Dresden - Allgemeines

  • Quote from "ulgemax"

    was mich wundert, ist, warum die dresdner stadtverwaltung noch nicht auf die idee gekommen ist, die elbe zu verrohren und das flussbett zur stadtautobahn auszubauen, 16 spurig in beide richtungen inklusive kreuzungsfreier zu- und abfahrten in den elbauen. dresden verbinde ich nur noch mit einem alten adac-slogan: freie fahrt für freie bürger. nicht zu fassen.


    Dann können die Dampfer nicht mehr fahren... ich bin mir sicher das wäre der einzig ernstzunehmende Einwand... :lachen:

  • Es ist sooooo lächerlich...


    Aktivurlaub fehlt... Ja was soll das denn? In einer Kunst- und Kulturhauptstadt? Ausserdem ist die sächsische Schweiz um die Ecke und da klettern selbst Japaner gern mal. Dresden ist so dumm. Warum wird nicht Geld in die Tourismusbetriebe gesteckt anstatt in einnen sinnlosen...


    ... Ausbau der Königsbrücker Strasse. Ich bin früher jede Woche dort durch zum Feierabenddverkehr und nie stand ich genervt im Stau. Das ist in anderen Städten bei vier Spuren schlimmer. Und da will man Fussgänger unfreundliche Schneisen ziehen? Da kommt man ja jetzt schon schwer rüber, weil Überwege so weit auseinander liegen und die Autos wegen dem flüssigen Verkehr dort ständig rollen. Wenn die WSB fertig ist, geht eh einiges vom Durchgangsverkehr die momentan ausgestorbene, bereits vierspurige Stauffenberg entlang. Also wozu? Hier und da punktuell optimieren und gut ist. Wo sollen eigentlich dann die ganzen Autos parken, die dort den ganzen Tag schon rumstehen??


    Ja klar, man kann das ÖVPN Netz nutzen, aber das soll ja schlecht sein... Ich habe noch nie ein angenehmeres Strassenbahnnetz in Deutschland gesehen, wie in Dresden. Nur weil da keine U-Bahn fährt oder was? Hhhhmmm... würde wegen der Elbe keinen Sinn machen und eh nur zu teuer werden.


    Was ist nur los mit dieser Stadt? Es könnte so genial in die eine richtige Richtung gehen. Warum tut man das denn nicht???


    So, 10min aufgeregt, Nacht, tanzende Banane!

  • Quote from "heiji"

    Was ist nur los mit dieser Stadt? Es könnte so genial in die eine richtige Richtung gehen. Warum tut man das denn nicht???


    Vielleicht fragst Du das mal Deine Mitdresdener, die ihr Kreuz bei CDU und bei Orosz gemacht haben.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • (@ heiji: von was ist dresden eine kunst- und kulturhauptstadt?)


    @ all:


    der staatshaushalt ist kein selbstbedienungsladen.
    fördergelder k ö n n e n bewilligt werden. dazu m ü s s e n aber die anträge zumindest den förderrichtlinien entsprechen.
    im konkreten fall ist nur ein vierspuriger ausbau der königsbrücker strasse förderfähig, weil eine zweispurige trassierung keine hinreichende verkehrliche verbesserung zum ist-zustand bringen würde. die kleine variante ohne fördermittel zu verwirklichen, ist der stadt unbenommen. zumal die ohnehin knappen fördermittel dann für drängendere projekte wie ortsumgehungen verwendet werden könnten.
    ähnliches gilt für viele andere der genannten projekte. es gibt keinen hinreichenden grund für die förderung eines konzerthallen-neubaus, wenn auch im kulturpalast ein erstklassiger konzertsaal errichtet werden kann. von solchen luftblasen wie einem konzertsaal im johanneum bei gleichzeitiger auslagerung des verkehrsmuseums oder einem tunnel unter dem blauen wunder ganz zu schweigen.


    unterm strich kann man der verwaltung ihren - förderrechtlich verordneten - realitätssinn vorwerfen. aber was bedeutet dieser vorwurf in hinblick auf die kritiker?


    @ karasek: eine angemessene nutzung von schloss hubertusburg wäre in der tat sehr zu begrüssen!

  • das ist exakt der archimedische punkt des wahnsinns in diesem land: weil für dieses oder jenes vorhaben fördermittel fliessen, werden die groteskesten projekte realisiert. allein die aussicht auf förderwürdigkeit lässt bei den pawlowschen hunden in den bauverwaltungen offenbar schon die druckertinte tropfen. bei der elenden wsb kam dieses argument doch ebenfalls immer zur sprache - wenn wir nicht bauen, verfallen die fördermittel. hallo?

  • Quote from "Weingeist"

    Oktavian, bevor du zur Galeonsfigur der 16spurigen wirst, würde ich dich dann doch gerne erst mal nach Idar-Oberstein entführen; das Ergebnis dort, die Zubetonierung und Beseitigung der Idar spricht für sich. Warum es nicht dabei bewenden lassen ?


    Du meinst der Nahe. Krasses Projekt, und das erst in den 80ern. Naja, wird in Dresden mit der Elbe wohl nicht passieren, keine Sorge ;)

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Wie Wahlergebnisse und Brückendebakel zeigen, steht die Mehrheit der Dresdner mit Leib und Seele hinter der seit Jahren praktizierten "infrastrukturellen Aufholjagd um jeden Preis". Die Problematik nur auf Fördermittelzusagen zu schieben, geht an der Realität vorbei.

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  • Quote from "youngwoerth"

    Die Problematik nur auf Fördermittelzusagen zu schieben, geht an der Realität vorbei.


    Warum?
    Mindestens seit 2002 wurde in Dresden keine einzige Straße aus regulären Haushaltsmitteln saniert oder gebaut.
    Alles Flutmittel, Konjunkturprogramme, Fördermittel von Freistaat, Bund, EU...


    Deshalb ist ja die Stadt in der relativ konfortablen Lage, viel mehr städtische Kultureinrichtungen zu unterhalten als andere Städte derselben Größenklasse.


    Zum Vergleich - die Elbphilharmonie in Hamburg war auch keine leichte Geburt, obwohl die Stadt dreimal größer ist, pro Einwohner ein zweieinhalb mal so hohes BIP erwirtschaftet und vor Millionären nur so wimmelt...

  • Fördermittel sind sicher ein Punkt. Aber eben nur einer. Ansonsten wurde das alles ja bereits bis zum Auseinanderbersten diskutiert - mir kommt es eher so vor, als wäre den Befürwortern und Verteidigern der Dresden-Misere nun ein neuer Punkt eingefallen, auf den man alles schieben und mit dem man alles erklären könnte. Nej, nej...

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  • Quote

    Dresdner Synagoge mit Hakenkreuzen beschmiert
    Vor dem Jahrestag der Pogromnacht ist die Synagoge in Dresden geschändet worden. Die Außenmauer des jüdischen Gotteshauses wurde auf einer Länge von etwa sechs Metern unter anderem mit Hakenkreuzen beschmiert.


    Quelle: DPA

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  • Es ist alles videoüberwacht.
    Eine permanent präsente Polizeistreife gab es früher mal wegen der islamistischen Bedrohung.

  • Irgendwie hab ich im Gefühl, dass Orosz ihn absägen will. In letzter Zeit schien er ganz umgänglich zu sein, außerdem ist ein neuer Baubürgermeister jedesmal ein unkalkulierbares Risko! Was meint Ihr?



    http://www.sz-online.de

  • Scheint - aufgrund dieser Medienberichte - mE wirklich ein ganz besonderer Trampel zu sein.
    Irgendwie eine Art 'Bossing', wie heutzutag gesagt wird, wobei die negative Konnotation auch die Anwendung dieses Anglizismusses rechtfertigt.
    So redet man allerdings nun mal wirklich nicht in der Öffentlichkeit über seine Mitarbeiter. Scheint so, dass sie alles dran setzt, Marx zu entfernen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Quote from "ursus carpaticus"

    So redet man allerdings nun mal wirklich nicht in der Öffentlichkeit über seine Mitarbeiter.


    Eben. Aber wie ich es die letzten fünf Jahre mitbekommen durfte, sind respektvolle Umgangsformen in der Dresdener Parteienlandschaft nicht gerade beliebt. Ob GHND, Unesco, Blobel, Pühringer, Brückengegner, oder jetzt Marx - die zwischenmenschlichen Schwächen halten sich konstant.

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  • Leider werden nicht nur in Dresden die Fachbürger nicht nach ihren Fähigkeiten ausgewählt, sondern eben nach dem jeweiligen Parteibuch. Damals stand ob der schwelenden Brückenproblematik auch nur ein Parteisoldat der Christdemokraten zur Verfügung, der noch dazu aus Magdeburg ("wir weinen ihm keine Träne nach") keine sonderlichen Meriten mitbrachte. So gesehen war von Anfang an klar, was man sich mit Marx einhandeln würde.
    Leider ist der Baubürgermeister nicht der einzige Problemfall bei den Dresdner Fachbürgermeistern. Vor ein paar Tagen wurde der Finanzbürgermeister wieder gewählt. Der hatte letztes Jahr dafür gesorgt, dass der Mietvertrag für das Technische Rathaus verlängert wird, obwohl damals schon der Verdacht der Kontaminierung des Gebäudes bestand. Jetzt soll der Bau geräumt werden, weswegen hohe Kosten nicht nur wegen des Umzugs auf die Stast zukommen, sondern auch weil der Vermieter wahrscheinlich Schadensersatz verlangen wird.


    Moderationshinweis (Schloßgespenst):


    Die nachfolgende Diskussion, die rein gar nichts mit Architektur zu hatte wurde gelöscht, einschließlich der Beiträge, die trotz des unmißverständlichen Hinweises noch nachträglich hinzugefügt worden waren.


    Der Nächste, der die Moderation ignoriert und hier noch ein einziges Wort zu dem Thema abläßt, fängt sich eine Verwarnung ein!

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe