Dresden

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    • Ich war zwar nicht angesprochen, kann aber eine Antwort geben:
      Das genannte Gebäude ist der letzte stehengebliebene Rest der ehemaligen Hauptpost (deshalb auch Postplatz ). Es war ein Mittelflügel im Innenhof der Post, nicht sehr schmuckvoll dekoriert, halt Hinterhaus. Er wird noch heute von der Post genutzt.Von den Aussenmauern sind am Postplatz auch noch einige riesige Rustikaquader vom Erdgeschoss zu sehen. Wird aber bestimmt nicht reichen, um diesen Wilhelminischen Prachtklotz wieder aufzubauen, die Post braucht ja in den Zeiten von e-mail und DHL nicht mehr so viel Platz. :zwinkern:
    • Sorry, Christian, war gestern nicht mehr online...

      Aber wie Vossi richtig sagte, ist das ein Teil der alten Post. Von der Post stehen sogar noch die Grundmauern, die mit Ziegeln aufgestockt wurden und jetzt eine richtige Mauer bilden. Kein schöner Anblick, aber naja... Dieses übrig gebliebene Gebäude wird meines Wissens aber nicht von der Post sondern von der Telekom genutzt, als Außenstelle von der Zentrale in Leipzig.
    • Ich glaube Ben, dass sie es ist! Es gab in dieser Gegend nur eine Post und das Telegraphenamt. Insgesamt hat mich diese Entdeckung sehr erfreut, da ich dachte man hätte jeglichen Rest der Stadt Dresden in diesem Gebiet abgeräumt. Pläne zum Umbau, Renovierung oder dergleichen liegen sicher nicht vor, oder? Früher oder später wird man sich aber darüber Gedanken machen müssen, der Postplatz wird in den nächsten Jahren schließlich umgebaut und so armselig kann dieses ehemals so schöne Gebäude sicher nicht bleiben, hat es Denkmalstatus?
    • hat(te) eigentlich jemand von euch eine vergleichende draufsicht auf den ganzen dresdener innestadtbereich, auf der vielleicht farblich alt-, neu- bzw. reko-bauten eingetragen sind und man die verkehrführung vergleichen kann zwischen z.b. 19. jh., vorkriegszustand, etc. und heute?
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • @ Antiquitus
      Ich kann deiner Bitte zumindest bzgl. historisch erhaltender Gebäude nachkommen. Das folgende Bild ist sicherlich schockierend, passt vor allem zum aktuellen Betonflorenz-Thema, aber gibt Aufschluss über die totale Zerstörung der Stadt. Südlich des Hauptbahnhofes gibt es noch einige Villen, die ich jedoch nicht eingezeichnet habe. Alles nördlich davon müsste in etwa stimmen. Das Straßennetz wurde überwiegend beibehalten, jedoch mancherorts ergänzt oder aber auch völlig negiert, wie im Bereich der Wilsdruffer, Prager, St. Petersburger Str. und im Viertel um den Pirnaischen, Wiener und Postplatz, sowie am Terrassenufer.


      Blick auf Dresden - erhaltende historische Gebäude



      Im Ergebnis sieht das dann unter anderem so aus: Blick auf die Dresdner Innenstadt von Südwesten
    • danke.
      hm, also das panoramabild ist ja gruselig. könnte auch ne retortenstadt im russischen osten sein. ein richtiges negativbeispiel für eine stadtsillouette.
      und die roten punkte sind auch nicht gerade zahlreich, wobei ich das areal aus eigener arfahrung ja kenne und weiß, dass es so schlecht nicht ist. aber viel blieb nicht übrig. gut, hätte man nach dem krieg nicht soviel abgeräumt, wäre es noch viel mehr.
      schade, dass keiner vergleichsstadtpläne hat... muss ja nicht gleich sowas komfortables sein wie jürgen für nürnberg hat.. ;)
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    • @ Antiquitus
      Ich habe zwar eine Karte, auf der man gut erkennen kann, welche Straßen und Plätze verändert oder beibehalten wurden, was natürlich auch die Verzeichnung der Gebäude betrifft. Allerdings sind die Graustufen der Karte weder auf einem gescannten, noch auf einem fotographierten Bild zu erkennen.

      Ferner: Kann mir jemand sagen, welches Gebäude dieses rot Umrandete auf dem Photo ist. Ich kann nur ausschließen, dass es in der Inneren Altstadt steht...
      :keine ahnung:



      Bildnachweis: http://www.welt.de">www.welt.de
    • Bei dem rotumrandeten Gebäude handelt es sich um das AOK-Haus am Sternplatz (zu DDR-Zeiten "Hans-Beimler-PLatz") von ca. 1910, eines der wenigen Häuser in der Wilsdruffer Vorstadt, die die Bombardierung durch ihre moderne stabile Stahlbetonbauweise überstanden haben. Eine Ecke des großen Gebäudeblocks hatte es dennoch getroffen. Sie ist seit Mitte der 9oer Jahre in zeitgenössischer Architektursprache geschlossen worden, während das Haus selbst eine umfangreiche Sanierung erfuhr. Der Dachreiter, den man weithin erkennen kann, schmückt in alter sächsischer Tradition den vorderen Haupttrakt.
    • hallo sauerländer!

      vor 1 oder 2 jahren war mal auf der homepage der GHND zu lesen, dass diskutiert wurde, die gesellschaft in "gesellschaft historisches dresden" umzubenennen und die aktivitäten auf die ganze stadt zu erweitern - jedoch hat man später davon nie mehr was gehört?! allerdings setzt sich die GHND auch für den neustädtischen markt ein, der ja bekannterweise am anderen elbufer liegt.

      ich glaube, dass es zunächst wichtigt ist, den zentralen platz der stadt (neumarkt) wiederherzustellen, danach muss man "weitere kreise" ziehen und die altstadt "ausdehnen".
      der rückbau der weiteren innenstadt, beispielsweiser an der prager strasse, geht vollkommen in die falsche richtung (zwar engere straßen, dafür aber megagroße moderene bürogebäude; siehe auch advanca-riegel). auch die planungen am neustädtischen markt sehen nicht sehr vielversprechend aus; keine reko (!?) und keine wiederherstellung des historischen stadtgrundrisses! und die neubauten am altmarkt lassen ja auch zu wünschen übrig...

      dresden hat NOCH eine gute chance, großteile der altstadt wiederentstehen zu lassen; jedoch wurden manche chancen schon verspielt :weinen:
    • Gibt's eigentlich irgendwo im Netz Informationen über den Wiederufbau des Coselpalais



      neumarkt-dresden.de/cosel.html

      sachsenbau-chemnitz.de/coselpalais.pdf


      Wurde das auch als Stahlbetonbau hochgezogen oder aufgemauert?



      "Seit Ende des Jahres 1999 ist das Coselpalais fertig gestellt. Wenn es auch nur ein besseres Bürohaus geworden ist mit etagenfüllenden Großbüros - wir sind zufrieden, daß es im Äußeren tatsächlich historisch getreu wiederaufgebaut wurde mit allem Reliefstuck, Zierornamenten usw. Im Inneren dagegen entstanden lediglich der Festsaal und das Treppenhaus original getreu wieder." (neumarkt-dresden.de/cosel.html)

      Sieht also wohl nicht so aus! Ist aber meiner Ansicht nach zweitrangig. Bevor die Kosten Rekos verhindern, sollte man sich mit so einem Kompromiss abfinden. Das Äußere ist doch eindeutig wichtiger...
    • Naja... ich sehe das eher zwiespältig. Einerseits ist Betonbauweise eine günstige Form der Rekonstruktion, andererseits aber auch eine, die an die Qualität des Vorkriegsbauwerks nicht heranreicht. Wenn das Gebäude nach 50-70 Jahren morsch unter dem Putz ist haben wir nicht besonders viel gewonnen. Man sollte dort besser für die Ewigkeit bauen. Und wenn es nur mit groben Großbausteinen wie bei der Stadtbibliothek in Frankfurt geschieht.