Dresden - Prager Straße und Seevorstadt

  • Fira baut ja nur noch solche schrecklichen Mistbuden...grässlich. Dieses Teil hier ist nun aber der Gipfel. Arme Gret Palucca..kannst dich ja nicht mehr wehren. :kotz:Alles in "deiner" Straße

    "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

  • Hallo,


    mit einer kleinen Auswahl mit Bildern Dresdens von 1991-2006 , unter anderem der Prager Straße, ist unsere Galerie auf Arstempano dank Stefan Hertzigs Hilfe für das erste komplett. Unterhalb der Bilder ist, wo es möglich war, ein Link am selben Standort zu unseren Panoramen angegeben. Hier der Bildvergleich des Blickes in die Prager Straße von Norden. Einmal der Panoausschnitt von 2012 und das Bild Stefan Hertzigs aus unserer Galerie. Klar kann man sich darüber streiten, was hätte alles besser gemacht werden können, aber wenn man den Ausgangszustand sieht.... Was mich auch so wundert, weil so schlimm ist es in der Erinnerung nicht - dieses "allgemeine Grau" - da kommt die Frage: "hab ich da wirklich 20 Jahre gelebt?" Auch das Filmmaterial des Dresdner Requiems ist in diesen Farbtönen. Kann ich übrigens nur empfehlen, sich die DVD mal reinzuziehen.


    Beste Grüße Andreas


  • Die Bebauung des Nordabschnittes der Prager Straße halte ich für eine absolute Erfolgsgeschichte. Hier ist nicht nur ein städtebaulich hochinteressantes Tor zur wichtigsten Einkaufsstraße der Stadt, sondern insgesamt einer der großstädtischsten Räume Dresdens entstanden.

    Dennoch wurden nicht wenige Fehler begangen. So hat man das Rundkino in eine Art Hinterhof gezwängt, wo der hochinteressante Bau zur "Prager" hin hätte freigestellt erhalten bleiben müssen. Zusammen mit dem Gaststättenkomplex "International", der leider für den Bau der Centrum-Galerie beseitigt wurde, hätten beide Bauten ebenfalls eine spannende Torsituation vor dem Hintergrund der hochverdichteten Prager Straße Nord abgegeben. Allein es hat nicht sollen sein...

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe

  • Wer ist denn die "Bau-Maus? Ist das irgendwas sexistisches? :tongue:


    Aber auch die DNN berichten:


    http://www.dnn.de/Dresden/Loka…-der-Gret-Palucca-Strasse


    Das Studentenwerk investiert rund 23 Millionen Euro in die ca. 50 Jahre alten Wohnheime. Es entstehen 484 möblierte Studentenapartments, ein Waschsalon und ein zentraler Fitnessbereich. Die Arbeiten sollen im Herbst 2019 abgeschlossen sein.

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe

  • Ein etwas zweischneidiges Schwert. Einerseits wird durch die Einbeziehung der Balkons die Wohnfläche größer. Andererseits genießen es viele Leute im Sommer ja schon, im Freien auf dem eigenen Balkon sitzen zu können. Oder sie nutzen ihn im Winter als Stauraum für Bierflaschen und Co.

  • Die Morgenspost berichtet, dass ein Angebot für die rund 10.000 qm große Liegenschaft an der Ostseite des Wiener Platzes vorliegen soll. Bei dem potentiellen Investor handelt es sich wohl um Herrn Simmel, der kürzlich erst das Hochhaus am Albertplatz saniert und um ein Nahversorgungszentrum ergänzt hat.
    Dem Vernehmen nach bietet Simmel für die Fläche 3,9 Millionen Euro und plant die Errichtung eines Gewerbeobjekts.


    https://mopo24.de/#!nachrichte…park-simmel-projekt-43043

  • Auch die SZ berichtet über das Vorhaben:


    http://www.sz-online.de/nachri…hauptbahnhof-3307558.html


    Was allgemein erstaunt, ist die Größe des angesprochenen Areals. Da es sich angeblich um einen ganzen Hektar handelt, muss Simmel ja den ganzen Streifen zwischen Wiener Straße, Bahntrasse, InterCity-Hotel und Budapester Straße kaufen wollen. Das dürfte also ein größeres Projekt werden.

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe

  • Der Ausschuss für Finanzen und Liegenschaften wird sich in seiner Sitzung am 07.03.2016 u.a. mit dem Verkauf der genannten Liegenschaft beschäftigen.


    Hier das Verkaufsexposee:


    http://picture.immobilienscout…94454078-0.pdf?2797434640


    Scheinbar kommt nun doch Bewegung in die Sache. Ob sich Herr Simmel dann auch bald aus der Deckung wagt?

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe

  • Wenn Herr Simmel dort baut, wirds vielleicht auch mal was mit dem Busbahnhof davor.
    Seh ich das eigentlich richtig, dass die Gebäude leicht nach Süden verschoben sind im Gegensatz zum Bestand östlich davon?
    Dann lieber die Gebäude schmaler machen, dass man dort eine Bauflucht hat. Auf der Rückseite(Norden) ist man durch den Fußweg ja gezwungen die Bauflucht zu verlassen.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Die SZ berichtet heute, am 30.05.2016, über die Entwicklung des an der Ostseite des Wiener Platzes gelegenen Quartiers zwischen Petersburger-, Wiener- und Sidonienstraße.


    http://www.sz-online.de/nachri…rrasani-zelt-3407219.html


    So arbeite die Stadt derzeit an einer Neuordnung der Flächen. Daneben plane ein Grundstückseigentümer die Entwicklung des ruinösen Telefunken-Hauses an der Sidonienstraße 18, das beispielsweise wieder als Bürogebäude genutzt werden könnte.


    Hier ein Link mit Bild:


    https://www.deutsche-digitale-…CJSYYTIBESLOWBWNUGPY3DN5J



    Außerdem denke die Bahn an einen Verkauf ihrer Immobilien an der Wiener Straße, die teilweise aus den 30er- und den späten 50er Jahren stammen und unbedingt erhalten werden sollten.



    Hier ein weiterer Link mit Bildern:



    https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsbahndirektion_Dresden



    Insgesamt könnte man sich an dieser recht isoliert liegenden Stelle der Stadt durchaus einen hochverdichteten Büro- und Bildungs-Campus vorstellen, der zu einer gewissen Belebung des Areals beitragen könnte.

  • Am Bahnhof! Keine Architektur mit Grandezza ist das. Da nützt auch die Einfärbung der Visus mit Regenbogentünche nix. So ein Fake! Armes Dresden! Zum Gähnen: gestapelte Stockwerke mit Fensterbändern zum 100.000- sten! :kopfschuetteln:sleep:)

  • Dachte mir, ich schau mal wieder in einen Dresden-Strang rein, wobei es ja eigentlich immer Gruseliges ist, was man da abseits von Neumarkt-Postkarten zu sehen bekommt. Scheint sich ja auch nichts geändert zu haben, Dresden zeigt einfach nur das Totalversagen zeitgenössischer Stadtplanung. Alles was da rings um die Altstadt gebaut wurde und wird ist der letzte Dreck. Und schon bin ich hier wieder raus, nix wie weg von dieser Stadt.

    In dubio pro reko

  • Der Neubau passt ins Viertel, bringt städtebauliche Struktur und ist - im postiven- wie im negativen Sinne - kein Aufreger; kann also gebaut werden.

    Sind wir also wieder in den 50ern der Westzone... Hauptsache es wird irgendwas gebaut, damit die Lücken gefüllt sind? Na prima.


    Und ich find schon, dass man sich da sehr gut aufregen kann. Knerer und Lang (langsam ne Art Haus und Hof Architekten für den Dresdner Bauausschuss - blöd nur, dass sie Sitz in München haben) sind doch aufm Drogentrip gewesen bei dem Entwurf. Da freuen sich die Besucher des Musikparks sicher sehr, wenn die um Suff dran vorbei laufen. Wenn da mal keiner vor die bunten Fenster ko***en muss.


    Jedenfalls möchte ich mich mit dem Niveau des "kann gebaut werden" nicht abfinden. Langsam wird es an der Zeit, dass etwas gebaut wird, wo die Mehrheit sagt: "Ja unbedingt - das soll gebaut werden."

  • Sind wir also wieder in den 50ern der Westzone...

    Ja, geistig sind wir offenbar wieder in den 50ern. Von der Form ist das Gebäude allerdings eher 60er Jahre. (Hier ein Beispiel aus Kempten, das in den 60ern entstand und eine ähnliche Formsprache spricht) Rückschritt also allerorten. Oder Stillstand. Wie man es nimmt.
    Aber, soll das Haus eigentlich wirklich eine solche Perlmutt-schimmernde Fassade in lila-grün erhalten? Oder ist das nur ein optischer Trick der Architekten-Grafik?

  • *Würg*
    Bilderbuch, ich versteh' dich einfach nicht (mehr).
    Selbst für diese unwichtige Stelle ist der Entwurf unterirdisch schlecht und altbacken. Schlimmste End-60er-Jahre-Architektur..... Mich gruselts nur noch.
    Na ja und dass K&L die Haus- und Hofarchitekten des SPA sind, weiß ja mittlerweile auch jeder hier....