Palais Kolle Belle - Prenzlauer Berg

  • Nach etwa zwei Jahren der Fertigstellung steht der Bau wie selbstverständlich und gut eingepasst im Quartier.
    Zur Veranschaulichung noch mal aktuelle Bilder:





    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Ein wirklich gelungenes Ensemble und gutes Beispiel für ästhetische moderne Architektur. Es geht doch!

    Die Welt muss romantisiert werden! - Novalis

  • Alle diese Feststellungen kann ich nur dick unterstreichen. In Berlin wird nicht "groß" gedacht. Alles wird auf eine kleinbürgerliche, funktional nachvollziehbare Norm gestutzt. Alles Großartige, Weltstädtisch-Beeindruckende gilt als verdächtig und dem Deutschtum unangemessen; denn der Berliner wie jeder Deutsche hat sich zu bescheiden, zu ducken, seine Existenzberechtigung durch funktionale, sozialtechnische Ausrichtung seines Handelns nachzuweisen.
    Natürlich geht unter diesen Vorgaben jeder ästhetische Anspruch vor die Hunde. Wo sich dann doch einmal ein großartiger Entwurf durchsetzt wie der des Hauptbahnhofs, wird er zunächst geschmäht und verhöhnt; da er aber nun einmal steht, versucht man ihm wenigstens durch einen kleinmütigen städtebaulichen Kontext den angemessenen Rahmen zu verpassen. Was hätte jede andere Metropole mit einer sochen Chance - ein Zentralbahnhof inmitten von Brachland - angefangen! Traut sich denn der Deutsche immer noch nicht, erhobenen Hauptes seinen europäischen Nachbarn gegenüberzutreten? Wir müssen noch viel eingehender die unbewussten Untergründe der deutsche Stadtbild- und Stadtbaumisere ausleuchten.

  • An der Belforter Straße wurde der 'Kolle-Belle'-Komplex mit einem nicht gerade angepassten Verbindungsbau an das Nachbarhaus angeschlossen.



    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)