Dresden - Prager Straße und Seevorstadt

  • Das ist ein Neubau?!? Sieht für mich aus wie ein ganz schäbig renovierter Plattenbau. Sicher, dass das neu gebaut wurde? Vielleicht hat man ja eine Platte aus Prohlis hierher transloziert und neu verkleidet.

  • Na wenigstens geht es nicht nur mir so. Wahrscheinlich ne Remineszenz an dieses Objekt hier. Aber Vorsicht, wahrscheinlich stellen das die verrückt gewordenen in dieser Stadt vor dem Abriss auch noch unter Denkmalschutz. Mittlerweile ist nichts mehr auszuschließen, was der Logik zuwiderläuft.

  • Steht doch da. Der neue Simmel Edeka am Hauptbahnhof…

    Nun, ich lese nur: "Simmel am Hauptbahnhof. Abendliches Farbenspiel an der Ammonstraße". Davon kann ich mir nicht zusammenreimen, ob das ein Neubau oder eine Kiste aus den 90er Jahren ist. Ich hatte das Ergebnis aber nicht im direkten Zusammenhang mit den weiter oben geposteten Baustellenbildern gesehen. So weit ging wohl meine Phantasie, das muss ich gestehen.


    Also, gegen diesen Neubau-Klotz sind die gezeigten DDR-Gebäude ja noch angenehm designed. Es ist unfassbar, dass so etwas schäbig-provinzielles in der Innenstadt heutzutage genehmigt wird. Bei uns würde das derzeit noch allenfalls auf der grünen Wiese neben der Autobahn entstehen. Und bei diesem Bau reden wir noch von der Innenstadt in Dresden, nicht von Essen oder Duisburg. Ich kann einfach nur mit dem Kopf schütteln.

  • Und bei diesem Bau reden wir noch von der Innenstadt in Dresden, nicht von Essen oder Duisburg. Ich kann einfach nur mit dem Kopf schütteln.

    Es ist ja bekannt, dass es eine „Innenstadt“ in Dresden seit 1945 nicht mehr gibt.

  • Der Simmel steht in etwa da, wo seit den späten 60er Jahren dieser wundervolle Ausblick in Richtung Prager Straße beglückt: Klick zur Deutsche Fotothek. Seitdem hat sich wenig verändert. Allerdings fahren jetzt mehr Autos auf der Straße, und das ungepflegte Gras an der Ecke ist Geschichte. Eine Gegend, die man auch als Chinese gut und gern schnell hinter sich läßt.

  • Es ist nicht alleine die Unfähigkeit (gepaart mit übergrosser Arroganz) einiger heutiger Herr*innen "Baukünstler*innen" die einen so maßlos wütend macht.


    Es ist bei mir der Gedanke, dass dies nicht nur Dummheit und Unfähigkeit sein kann. Wer so etwas hässliches, unmenschliches und abstoßendes im 21. Jahrhundert baut, tut dies mutwillig. Es ist bewusste Zerstörungswut und gezielte Aggression gegen die Bürger dieser Stadt.


    Auffällig ist, dass man fast keinen Menschen, kein Leben in der Umgebung dieses Monstrums sieht. Nicht einmal eine streunende Katze scheint sich hier aufhalten zu wollen. Ich nenne dies eine Todesarchitektur, da sie geeignet ist, sämtliches Leben aus der Umgebung zu tilgen.


    Fazit: Ein weiterer Schandfleck in Dresden. Das Dummvolk glaubt die Behauptung der Bauherr*innen diese Lego-Landschaft sei "modern".

    In Wahrheit ist diese Bausünde nicht modern sondern total unmodern, obsolet und abstoßend. Sorry, not sorry.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Das ehemalige wöhrl Kaufhaus wird offenbar komplett zurück gebaut. Ich hatte bisher so verstanden dass es nur umgebaut werden soll. Mit seinem schrägen glaskasten über dem Eingang war es ja noch ein qualitätvollerer Vertreter seiner Gattung.

    Was folgt wird sehr vermutlich ein langweiliger Kisten Murks.


    Müsste nicht in Konsequenz der Forderungen der Vertreter der Moderne am Neumarkt mit modernen Murks die Lücken zu füllen damit die Brüche der Geschichte sichtbar werden. Zwischen modernem Murks eine Rekonstruktion damit die Brüche sichtbar werden.


    huh:):biggrin:


    Danach noch ein Blick Richtung Rat Haus dach. Hier gehen die Sanierungen voran. Leider nicht die Heilungen.

    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Ein Blick auf das ungethühm am Enso Center.

    Ich hatte die Pläne vorher gesehen aber so riesig und einschneidend in die Landschaft war es nicht wahrnehmbar.

    Eine Katastrophe.

    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Brrrr, was für ein grauenhafter, unangenehmer Stadtraum. Im Prinzip völlig tot, absolut keine Aufenthaltsqualität und definitiv nicht zukunftsfähig. Egal, reißt man halt wieder ab und baut neu. Wen juckts denn eigentlich noch.

  • Die "Prager Spitze" finde ich eigentlich ganz in Ordnung, keine unregelmäßigen Fenster-Spinnereien, vor allem eine gewisse "Fassung". (ich muss nicht überall Barock und Engelchen haben - ich kann auch "Zeitgenössisches" gut finden, vorausgesetzt es hat Qualität und drückt formensprachlich keinen Hass und keine Attacken auf die Stadt aus). Nur etwas zu überdimensioniert ist sie.


    Aber das Ding gegenüber, sorry habe keinen Nerv mehr und keine Zeit mich aufzuregen über Aggression*innen und Arroganz unfähiger "Baukünstler*innen", daher nur kurz & knapp, mehr haben diese Übeltäter nicht verdient:


    Eine solche Fehlplanung mit solch abstoßender Erscheinung ist schlicht eine Unverschämtheit. Und zwar gegenüber nicht nur den Dresdner Bürgern (Gendersternchen verweigert), sondern der ganzen Menschheit da Dresden der ganzen Menschheit gehört. (Zitat "The GUARDIAN"-, damals "The Manchester Guardian", linke Zeitung die selbst im Krieg Dresden in Schutz nahm - und das will etwas heissen).


    Mir reicht es, wie sie diese Stadt versauen mit mutwilliger Aggression und vorsätzlicher, abartiger Hässlichkeit. Es gibt keinen logischen Grund für diese völlig irrationalen Chaos-Fenster-Spinnereien, einen technischen oder "künstlerischen" sowieso nicht. Es ist der Wille zur Hässlichkeit und der Hass auf die Menschen dieser Stadt - und , gemäß "The GUARDIAN", der Hass auf die ganze Menschheit.


    Mir wird schlecht bei dieser "Architektur". Diese "Baukünstler" gehören zur Verantwortung gezogen. Sorry, aber mir reicht's bis obenhin!

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Umbau Wöhrl-Plaza

    Das ehemalige wöhrl Kaufhaus wird offenbar komplett zurück gebaut. Ich hatte bisher so verstanden dass es nur umgebaut werden soll.

    Dazu heute in der Sächsischen Zeitung:

    [D]ie beauftragte Baufirma DIW GmbH mit Sitz in Kamenz hätte nach Prüfung der Substanz einen überraschenden Vorschlag gemacht: Es sei wesentlich effizienter, das Bestandsgebäude bis zum ersten Obergeschoss abzutragen und neu aufzubauen, als im bestehenden Haus zahlreiche Umbauten mit vielen Betonsäge-Arbeiten und chemischen Klebverbindungen vorzunehmen. "Auch statisch sowie von der Installation der Haustechnik hat das viele Vorteile. Der Vorschlag hat uns überzeugt und wir sind froh, dass sich das Bauunternehmen so viele Gedanken gemacht hat", sagt Thorsten Bischoff [Geschäftsführer der Eigentümerfirma Values Real Estate].

    An den Entwürfen soll demnach allerdings nichts verändert worden sein. Eine Visualisierung habe ich allerdings noch nicht gesehen, nur den in der SZ gezeigten Vorentwurf.

  • Wow, es soll ein Hotel einziehen! Genial! Das ist, glaube ich, der erste Hotelneubau in Dresden seit Jahrzehnten. Ich hätte eher für Büros, Apotheke, Drogerie und Nagelstudio plädiert. Das sind Dinge, die ich in Dresden besonders vermisse!