St. Petersburg - Gazprom-City

  • also das geplante HH beruehrt den altstadtteil ueberhaupt nicht, es ist mE. sogar ein gutes project. die auswahl aus den bewerbern kann ich nachvollziehen, einzig der italienische entwurf waere noch in betracht gekommen, aber der ist unruhig und lange nicht so emblematisch und wahrzeichenwuerdig wie der jetzige.
    haben gut gewaehlt die jungs...das wird vielleicht das neue wahrzeichen petersburgs


    ist ja auch nicht so schwierig, wenn man nicht gerade mit nem halbhirn sein studium an ner ollen TU verbracht hat.


    generell ist es vielleicht gar keine schlechte sache, einen geschlossenen altstadtkern zu haben und einen gepflegten neubau bereich, die USA machen das vor, da gibt es einige sehr schoene staedte, und dies gerade aufgrund der HH.


    es ist wie immer nur eine frage des designs und der urbanen planung.
    unsere nordwest-europaeischen moechtegern-kuenstler haben sich halt des ex-modernistischen durcheinanders und der haesslichkeits-ideologie verschrieben. beachtlich auch die reaktionen des russischen 'BDA'
    die ganz grosse mehrheit der russischen architekten lehnt das projekt aus fast puristischen schoenheitsidealen ab.


    also das genaue gegenteil von unserem affenhaufen :augenrollen:

  • "generell ist es vielleicht gar keine schlechte sache, einen geschlossenen altstadtkern zu haben und einen gepflegten neubau bereich"


    Richtig, nach wie vor halte ich Paris für eine Stadt, der das sehr gut gelingt.

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • Jeggen:
    sehr guter und informativer beitrag, der zeigt, dass man sich vor ort auskennen sollte, um projekte einschätzen zu können.
    und besonders erfreulich ist natürlich, dass man sich inzwischen scheinbar auch in russland überlegt, wo man was hinbaut.

  • Quote

    Gazprom und Petersburg spalten den Wolkenkratzer
    St. Petersburg. Der umstrittene Wolkenkratzer für Gazprom soll gebaut werden – aber mit neuem Konzept, Namen und anderer Finanzierung. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass auch noch die angepeilte Höhe abbröckelt.


    http://www.aktuell.ru/russland/wirtschaft/gazprom_und_petersburg_spalten_den_wolkenkratzer_1561.html\r
    http://www.aktuell.ru/russland/wirtscha ... _1561.html

    Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)

  • Neuer Artikel zum geplanten Gasprom-Hochaus in St. Petersburg. Interessant auch die Einwände der ansässigen Architekten, Künstlern und Bürgerinitiativen.


    Quote

    [...] der Plan des Unternehmens, am Rand des historischen Zentrums von Petersburg einen 396 Meter hohen Wolkenkratzer zu errichten, hatte heftigen Widerstand provoziert. Den Wettbewerb im Jahr 2006, an dem unter anderen so renommierte Architekten wie Herzog & de Meuron, Daniel Liebeskind, Jean Nouvel und Rem Koolhaas beteiligt waren, hatte das Büro RMJM aus London für sich entschieden. Sein Entwurf - ein in sich gedrehter, nach oben spitz zulaufender Bau aus Glas und Stahl - gefiel den Auftraggebern. Nicht aber den diversen Bürgerinitiativen, Künstlern und Architekten, die argwöhnten, ein so hoher Turm würde die Silhouette der historischen Altstadt Petersburgs zerstören. [...] Die Aktivisten der Bürgerinitiative "Schiwoj Gorod" (Lebendige Stadt) fürchten daher nicht nur, dass durch den Wolkenkratzer der Weltkulturerbe-Titel verlorengehen und der Besucherstrom verebben könnte. Sie glauben, der Turm könnte zu einem Präzedenzfall werden. "Wenn Gasprom anfängt, werden andere nachziehen", sagt der 33 Jahre alte Dmitrij Worobjew. Schon heute gebe es Pläne, ein weiteres Hochhaus in der Nähe der Altstadt zu errichten. "Noch vor zwei Jahren wäre das undenkbar gewesen", sagt er. [...]


    http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EDA4BC4E17B764E13870BB51210E40938~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell\r
    http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C ... ss_aktuell

    Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)