Hamburg - Bausituation

  • Dieses gräßliche Haus ist mir schon oft unangenehm aufgefallen in der Hamburger Hafencity. Baujahr 2010.




    Jetzt habe ich eine Wohnungsanzeige gefunden. € 1,980 Kaltmiete für 144 qm bei vier Zimmern. Unheimlich günstig für Hamburg und insbesondere für die Hafencity, wo der durchschnittliche Mietpreis bei € 19,00 pro qm liegt. Wen wundert‘s bei der Architektur? Habe mich oft schon gefragt, wer in solchen Häusern eigentlich leben möchte.


    Und in 30 Jahren wird‘s wieder abgerissen. Ein Beispiel für die mangelnde Nachhaltigkeit moderner Architektur.

  • Wen wundert‘s bei der Architektur? Habe mich oft schon gefragt, wer in solchen Häusern eigentlich leben möchte.

    Wenn man so sieht, in was für Hütten und in welcher Lage manche in Hamburg wohnen, nur um in Hamburg und vor allem in einem Szeneviertel zu wohnen, dürfte einen eigentlich gar nichts mehr wundern. :lachentuerkis:

  • "St. Georg, Adenauerallee - Erweiterung eines Gründerzeitlers durch Spiegelung des Bestandsgebäudes"


    Das ist bemerkenswert. Hier wird eine Historismus-Fassade erweitert, eine Seltenheit in Deutschland.

  • Bausituation am Mittelweg Ecke Tesdorpfstraße.



    Der heruntergekommene Altbau wurde abgerissen, der Neubau basiert auf der rekonstruierten Fassade.




    Nebenan wurde ein Altbau wunderbar saniert.


  • Im Hamburger Gängeviertel wird das 1886 erbaute Gründerzeithaus in der Speckstr. 83-87 für rund 2,6 Mio. € saniert.



    Sanierung des Gängeviertels geht mit Speckhaus weiter




    Gängeviertel Hamburg-Neustadt Wohnhaus Speckstraße 83-87

    Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Neubau in der Dillstraße, im Hamburger Grindelviertel. Die Dillstraße führt übrigens direkt zur Talmud-Thora-Schule, neben der die Synagoge stand, deren Rekonstruktion (hoffentlich) ansteht.



    Das restliche Grindelviertel besteht glücklicherweise aus vielen gut erhaltenen Altbauten, ähnlich dem Gebäude links neben dem Neubau. Hier zwei Fotos aus der angrenzenden Rappstraße.



    Hier noch ein mMn gelungener Neubau in der Rappstraße.


  • Der Neubau ist ein Retro-Produkt, dass die (neben bestimmten brutalistischen Erzeugnissen) hässlichste Variante

    der 70er-Jahre-Architektur nachahmt. Das ist so mit die extremste Form der Geschmacksverirrung.


    Hier ein originales Beispiel dieser "Stil"-Richtung aus Offenbach, Berliner Straße:


    https://images.app.goo.gl/nFpBVQ7dPRyv3DE29


    Mein herzliches Beileid den Bewohnern.

  • Ja, ich glaube das ist tatsächlich ein Entwurf aus den 1970er Jahren. Aber immerhin hat der Architekt auch ein paar damals auf Lager gelegte Plastikfenster hier noch schnell loswerden können. Auch eine Form von Nachhaltigkeit, wenn auch nicht von langer Dauer wie ich zu hoffen wage.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Schreckliche Neubau in die Dillstrasse: das Versagen der Modernen ist hier wieder klip und klar.

    Warum werden diese schreckliche Bauten gestattet oder geduldet?

    Hier sollen Schmierer sofort tätig werden. Hässlicher ist kaum noch möglich.:cursing:

  • Hamburg ist derzeit das einzige Bundesland, das einen Geburtenüberschuss ausweist und in dem sich die Bevölkerung per Saldo verjüngt.


    Die Zahl der Geburten widerspricht den Vorhersagen zur Bevölkerungsentwicklung. Die KiTa- und schulische Infrastruktur wurden demzufolge mit zu niedrigen Kapazitäten kalkuliert und genügen nicht den Anforderungen.


    Um den Bedarf an zusätzlichen Schulen und Schulplätzen kurzfristig decken zu können, hat die Stadt ein eigenes Plattenbaukonzept entwickelt. Voll ausgestattete Schulgebäude können so binnen 5 Monaten errichtet werden.


    Bericht Hamburger Morgenpost


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    Quelle: Hamburger Morgenpost