Alte Schwedische Häuser von 1000 - 1700 (S)

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    • @Däne

      Das stimmt! Die meisten Städten in die erste Teil sind ehemalige dänische Städte. Auf die andere seiten sind städte Karlskrona, Stockholm und Visby wenig geprägt von Dänemark.

      Jetzt bin ich aber neugierig. Wie siehst du Schonen (Skåne) an? Als Dänisch? Als Schwedisch?

      @Wissmut

      Ökonomisch gesehen war es für Dänemark eine grosse Verlust.
    • Der Vergleich mit Schlesien hinkt natürlich dahingehend, also daß die Bevölkerung vor Ort blieb und Dänisch und Schwedisch nah verwandte Sprachen sind - auch heute klingt das Schwedische in Schonen ja deutlich anders als weiter im Norden, und meines Wissens gibt es sogar eine gelb-rote Fahne?

      Ich würde es eher mit dem Wechseln Schlesiens von Österreich nach Preußen nach dem siebenjährigen Krieg vergleichen.
    • Naja...ich denke dass ihr denkt sehr von eine deutsche Perspektiv über die Frage Schonen / Schweden...

      Ich meine da für über drei Jahrhundert jahren haben niemand in Dänemark gesagt: "Schade dass wir haben eine grosse Teil unsere Kernland verloren. Aber dass macht nicht. Wir haben es zu unser Brüdervolk Schweden verloren. Deswegen sollten wir eigentlich jubeln"

      In praktisch verliert die Nationstaat Dänemark ein paar von seine grösste Städte, Küste und Landwirtschaftliche Teilen. Die ökonomische Verluste sind davon unübersehbar. Dazu waren wahrscheinlich von die Dänische Identität Schonen wichtiger für Dänemark als Schlesien für Deutschland.
    • @ Johan


      Sicher war es für die Dänen ein großer Verlust - was sich auch im territoriellen Größenverhältnis von Restdänemark und den verlorenen Gebieten wiederspiegelt. Andererseits wurde keine Kulturlandschaft zerstört und beide Völker sind sich deswegen nicht mehr feindselig.

      Ob ich mich aufgrund einer unglücklichen geschichtlichen Verwicklung als Deutscher nun von Holländern oder aber von Russen/Polen/Tschechen fremdbestimmen lasse, macht für mich einen beträchtlichen Unterschied aus. Im ersten Falle könnte ich mich mit der Situation arrangieren(und das Holländisch einfach als einen ganz besonders fiesen Platt-Dialekt "abhaken" - während ich ansonsten einfach weiter in meiner angestammten Mundart schwätze), im zweiten Falle müßte ich wohl auswandern. Nicht nur, weil ich deren Sprache nie und nimmer lernen könnte und wollte. :)
      Nein, die werden gedünstet
    • Jetzt gehen wir weiter zu das Könighaus in Lund. Von diese Gebäude habe ich sehr gut errinerung. Ich habe hier ein Semester Filosofiekurs studiert. Es war dazu ein sehr gute Kurs in Wisseschaftsfilosofie - von Platon bis Marx. Dazu wirkte auch die Zauberhafte umgebung von Lundagard und Dom. Das Gebäude ist von 1584. Hier gibt mehr details zum Haus.

      en.wikipedia.org/wiki/Kungshuset


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    • RMA wrote:

      Das Eingangsportal zu dem Königshaus von 1584 wirkt auf mich wie ein romanisches Kirchenportal, gibt es einen besonderen Grund für diesen frühen "Historizismus"? So oder so ist der Wendelstein äußerst beeindruckend, schon ein Kunstwerk durch seine Konstruktion! 8)


      Ok, jetzt zum Details. Das Eingangsportal ist Romanisch und stammt von Dom. Mann hat einfach in die Portal in die 1900-jahrhundert zu das Könighaus umgezogen. Das Treppenhaus aus Holz ist von 1732.
    • Interessant. Es gibt sie also doch die alte, profane Architektur in Skandinavien. Danke Johan. Aufschlussreich wären auch Rathäuser sowie weitere wirklich bürgerliche Bauten ohne königlichen/adeligen oder kirchlichen Auftraggeber.


      P.S.: Waren Schonen und die anderen Gebiete im heutigen Südschweden vor 1658 ein richtiger Bestandteil des Königreichs Dänemark oder nur verbundene Länder mit rechtlicher Eigenständigkeit wie das Herzogtum Schleswig oder gar Holstein.
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • @Georg Friedrich

      Schonen gehörte schon zu Kernland Dänemark. Also keine federalstaat. Aber zum beispiel Malmö war Hansastadt und hies auch Hansastadt Ellenbogen. Ich werde noch ein paar ältere Bürgerhäuser reinbringen. Und übrigens werde ich auch das Schloss von Malmö reinbringen. Ein nettes Backsteinscloss.

      Hier haben wir Bürgermeister Jacob Nilsens Haus von 1519. Das wurde dann umgebaut. Im Grund ist das Haus einglich von 1300-jahrhunder. Das ganze Viertel gilt als in Kern die älteste in ganze Malmö. Ich habe in diese Bilder fokusiert auf die ursprünglichste Teil von diese Viertel. Heute ist alles Hotel und Restaurant...


      (Bildlinks deaktiviert)
    • Es gab ja hier im Forum einige Fragen zur Geschichte Schonens ab 1658. Um es ganz klar zu machen: das war ein enormer Verlust für Dänemark und der Anfang einer etnischen Säuberung der Dänsischen Bevölkerung in Skåne, Halland und Blekinge. Auf der Karte der Dänisch-Schonischen Landmannschaft sieht man wie gross dieser Teil war (is):

      danskskaanskforening.dk/

      sa.dk/ra/godehistorier/skaane/herred.htm

      Bis 1849 war es verboten, Dänische Bücher zu besitzen :augenrollen:

      Dazu kommt, dass diese Teile Dänemarks die reichsten waren. Lund war sogar der Sitz des Dänischen Erzbischof und Malmö die zweitgrösste Stadt.

      Also kein Vergleich mit Schlesien im 18. JH.

      Heute ist das alles Geschichte, aber viele Schonen fühlen sich immer noch mit Dänemark verbunden. Von Malmö bis Kopenhagen sind es ja auch nur 20 Km, bis Stockholm um die 700 km.
    • "Däne" wrote:

      Es gab ja hier im Forum einige Fragen zur Geschichte Schonens ab 1658. Um es ganz klar zu machen: das war ein enormer Verlust für Dänemark und der Anfang einer etnischen Säuberung der Dänsischen Bevölkerung in Skåne, Halland und Blekinge. Auf der Karte der Dänisch-Schonischen Landmannschaft sieht man wie gross dieser Teil war (is):

      danskskaanskforening.dk/

      sa.dk/ra/godehistorier/skaane/herred.htm

      Bis 1849 war es verboten, Dänische Bücher zu besitzen :augenrollen:

      Dazu kommt, dass diese Teile Dänemarks die reichsten waren. Lund war sogar der Sitz des Dänischen Erzbischof und Malmö die zweitgrösste Stadt.

      Also kein Vergleich mit Schlesien im 18. JH.

      Heute ist das alles Geschichte, aber viele Schonen fühlen sich immer noch mit Dänemark verbunden. Von Malmö bis Kopenhagen sind es ja auch nur 20 Km, bis Stockholm um die 700 km.


      Eine ethnische Säuberung im 17. Jahrhundert? Demnach hätten die Schweden gleich nach der Annexion mit der Vertreibung oder Ermordung der Bewohner der neugewonnen Länder angefangen. Damals hat man allerdings eher nach dem Leitsatz je mehr Menschen desto höhere Steuereinnahmen gehandelt als einen ethnisch homogenen Staat anzustreben.

      Mit Schlesien oder den anderen ehemaligen deutschen Gebieten östlich der Oder-Neiße-Linie (zuzüglich Stettins, dass ja westlich der Oder liegt und uns trotzdem genommen wurde...) ist Schonen in der Tat schwer zu vergleichen. Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentralität Schonens für den übrigen dänischen Staat war zwar größer als im genannten deutschen Fall (Österreich hat im 18. Jahrhundert allerdings mit Schlesien schon seine wirtschaftlich entwickelste Provinz und mit Breslau die nach Wien und Prag drittgrößte, wenn auch kulturfremde, da protestantisch geprägte Stadt seines Kerngebiets an Preußen verloren), aber es kam eben nicht wie im Falle Ostdeutschlands zu einem vollständigen Bevölkerungsaustausch. Ich möchte keinem Skandinavier in seinem Nationalbewusstsein zu nahe treten, aber die heutigen germanischen Völker Skandinaviens sind ohnehin ein Produkt neuzeitlicher Sprachkodifizierung und nationalstaatlicher Vereinheitlichung und Erziehung. So wurden die Menschen in Schonen letztlich zu Schweden. Die Natur hat keine zwingenden Gründe vorgegeben, dass nordgermanische Sprachgebiet in mehrere Nationalsprachen aufzuteilen.
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer