Frauenkirche Dresden

  • Du wirst sicher recht haben, aber eine Rednerin (habe den Namen leider vergessen - kurze brünette Haare) hat nur von den Verhinderern in der Denkmalpflege (vermutlich allgemein) gesprochen.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am 13.10.2015 berichtet, macht man sich in dieser Ausgabe, unter Technik und Motor, Gedanken ob zehn Jahre nach der Fertigstellung der Bau besser zusammengehalten wird als das Original - und ob er regendicht geworden ist.


    Dieser Bericht ist leider nicht freigegeben und kann für 2,50 Euro über die Frankfurter Allgemeine Zeitung erworben werden. Sollte jemand diesen Bericht doch noch finden, dann kann er diesen Bericht ja einstellen.

  • Naja, die Frauenkirche ist halt ein einzigartiges Bauwerk, das auch im Unterhalt einzigartige Anforderungen stellt. Dass die Kirche von vornherein ein "Pflegefall" ist, finde ich jetzt nicht überraschend.

  • nun online:


    Quote

    Dresdner Frauenkirche
    Mörtel, Stein und Eisen bricht?


    Mit ihrer mehrere tausend Tonnen schweren „Steinernen Glocke“ wird der Dresdner Frauenkirche eine enorme Last aufgebürdet. Wird der Bau besser zusammengehalten als das Original?
    [...]


    http://www.faz.net/aktuell/tec…rauenkirche-13850950.html

  • Hier findet sich ein recht hübscher Film über die Frauenkirche, der auch die Bemühungen um den weiteren Erhalt anspricht:


    http://www.mdr.de/mediathek/fe…51f8dc33_zs-2d7967f4.html


    Abgesehen davon ist der Schauwert enorm - auch der des sich seit gut zehn Jahren entwickelnden Neumarktes.

  • Ein sehenswerter Film! Mann, wie hat es damals angefangen...

    In der Architektur muß sich ausdrücken, was eine Stadt zu sagen hat.
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten

  • Diese Briefmarke entdeckte ich auf der Post und sie machte mich aufmerksam, daß da dieses Jahr ein George-Bähr-Jubiläum ansteht, ach ja, sein 350igster Geburtstag!


    Haben wir das schon im Forum irgendwo erwähnt und gewürdigt!?


    Sind irgendwelche Veröffentlichungen, Bücher, Ausstelllungen dazu bekannt? Links zu Veranstaltungen etc.!?
    Wer was weiß, bitte hier posten!



  • Im Mai finden dazu einige Veranstaltungen auf Schloss Lauenstein statt. Dort kann man außerdem eine nette kleine Dauerausstellung zu Leben und Werk des Ratszimmermeisters besichtigen.


    http://www.schloss-lauenstein.de/


    Abgesehen davon muss man Lauenstein unbedingt einmal gesehen haben...

  • Nach der Weihe der Frauenkirche vor über zehn Jahren zeigt sich der Außenbau des Gotteshauses erstmals wieder mit einer Rüstung. Der Anlass sind Entsalzungsarbeiten, die am Chor vorgenommen werden. Der Kostenrahmen beläuft sich auf rund 100.000,00 Euro.


    Die DNN berichten:


    http://www.dnn.de/Dresden/Loka…auenkirche-haben-begonnen


    Recht anschaulich nimmt sich der Beitrag im Sachsen-Fernsehen aus:


    https://www.sachsen-fernsehen.…nbau-eingeruestet-359228/

  • Wäre es nicht eine Option, die Steine diffussionsoffen zu hydrophobieren ("Trockene Mauer" o.ä.)? So könnte kein Wasser in die Steine eindringen und es würden keine oberflächennahen Salzablagerungen und Ansammlungen von Russpartikeln etc. entstehen.

  • So etwas in der Art macht man mit den Plastiken im Zwinger. Jedoch denke ich, dass sich ein solches System nicht auf die Frauenkirchenmauern übertragen lässt. Hier dürften vor allem die Fugen das Problen sein.

  • Es wäre auch die Frage, ob eine Hydrophobierung bei den alten Steinen überhaupt richtig funktionieren würde, oder ob man damit die schon vorhandenen Salze nicht quasi einschließen würde, und damit den Schaden noch vergrößern würde. Und Experimente verbieten sich hier....

  • Ich habe mal eine Frage die mir vielleicht jemand hier beantworten kann.
    Wie wurde baurechtlich mit der Frauenkirche umgegangen als diese wieder rekonstruiert wurde?


    Meiner Meinung nach ist die Frauenkirche kein denkmalgeschützes Gebäude, da:


    Fakt: Das Gebäude fiel in sich zusammen, wobei eine Ecke stehen blieb.
    1. Die Reste genossen Bestandsschutz aus der Historie herraus (quasie einer Baugenehmigung entsprechend)
    2. Diese Reste müssten doch noch denkmalgeschütz gewesen sein, weil die Kirche denkmalgeschütz war?


    Dann wurde bei der Rekonstruktion die Kirche neu genehmigt. Durch die neue Genehmigung erlosch die alte Genehmigung, der Bestandsschutz sowie damit auch der Denkmalschutz.
    Demnach ist die Kirche dann formell ein Neubau und kein Denkmal mehr.


    Ironischerweise hat somit die Denkmalbehörde durch die Rekonstruktion der Kirche, der "formellen" vernichtung eines Denkmals zugestimmt, dass nie ganz weg war?!?


    Ist dies so?

  • Nein, so ist das nicht.
    Alles was vom historischen Bau da war (auch sämtlicher Einzelteile des Trümmerbergs), war immer schon Denkmal. Die heutige wiederaufgebaute FK ist (und zwar komplett) ebenfalls eingetragenes Denkmal, quasi nur wiederzusammengesetzt wie eine zerdepperte Porzellanvase. Ich denke durch den hier extrem material- und konstruktionsgerechten Wiederaufbau wurde dieser baurechtlich nicht 1:1 wie ein heutiger Neubau behandelt. Soviel ich weiß, gab es Dutzende von Ausnahmegenehmigungen. :D