Dresden - Prager Straße und Seevorstadt

  • Also ich bin mit Dir Bilderbuch, bekanntlich fast nie einer Meinung, aber in dieser Hinsicht gebe ich Dir vollkommen recht. Wenn schon hässlich, dann bitte einheitlich. Das, was nach der Revolution dazugebaut wurde, war eine Verschlimmerung des vorher zumindest einheitlich sozialistischen Zustandes, der heute wenigstes einen einheitlichen und geschlossen dokumentarischen Wert besitzen würde.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • SZ und DNN berichten heute, am 31.03.2017, dass das Hotel Lilienstein nach über 50 Jahren Hotelbetrieb geschlossen hat. Damit wurde eines von drei Häusern der Ibis-Kette in der Prager Straße, die hier mit über 900 Zimmern vertreten war, vom Markt genommen. Die Zukunft des Gebäudes ist ungewiss.


    http://www.sz-online.de/nachri…-lilienstein-3648437.html

  • Bei der Sächsichen Zeitung gibt es hinter der Bezahlschranke einen Artikel zu Hochhausplänen am Wiener Platz. Ich kann darauf nicht zugreifen, hab aber mal ein paar übliche Verdächtige nach dem im Teaser genannten Wettbewerb abgeklappert und bei rohdecan gibt es tatsächlich einen Entwurf! Städtebaulich extrem spannend.


    Vielleicht kann jemand mit Abo weiterhelfen?

  • Mhh schade, kann ich nicht nachvollziehen. Wird wohl am Hochhaus gescheitert sein? Ansonsten sind die Entwütfe ja recht ähnlich (nur ist rohdecan durchdachter). Dort hätte ein HH hingepasst. Mal abwarten.

  • Der Gewinnerentwurf ist die bessere Version des Rohdecan-Entwurfes, wo die Höhendominate nur die Straßenseite gewechselt hat (und damit sehr viel glaubwürdiger rüberkommt). Genauso werden die zu erhaltenden Bestandsgebäude als Einzelgebäude erhalten und nich über- oder angebaut. Was ebenso ein Vorzug vor Rohdecan darstellt.


    Im Übrigen ist die Visu von Rohdecan ein einziger Schwindel - kein Verkehr und suggeriert einen geschlossenen, erlebbaren Platz - was angesichts der Straße, der Straßenbahn und der vielen Geländer sowas von garnicht der Fall ist.


    Im dazugehörigen SZ-Artikel spricht man schon von Umsetzungsinteresse des Gewinnerbüros. Da kann man nur hoffen, dass mehr raus kommt, als alle präsentierten Visus am Ende in der Gestaltung was sehr viel besseres präsentieren!

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    Mir gefallen am Siegerentwurf die entstehenden schmalen Gassen nicht. Falls dort überwiegend Büros hinkommen, sind zwielichtige Ecken an der Stelle doch garantiert. Gegenüber der Haltestelle Hbf Nord, wo sicher die höchste Passantenfrequenz ist, gibts dafür eine durchgehende Gebäudefront. Das ist bei rohdecan mMn besser gelöst. Von dem Hochpunkt direkt am Bahndamm halte ich auch nicht so viel.

  • Der Bau in der Struvestraße hat wirklich das Prinzip der architektonischen Weiterentwicklung verstanden. Stilistik der Präsenzbauten werden in aktuelle Formensprachen und Farben übertragen. Irgendwie schon wieder cool das zu sehen. Dass die Präsenzbauten als Referenz so mistig aussehen, kann dem Neubau ja nicht vorgeworfen werden. :lachen:


    Inklusive des graukastigen rückwärtigen Bau - volle Kanne Dresdner Bauwesen im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Zeitlos grottig.




  • Gerade angesichts solcher Entwicklungen braucht es Forderungen wie den Kaiserpalast. Es müssen ja überhaupt erst einmal auch Alternativen für die zerstörten gründerzeitlichen, früher hochurbanen Bereiche in Dresden aufgezeigt werden. Wenn man zeigt, wie's gehen kann, erhöhen sich auch die Ambitionen dafür. Das wird irgendwann ein selbstverstärkender Effekt, wie uns Leipzig eindrucksvoll bewiesen hat.

  • Okay.


    Allein ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Rekonstruktion des Kaiserpalastes zu einer qualitätvolleren Umgebungsarchitektur führen würde.