Dresden - Allgemeines

  • Einige mindestens für Dresdner sicher interessante Vorträge gibt es ab September noch, gemeinsam veranstaltet von der GHND, dem Dresdner Verein Brühlsche Terrasse e.V., Forum für Baukultur e.V., StadtbilDDresden und dem Gottfried-Semper-Club Dresden e.V.!


    Ort: Piatta Forma, Terrassenufer (gegenüber dem Schalterhäuschen der Dampfschifffahrt)
    Beginn:jeweils 18.00 Uhr
    Eintritt: frei, um eine Spende wird gebeten!


    4. September 2019: „Prof. Harald Julius von Bosse, Architekt der Russisch-Orthodoxen Kirche Dresden"
    Referent: Dipl.-Ing. Architekt Lucas Müller (Gottfried-Semper-Club Dresden e.V.)


    2. Oktober 2019: „Zur Baugeschichte und den heutigen Spuren der Festung Dresden“
    Referent: Gerd Döge (Dresdner Verein Brühlsche Terrasse e.V.)


    6. November 2019: „Dresdens jüdischer Kulturpfad – Eine Entdeckungsreise durch (mindestens) drei Jahrhunderte“
    Referenten: Dr. Gunda Ulbricht, Heike Liebsch (Hatikva e.V.)


    4. Dezember 2019: „Aus meinem Archiv 'Altes Dresden'“
    Referent: Ernst Hirsch (Dresdner Dokumentarist, Filmemacher und Kameramann)


    Siehe: http://www.neumarkt-dresden.de…emeinsam-fuer-Dresden.pdf

  • Vielleicht wurde es schon erhwähnt, aber bei Google Maps gibt es jetzt ganz neue Schrägbilder von Dresden. Interessant finde ich vor allem die Entwicklung der Wilsdruffer Vorstadt - sieht so langsam wieder wie eine richtige Innenstadt aus.


    Pirna ist übrigens mit dabei.

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Die Begrünung des linken vorgesetzten Gebäudeteils könnte man wieder entstehen lassen, sieht lebendiger aus.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Nein, das wäre keine gute Idee. Es geht um Renaissance-Architektur!


    Dresden, Stallhof, von rechts nach links: Langer Gang, Georgenbau, Hausmannsturm, Kanzleihaus, Reiterrampe
    (Foto: Foto Fitti, Juni 2012, CC-BY-SA-3.0)


    1936 war die Farbfassung der Renaissance nicht mehr vorhanden. Die Berankung erstreckte sich nicht nur über die heute grauen Fassaden, sondern auch über den heute weißen Teil des Kanzleihauses dazwischen. Mit einem Turnierplatz der Renaissance hatte das gar nichts mehr zu tun. Immerhin waren die Arkaden am Langen Gang wieder freigelegt. Anfang des 20. Jahrhunderts sah es mit den zugesetzten und ebenfalls teilweise berankten Arkaden noch schlimmer aus.


    Der Stallhof um 1904, Ansichtskarte von Brück & Sohn, gemeinfrei


    Der Umbau des Georgenbaus wurde 1902 abgeschlossen. Deshalb sieht der auf der Karte so hell aus. Den übrigen Fassaden fehlt jede Farbe. Die Stechbahn ist durch eine Schmuckplatzgestaltung blockiert. Der Hof wirkt noch irgendwie romantisch, aber mehr auch nicht. Es sollte eigentlich jedem klar sein, dass man eine sgraffito-imitierende Fassadenmalerei wie an der Stallhofseite des Kanzleihauses nicht begrünen darf. Für Events wird der Stallhof auch heute viel genutzt.


    Weihnachtsmarkt im Stallhof, im Hintergrund das Kanzleihaus (Foto: SchiDD, Dezember 2015, CC-BY-SA-4.0)


    Wenn ich "Thüringer Mutzbraten" lese, kriege ich sofort Appetit und freue mich auf die Adventszeit. Im Übrigen bin ich froh, dass gerade nicht 1936 ist.

  • Man staunt, wieviel Leute unter den Arkaden Platz fanden!

    In der Architektur muß sich ausdrücken, was eine Stadt zu sagen hat.
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten

  • Ich frage mich wirklich, wie gehirngewaschen ein Mensch eigentlich sein muss, das Leben in Frachtcontainern "geil" zu finden.

  • Naja, ist billiger als Hotelzimmer und jeder soll sich Zimmer nehmen wie er will. Ob Box oder Zimmer mit Blick auf Meer soll jeder selbst entscheiden. Sehe kein Problem.

  • HOCHHAUS-VERHINDERUNGSKONZEPT


    In den letzten Jahren gab es immer wieder mal das Ansinnen durch Investoren, in der Dresdener Innenstadt und den zentralen historischen Vorstädten an möglichen aber auch (nach normalem Menschenverstand) unmöglichen Stellen Hochhäuser (über 30m) oder zumindest hohe Häuser (über 22m) zu errichten. Da in der Stadt in Folge des sozialistischen Städtebaus hunderte Gebäude zwischen 30 und 50m Höhe bestehen, musste seitens der Bauverwaltung mindestens 2 Projekten wegen der Genehmigungsfähigkeit nach § 34 Landesbauordnung zugestimmt werden (Wohnhochhaus am Straßburger Platz und an der Bürgerwiese / Lenné-Platz). Schon dagegen regte sich seinerzeit Widerstand seitens Vereinen, Bürgerschaft und Teilen des Stadtrats.

    Als dann vor 2 Jahren die neu gegründete STÄDTISCHE Wohnungsbaugesellschaft an sensibelster Stelle Hochhaus-Missstände am Elbufer durch einen weiteren ergänzenden bis 50m hohes Wohnturm zementieren wollte und das neue Technische Rathaus am Ferdinandplatz nach Wünschen der städtischen Bauverwaltung einen hohen Glasturm bekommen sollte, wurde die städtische Bauverwaltung mit Druck des Stadtrates zur Erarbeitung eines Hochhaus-Leitbildes verdonnert.


    Gestern nun wurden die Ergebnisse (nach mehreren Schritten der Bürgerbeteiligung) in einem gut gefüllten Rathaussaal den interessierten Bürgern präsentiert. Dank vieler kluger Köpfe ist ein Hochhaus-VERHINDERUNGSkonzept entstanden, dass zukünftig nur an sehr wenigen Stellen WEITERE Hochhäuser und hohe Häuser erlaubt.

    - Wiener Platz Ost und West,

    - Achse Grunaer Straße - Karcher-Allee vom Pirnaischen Platz bis Gruna,

    - Bahnbrache und Bomenschadgebiet zwischen Nossener Brücke und WorldTradeCenter,

    - Vorstadtbereich Niedersedlitz-Dobritz (wohl irrelevant, aber als Alibi-Fläche eingearbeitet) .

    Für die Johannstadt wurde explizit ein RÜCKBAU auf alte Traufhöhen und das Verbot weiterer hoher oder Hoch-Häuser als verbindliches Entwicklungsziel festgeschieben!!!!

    Schier unglaublich, aber wahr! Ein großer Erfolg der ;-) rückwärtsgewandeten und geschichtsverliebten dekadenten Dresdner ;-) gegen Modernisten und "Bruch-Fetischisten" in der eigenen Verwaltung.


    Das die Konzeption erarbeitende Schweizer Architekturbüro hat eine sehr akribische Untersuchung angestellt.

    In der Überlagerung u.a.

    - denkmalrelevanter und v.a. stadtbildprägender Blickbeziehungen,

    - ausgewiesenen Denkmalschutzgebiete,

    - Umgebungsschutz für die Altstadt,

    - Landschaftsschutz-Ausweisungen

    - etc. etc.

    wurde klar, dass nur in sehr wenigen Teilflächen der Stadt überhaupt neue Hochhäuser zulässig sind.

    Dresdener Landschaftsplaner, Bauhistoriker und v.a. die Landes-Denkmalpflege haben unmissverständlich die Bedeutung des Stadtbildes und die Unverträglichkeit von Hochhäusern herausgearbeitet.

    Bereits in der Auftaktveranstaltung erklärte die Stadtbaudirektorin von Köln: "moderne Städte brauchen keine Hochhäuser" .

    All diesen Protagonisten ist zu danken.


    Nun hat man also bald (durch folgenden Stadtratsbeschluss) verbindlich festgeschrieben, dass in Johannstadt (und am Technischen Rathaus) so wie in 90% der Stadtfläche weitere Hochpunkte NICHT zulässig sind.

    Ansinnen von Investoren und die Begehrlichkeiten bestimmter Kreise in der städtischen Bauverwaltung können mit diesem Hilfsmittel nun zukünftig abgewehrt werden.


    http://www.neumarkt-dresden.de…in-dresden-gebaut-werden/

  • Ein weiterer Beweis, dass der durchschnittlich interessierte Dresdner mit seinem Bauchgefühl als Laie auf der selben Ebene liegt, wie die unvoreingenommenen Profis, die sich an Fakten orientieren und wissenschaftlich arbeiten. Und damit konträr zur selbsternannten verklüngelten "Fachschaft" in der städtischen Verwaltung und ihren tendenziösen Politikern.


    Aber wer sind wir denn uns anzumaßen in Baufragen mitreden zu wollen?! 🤷🏼‍♂️


    Aber bedeutet doch eigentlich, dass alle geplanten Projekte (Busbahnhof, Lennèplatz, Wiener Platz) gebaut werden dürfen. Und nur der Stutz am Ferdinandplatz als "Erfolg" gewertet werden darf?


    Wie liegt der Sachstand beim geplanten Hochpunkt am KKM? Würde ja meiner Meinung nach in das "Erlaubnisgebiet" zwischen Nossener Brücke und WTC fallen - wenn auch am Rand - geografisch gesehn. Oder nicht?


    Und die Bruchbude am Pirnaischen darf auf bleiben und noch welche dazu bekommen?! 🤢