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    Hamburg verbaut seine Wahrzeichen
    Hamburgs Stadtbild steht vor einer gravierenden Veränderung. Der geplante Bau auf dem Gelände der Katharinenschule an der Willy-Brandt-Straße wird die Hauptkirche St. Katharinen fast vollständig verschwinden lassen.


    http://www.katharinen-hamburg.de/aktuelles/st-k…-in-gefahr.html


    Weitere Ansichten:
    http://www.bildarchiv-hamburg.de/hamburg/kirchen/katharinen/

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Quote

    Wie gut, dass der Hamburger Oberbaudirektor die Gelegenheit wahrnimmt, uns (all die mit dem ungeschulten Auge--siehe Dresdener Gestaltungskommission) mal wieder auf diese keineswegs erwiesene Tatsache hinweist.

    Ich hoffe, daß ihr alle auch wißt, daß der liebe Herr Walter vor 10 Jahren Stadtplanungsamtsleiter in Dresden war und an "unserer" Verunstaltungskommission seinen nicht unbedeutenden Anteil hat....

    "Hony soit qui mal y pense" - wie der Engländer zu sagen pflegt...

    Ist doch toll, wie wunderbar diese ganze Architekturszene miteinander vernetzt ist...

  • Quote from "Palantir"

    Hamburg verbaut seine Wahrzeichen
    Hamburgs Stadtbild steht vor einer gravierenden Veränderung. Der geplante Bau auf dem Gelände der Katharinenschule an der Willy-Brandt-Straße wird die Hauptkirche St. Katharinen fast vollständig verschwinden lassen.

    NEINNN!!! Das ist doch nicht moeglich! Ich sehe Hamburgs Hauptkirche St. Katharinen als "meine" Kirche an. Sie hat das elende Schicksal, gleich neben der autodurchbrausten Ost-West Strasse zu liegen, nahe dem jetzigen Spiegel-Klotz und anderem Horror. Zur anderen Seite hin ist allerdings die fein renovierte Speicherstadt, gefolgt von der noch wachsenden und mich atmosphaerisch weit weniger ansprechenden Hafen City. Die nahegelegene Ruine der Nikolaikirche, direkt am Verkehrsgetoese gelegen, ist kein Trost.

    Das Stadtbild Hamburgs, ueber Jahrhunderte durch die Tuerme seiner 5 Hauptkirchen (St. Michaelis, St. Petri, St. Jakobi, St. Katharinen und St. Nikolai [die Gemeinde von St. Nikolai ist die einzige, die ihre Kirche nicht wieder aufbaute sondern in ein neues Gebaeude in Harvestehude umzog]) sowie den Turm des Rathauses gepraegt, sollte eine grundlegende und sehr schmerzhafte Anderung erfahren? Was auch immer dort gebaut werden soll, es gehoert nicht dorthin! An einer anderen Stelle wuerde weder der Kirche noch dem Stadtbild Hamburgs Schaden zugefuegt.

    Danke fuer den Hinweis und die Links, Palantir! :D

    Quote from "Oktavian"


    Ich hoffe, daß ihr alle auch wißt, daß der liebe Herr Walter vor 10 Jahren Stadtplanungsamtsleiter in Dresden war und an "unserer" Verunstaltungskommission seinen nicht unbedeutenden Anteil hat....

    "Hony soit qui mal y pense" - wie der Engländer zu sagen pflegt...

    Ist doch toll, wie wunderbar diese ganze Architekturszene miteinander vernetzt ist...

    Nein, ich hatte keine Ahnung! :schockiert:

    Sowas nenne ich "recycling." Also ist dieser Mensch, nachdem er in Dresden sein Unheil angerichtet hatte nach Hamburg abgewandert um dort sein uebles Spiel fortzufuehren? :augenrollen: Er "waltet" dort nun schon an die 10 Jahre. Welche Stadt wird als naechste von ihm befallen, oder ist es Zeit fuer den Ruhestand? Diesem Video zufolge noch nicht; vielleicht hat er als naechste Steigerung seiner Taetigkeit Berlin im Auge?

  • In Hamburg soll wieder historisierendes Bauen erlaubt werden
    Eine gute Nachricht aus Hamburg: Der Bezirksamtsleiter des Bezirks Hamburg-Mitte hat einen "Masterplan" vorgestellt, in dem der mit vielen Architekten und dem Oberbaudirektor Jörn Walter (ein erklärter Fan der Greisen-Moderne") auf Distanz geht. Neu- und Umbauten könnten auch historisierend sein. "Ich bin davon überzeugt, dass die Bürger sich dabei wohler fühlen, als bei der neuen Glas-und Stahl-Architektur. Wir bauen für die Bürger und für derenBürger müssen wir offener sein."
    Ein großer Sieg, der zeigt, dass der stetige Einsatz (ich hatte ihn auch mehrfach angeschrieben) sich langfristig lohnt.
    Viele Grüße aus Hamburg :lachen:

  • Willkommen im Forum, liebe Hamburgerin. Danke für die Berichte aus dem Norden.

    Das hört sich ja gut an, vor allem, da Walter einem gewissen modernistischen Dogmatismus frönt.
    Hast Du einen Link zu der Thematik? Wie heißt der werte Herr aus dem Bezirk Mitte?

  • Die beste Nachricht des Jahres, jedenfalls fuer Hamburg. :banane: Vielen Dank , Hamburgerin! Wie heisst dieser Mensch? Ich moechte ihm Kraenze winden oder jedenfalls einen Blumenstrauss schicken, auch wuerde ich sofort mit voller Kraft seine Befoerderung zum Oberbaudirektor unterstuetzen. ;) Es gelang mir nicht, in der Lokalpresse oder im "Mitte" Teil der offiziellen Hamburg-website etwas ueber diese erfreuliche Entwicklung zu finden.

    Ich hatte keine Ahnung, dass historisierendes Bauen laut irgendwelcher hansestaedtischen Regeln ueberhaupt verboten war? Hoechste Zeit, dass das wieder eingefuehrt wird, besonders in Mitte! Herr Walter steht bei mir schon seit Jahren auf der :daumenunten: Liste, und dass hier endlich mal gegen ihn und all seine schlimmen, stadtbildschaedigenden Entscheidungen angegangen wird freut mich ueber die Massen.

  • Willkommen im Forum auch von mir, Hamburgerin! Und vielen Dank für deinen Einsatz in Hamburg, die sich offensichtlich gelohnt hat.
    Trotz vieler ansprechender Einzelprojekte wird Hamburg von einer Hochblüte der neuen durchlöcherten-Kisten-Architektur geprägt (am prägnantesten in der "Hafen-City", dessen Name ich schon eine Zumutung finde). Daneben steht auch noch ein Liebeskind-Projekt an, das anstatt eines Parkhauses in zentralster Lage an einem Fleet entstehen soll.
    Hamburg hat für eine deutsche Weltstadt sehr viel von seiner alten Struktur erhalten, und hat ebenso wie [lexicon='Frankfurt am Main'][/lexicon] die Wirtschaftskraft, daraus wieder was zu machen. Wenn man nur nicht den Weg der asymmetrisch durchlöcherten oder zackig verglasten Kisten geht.

    Nebenbei, in Lübeck ist es noch schlimmer, diese Stadt hat sich im letzten Dezennium eindeutig verschlechtert. Bremen baut dagegen etwas ansprechender.

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Na, hoffentlich liegt Elbphilharmonie noch sehr lange und sehr schwer in den Taschen des Hamburger Kultursenats!
    In den Links wurde es ja schon angesprochen: Warum repariert man die alte Bühnentechnik nicht einfach?
    Oder baut sie in dem jetzigen Bühnenturm komplett neu auf?

    Ich bin jetzt kein Theaterexperte, aber was ist seit den 1960er Jahren groß an neuer Bühnentechnik erfunden worden? (Ok: Lasertechnik auf der Bühne dürfte wohl neu sein. Platzbedarf vergleichbar mit Scheinwerfern) Vorhänge, Drehbühnen, Lifte, Kulissenschieberei und Scheinwerfer wird man mit Technik aus dem Jahr 2010 doch sicherlich kompakter bauen können als noch damals?

  • In Hamburg wird das Gebäude der "Alten Post" -Ursprungsbau von 1842- zum zweiten mal vollständig ausgekernt. Die kleine Ladenpassage wird zukünftig entfallen. Die neuen Geschosshöhen werden die Fenster wieder korrekt einbeziehen. Es soll ein Staffelgeschoss aufgesetzt werden.

  • Endlich! Jetzt gibt es auch Schrägbilder von Hamburg:

    http://www.bing.com/maps/?v=2&where1=Hamburg%2C%20Hamburg%2C%20Germany&encType=1\r
    http://www.bing.com/maps/?v=2&where1=Ha ... &encType=1

    Obwohl der Osten 50er Jahre wiederaufbau ist, sieht es sehr grün und gepflegt aus.

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Hallo zusammen.

    Kann mir hier jemand sagen was aus dem angekündigten Projekt mit der Baubehörde an der Stadthausbrücke geworden ist? :ka:
    Dieses unsägliche Dach sollte doch umgebaut und an den ursprünglichen Zustand angepasst werden. Hat sich da inzwischen etwas getan?
    Hier ein Link, damit klar ist welches Haus ich meine:

    http://commondatastorage.googleapis.com/static.panoram…al/12441633.jpg

  • Ein kleiner Überblick über bedauerliche und erfreuliche Abrisse:
    Verlorene Geschichte! Diese Häuser werden abgerissen

    Eine gute Entwicklung ist, dass Alsterufer 1 (der 70er-Jahre Hochhausanbau) nun doch fallen darf.

    Siehe hierzu auch diese ältere Meldung:
    http://www.welt.de/die-welt/wirts…-Sanierung.html

    wmt:
    Hältst Du uns gelegentlich bildlich zu einigen Entwicklungen auf dem Laufenden? Wäre sehr nett und hilfreich, da so bedauerlich wenig aus HH hier ankommt?

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Quote

    Ein kleiner Überblick über bedauerliche und erfreuliche Abrisse:

    Um die nr. 3,4,5 ist es auf jeden Fall nicht schade.

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Der SPIEGEl beschäftigt sich mit dem

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells…,712632,00.html

  • Die Strategie ist perfide und durchschaubar: Die Häuser so lange vergammeln lassen, bis Gutachter sagen, dass eine Sanierung sich nicht mehr lohnt. Mit dieser Strategie wurden auch schon die Villen im Frankfurter Westend in den siebziger Jahren abgeräumt. Scheint auch 2010 noch zu funktionieren...

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