Hamburg - Baugeschehen

  • Könnte in seiner jetzigen Form auch irgendwo in einem ehemaligen Ostblockstaat stehen... Die so geplante Sanierung ist wirklich nur zu begrüßen.

    "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

  • Das ist ja nur eine Visualisierung. Mal abwarten, wie das real wirkt. Ich denke, das wird schon recht gut. Jedenfalls besser als die aktuelle Situation.

  • Wobei ich mich wirklich frage, was daran kitschig sein soll? In unserem Forum erwarte ich ein solch pauschales Urteil eigentlich nicht. Was wir da bisher sehen ist doch eine sehr ansprechende Fassadenaufwertung. Ob nun Neuschöpfung oder historisch korrekt ist in diesem Fall zweitrangig, da es sich um kein bedeutendes Gebäude handelt. Die Alternative wäre vermutlich Abriss und "moderner" Neubau gewesen. Insofern sollten wir uns über diese Lösung freuen.

  • Königsbau, was sie erwarten ist mir gleichgültig, mir gefällt der Entwurf in seinen Details nicht. Allerdings kann der fertige Entwurf mich vielleicht noch überzeugen. Die Visualisierung könnte tatsächlich einen schlechteren Eindruck vermitteln, als das fertige Gebäude dann. Derzeit bin ich aber noch nicht überzeugt.

  • Wenn dir der Entwurf nicht gefällt kann ich das selbstverständlich akzeptieren, aber von Kitsch zu sprechen finde ich unangebracht. Das impliziert ja eigentlich eine übertriebene Geschmacklosigkeit, die ich bei diesem Entwurf wirklich nicht erkennen kann. Das ist doch eher eine zurückhaltende Form einer Re-historisierung, die im Ergebnis gut zu Hamburg bzw. der Umgebung passen dürfte.

  • Ich kann mir vorstellen, dass der kitschige Eindruck durch die lieblos anmutende Visualisierung entsteht: die farbigen Flächen sind zu makellos und hierdurch die Fassade nicht plastisch, mit den leblosen Fenstern entsteht eher der Eindruck eines aus Zuckerguss geschaffenen Modells. Im Hinblick auf vorherige Projekte des Architekturbüros erwarte ich allerdings eine hochwertige Umsetzung und somit eine Bereicherung für das Stadtbild.

  • Könnte in seiner jetzigen Form auch irgendwo in einem ehemaligen Ostblockstaat stehen... Die so geplante Sanierung ist wirklich nur zu begrüßen.

    Im Grunde ist das die Form, die der vorherige Gründerzeitler in den 1920ern bekommen hat, natürlich mit jetzt fehlenden Details wie Fassadenelementen, Leuchtreklame, Sprossenfenstern und einem Vordach etc. Ich denke, dass man die 1920er Version wiederherstellen sollte, auch wenn der vorherige Gründerzeitler schöner war. Die neue Version gefällt mir aber auch.



    Hier sind einige Bilder:


    http://hamburg-bildarchiv.de/0…054a49c1095c01/index.html

  • Dann wird wohl der Penny schließen, herber Verlust für die Reeperbahn... Trotzdem natürlich eine erfreuliche Verbesserung.

  • Dann wird wohl der Penny schließen, herber Verlust für die Reeperbahn... Trotzdem natürlich eine erfreuliche Verbesserung.

    Hmmm.


    Der Penny wurde innenseitig gerade erst renoviert (Quelle: MoPo)


    penny-kiez-olivia-jones.jpg

  • Es ist wohl die Penetranz dieser Balusterbrüstungen, die das Kitschige am Projekt ausmacht. Solche Balustersäulchen kann man in jedem Baumarkt oder jeder Gärtnerei für wenig Geld erwerben, und deshalb werden diese an vielen Orten verwendet, oft auch in Einfamilienhausquartieren als Balkongeländer oder Garteneinfriedungen, wo sie völlig deplatziert sind und wirklich kitschig wirken. Mein erster Eindruck vom Projekt war auch dieses Stichwort...


    Ich würde am 2. und 3. Obergeschoss geschlossene Steinbrüstungen mit einer kasettierten Vertiefung wählen, und nur am 4. Obergeschoss diese Baluster. Das fünfte, nachträglich aufgestockte Obergeschoss sollte farblich abgesetzt werden, weil dort die Fenterverteilung anders als an den untern Geschossen ist, und weil dadurch der Quergiebel besser zur Geltung käme.


    hamburg-vorschlag

    Bildgrundlage für die Überarbeitung: https://uk-urbanarchitecture.c…hotel-reeperbahn-hamburg/


    Ich würde aber ebenfalls dem expressionistischen Zustand um 1930 den Vorzug geben.

  • Im Rahmen der aktuellen Elbvertiefung mussten die Leuchtfeuer an der Unterelbe auf Hamburger Gebiet versetzt (= abgerissen und durch Neubauten an anderen Standorten ersetzt) werden.


    Anbei das neue Unter- und Oberfeuer Blankenese in Richtung stromauf (Handybild):


  • Berlin hat eine U5, Hamburg bekommt eine. Die Streckenführung wurde beschlossen und gestern vorgestellt. Es handelt sich um ein (fast) vollständiges Neubauvorhaben, lediglich am Hautbahnhof werden seit den 1960ern existierende "Geisterröhren" aktiviert.


    Quelle

    u5-umstiege_web_k.jpg

  • Die technisch größte Herausforderung bei dem Vorhaben ist der Knoten Jungfernstieg. Mittig unter der Binnenalster wird in offener Baugrube in gut 20m Tiefe ein zusätzlicher Bahnhof entstehen (- hier in violett) mit Umsteigemöglichkeiten in die bereits existierenden 3 Einzelbahnhöfe mit bisher 3 U-Bahn Linien und der Stammstrecke der Hamburger S-Bahn.

    Die Bildqualität ist nicht so doll, da Screenshot aus dem Präsentationsvideo.