Sophienkirche

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    • mmmh...der Advanta-Riegel wird in ca 35 Jahren wieder abgerissen werden. Ob wir dann in Dresden endlich weitsichtige Politiker haben werden, die auch den "Wert" einer rekonstruierten Sophienkirche zu nützen wissen.

      Danke für die traumhafte Postkartenansícht. Diese Bilder müssen wir uns und den Dresdnern immer vor Augen halten: So hat Dresden einmal ausgesehen...und so kann es auch wieder aussehen! Ich denke auch , dass sich in ein paar Jahrzehnten wieder eine bürgerliche Elite in Dresen etablieren wird, die den ideologischen Mist von sich abschütteln wird. Auch die GHND trägt viel dazu bei - Danke!
      "Man kann einen gesellschaftlichen Diskurs darüber haben, was Meinungsfreiheit darf. Oder man hat Meinungsfreiheit!"

      Ein Wald ohne die vielfältigen Stimmen der Vögel, das ist ein toter Wald. Eine Demokratie ohne die vielfältigen Stimmen von Elite und Bürgertum, das ist eine zutiefst gefährdete Demokratie!
    • Gibts nicht noch genug Sandstein in Sachsen? Man könnte ja wieder abbauen. Würde Arbeitsplätze schaffen vom Abbau über die Verarbeitung bis zur Rekultivierung der Abbaugebiete. :peinlich: :gg:

      Diesen Postkartenstil findet man ja recht häufig. Von Dresden gibt es viele Bilder und ja auch von anderen Städten, wenn ich mich jetzt nicht irre. Ich finde diese Bilder als die mit schönsten historischen Ansichten, die ich bisher gesehen habe. :peinlich:

      Und ich wäre dafür, den Zwinger wieder so ähnlich zu bepflanzen. :gg:
    • "heiji" schrieb:


      Und ich wäre dafür, den Zwinger wieder so ähnlich zu bepflanzen. :gg:


      Ich Wundere mich schon seit Jahren,warum die Alten Barockgärten nicht in ihrer Ursprungsform wieder Rekonstruiert worden.
      Egal ob der Würzburger Residenzgarten oder das Palais im Großen Garten,die sehn einfach langweilig aus.
      Überhaupt nicht passend,zbs. der Dresdner Zwinger,der eine so prächtige Fassade hat,aber eine so Ärmliche Gartenanlage vorzuweisen hat.
      Natürlich sind auf diesen Postkarten die im 19.Jahrhundert stark veränderte Form der Gartenanlage zu sehn,aber auf alten stichen sieht man,das der Garten doch noch Blumenbepflanzungen aufzuweisen hatte,oder ihre ich mich da!
    • Die Gartenanlagen müssen aber auch gepflegt werden und das kostet Geld. Geld welches Kommunen ungern aufbringen, weil man es auch andersweitig verbraten kann. Es ist schwer in Deutschland einfach nur etwas um der Schöhnheit Willen zu machen das auch noch Geld kostet. Nein, praktisch muss es sein. Ich würde meinen Landsleuten sogar zutrauen, im Zwinger einen Parkplatz einzurichten. Ein Verein von Gartenliebhabern, die sich ehrenamtlich um die Pflanzungen kümmern wäre vielleicht eine Idee...
      Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)
    • Leute, da muss ich Euch mal widersprechen. Die auf der Ansichtskarte gezeigte Gartenanlage ist eine Schöpfung des Biedermeier, hat mit Barock also sehr wenig zu tun. Davor war der Festplatz überhaupt nicht gestaltet (vgl. dazu die Gemälde Belottos).
      In den 20er Jahren hat Hubert Ermisch den Zwinger in der Fassung möglichst getreu "nachgestaltet", die Pöppelmann selbst vorschwebte, aber nie verwirklicht wurde (kann man in seinem Stichwerk über den Zwinger sehen).

      Die Biedermeier-Anlage ist nicht häßlich, aber auch etwas betulich. Sie nimmt dem Zwinger etwas von seiner Weitläufigkeit und Großartigkeit.
      Aber das ist - wie immer - Geschmackssache.
      Außerdem sollte der Zwinger ein Festplatz sein, und keine Gartenanlage.

      Gruß
      Bert
    • Ich finde aber, dass man zumindest den Bodenbelag im Zwinger mal verändern müsste. Die rote Asche (?) ist nicht allzu ästhetisch und wird bei Regen ziemlich übel schlammig. Außerdem werden die Schuhe rot eingefärbt. Nicht so nett.

      Es muss ja nicht unbedingt gepflastert werden, aber ein etwas robusteres Material wäre wünschenswert. Und etwas mehr Grün (vorallem schöne Blumen) würde auch nicht schaden, es würde viel mehr die festlichen Fassaden akzentuieren und dem Hof eine freundlichere Note verleihen.


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      Nun aber zurück zur Sophienkirche!

      Exzerpt aus dem FAZ-Artikel von heute:

      Im Juni beschloss der Stadtrat dann in ungewöhnlicher Einmütigkeit, einen Teil der Sophienkirche - die fünf Meter breite und acht Meter lange Busmannkapelle - wieder aufzubauen. In Kürze will die Stadt die Baugenehmigung erteilen. Die „Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche“ hat mittlerweile 300 000 Euro zusammengetragen. „Wir können nun immerhin anfangen“, sagt der Vorsitzende Peter Schuhmann. Doch sorgenvoll blickt er auf die Entwicklung der Stahlpreise. Nach neuesten Berechnungen wird die Busmannkapelle 2,7 Millionen Euro kosten.

      Heißt das, an dem Projekt gibt es schon nichts mehr zu rütteln? Wer genau soll denn dieses Projekt leiten bzw. an wen wendet man sich bezüglich der Kapelle?
      Und muss man das nun so verstehen, dass dort einfach nur ein paar Trümmer 'deponiert' werden, ohne jedwede darüber hinausgehende Wiederaufbauleistung? Das halte ich für blödsinnig.

      Ich hätte ja nichts dagegen, wenn die gesicherten Spolien in einen kompletten Wiederaufbau der Busmannkapelle integriert werden (sofern nach heutiger Bebauungssituation überhaupt möglich). Aber dieses ganze Gefrickel schon wieder... Dann lieber gar nichts!
    • Was ich an dem Artikel-Auszug nicht verstehe, ist die Sache mit dem Stahlpreis.
      Ich hoffe, daß die Kapelle nicht aus Stahlbeton gekünstelt, sondern richtig aus Mauerwerk gebaut wird. Eine Institution, die sich damit bestens auskennt und gar nicht mal soweit weg ist, wäre die Denkmaleinrichting im Schloss Trebsen. Vielleicht kann man diese Leute beauftragen, entsprechende Planungen und sogar ein solchen Aufbau im Rahmen der Praxisseminare zu erstellen. Dies würde auch einen vernünftigen Holzdachstuhl einbeziehen und nicht so einen traurigen Stahlabklatsch...

      Leider sind ja die meisten Architekten unfähig, historische Konstruktionen zu planen und weichen auf zweitklassigen "modernen" Mist aus, und die allermeisten Politiker sind unfähig, die Unfähigkeit dieser Architekten zu erkennen.
      Die Feder ist mächtiger als das Schwert...wenn das Schwert sehr stumpf ist und die Feder sehr spitz!

      -Terry Pratchett
    • Re: Stahlpreis?

      "Kardinal" schrieb:


      Leider sind ja die meisten Architekten unfähig, historische Konstruktionen zu planen und weichen auf zweitklassigen "modernen" Mist aus, und die allermeisten Politiker sind unfähig, die Unfähigkeit dieser Architekten zu erkennen.


      Muss halt mal einer von unserem Schlag in die Politik,oder noch besser gleich Bauratsvorsitzender werden!
    • Busmannkapelle

      Dieser Strang wurde zuletzt etwas stiefmütterlich behandelt ;)


      Die Sächsische Zeitung vermeldet nun den Baustart der Busmann-Gedenkkapelle auf dem Baufeld der ehemaligen Sophienkirche am Postplatz:

      Bau der Busmannkapelle hat begonnen

      40 Jahre nach dem Abriss der Sophienkirche entsteht im Stadtzentrum eine Erinnerungsstätte.



      Nun beginnen die Bauarbeiten an der Busmannkapelle (Kulturamtsleiter Manfred Wiemer). Mit dem Denkmal am Postplatz (Gesamtkosten: rund 2,5 Millionen Euro) möchte die Stadt an die 1962/63 abgerissene Sophienkirche erinnern. Es soll an die zerstörte Kirche erinnern und gleichzeitig als Gedenkstätte für die Opfer des 13. Februar 1945 dienen. (Modell vorgestellt in der SZ am 30.05.08) - Quelle: GHND


      In der Altstadt haben am Mittwoch offiziell die Bauarbeiten für die Gedenkstätte Busmannkapelle begonnen. Damit entstehe über 40 Jahre nach dem Abriss durch das SED-Regime eine Erinnerungsstätte für die evangelische Sophienkirche, teilte die Fördergesellschaft Sophienkirche mit.

      In einem ersten Bauabschnitt soll nahe dem Postplatz zunächst für rund 250000 Euro das Kellergeschoss errichtet werden. Dafür hatten die Stadt Dresden sowie die Fördergesellschaft und die sächsische Landeskirche das Geld bereitgestellt. Bis zum Herbst 2011 soll eine Nachbildung des früheren Kirchenanbaus für die Ratsherrenfamilie Lorenz Busmann unter einem Glaskubus entstehen.

      Insgesamt sind für den Bau gegenüber vom Dresdner Zwinger rund 2,7 Millionen Euro veranschlagt. Die Gesamtfinanzierung ist offen. Bereits im Februar waren am ehemaligen Standort der Sophienkirche vier 14 Meter hohe Stelen gesetzt worden. Sie markieren die früheren Strebepfeiler der gotischen Kirche, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert reichen.

      Original-Steine erhalten

      Die Dresdner Sophienkirche war im Zweiten Weltkrieg bei den Luftangriffen am 13. Februar 1945 stark beschädigt worden. Ein Wiederaufbau bis zum endgültigen Abriss der Ruine Anfang der 60er-Jahre fand nicht mehr statt. Allerdings setzte Denkmalpfleger Hans Nadler durch, dass der Bau vermessen wurde. Dadurch blieben Steine der um 1400 errichteten Kapelle erhalten. Die sollen nun für den Bau verwendet werden. (SZ/ale/epd)

      Donnerstag, 17. September 2009


      busmannkapelle.de

      Quelle: sz-online.de
    • Re: Sophienkirche

      Hmm... wer weiss? Wenn die Kapelle erstmal steht, so als Überrest (wie einst die Frauenkirche) und als Mahnmal dienen soll (wie damals die Frauenkirche), vlt wird sie dann auf einmal mit sehr viel Liebe wieder vollständig aufgebaut (wie vor kurzem die Frauenkirche).

      :)



      Dann könnte ich auch mit diesem hässlichen Dach und dem Advantadinges nebenan und dem Kubus danebenan vorrübergehend leben, denn ich weiss, dass es bald wieder abgebrochen wird (wie einst der Polizeianbau).


      :)
    • Re: Sophienkirche

      Naja, eine Gedenkstätte ändert man nicht so schnell. Höchstens wenn wir mal wieder ein Regimewechsel bekommen. :lachen:
      Insgesamt fände ich man würde den Opfern der Bombenangriffe und der Stadt am besten helfen wenn man die Kirche und möglichst viel der alten Pracht von Dresden wieder aufbauen würde. Damit würde man die Folgen des Bombenangriffs mildern und nicht wie mit diesen unansehnlichen Augenkrebs verursachenden Gedenkstätten die Zerstörungen zementieren.

      Die New Yorker wollten ebenfalls ein schönes neues noch höheres Gebäude auf Ground Zero errichten und nicht irgend eine Gedenkstätte. Das kaum einer die beiden Klötze wieder haben wollte ist verständlich. Bei der Sophienkirche ist eine komplett Reko allerdings die beste Lösung.
      Denn ich, bin ein Mensch und habe als solcher in jedem Menschen, der vor mir war, gelebt und werde in einem jeden, der nach mir kommt, leben...
      (Mika Waltari /Sinuhe der Ägypter)
    • Re: Sophienkirche

      Wahnfried, das wäre natürlich die beste Lösung, aber leider auch sehr kostenintensiv!
      Es wurden ja alle Fundamente beseitigt durch den Befehl Ulbrichts - den Verbrecher!!
      Ich kenne die Ruine noch aus meiner Lehrzeit, wir sind drinnen rumgekrochen was natürlich leichtsinnig war. Sie war noch in einem besseren Zustand wie die Frauenkirche da alle Außenwände
      und ein Turm noch standen.
      Da können wir nur hoffen, wie sagt man: "Die Hoffnung stirbt zuletzt"!
      PS: Da würde wenigstens der häßliche Riegel verschwinden !
    • Re: Sophienkirche

      Nun, in so einem Fall, könnte man die Kirche doch auch ohne Gewölbe rekonstruieren. Einfach auf eine Fundamentplatte. Hauptsache die Aussenmauern, das Dach und die Türme stehen. Als, Kirche wird man die Sophienkirche vermutlich eh nicht ausreichend Nutzen können. Vielleicht könnte man eine Gedenkstätte mit Bombenterror-Museum unterbringen. Naja, vermutlich nicht.... :augenrollen:
      Aber, vielleicht könnte man ein Restaurant, Museum oder Saalbau unterbringen. Möglichkeiten würde es bestimmt viele geben. Kosten würde es wohl schon etwas, aber das Stadtbild würde durch die Türme der Sophienkirche schon bereichert.
      Denn ich, bin ein Mensch und habe als solcher in jedem Menschen, der vor mir war, gelebt und werde in einem jeden, der nach mir kommt, leben...
      (Mika Waltari /Sinuhe der Ägypter)