Dresden - Allgemeines

  • Oh, pass lieber auf, wenn du hier von Artikeln eine Zusammenfassung für jene ohne Zugang haben möchtest. Könnt sein, dass dann gewisse Foristen nen shitstorm auf dich loslassen. Geht nämlich garnicht!

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    Der Bauausschuss stimmte mit großer Mehrheit für den Wiederaufbau des Hotels Stadt Rom.


    Das Hotel wird etwas vom ursprünglichen Stadtort verschoben, da es sonst zu dicht an der Heinrich-Schütz-Residenz wäre. Das Haus wird als Solitär gebaut, nicht in einer Häuserreihe.


    Interessent zum Wiederaufbau ist die Baywobau.


    Es müssen noch 9 Säuleneichen gefällt werden. Einige Politiker machen sich daher Sorgen, daß die Temperatur in der Innenstadt im Sommer noch weiter steigen könnte. Deshalb soll es nun eine Untersuchung darüber geben, wie sich das Klima verändert, wenn das Hotel Stadt Rom gebaut wird, und wie man da gegensteuern könnte (gegen die Erwärmung).


    Bewohner der Heinrich-Schütz-Residenz haben sich in einem Leserbrief über die Enge und Minderung der Wohnqualiät beschwert, falls das Stadt Rom gebaut wird.


    Die GHND sieht kein Problem in der Baumfällung. Es sein von Anfang an klar gewesen, daß sie nur vorübergehend da stehen. Außerdem würden sie, wegen der im Boden steckenden Kellerreste, keine starken Wurzeln bilden können und kleinwüchsig bleiben.

    Die GHND fordert von der Stadt Ersatzbäume an anderer Stelle. Sie bietet an, eine Spendenaktion für die Bäume zu starten, falls die Stadt kein Geld hat. Auf eine langwierige Klimauntersuchung solle die Stadt verzichten, damit der Bau des Stadt Rom schneller beginnen kann.


    Die Stadt wird nun einen Bebauungsplan erarbeiten, in dem auch Umwelt und Klima eine Rolle spielen. Die Bürger können sich dazu äußern und Vorschläge machen. Daher wird das ganze Verfahren rund 3 Jahre dauern. Wenn ein Bebauungsplan steht, möchte die Stadt das Hotel Stadt Rom verkaufen. Das könnte weitere 1,5 Jahre dauern. Danach darf ein Investor bauen. Es gibt wohl drei Interessenten, die aber, außer der Baywobau, nicht in dem Bericht genannt werden.


    Das ist die Zusammenfassung.

  • Es müssen noch 9 Säuleneichen gefällt werden. Einige Politiker machen sich daher Sorgen, daß die Temperatur in der Innenstadt im Sommer noch weiter steigen könnte. Deshalb soll es nun eine Untersuchung darüber geben, wie sich das Klima verändert, wenn das Hotel Stadt Rom gebaut wird, und wie man da gegensteuern könnte (gegen die Erwärmung).

    ablachen:)ablachen:)ablachen:)


    Selten so gelacht. Vom feinsten...


    Also steht das Hotel Stadt Rom in ca. 5 Jahren. Damit kann ich leben. :-)

  • Unser Stadtrat wird wirklich immer seltsamer.

    Ideologische Verblendung statt pragmatisches Angehen von Problemen ist an der Tagesordnung...


    Ein weiteres Beispiel dafür:

    in der Inneren Neustadt soll die Stadtverwaltung prüfen, ob man einen Tunnel zur Unterfahrung des Neustädter Marktes bauen kann und soll.


    Kurios:

    In der Podiumsdiskussion der Bauausschüssler im Rahmen des Neustadt-Symposiums der GHND am letzten Freitag sind sich

    - Linke

    - SPD

    - Grüne

    - Freie Wähler

    - AFD

    eigentlich einig, dass die Sache mit dem Tunnel nicht funktioniert. (Hochwasser, Kosten, Rampen des Tunnels als neue städtebauliche Hindernisse am Palaisplatz und Jägerhof)

    ( Die FDP glänzte in der Veranstaltung durch Abwesenheit.)


    Trotzdem wurde die Untersuchung im Juli im Stadtrat beschlossen, obwohl man schon weiß, dass der Tunnel "Quatsch" ist.

    Die Untersuchung soll 200.ooo,- (!) Euro Steuergeld kosten.

    Sie wird notwendig, weil NUR SO die Dresdner CDU zu bewegen war, die Köpcke- / Große Meißner Straße in ihrer Überbreite als Hemmnis der städtebaulichen Entwicklung am Goldenen Reiter anzuerkennen und die Weichen in Richtung Veränderung zu stellen.


    Was soll man dazu sagen...

    Herr Wirz von den Linken ist in puncto Städtebau wirklich der Einzige, dem ich ausnahmslos Arbeit im Sinne der Sache statt ideologische Scheuklappen attestieren möchte. (Auch wenn man es allgemein von dieser politischen Seite eigentlich weniger erwarten würde...)

  • Diese Diskussion um Erwärmung wegen eines Hauses und einer handvoll Bäume. Da greif ich mir an den Kopf. Da müssten ja Bewohner intakter Altstädte jeden Sommer einen qualvollen Erstickungstod sterben.

    Ich schlage als Ausgleichsmaßnahme ein Gründach auf dem Kulturpalast vor.

  • Eine Allgemeine Frage. Weiss jemand etwas über den Verbleib der, vermutlich Bronze-, Platte am König Albert Denkmal am Waldschlößchen? hier oben links.


    Dort ging ich heute vorbei und es steht nur noch ein Stein mit fehlender Gedenktafel. Ohne das es mir schonmal aufgefallen wäre das da eine dran war.

    Ohne das Schöne, was soll der Gewinn? -Mörike-

  • Folgendes hat zwar nur bedingt etwas mit Architektur in Dresden zu tun. Aber es ist auf jedenfall sehenswert. Im Meissen Laden am Neumarkt ist derzeit ein Tafelaufsatz ausgestellt. Dieser war im Krieg verloren gegangen, bis auf die Bodenplatte. Der Rest wurde nun neu geschaffen. Und ich bin begeistert in welcher Qualität das gemacht wurde und wie schön das gelungen ist. Besonders ab Mittag scheint die Sonne in den Laden und genau auf dieses Stück. Die Farbigkeit und der Schattenwurf sind einfach toll vermutlich nur am Original erlebar. Und da ja sonst gerade alles verrammelt und verriegelt ist, hat man hier die Gelgenheit für eine Sehenswürdigkeit die definitv einige barocke Architektonische Elemente in sich trägt.


  • Hallo Seebastian,


    danke für die Bilder von Teilen des vielleicht schönsten und edelsten Barockservices das jemals geschaffen wurde, des Schwanenservices. Denn dass der Tafelaufsatz ein Teil des berühmten Schwanenservices darstellt, steht wohl außer Zweifel. Vermutlich besitzt die Manufaktur in Meißen noch die originalen Formen des kostbaren Services. Das Original hatte Graf Heinrich von Brühl für sich bzw. für sein Schloss zu Pförten (heute polnisch Brody) anfertigen lassen. Der größte Teil wurde dort 1945 zerstört, doch tauchen immer wieder einzelne Teile bei Auktionen der großen Auktionshäuser auf.

  • Also vom kompletten Service mit über 2000 Teilen gibt es noch einige Originalformen. Aber vom Tafelaufsatz fehlten diese zu großen Teilen. So das es sich hier wirklich um eine Neuausformung nach Zeichnungen und Überlieferungen handelt, was die oberen beiden Etagen betrifft. Aber das in echt zu erleben. Noch dazu im Sonnenlicht ist wirklich unglaublich. Das reicht bald ans goldene Kaffeezeugs heran. Es gibt auch einige Neuschöpfungen zum Service die in diese Zeit passen welche ich auch echt gelungen finde. So gibt es Teller für den Geschirrspüler wo der Rand aus Bisquitporzellan ist, also nicht glasiert, da wirkt das Relief mit den Schwänen nochmal ganz anders.


    Ich möchte an dieser Stelle betonen das ich keine Provisionen von Meissen bekomme aber das ist einfach unendlich faszinierende Handwerkskunst.


    https://www.meissen.com/pub/me…r-schwanenaufsatz-web.pdf

    Ohne das Schöne, was soll der Gewinn? -Mörike-

  • Danke Seebastian für Deine tollen Fotos.

    Da hatte ich doch gleich Lust, mir den Aufsatz auch (noch mal) im Meißen-Laden anzusehen.


    Die Verkäuferin hat mir auf Nachfrage verraten, dass die Manufaktur 9 Jahre an der Reko des Aufsatzes gearbeitet hat und der im Dresdener Meißen-Laden der erste rekonstruierte ist.
    Er besteht - wie man bei genauer Betrachtung sehen kann - aus zahllosen Einzelteilen.
    Senfgefäßen, Gewürzdosen, Schalen, Tee- und Kannen, Terrinen etc.

    Wie das von Dir angesprochene "Goldene Coffeezeug " auch.



    Der von Dir fotografierte komplette Aufsatz mit allen Einzelteilen im Laden wartet "nur noch" auf die Abholung.

    Er wurde "ins Ausland" verkauft.

    Meiner Vermutung "bestimmt nach Russland" wurde nicht widersprochen.

    590.ooo,- Euro...

    Es handelt sich um limitierten Luxus. Es darf nun einer pro Jahr hergestellt und verkauft werden.

    Nächstes Jahr gibt´s also vielleicht nen Neuen...


    https://www.saechsische.de/mei…ktur-meissen-5281318.html



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    Habe übrigens im Amsterdamer Rijksmuseum die Meißen-Präsentation und das Unterteil des Aufsatzes letztes Jahr fotografiert.









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    In Dresden ist u.a. dieses Original-Teil in der Porzellan-Sammlung zu sehen.

    https://skd-online-collection.…seum/Details/Index/122218

    Es war - wenn ich mich recht erinnere - eines von wenigen Teilen des Pförtener Originals, dass von den Brühls in den 30-ern als Leihgabe in die Dresden Porzellansammlung gegeben wurde.
    So hat es - grotesker Weise - den Krieg durch Auslagerung überstanden...


    Das über 2000-teilige Original-Service war 1945 in Pförten im Keller eingemauert, wurde aber von den anrückenden Rot-Armisten entdeckt und weitgehend zerstört...

    Teile sind auch in den Kunsthandel gelangt und wurden so weltweit zerstreut.


    Im Jahr 2000 gab es in Dresden eine Sonderausstellung, in der einmal sehr viele der relativ wenigen weltweit noch erhaltenen Originalteile der Erstausformung vereint gezeigt wurden.

    Das Amsterdamer Hauptteil war wohl auch da.

    Ebenso, wie Teile, die sich heute in Lustheim (Schleissheim bei München) befinden.



    2010 wurde ein weiteres Original des Service nach Dresden restituiert.

    https://skd-online-collection.…seum/Details/Index/854977

    https://www.bild.de/regional/d…k-nach-15198526.bild.html


    Nachfolgender Link zeigt wohl alle Originale der Erstausformung, die in Dresden noch existieren.
    https://skd-online-collection.…?page=2&q=schwanenservice


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    Gängige Teile des Service wurden und werden seit fast 300 Jahren immer wieder ausgeformt.


    Teile wurden aber auch kopiert .

    Mal besser mal schlechter.

    https://www.br.de/br-fernsehen…-krempel-terrine-100.html


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    Oder sie wurden rezipiert:

    In der 2000-er Ausstellung war ein Schwanen-Teller ausgestellt, der aber nicht von Meissen, sondern Capodimonte in den 60-ern hergestellt wurde.


    Wie kam es dazu?

    Der Milliardär Aristoteles Onassis hatte ein paar Original-Teller des Schwanenservice aus der Erstausformung in seinem Antiquitätenbesitz in New York (?).

    Weil er für seine Jacht einen ähnlichen Porzellan-Satz wünschte, lies er in den 1960-ern in Neapel bei Capodimonte Teller in ganz ähnlichem Design herstellen...

    Einen davon konnte man in 2000 auch in der Sonderausstellung sehen.

    Leider habe ich den Katalog der Ausstellung gerade nicht griffbereit und kann kein Foto einstellen.


    Meissen hat nun diese Homage der 60-er wiederum rezipiert.

    https://www.meissen.com/de/398984-s0537-1.html

    Ähnlich staffiert war der Teller in meiner Erinnerung auch.