Dresden

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    • zwei Bilder zu meinem letzten Kommentar:

      Die Blasewitzer Polyklinik

      bei diesem leider nicht sehr scharfen Foto von der Bergstation der Schwebebahn
      treten Dank einer dahinter befindlichen Regenwand die Türme der Innenstadt hervor.
      Man sieht auch an der Bebauung recht gut, wo die Grenze zwischen dem 1945 zerstörten und unzerstört gebliebenen Stadtgebiet verläuft.


      Dresden-Niederpoyritz mit alter und neuer Schule von der Elbe aus gesehen.


      Ich finde ja, daß beim Thema Dresden und Architektur zu viel über die Innenstadt geredet wird,
      während gleichzeitig in den durchwaldeten Villenviertel wild drauflos gebaut wird
      und Gefahr besteht, daß die Gegenden durch Bauspekulanten, die die Grundstücke zerschneiden und die Bebauung verdichten, allmählich ihres Charakters beraubt werden.
    • Das Wasserwerk Hosterwitz ist auch noch solch ein Platten-Kandidat, der aus dem Elbtal verschwinden sollte.

      Ich habe letztes Jahr meinen Opa zu dieser Poliklinik (wird übrigens mit "i" geschrieben - das Wort stammt eigenartigerweise nicht von "poly") gefahren. Gleich diesem Plattenbau anschließend gibt es noch einen kleinen Alt/Neubau im 50er Jahre Stil mit Fragmenten einer Renaissance-Fassade.

      Zu den Villengegenden... ich habe das Gefühl, dass die besten und noch einigermaßen angepassten Villen bzw. Mehrfamilienhäuser kurz nach der Wende gebaut wurden. Heutzutage werden leider verstärkt Bauhaus-Kästen wie in Blasewitz Heinrich-Schütz-Straße gebaut. Die Dinger sind ein Abbild der Kästen vom Schießhaus. Leider wurde dort auch noch das letzte Stück Rasen bebaut.
    • Im Baugeschehen-Thread hatte ich erwähnt, dass das halb verfallene Hotel Stadt Leipzig zZt eingerüstet ist. Es war bei meinem Besuch dort nicht zu erkennen, ob es restauriert oder gar abgerissen werden sollte. In den Dresdner Neuesten Nachrichten steht heute folgendes dazu:

      Als derzeit eines der schlimmsten Beispiele für verfallende Bausubstanz in Dresden bezeichnete Beckmann das marode Hotel Stadt Leipzig in der Inneren Neustadt Ecke Heinrichstraße/Rähnitzgasse. Das einstige Hotel zähle zu momentan 84 Verfahren zur Wiederherstellung der öfffentlichen Sicherheit und Ordnung, wie es im Amtsdeutsch heißt. Die Spanne der Fälle reiche dabei vom Aufstellen eines Zaunes bis zum Teilabriss.

      Beim Hotel Stadt Leipzig bestehe die Gefahr, dass die kaputten Dachgauben auf die Heinrichstraße fallen. Da helfe dann auch der derzeit entlang der Straße errichtete überdachte Gang nichts mehr. Deshalb stecke die Stadt Dresden rund 45.000 Euro in die Sanierung des einsturzgefährdeten Daches. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zahle davon 10000 Euro. Auch vom Regierungspräsidium werde es noch Gelder geben. Wie viel, sei im Moment nicht klar. Bauaufsicht und Denkmalschützer wollen das Hotel aber auf jeden Fall erhalten, sagte die Chefin des Bauaufsichtsamtes.


      Besonders der letzte Satz macht doch Hoffnung, dass nicht gleich die Bagger (wie in dem Artikel weiter oben angesprochenen Gründerzeithäuser in Leipzig) anrollen.

      Ein paar Infos zum Hotel gibt es bei der GHND unter "Hilfe für das Barockhaus `Hotel Stadt Leipzig`".
    • Na bitte, da haben wir ja wieder ein Beispiel (von dem Hotel war auf der GHND-Seite ja auch schon oft Rede):

      In dem Faden "Dresdner Bausituation" hatte ich mich so ziemlich als einziger nicht über das nicht ganz gelungene Dach eines sanierten Hauses aufgeregt, sondern angemerkt, daß die Alternative (neben noch viel, viel unpassenderen Dächern/Aufstockungen) oft Verfall und anschließender Abriß ist. Man muß offenbar gar nicht nach Leipzig schauen, um abschreckende Beispiele zu finden, es reicht das Hotel "Stadt Leipzig", um zu sehen, was passiert, wenn mit einem alten Haus nichts passiert!
      Hoffen wir mal das beste...
    • Das stimmt. Aber trotzdem - gerad ein einer Stadt wie DD, die so unglaublich viel durch britische und sozialistische Zerstörungswut verloren hat, müßte erst einmal alles, was noch steht, gerettet werden.

      Ich bin zwar ein absoluter Befürworter der Rekonstruktion verschwundener Gebäude, aber eigentlich müßte die Rettung noch vorhandener alter Bauten Vorrang haben.
    • WoBa findet keine Mieter!

      Endlich mal wieder gute Nachrichten aus Dresden:

      Die Woba findet für den geplanten Libeskind-Bau auf der Hauptstraße unweit des Neustädter Marktes keine Mieter. Wie die Sächsische Zeitung heute mitteilt, wollte man bei einer Auslastung von 70% mit dem Bauen beginnen. Der Bau selbst ist vom Stadtrat bereits abgesegnet. Damit rücke der Baubeginn in weite Ferne.
      Die Chancen für einen Wiederaufbau des Neustädter Marktes analog zu den Vorstellungen am Neumarkt bleiben damit erstmal gewahrt. Die Woba sollte das Geld der Steuerzahler lieber in die Sanierung des Hotels Stadt Leipzig stecken.

      Das Oberverwaltungsgericht entscheidet am 15. März ob der Baubürgermeister Feßenmayr im Amt bleiben darf. In erster Instanz wurde einer Klage der SPD-Fraktion gegen die gewaltsame Installation von diesem durch CDU/FDP am Oberbürgermeister vorbei stattgegeben. Hoffen wir für Dresden, daß wir ihn bald los sind.

      dnn-online.de/dnn-heute/51050.html
    • Im Residenzschloss hat der Wiederaufbau des Ostflügels begonnen

      Fast exakt 60 Jahre nach der Zerstörung des Dresdner Residenzschlosses startet jetzt der Wiederaufbau des letzten Ruinenteils. "Wir beginnen mit dem Bau des Ostflügels", sagte der vom Freistaat mit der Planung beauftragte Architekt Prof. Peter Kulka gegenüber DNN erleichtert. Diesen wichtigen Schritt zur Fertigstellung der äußeren Schlosshülle bestätigte auf Nachfrage auch die Pressesprecherin des Finanzministeriums, Monika Dunkel.

      Zurzeit werde die Baustelle eingerichtet, ergänzte Kulkas Dresdner Büroleiter Philipp Stamborski. Der im Zweiten Weltkrieg am stärksten zerstörte Ostflügel, in den zu DDR-Zeiten noch eine zusätzliche Bresche für einen Kran geschlagen wurde, soll wie geplant nächstes Jahr zum 800-jährigen Stadtjubiläum im Rohbau stehen. Die Architekten gehen von Sommer 2006 aus. "Wir haben nicht mehr viel Zeit", betonte Kulka.

      (weiteres auf dnn.de
    • "Ben" wrote:

      Ich dachte immer, der Wiederaufbau hätte längst begonnen... :schockiert:


      Nein, der Ostflügel ist noch immer zerstört. Das restliche Schloss ist aber seit 1986 wiederaufgebaut worden. Selbst ein Stück der Ostseite des Schlosses, die den kleinen Schlosshof begrenzt, ist bereits wieder hergestellt. Lediglich eine vielleicht 30 m lange Front (= Ostflügel) an der Schlossstraße ist noch kriegs- und aufbaubedingt zerstört. Leider zieht es der Architekt Kulka vor, die Innenräume modern zu gestalten bzw. den alten Prunk nicht wieder herzustellen (soweit ich mich erinnere, könnte dies aber noch nachträglich geschehen).
    • Hier noch zwei Bilder des Ostflügels - sorry, bessere habe ich auf die Schnelle nicht gefunden:

      1. Zustand 1997



      links der Bereich, der zu dem Zeitpunkt (1997) noch eingerüstet war, wurde bereits wieder aufgebaut:


      (links andeutungsweise das Ecktürmchen aus dem ersten Bild zu erkennen)


      Hab noch ein besseres Bild des bereits wieder aufgebauten Teils des Schlosses an der Schlossstraße gefunden:


      (links übrigens das Taschenbergpalais)
    • Stimmt, die Ecke um den Bahnhof ist nicht schlecht. Hast du auch Photos des Rathauses gemacht? Auf dem vorletzten Bild müsste es das Haus mit dem Turm sein. Plauen und das angrenzende, jenseits der Weißeritz liegende, Löbtau sind reich an gründerzeitlicher Bebauung.

      Das drittletzte Bild (also vorletzte Zeile ganz links)... ist das ein Gebäude der TU? Ich bin in der Ecke eigentlich recht selten, aber ist das irgendwo an der Helmholtzstraße? Da fällt mir ein, dass es auf dem Unigelände auch einige schöne Villen gibt, speziell George-Bähr-Straße.