Dresden - Prager Straße und Seevorstadt

  • Die Präsentation zeigt auf Folie 9 eines der beiden Probleme, die der Wiener Platz eigentlich schon immer hatte. Er hat nur einen "Ausgang" an der Ostseite. Im Gegensatz zu vielen anderen Bahnhofsvorplätzen verteilt sich die Nutzung daher nicht gleichmäßig über den ganzen Platz. Der Platz war allerdings auch schon immer vom zunehmendem Verkehr geprägt und dementsprechend wohl wenig einladend als Verweilstätte. Man vergleiche den Zustand um 1900 mit dem um 1930 und heute.


    Wenn die Platzanlage an sich schon nichts anderes hergibt, dann sollte wenigstens - Problem Nummer zwei - die Architektur das Ganze erträglich machen, doch die Bebauung der Nordseite ist abweisend in Glas und Beton gefasst und da kann auch das Kugelhaus nichts mehr wett machen. Dem selbst schon technisch-stählernen Hauptbahnhof fehlt das "heimelige" Pendant. Von der städtebaulichen Fehl-/Nicht-Einbindung der Gebäude in ein Nutzungsgefüge und daraus folgenden toten Räumen drumherum mal ganz zu schweigen.


    Ergo: Hier ist tatsächlich durch "Gestaltung" der Platzanlage nicht viel zu erreichen. Ich kann auch nur der geplanten Begrünung durch Bäume etwas Positives abgewinnen, nicht einmal Pflanzkübeln, denn wie die nach einer Saison aussehen werden, kann man sich vorstellen.


    Ich bin gespannt, wie sich die Situation ändert, wenn es irgendwann einmal einen Busbahnhof geben wird, dann wird wenigstens Problem Nummer eins etwas abgeschwächt und der Platz bekommt eine veränderte Funktion. Insofern betrachte ich die aktuelle Planung als Zwischenlösung.

  • Simmel Edeka Wiener Platz Westseite

    Update


    Rückseite an der Ammonstraße über Tunneleinfahrt


    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Ich bin heute seit langem mal wieder durch den Hauptbahnhof geschlendert. Ein ganz hübscher Bau. Im Prinzip gefällt mir auch die Dachbespannung obwohl modern da sie das Tragwerk so schön zur Geltung bringt. Allerdings sieht man doch das die Moderne ganz schön schnell Alt aussieht. Alternativ sind die grünen Sicherungsnetze einfach als Kunstinstalltion zu sehen. Grün und Weiss passt ja zu Sachsen.

    Bei einem Blick hinter den Bahnhof hat mich erfreut das diese unsägliche Shisha Nachtbar Grillbude und der Gebrauchtwagenhandel offenbar sehr verbessert wurden.

    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Büros im ehemaligen Siemenshaus

    Quote

    Das Gebäude nahe dem Hauptbahnhof verfiel viele Jahre. In zwei Jahren soll es eine neue Bestimmung bekommen...

    Quote

    ..2022 soll das seit Jahrzehnten leerstehende Gebäude grundlegend erneuert sein, sagt Immopact-Geschäftsführer Andreas
    Schöberl. Es soll aufgrund seiner Architektur einen Gegenpol zur Prager Spitze und den anderen modernen Gebäuden, die an der Ostseite des Wiener Platzes entstehen sollen, darstellen...

    https://www.saechsische.de/dre…ald-aussehen-5308080.html


    Eiderdaus, so geht es auch. Gar nicht dumm - ein Bruch nur andersrum ;-)

  • Fernbusterminal und Fahrradparkhaus

    Die neueste Skizze für Fernbusstation mit Fahrradparkhaus von Knerer und Lang in der Sächsischen Zeitung sieht so aus:


    utbd143vpl8rh3956jsn7xz0t5bxj2rz.jpg

    © S&G Development GmbH/KNERER UND LANG Architekten in: Sächsische Zeitung


    Laut Artikel plant der Investor, übrigens die S&G Development GmbH, die die Station samt Parkhaus in Leipzig baute,

    [...] ein Gebäudeensemble aus vier miteinander verbundenen Baukörpern unterschiedlicher Höhe. [...] Unten, also zu ebener Erde, entsteht das Busterminal mit zehn überdachten Bussteigen, oben sind moderne Büros mit 1.500 Arbeitsplätzen vorgesehen. Highlight soll eine öffentliche Plaza über den Bussteigen werden – mit Gastronomie sowie Aussicht auf den Wiener Platz und den Hauptbahnhof.

    ... laut Investor ...

    Quote

    [...] keine "langweilige Beliebigkeitsarchitektur"

    ... also hoffentlich etwas gefälligeres als in Leipzig.


    Davor soll eine neue Straßenbahnhaltestelle entstehen, nur jeweils ca. 300 Meter von denjenigen am Hauptbahnhof und der Budapester Straße entfernt.

  • Die Kiste in Leipzig ist ja eine regelrechte Katastrophe. Aus der Skizze werde ich nicht ganz schlau, sie sieht aber interessant aus. Sollen die großen Rundbogenöffnungen die Ein- bzw. Ausfahrten für die Busse darstellen? Werden die dann nach links weitergeführt? Da kommen doch dann die Bahnanlagen?!

  • Die Bögen werden eher eine Hommage an den Hauptbahnhof sein.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Man darf ja noch Träumen. Das Schmuckstück als Fahrradparkhaus umgesetzt und rekonstruiert. Blick vom Enso City Center Richtung Strehlener Platz.

    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Überhaupt gehört die Nordseite der Strehlener Straße bis zur Feuerwache wieder bebaut. Stattdessen sind per B-Plan (Blatt 1, 2 und 3) riesige Parkplätze vorgesehen.


    Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Sächsischen Staatseisenbahn an der Strehlener Straße 1 wäre eigentlich als Erweiterungsbau für die HTW Dresden geeignet gewesen.


    Aber das ist wohl ein Thema für den Strang Dresden - Ortsamtsbereich Plauen (Coschütz, Gittersee Kaitz, Mockritz, Plauen, Räcknitz, Südvorstadt, Zschertnitz).

  • War nach dem Krieg auch noch vergleichsweise viel da, von der Bahndirektion. Wurde erst 52 gesprengt, was durchaus Kopfschütteln auslöste.

  • Ich bin heute seit langem mal wieder durch den Hauptbahnhof geschlendert. Ein ganz hübscher Bau. Im Prinzip gefällt mir auch die Dachbespannung obwohl modern da sie das Tragwerk so schön zur Geltung bringt. Allerdings sieht man doch das die Moderne ganz schön schnell Alt aussieht. Alternativ sind die grünen Sicherungsnetze einfach als Kunstinstalltion zu sehen. Grün und Weiss passt ja zu Sachsen.

    Bei einem Blick hinter den Bahnhof hat mich erfreut das diese unsägliche Shisha Nachtbar Grillbude und der Gebrauchtwagenhandel offenbar sehr verbessert wurden.

    Traurig! Der Busbahnhof passt aber irgendwie zum Bahnhofsfolien-Netzdach.

  • Buchvorstellung und Diskussion (online und vor Ort) des Zentrums für Baukultur Sachsen (ZfB) am Donnerstag, 10. Juni 2021 ab 19:30 Uhr zum Thema "Welche Zukunft hat die Prager Straße?", siehe Informationen des ZfB, sowie DNN. Behandelt wird das Thema "Fußgängerzonen in BRD und DDR" anhand der Dresdner Prager Straße. Es wird einen Live-Übertragung geben.

  • Öffentliche Auslegung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, siehe Information der Stadt sowie Beteiligungsportal - unter beiden Links sind bis 25. Juni 2021 die Planungsunterlagen einsehbar.

  • Simmel am Hauptbahnhof


    Abendliches Farbenspiel an der Ammonstraße





    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Ui, das sieht wirklich ganz schrecklich aus. Ich lese Reitbahnstraße. Ist das ein Neubau?

  • Steht doch da. Der neue Simmel Edeka am Hauptbahnhof…


    War doch klar, dass es nur ein Bunker mit dieser LSD-Fassade wird.


    Kann man nur hoffen, dass der Busbahnhof auf der anderen Seite besser wird und es etwas verdeckt

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Zur Erinnerung nochmal die Entwürfe des vorangegangenen Architektenwettbewerbs, bzw. weitere Visualisierungen in der Sächsischen Zeitung.


    zhgvf8cr5mn73061hxl0u9p9wwcyw0ey.jpg

    © Simmel/Knerer und Lang Architekten in: Sächsische Zeitung


    Das ist für mich ganz klar Etikettenschwindel des entwerfenden Büros und mir ist schleierhaft, wie dieses Gebäude aufgrund dieser mit offensichtlichen Tricks "verschönerten" Visualisierungen im Gutachtergremium (das war doch schon die Gestaltungskommission, oder?) nicht durchfallen konnte, bzw. warum keine realistischeren Ansichten gefordert wurden:

    • Unrealistische Farbgebung der Fassade und der Umgebung
    • Darstellung der Fenster als durchgehende Glasbänder mit alternierenden Höhen (die so wohl auch nicht mehr vorgehängt werden können)
    • Verwendung starker Innenbeleuchtung am helllichten Tage
    • Starke Schrägansicht, bei der die enorme Länge des Gebäudes nicht auffällt

    Das Gebäude wirkt teilweise, als hätte man die Fassade dieses vor zwei Jahren abgerissenen Juwels wiederverwendet.