• Hildi: Mich würde eine Bilderserie des heutigen Hildesheims auch sehr interessieren.


    Der Trauer um das alte Hildesheim, die schönste mittelalterliche Stadt Nordeuropas, kann aber durch nichts relativiert werden:



    Quelle: http://www.bildindex.de">http://www.bildindex.de
    Die Eckemeckerstraße



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    Das Rolandspital



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    Das Altdeutsche Haus in der Osterstraße



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    Der Hohe Weg mit der Ratsweinschänke von 1612



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    Der Hoken hinter dem Knochenhaueramtshaus



    Dabei war das einzigartige Stadtbild Hildesheims auch in der Angelsächsischen Welt sehr gut bekannt. Es bleibt unannehmbar, dass das alles noch am 22. 3. 1945 verbrannt wurde.

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  • Hildi, baukunst
    meine Stadt...
    ich komme an sich aus einem karpatischen (zugegebnermaßen dem Gebirge etwas vorgelagerten) Dorf, wie mein Name schon sagt.
    Geboren bin in Wien, wo ich tw auch wohne. Das ist sicher kein hier im Forum unbekannter Ort.
    Man kann mir glauben, dass ich niedersächsiche Verhältnisse sachlich sehe.
    Ich glaub nicht, Hildesheim ungerecht beurteilt zu haben, überdies nötigt die Aufbauleistung, überhaupt jene seit meinem bisher einzigen Besuch größte Bewunderung ab.
    Was Nürnberg betrifft, bin ich vielleicht wirklich nicht so objektiv, da hat mich Baukunst wohl durchschaut. Zweifellos rührt meine harsche Kritik von meiner Hingerissenheit für den Vorkriegszustand her. Eine Zeitlang hatte ich sogar begonnen, alte AKs aus dieser Stadt zu sammeln (hab aber keine besonderen Exemplare ergattern können, wirklich nur das Übliche).
    Von Würzburg kenn ich eigentlich kaum Vorkriegsaufnahmen. Das wär eigentlich einmal ein interessantes Thema hier.
    Übrigens, Baukunst, ein Schmankerl für dich: in meiner Heimat, unweit von mir, befindet sich ein originales Nürnberger Fachwerkhaus.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Na, nach dem "großgoschert" habe ich mir schon so was gedacht ... jedenfalls kann der lässige Zynismus in ursus' Beiträgen ebenso sympathisch sein wie Hildis Euphorie, ist doch letztlich beides von einem Interesse an den luciden Meisterwerken vergangener Stadtbaukunst motiviert.


    @u. c.: Du hast jetzt freilich geschafft, mich mit dem original Nürnberger Fachwerkhaus neugierig zu machen. Spann mich nicht auf die Folter!

  • In einem verwunschenen karpatischen Schloss inmitten umwaldeter Höhen...
    Na, bleiben wir seriös.
    'Burg Kreuzenstein' bei Korneuburg wurde um 1900 von Graf Wilczek an der Stelle einer Burgruine aus dem 30jährigen Krieg unter Verwendung von Originalteilen von Bauwerken aus ganz Europa (vielleicht sogar darüber hinaus) errichtet. Glanzpunkt ist der sogenannte 'Kaschauer Gang', mW die Orgelempore des Kaschauer Doms. Teil dieses wüsten Sammelsuriums ist auch ein nach Abbruch von Wilczek erstandenes Nürnberger Fachwerkhaus (es hatte oder hat sogar einen historischen Namen, der mir jetzt nicht einfällt. Vogelsanghaus? Kommt mir irgendwie als verkappte Meistersinger-Reminiszenz oder Assoziation vor, wenn du willst, kann ich mich schlau machen). Sehr original ist es mir bei der Besichtigung allerdings nicht vorgekommen, aber zweifellos sind wesentliche Substanzteile echt.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Damit es nicht noch einen 15., 16. und 17. "fremden" Beitrag gibt, verweise ich für die Antwort zur Frage des Nürnberger Fachwerkhauses hier hin...

  • Trotzdem noch einmal zurück zu Nürnberg: Auf
    Burg Kreuzenstein / Niederösterreich
    sind deutlich eingebaute Fassadenteile des Fachwerkhauses zu sehen (4.Reihe).

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Na, wie steht s, wer weiß etwas über die letzten sechs Alt-Würzburger Häuser, bzw wer verfügt über gutes Vorkriegsmaterial?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Von meinen zahlreichen Würzburg-Besuchen her kann ich mir eigentlich nur vorstellen, dass diese Gebäude auf der westmainischen Seite stehen, entlang der Kronen- und der Saalgasse kann ich mich an einige zumindest urig aussehende Häuser erinnern.

  • Die Häuser stehen an der Juliuspromenade in Blickrichtung Main/Haus des Frankenweins auf der linken Seite kurz vor der Einmündung in die
    Karmelitenstraße. Es sind zumeist äußerst schlicht gehaltene, kleinere Gebäude aus dem frühen 19. Jhdt.. Gerade die schmucklosesten Gebäude haben überlebt. Am schönsten ist noch die Hirschapotheke mit dem Mansarddach und dem schmiedeeisenen Balkon.
    Soweit mir erzählt wurde haben diese Gebäude den Feuersturm überstanden, weil dort nahe des Mains ein Löschposten war.

  • Danke Mortimer. Mir war schon früher aufgefallen, daß diese Ecke etwas altertümlicher aussah. Ich hielt das aber für eine bessere Wiederaufbauleistung. Das mit dem Löschposten am Main klingt wahrscheinlich, denn so hat auch das einzige Fachwerkhaus in Frankfurt überlebt.

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  • Quote from "ursus carpaticus"

    Hildi, baukunst
    meine Stadt...
    ich komme an sich aus einem karpatischen (zugegebnermaßen dem Gebirge etwas vorgelagerten) Dorf, wie mein Name schon sagt.
    Geboren bin in Wien,...


    ...das finde ich jetzt aber interessant! West- oder Ostkarpaten?

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Exilwiener
    ...das finde ich jetzt aber interessant! West- oder Ostkarpaten?


    Ähm, also äh, Westkarpaten, alleräußester Westen, westlichster Westausläufer sozusagen. Das Land unter Michelberg, Waschberg und Rohrwald. Also eine völlig unzweifelhaft karpatische Landschaft. Meine ICH
    zumindest.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Willkommen im Forum, Christine!
    Stand der Kürschnerhof einst quer über der Schönbornstraße?

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  • Quote from "christine"

    Ich bin zufällig auf diesen Thread hier gestossen und habe mich mal auf die Suche nach alten Bildern gemacht: Würzburg, Kürschnerhof, Marktplatz, Domstrasse.


    In Verlängerung des Kürschnerhofs kann man die alte Schönbornstrasse erahnen.


    Schöne Grüsse Christine


    Wahnsinnsbilder! Man kann nicht genug Tränen vergiessen über die Sinnlosigkeit der Zerstörung dieser herrlichen Stadt. Wenigstens ist uns Bamberg geblieben, das den Bildern des alten Würzburgs nach zumindest entfernt baulich verwandt erscheint...

  • Quote from "Brandmauer"

    Willkommen im Forum, Christine!
    Stand der Kürschnerhof einst quer über der Schönbornstraße?


    Danke!


    Der Kürschnerhof schloss zur Domstrasse hin ab. Der Kürschnerhof ist ein eigener Strassenname heute und mündet in die Schönbornstrasse.


    Ich habe gerade eine Facharbeit dazu gefunden. Das ist sehr interessant, auch für mich.


    Ja, die Zerstörung Würzburgs war völlig unsinnig. Würzburg war vor dem Krieg vielleicht die Barockstadt überhaupt. Leider haben die Engländer ja gründliche Arbeit geleistet.


    Das Langschiff des Doms stand übrigens nach dem Angriff noch und stürzte erst im Winter 1945/46 ein.


    Schöne Grüsse Christine

  • Welch ein schöner Welt (Stadt) war damals Würzburg.


    Warum mussten die Amis ausgerchnet dieser Perle Deutschlands (zusammen mit das ebenfalls so wunderschöne Potsdam) fast am Ende der Krieg vernichten ???


    Die schöne Fassaden an der Marktplatz..... mit Dom (und Laternen am Spitzen) darüber hinausragend.


    Können diese Fassaden wenigstens nicht rekonstruiert werden????


    Warum sind wir dann mit so wenig die das für ganz normal und selbstverständlich halten???


    Bin für sofortige und völlige Rekonstruktion von: Würzburgs, Potsdam und der ehemalige Berliner Mitte!!!
    Diese 3 Ensembles waren doch einmalig und von erstrangiges Niveau (Unesco Welterbe).


    Daneben näturlich auch die ehemalige Altstadt von Dresden.

  • "Sinnlos" erscheint mir verniedlichend und ist dabei wohl sogar begrifflich unrichtig, denn ein Sinn lag zweifellos vor, wenngleich ein abgrundtief böser.
    Vom Vorkriegs-Würzburg fiel es mir bisher recht schwer, mir ein Bild zu machen.
    Auch auf diesen Bildern wirkt es irgendwie schwer fasslich, eine zweifellos gediegene Mischung aus Mittelalter und Barock, die eine erstaunlich homogene Wirkung ergab.
    Dennoch: Das alte Nürnberg wirkt ungleich faszinierender, und auch Bamberg kommt mir architektonisch kraftvoller vor.
    Wie auch immer: Markt und Umgebung, also das Gebiet von Mainbrücke bis Neumünster gehören unbedingt rekonstruiert. Diese relativ kleine Fläche ergäbe einen mehr oder weniger aufgelegten Höhepunkt fränkischer Stadtbaukunst, unverständlich und bezeichnend, dass die Stadt sich dies entgehen ließ und immer noch lässt.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Auf dem Bild vom Marktplatz
    http://www.mainpost.de/_/tools…7&_CMBILD=1799946#1799946" onclick="window.open(this.href);return false;\r
    http://www.mainpost.de/_/tools/diaview. ... 46#1799946
    sieht man hinten auch wieder den echten, eigentlichen Petrini-Bau (wo Georg Völk in war), der von Petrini entworfen wurde und der platzbeherrschend war. Wenn man nur den rekonstruieren könnte, wäre schon so viel gewonnen, wie man sieht.

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