. sind ja alles die gleichen tollen fensterformate :lachen:
    und ich vergass die tollen farben natuerlich.
    also weiss halt.


    klar, die ungers und kulkas sind natuerlich intelektuell wertvoller und kreativer. :auslachendoppelt:

  • Überdurchschnittlich gute Architektur in Deutschland? Vielleicht bis 1910, seitdem aber ganz sicher nicht mehr. Da spielen selbst Rumänien oder die Ukraine in einer ganz anderen Liga... Deutschland ist bestenfalls untere Regionalliga.


    Wo gibt es denn ganz konkret hier im Stuttgarter Raum gute neue Architektur? Was es gibt, sind glatte Betonfassaden und Glaskästen...

  • Ich habe weder Provinsprofs, (einer ist aus Polen, einer aus den USA, und eine aus den Niederlanden) noch glaube ich dass die gezeigten Beispiele bei den meisten Leuten gut ankommen. Das ist doch die gleiche billig-Architektur wie die Hotelburgen an den Mittelmeerküsten.


    Gute historische Architektur und gute moderne Architektur gibt es fast in jedem Land, aber die hier gezeigten Beispiele gehören auch in 100 Jahren nicht dazu. Sie sind ausdruckslos, weder modern noch traditionell und wirken weder städtisch noch ländlich.

  • der gesamteindruck des einzelnen gebaeuses in der landschaft, in der stadt zaehlt halt in F immens, auch ist es meist weiterentwickelte lokal traditionelle fromensprache. und das ganze in rein kommerziellen projekten...


    problem der architektur ausbildung in D ist, dass gemaess der modernistischen ideologie nur stets das objekt selbst (tolle fenstermasse, intellektuelle reduzierung der formensprache) ABER NIE der Kontext betrachtet wird.


    M.E ist das falsch.
    In den Projekten in F ist es genau umgekehrt.
    Farben und Fenster werden dem Kontext angepasst.
    Die Hauskonstruktion dem taeglichen Lebensanspruch untergeordnet.
    Die Bewohner sollen sich wohl fuehlen und es sollte angenehm und praktisch sein.
    Nicht toll pseudo intelektuell aber unterkuehlt frustrierend unpraktisch kontextfrei in Wald und Stadraum gesetzt, aber dafuer mit tollem Fensterformat.


    Zeige mir 10 gute Projekte in D, Studi!!!

  • @silesianospostato


    Da übertreibst du jetzt ein bisschen....


    Egal was man davon denkst...Bauhaus kommt aus Deutschland und ich werde das nicht ignorieren. Nur weil es nicht my cup of tea ist, bedeutet nicht das es keine Bedeutung hast.

  • Hallo Studi,
    ich dachte ja erst, das ist alles Ironie von Dir (ich konnte in den letzten Monaten nicht alle Beiträge verfolgen), aber nachdem ich folgende Statements vom 04.02.2007, 21:45, von Dir entdeckt habe:

    Quote

    Einem Großteil der Bevölkerung gefällt moderne zeitgemäße Architektur.


    und hier:

    Quote

    Man kann doch Architektur nicht so einfach und traditionell halten nur damit es auch die Leute verstehen, die keine Ahnung davon haben.


    und das hier.

    Quote

    Das gleiche gilt für Kunst und Malerei, wer sich dafür nicht ineteressiert hängt sich den röhrenden Hirsch ins Wohnzimmer, wer sich damit beschäfigt findet dann sogar Dinge auf der Documenta ästhetisch.


    ... und auch so einige andere Beiträge von Dir gelesen habe, glaube ich wirklich, das große Erwachen wird bei Dir erst noch kommen.


    Ein Erwachen, bei dem Du erkennst,
    -dass die überwiegende Mehrzahl der Schreiber hier Akademiker sind (oder zumindest angehende)
    -sehr, sehr viele ein großes Interesse und Verständnis für Kunst besitzen
    -einige selbst Architekten oder Bauingenieure sind
    -welch große Teile der Bevölkerung sich von der modernen Formensprache in der Architektur abgewandt haben


    und vor allem: irgendwann wirst Du merken, das sich die Architektenschaft langsam selbst das Wasser abgräbt, wenn sie sich nicht endlich selbst reformiert. Das haben nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche im 20 Jhdt. hinter sich gebracht - bei den Architekten fehlt diese Selbst-Reflexion noch.


    Lies Zeitung, sprich mit Nicht-Architekten, erlaube Dir selbst mal, etwas Querzudenken und hinterfrage die Lehrmeinung Deiner Profs - das ist leider notwendig, verdrängen hilft in puncto Architektur nicht mehr weiter.


    Sorry - normalerweise gehe ich eigentlich nicht so ins persönliche ... hier war´s mir mal ein Anliegen, weil Du über den Tellerrand der Prof-Meinung anscheinend noch nicht geblickt hast.


  • Da muss ich aber ganz entschieden widersprechen! Das städtebauliche Umfeld hat eine gewaltige Bedeutung für den Entwurf. Da wird gerade im Studium sehr drauf geachtet.
    Stil und Farben der 70er waren ja wohl in jedem Land "gewöhnungsbedürftig", nicht nur in D. Aber gerade in den letzten 10 Jahren hat die Architektur in Deutschland einen extrem hohen Stand erreicht. Was zurzeit in Hamburg und Berlin entsteht ist größtenteils wunderschön und es macht einfach Spass sich damit zu beschäftigen. Natürlich ist da auch einiges an schlechten Bauten zwischen, aber die gab es früher auch.
    Es scheint hier so zu sein, dass sich alle auf moderne Architektur stürzen und alles zerreissen wollen was kein schräges Dach und nicht genug Ornamente auf der Fassade sitzen hat. Gute Beispiele gibt es 1000e, wie gesagt in besonders hoher Konzentration in Hamburg und Berlin. Aber bei kleineren Bauvorhaben gibt es augesprochen schöne Lösungen:
    -Umbau Bunker in Köln-Nippes
    -Wohnhaus "Bender" in Berlin, Deadline Architekten
    -Gemeindehaus in Wetter a.d. Ruhr, Schmersahl+Partner
    -Marie-Elisabeth-Lüder Haus in Berlin
    -Kreishauserweiterung in Aachen, Böhning/Kellerer
    um nur einige zu nennen, aber ich will nicht wieder vom Thema abkommen..
    :?

  • Damit die Forums-Diskutanten auf den Stand dessen kommen, was "studi" als "ausgesprochen schöne Lösungen" versteht, einige links:


    Wohnhaus Bender Berlin:
    <http://www.infoline-fenster.de…rea_id=1870&id=125591</a>


    Gemeindehaus in Wetter a.d.Ruhr, Schmersahl+Partner:
    http://schmidt-schmersahl-partner.de/index.htm
    (auf "Projekte" klicken, dann nach unten scrollen und anklicken)


    Marie-Elisabeth-Lüder Haus in Berlin:
    http://www.gtaberlin.de/de/mod…beth-l%C3%BCder_haus.html
    http://www.berlin-local.de/fot…r-Haus_vom_Kanzleramt_002


    Kreishauserweiterung in Aachen, Böhning/Kellerer:
    http://joerg-hempel.com/gallery/A1474


    Gemäßigte zeitgenössische Moderne. Bewegt sich tendenziell zwischen Mies van der Rohes Neuer Nationalgalerie und der schwedischen Botschaft in Berlin.


    Zur Frage der Brandmauern, Feuerwiderstand, Dämmwerte bei den Frankfurter Fachwerkbauten ließe sich anmerken, daß von Hoessle u.a. gerade so tun, als würde heute niemand in Fachwerk leben. In der Realität finden sich Fachwerkhäuser in zahlreichen deutschen Städten. Dort leben und arbeiten Menschen, sogar nach heutigen sanitären und sicherheitstechnischen Maßstäben. Oder hört man ständig in den Nachrichten, daß jedes Wochenende Menschen in Fachwerkbauten verbrennen? Und daß im Gegenzug bei Beton- oder Stahlbauten nie etwas passiere?

    Edited once, last by Heimdall ().

  • Quote from "Studi"

    ...


    Da muss ich aber ganz entschieden widersprechen! Das städtebauliche Umfeld hat eine gewaltige Bedeutung für den Entwurf. Da wird gerade im Studium sehr drauf geachtet. ....


    -Gemeindehaus in Wetter a.d. Ruhr, Schmersahl+Partner
    ...


    Hier ein Bildchen von dem Monster: http://www.db.bauzeitung.de/si…emplate_id=3274&id=172263


    Aber klar, im Studium wird auf das Umfeld sehr geachtet! :blah: Nämlich in soweit, daß man das Umfeld vollkommen missachtet und dem ganzen seinen Glas-Stahl-Stempel aufdrückt. Wie beim Gemeindehaus in Wetter.

  • Ich möchte Studi ein Bisschen verteidigen. Grundsätzlich finde ich es gut, dass auch "Modernisten" hier im Forum vertreten sind. Sonst wird es bald langweilig weil wir uns sonst immer fast einig sind (Modernismus = schrott, Gründerzeit = toll). Es ist nunmal so, dass viele Architekten die gleiche Meinungen wie Studi vertreten, und deshalb finde ich es durchaus interessant mit solchen Leute zu diskutieren. Vielleicht können beide Seiten davon profitieren? Ich finde es schön, dass sich jemand traut hier was anderes zu schreiben obwohl man sofort mit der Traditionalismus-Keule geschlagen wird. Die von Studi hervorgehobene Projekte finde ich teilweise ganz gut gelungen (das Gemeindehaus ist aber nich gerade einfühlsam). Man sollte aber nicht vergessen, dass die Architektur seit dem 60er Jahren besser geworden sind. Die Kollhoff-Bauten am Potsdamer Platz hätte es in den 70er Jahren sicherlich nicht gegeben. Leider scheinen viele Architekten ihre Bauten als Solitäre zu entwerfen, obwohl sie meistens mitten in bestehender Bebauung errichten werden sollen. Warum ist es so schwierig ein Bisschen Rücksicht zu nehmen? Traufhöhe und Materialen sollten sich in der Regel auf den Nachbarbauten beziehen, leider ist dies viel zu selten der Fall.


    Ein Paar schlechte Beispiele:


    Das neue Museum am Bachhaus in Eisenach: Barock meets Bunker
    Das Breuninger-Kaufhaus in Nürnberg: Flachdach und Glas mitten in der Altstadt


    WARUM!? Man kann doch nicht ernsthaft behaupten, dass solche Bauten sich gut einfügen, Studi! Vielleicht sollte man ein "Provokatarium" irgendwo erreichten. Dort könnten sich die hardcore Modernisten sich richtig austoben bevor sie was anständiges in den Städten bauen.


    Manchmal geht es doch. Leider habe ich kein Bild gefunden, ich habe aber einen sehr schönen Neubau mitten in der Würzburger Altstadt gefunden. In einer Gasse die vom Markt zum Neumünster führt. Aber auch viele der Townhouses in Berlin finde ich gut - modern und schön.

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • also studi, du beliebst zu scherzen?
    http://www.infoline-fenster.de/sixcms_4/sixcms/detail.php?object_id=12&area_id=1870&id=125591\r
    http://www.infoline-fenster.de/sixcms_4 ... &id=125591
    Architekten:
    Deadline - office for architectural services, Berlin


    Der tolle Englische Name ist fast genauso peinlich wie die metall baracke.
    Also glaube mir, da steht ihr studis gaaaaanz alleine dar, das gefaellt niemandem auf der ganzen, weiten welt.


    man studi, siehste nich, dass das immer und ueberall das gleiche prinzip ist? den mist hab ich so aehnlich schon in den 70ern gesehen, wie verbohrt muss man sein, um nicht zu erkennen, dass dieser olle modernismus nichts neues mehr bringt? nur diesen einen stil.
    nix anderes. verdreht aus der strassenflucht herausragen um aufzufallen, und die Herren 1. Graedler denken dann: das ist ja toll kreativ. aber nur in NordWestEuropa. das findeste sonst nirgends so massiert.
    :kopfwand:


    ich raffe es nicht. man, das ist HAESSLICH!!
    das empfindet jeder normale MENSCH, ja einfach jeder, als haesslich. klar, muss ja, das ist ja auch absichtlich haesslich gemacht, rein nach modernistischer lehre. geh mal auf die strasse und frage die leute.


    das kann doch gar nicht sein, dass dir das gefaellt? welchen bezug hat das zu berlin, der benachbarten humboldt uni, was kann ich als betrachter alles an interessanten details erkennen, welch hoehere, feine gewebte geisteshaltung spiegelt dieser bau im auge des betrachters wieder, welch sensibel gegliederter strassen/platzraum wir da neu erschaffen????
    das ist der plakative grobwitz des jahrhunderts


    Deadline - office for architectural services, Berlin
    na klar... deadline, und geh schlafen
    also die sind sogar des englischen maechtig?!! oho!
    was ne provinzposse :lachen:


    das ding kragt aus der haeuserflucht raus, wie individuell aufgestellt!
    das schiebt sich in den vordergrund, welch einfuehlsamer tiefsinn!
    das ist verdreht in der hausachse, wie congenial selbstbewusst ersinnt!
    das kontrastiert den umgebungskontext gewollt und total, welch neuartiges prinzip (der greisenmoderne)!
    das hat ne betonwanne in Metall verkleidet, wie man sie auch schon so schoen in skistationen der 60er jahre bewundern kann, wie kraftvoll zeitgenoessisch!
    plus ne metallfensterfassade die einfach nur haesslich ist, wie gestalterisch sensibel und bedeutungsvoll unsymmetrisch durchgeformt!
    es muss sich von den anderen haeusern und dem quartier abheben um zu gelten, wie is it again selbstbewusst! :gg:
    das ist grau in grau, wie elegant chromatisch konzertiert!
    und zu all dem hoch intellektuellen design-ueberfluss hat der kreativmeister oben auch noch einen laufsteg ans dach geschraubt, wie gewagt detailliert, diese ueberraschende, frisch-luftige geste vom Karl-Heinz Denkermann!


    DAS IST IN WAHRHEIT 100% INNOVATIONSLOS! DAS DING HAB ICH IN 5 MINUTEN IM ARCHICAD NACHGEZEICHNET. INKLUSIVE DEM TOLLEN STEG AUFM DACH. UND DIE PENNER SCHANZEN SICH GEGENSEITIG DIE ARCHITEKTURPREISE ZU!! FUER DIE TOLLE DACHLANDSCHAFT :applausgrinsen:


    faust-aufs-auge architektur fuer grobgestrickte moechtegernkreative waldundwiesen germanen, die den kontrastkanon der 'rollkragen-united' modernisten-uni brav auswendig gelernt haben.


    sorry dass ich hier so mit der prosa trampele, aber dass sind wieder genau die 100% standard beispiele, welche mir immer und ueberall als besonders gut verkauft werden sollen, man, die kommen immer (und ich habe mich noch extrem zurueckgehalten, an diese buden fuehr ich meinen hund gassi, falls er will...) dabei ist das ja nichts anderes als lange bekannt-banaler alt-'moderne' formen & prinzipien standard, das stinkt geradezu nach 100 jaehrigem provokativ klischee muff, nach uralt mustern der modernistischen effekthascherei,. da kann man nicht diskutieren, zwecklos.


    studi, das ist abgestandener, grosser, banaler, unaesthetischer allerweltsmodernismus fuer berufsblinde. und noch jeder architekt ist mir in den letzten 15 jahren mit sonem langweiligen fenster-tollunsymmetrischen weggucker wie dem Aachen-anbau gekommen, an dem tag, an dem mir irgendein studi mal irgend etwas anderes, etwas neues erzaehlt, auf seinem eigenen mist gewachsen, werde ich ne grosse flasche champagner auf dem einsamen grab des unbekannten innovativindividuums vergiessen. alle anderen sind naemlich gleich, gleichgeschaltet. individualitaet krampfhaft gesucht aber nicht gefunden, weil sie eben alle gleich kreativ aus dem blockrand kragen. pubertaer, blutleer characterlos, persoenlichkeits profil steril absent, deutschenglisch-reder, betonhaus als neurevoluzionaer presentierer. deine links sind ein fader witz. das lamellenhaus neben der kirche ist der ober witz. deadline? es ist ja wohl nicht zu fassen. :boese:

  • Quote from "marc!"

    ...UND DIE PENNER SCHANZEN SICH GEGENSEITIG DIE ARCHITEKTURPREISE ZU!!...


    Ist doch gerade einer der Hauptgründe, weshalb solche Abscheulichkeiten immer hochgejubelt werden! Heute nimmt DER Wettbewerbsarchitekt an einem Architekturwettbewerb teil, morgen sitzt er in der Jury eines Architekturwettbewerbs, übermorgen verfasst er in einer Fachzeitschrift eine Lobhudelei über einen Auswuchs eines Kollegen, überübermorgen sitzt er in der Jury für die Auslobung des "Eternit-Preis 2006", überüberübermorgen wird er als Verfasser eines Bauwerks "Die zehn besten Bauwerke Bayerns 2005" ausgelobt (weil in der dortigen Jury ein Architekt als Fachpreisrichter tagt, welcher von ihm vorvorgestern einen Preis bei "Stahlbaupreis 2004" zugeschanzt erhielt ... und so weiter... und so fort...


    Wie war das in den Workshops über die Frankfurter Altstadt? Ich habe keine Lust, die letzten 118 Seiten in diesem Faden durchzuackern, aber da würde man bestimmt die Antwort finden. Natürlich möchte ich diesem Workshop nicht das zuvor beschriebene Schmieren-Karusell unterheben; so viel ich mitbekommen habe, waren dort vor allem auch jüngere Architekten zur Teilnahme ausgelost (?) worden. Aber man will ja auch künftige Wettbewerbe gewinnen, oder vorher erst mal eine Einladung zu einer Teilnahme an einem solchen erhalten... Und so muss man doch der Jury-Generation auch gefällige EntWÜRFE präsentieren!


    Ich weiss nicht, wie in Deutschland die Jurys bei Architekturwettbewerben zusammengestzt sein müssen; in der Schweiz muss die Zusammensetzung einer Jury gemäss "Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein (SIA)" mindestens zu 50% aus Fachpreisrichtern bestehen. So dreht sich das Modernisten-Karusell munter weiter...


  • blabla, und so weiter..
    weisst du, was ich hieraus lese? Die pure Verzweiflung! Die Verzweiflung darüber, dass sich die Städte in eine Richtung verändern, die dir nicht gefällt. Dass die bösen Architekten, die sich eigentlich damit auskennen sollten, nur Häuser bauen, die du natürlich besser in ArchiCAD nachzeichnen kannst. Zeig mir das bitte!
    Die Verzweiflung darüber, dass du daran nichts ändern kannst und hilflos mitansehen musst wie auch in den letzten übrigen Baulücken moderne (wahlweise bitte hier einsetzen: kraftvoll, kreativ, frisch, ehrlich, ...) Häuser gebaut werden, wo man doch so schöne historische Fassaden vorsetzen könnte.
    Außerdem den Unmut darüber, dass dir die Moderne nicht das gibt was du dir vorstellst: bilderbuchhafte Innenstädte ohne Straßen oder Betonbrücken, Gebäude die kilometerweit alle wie aus einem Guß wirken, Ornamente wohin man sieht, kopfsteinbepflasterte Plätze mit auf mittelalterlich getrimmten Straßenlaternen. Man sieht, was man erwartet hauptsache es sieht gut aus. Ob die Fassade historisch ist oder vorgeblendet ist egal, hauptsache das Auge bekommt was zu sehen. Wäre ja auch zu anstrengend und zu pseudo-intellektuel sich mal daraus zu lösen und die Spannungen zu suchen.


    P.S. Das Gemeindehaus ist geil!!! :zwinkern:


    P.P.S. Die Moderne hat nichts mit Deutschland zu tun, die großen Architekturbüros sind auch in den Niederlanden, Skandinavien, Österreich, GB, sogar in den USA und Japan tätig. Da kann es auch mal vorkommen, dass ein Englischer Name verwendet wird

  • Ja es ist Verzweiflung, ganz richtig. Und ich bewundere marc dafür, daß er noch immer in der Lage ist, solch herrliche Polemiken zu schreiben, die durch und durch zutreffend sind. Mir persönlich fehlt dazu längst die Zuversicht, daß man eine weitgehend gleichgeschaltete Studentenschaft damit überhaupt noch erreicht, vielleicht kehrt sie auch mal wieder zurück. Aber das Umdenken und Hinterfragen muß erstmal bei euch selbst stattfinden, von Innen heraus. Auch wenn es schon unzählige Male gesagt wurde, ihr bestaunt des Kaisers neue Kleider und betet nach, was euch ideologisch vorgesetzt wird. So wie ich damals ehrfürchtig durch die Stuttgarter Weißenhofsiedlung gelaufen bin, weil mir eingetrichtert wurde, dies sei die einzig wahre Form der Architektur. Erst später habe ich erkannt, wie blöd ich war, wie weit ich mein persönliches ästhetisches Empfinden hatte manipulieren lassen und wie sehr ich bereit war, meine kritische Wahrnehmung zugunsten einer linientreuen Haltung zurückzustellen. Wäre ich aus diesem Sektierertum nicht ausgestiegen, würde ich mich heute vielleicht in Baunetz Foren aufhalten und Corbusier anbeten. Ich bin froh, daß ich rechtzeitig wieder die Augen geöffnet habe.

    In dubio pro reko

  • Quote from "Dirk"

    Ja es ist Verzweiflung, ganz richtig. Und ich bewundere marc dafür, daß er noch immer in der Lage ist, solch herrliche Polemiken zu schreiben, die durch und durch zutreffend sind. Mir persönlich fehlt dazu längst die Zuversicht, daß man eine weitgehend gleichgeschaltete Studentenschaft damit überhaupt noch erreicht, vielleicht kehrt sie auch mal wieder zurück. Aber das Umdenken und Hinterfragen muß erstmal bei euch selbst stattfinden, von Innen heraus. Auch wenn es schon unzählige Male gesagt wurde, ihr bestaunt des Kaisers neue Kleider und betet nach, was euch ideologisch vorgesetzt wird. So wie ich damals ehrfürchtig durch die Stuttgarter Weißenhofsiedlung gelaufen bin, weil mir eingetrichtert wurde, dies sei die einzig wahre Form der Architektur. Erst später habe ich erkannt, wie blöd ich war, wie weit ich mein persönliches ästhetisches Empfinden hatte manipulieren lassen und wie sehr ich bereit war, meine kritische Wahrnehmung zugunsten einer linientreuen Haltung zurückzustellen. Wäre ich aus diesem Sektierertum nicht ausgestiegen, würde ich mich heute vielleicht in Baunetz Foren aufhalten und Corbusier anbeten. Ich bin froh, daß ich rechtzeitig wieder die Augen geöffnet habe.


    Was habt ihr immer mit eurer Gleichschaltung der Studenten? Mein Interesse für Architektur war da bevor ich zu Studieren anfing. Es geht doch niemand zur Uni und sagt "ich habe keine Ahnung von Architektur, studiere jetzt damit mir gesagt wird was richtig ist und was nicht".
    Was ich sagen will ist, wer sich für moderne Kunst, Design und Architektur interessiert und sich Gedanken macht, mag auch den modernen Architekturstil

  • studi sagte in seinem jugendliche leichtsinn

    Quote

    Innenstädte ohne Straßen oder Betonbrücken, Gebäude die kilometerweit alle wie aus einem Guß wirken, Ornamente wohin man sieht, kopfsteinbepflasterte Plätze mit auf mittelalterlich getrimmten Straßenlaternen. Man sieht, was man erwartet hauptsache es sieht gut aus. Ob die Fassade historisch ist oder vorgeblendet ist egal, hauptsache das Auge bekommt was zu sehen


    richtig! total egal, logisch-philosophisch gesehen kannste mir kaum das gegenteil beweisen.
    was ist denn bitte die hauptsache, wenn nicht, dass das Auge was zu sehen bekommt? wenn du als designer nicht das 'aussehen' als hauptsache erkaennst, stell doch um auf buchhalter oder feuilletonist bei der taz. da gehts hauptsaechlich ums ablallen.


    glaub mir, ich bin ganz gluecklich in Frankreich und Italien, aber ja, typen wie deine tollen deutscharchitekten regen mich auf, ich gebs zu. aber ich kann mich ja an deiner meinung abreagieren. :gg:


    was deine moderne betrifft:

    Quote

    Die Moderne hat nichts mit Deutschland zu tun, die großen Architekturbüros sind auch in den Niederlanden, Skandinavien, Österreich, GB, sogar in den USA und Japan tätig. Da kann es auch mal vorkommen, dass ein Englischer Name verwendet wird


    richtig, und nur dort!
    diese waldundwiesen germanenkoepfe...


    wie gesagt, wieder einige willkuerliche und durchschnittlich diesmal modernistische beispiele aus Frankreich. welch aufenthaltsqualitaet selbst in modernistischen gebaeuden, wenn die farb-, material-, parkgestaltung, raumplanung stimmen, seht selber:


    http://www.immoo.com/programme/1350/details/index.html\r
    http://www.immoo.com/programme/1350/details/index.html
    http://www.immoo.com/programme/1979/details/index.html\r
    http://www.immoo.com/programme/1979/details/index.html
    http://www.immoo.com/programme/1509/details/index.html\r
    http://www.immoo.com/programme/1509/details/index.html
    http://www.immoo.com/NARBONNE_PLAGE/programme/16246/index.html\r
    http://www.immoo.com/NARBONNE_PLAGE/pro ... index.html
    http://www.immoo.com/Castanet-tolosan/programme/1237/index.html\r
    http://www.immoo.com/Castanet-tolosan/p ... index.html


    deine ganzen professoren werden es hassen. zeitgenoessische, selbst billige, architektur in frankreich ist deinem germanenmuell haushoch ueberlegen.


    das gemeindehaus:
    ne abartig haessliche pseudo baracke von provinzkunstlern ohne nennenswerten kulturell geistigen hintergrund. wie immer


    hier zu russland:


    Quote

    Der Baukonzern Don-Stroy, der den Giganten errichtete, knüpfte nach eigenen Angaben damit an "die ruhmreiche Tradition des monumentalen Stils der Russischen Hauptstadt" an. Vorbilder waren die "Sieben Schwestern", Verwaltungs- und Wohnhäuser der Stalinära, die weithin sichtbar die die Skyline Moskaus dominieren. Wie schon bei den "Sieben Schwestern" scheint auch beim "Triumph Palace" der Wunsch stilbildend gewesen zu sein, sich von der westlichen Architektur abzugrenzen. Schon die sowjetischen Baumeister wollten kein Manhattan in Moskau, keine modernen Fassaden aus Stahl und Glas. Vor anmutigem himmelblauem Hintergrund inszeniert Don-Stroy den mit Naturstein verkleideten Wohnturm für eine reiche Kundschaft, die sich 500 Quadratmeter große Penthäuser in 105 Metern Höhe leisten kann. Dass es in dem Wolkenkratzer auch ein eigenes Fitnesscenter und Schwimmbad gibt, versteht sich bei solchen Luxusbauten von selbst.


    Die das Baugeschehen bestimmenden Investoren und eine autoritäre Stadtverwaltung fördern die architektonische Nostalgie. Zeitgenössische Entwürfe russischer und internationaler Architekten haben es da viel schwerer


    hat ein deutscher schreiberling gemaess den gaengigen klischees, wie sie auch bauhausstudi weiterkaut, verfasst, trotzdem 3-4 bilder, ALLES NEUBAUTEN, zum Teil 1zu1 Kopien, innen hui, aussen hui (traditionell)
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22469/1.html\r
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22469/1.html


    Quote

    Daneben trifft man in der russischen Metropole häufig auch auf den "Stil Vampire" oder "Tortenstil" "Mit Letzterem sind üppige rosa-weiß-gelbliche Kreationen gemeint, überladen mit allerlei Schnörkeln. Sie wimmeln nur so von Säulen, Pylonen oder Pilastern, und jedes zweite Haus hat ein Türmchen", beschreibt Rumjanzewa.


    wie fies kitschig, dann schon lieber studies gemeindehaus...
    :übelkeit:
    was bin ich wieder verstaendnisvoll!


    Quote

    Bekanntes Beispiel dafür ist das "Hotel Moskau" in der Nähe des Kremls. Ebenfalls ein Bau der Stalinära des Architekten A.V. Schusevs. Ein für die Geschichte Moskaus und der Architektur einzigartiges Gebäude. Mit einer Kopie der Fassade soll das 5000 Zimmer zählende Luxushotel mit modernisiertem Innenleben neu aufgebaut werden. Damit geht aber der künstlerische und historische Wert des Hotels verloren.


    das uebliche reformierte oberstufen klein-willi-kennt-die-welt gelalle, shitheads[/quote] :peinlich:

  • [/quote]


    Du scheinst ja ein richtiger Deutschhasser zu sein.. :x
    Wie gesagt, die hälfter meiner Profs sind keine Deutschen, der Studiengang ist allgemein sehr international ausgelegt.
    Deine Beispiele erinnern mich mit ihren übereinander gestapelten Balkonen und Laubengängen eher an ein Krankenhaus oder Altenheim..

  • wieso denn deutschhasser? weil die architektur-profession schon fast traditionell ne bande von sektierern ist, ne ne, ich meine ausdruecklich diese szene, ganz klar.


    ach so, finde doch mal einen altenheim neubau in D, der so angenehm ist... 8)


    aber schon klar das dir das alles nicht gefaellt...