Hamburg - Baugeschehen


  • Schlimm. Ein sehr schönes Gebäude, dass ich oft bewundert habe, wenn ich mit dem Auto Richtung Landungsbrücken gefahren bin.

  • Der Denkmalschutz mal wieder. „Bei der umfassenden Sanierung würde so wenig von der Originalsubstanz erhalten bleiben, dass der Bau seinen Status als Denkmal verlieren würde.“


    Also lieber abreißen. Was für eine absurde Logik.


    „Die Bauherren könnten sich sogar eine Rekonstruktion vorstellen.“ Das wird der Denkmalschutz sicher zu verhindern wissen!


    Einfach nur erbärmlich, Hamburg. Das Leder-Schüler Haus wurde von keinem anderen als Fritz Höger entworfen, dem Architekten des Chile-Hauses.


    Eine Stadt, die durch Großbrand und Krieg so viel Altsubstanz verloren hat, sollte fürsorglicher mit seinem Bestand umgehen.


    Die freien Zitate stammen aus der heutigen Mopo.


  • Die MoPo übrigens als klar linkes Blatt sehr viel mit Stadtbildthemen beschäftigt, immer gegen Abrisse, pro Rekos etc. Nur mal so gesagt. Fällt mir eigentlich bei keiner anderen hier öfter verlinkten Zeitung so klar auf wie bei der MoPo.

  • Das grässliche Gebäude Mittelweg 140 / 141 wird anscheinend umgebaut. Bin heute Morgen daran vorbeigelaufen; die Fenster sind bereits verbarrikadiert.


    Aktuelle Situation (es ist der grüne 70er-Jahre Klotz am Mittelweg Ecke Milchstraße).


    Zur geplanten Neugestaltung habe ich nur dies gefunden. Sieht ganz anständig aus.

  • Wettbewerbsergebnis: Der Hauptbahnhof soll gläserne Ergänzungen erhalten.

    MODERNExit: Mehr Altstadt wagen!

  • Das Render ist ein schönes Beispiel für eine unterschwellige Manipulation.


    Wenn man sich die Schattenwürfe der Passanten mal genauer ansieht: Die Sonne scheint etwa aus einem 40-Grad-Höhenwinkel aus Nordost, fast Nord-Nordost. Das ist eine Position, die die Sonne in Hamburg niemals einnimmt (- Nordost würde nur im Juni und nur zum Sonnenaufgang halbwegs passen, also niemals in einer 40-Grad-Höhe). Den weißen Bogen über dem Steintordamm wird man in der Realität bei sonnigen Wetter aus einer Position wie auf dem Render - weit weniger vorteilhaft - im Gegenlicht zu sehen bekommen.


    Wenn man dann noch berücksichtigt, dass es in Hamburg manchmal auch Tage ohne Sonne gibt, dass Weißes in unserem Klima meist nicht lange weiß bleibt, und zusätzlich das Umfeld so etwas wie "die gute Stube" der Hamburger Sprayer-Szene ist, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass der reale Eindruck stark abweichen wird.

  • Das Render ist ein schönes Beispiel für eine unterschwellige Manipulation.


    Wenn man sich die Schattenwürfe der Passanten mal genauer ansieht: Die Sonne scheint etwa aus einem 40-Grad-Höhenwinkel aus Nordost, fast Nord-Nordost. Das ist eine Position, die die Sonne in Hamburg niemals einnimmt (- Nordost würde nur im Juni und nur zum Sonnenaufgang halbwegs passen, also niemals in einer 40-Grad-Höhe). Den weißen Bogen über dem Steintordamm wird man in der Realität bei sonnigen Wetter aus einer Position wie auf dem Render - weit weniger vorteilhaft - im Gegenlicht zu sehen bekommen.


    Wenn man dann noch berücksichtigt, dass es in Hamburg manchmal auch Tage ohne Sonne gibt, dass Weißes in unserem Klima meist nicht lange weiß bleibt, und zusätzlich das Umfeld so etwas wie "die gute Stube" der Hamburger Sprayer-Szene ist, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass der reale Eindruck stark abweichen wird.

    Ich kenne das auch aus der Bremer Überseestadt: Da wurde an den Stellwänden die Abbildung eines Neubaus gezeigt, der mit der Rückfront zur Weser - also nach Süden - ausgerichtet war. Die Vorderfassade war herrlich sonnenbeschienen. Da kam gleich gute Laune auf beim Betrachter. Da ein West-Süd- und Oststand der Sonne in diesem Fall ausgeschlossen war, kam nur eine Beleuchtung mittels Sonne von Norden infrage. In Bremen geht ja vieles drunter und drüber, aber dass die Sonne im Norden steht, dass kommt vielleicht nur alle 300 Jahre mal vor.

  • Eine weitere Meldung aus der Hansestadt, leider nicht so eine tolle: Im noblen und gut erhaltenen Stadtteil Rotherbaum wurde auf einer freien Baufläche ein Neubau realisiert, das "D11". Nur dumm, dass das Gebäude die umliegenden Gründerzeitler überhaupt nicht respektiert und sich negativ abhebt.



    Quote

    Was straßenseitig so aussieht, als hätte man nachträglich eine Ecke des Gebäudes abgeschlagen, bildet den Übergang zum gegenüberliegenden Grundstück, wo sich ein Mehrfamilienhaus aus den 1960er Jahren befindet. Die Form greife das Satteldach des Nachbargebäudes aus der Nachkriegszeit auf und interpretiere diese neu, sagen die Architekten.


    Zwischen Alster und Uni - Wohnhaus in Hamburg von grasp architecture

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Das Projekt hatten wir schon mal auf Seite 29 dieses Threads. Ich wies darauf hin, dass das 70er-Jahre Architektur in ihrer hässlichsten Variante ist. In Offenbach gibt es an der Berliner Straße ein ganz ähnliches Haus, das sicherlich um die 50 Jahre auf seinem Buckel hat. Offenbar muss jeder Fehler mehrmals kopiert werden.

    Einfach nur geschmacklos.

  • Dieser Neubau dürfte zwei bis drei Jahre alt sein. Schulterblatt 1 in der Schanze. Ich halte ihn für recht gelungen. Vorher stand hier ein zweistöckiges Gebäude, das ihr auf diesem Foto sehen könnt. („Video aktuell“).


    (Vor einiger Zeit gab es bereits einen Link zu diesem Projekt. Wollte euch das Gebäude nun „in echt“ zeigen).


  • Die Gerüste sind gefallen: Hafencity, Kernsanierung, Aufstockung und Erweiterung des Gebäudekomplexes mit dem Automuseum. Die Planung für das Dach wurde Gottseidank offenbar vollständig überarbeitet. Der ursprüngliche Entwurf hatte Ähnlichkeiten mit dem Militärmuseum Dresden.

  • So, hier jetzt auch noch einmal der ursprüngliche Entwurf, der seinerzeit der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Es handelt sich um denselben Bauherren, und eine Änderung der Pläne wurde meines Wissens nie kommuniziert. Insofern war die Entwicklung wirklich eine positive Überraschung.