• -Genau das verstehe ich nicht. Fürs Pellerhaus ist der Umstand der Neubauung doch alles andere als förderlich? Auch fürs Toplerhaus, fürs Viatishaus… Aber am konkretesten fürs Pellerhaus. Eine Belassung als Ruine wäre doch unseren Zwecken viel zuträglicher. Der bloße "Standort" geht doch auch durch Nichtbebauung nicht unter...

    Wer sagt denn, dass ein Nachkriegsgebäude nicht abgerissen und durch eine Rekonstruktion ersetzt werden kann?

    Aber es passiert halt nicht so oft. Hildesheimer Markt wäre ein Beispiel, aber da hat kein Verrückter die Nachkriegsprovisorien unter Denkmalschutz gestellt.


    Von "Verdiensten" der DDR hab ich nicht reden wollen. Das ist klar, dass die nicht die nachträgliche Reko im Sinne hatten. Aber ob gewollt oder nicht, unterm Strich wurde ein qualitätsvoller Neuaufbau, in welche Richtung durch das Zuwarten auf bessere Zeiten ermöglicht. Das war in Würzburg nicht der Fall. Dort wurde so schnell wie möglich alles zugepflastert.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Würzburg, ursus` Haßstadt Nr. 2 nach Nürnberg ...


    Auch hier liegst du in einigem falsch und man fragt sich, warum man sich seit Jahren genötigt sieht, zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit dasselbe zu schreiben.


    "Dort wurde so schnell wie möglich alles zugepflastert."

    - Ne, eben nicht. Es gab Kriegslücken in Würzburg, die sehr lange bestanden. Ein beispiel dafür ist das C&A-Gebäude am östlichen Aufgang der Alten Mainbrücke, das erst um 1970 nach langen und hitzigen öffentlichen Diskussionen bebaut wurde.

    Weiterhin wurde ein Teil der inneren Pleiche, in der Nähe des Sitzes des Verschönerungsvereines, sehr angepaßt, ich meine, in den frühen 80ern bebaut; eben in dieser Zeit auch die historistischen Rekonstruktionen beim alten Müllheizkraftwerk in der Veitshöchheimer Straße.

  • Ich Finde Würzburg gemütlich , und Urban , das typisch Würzburgische Flair wurde erhalten und manches hätte besser laufen können nach 45* , aber über die Details kann man streiten.

  • Mozart-Areal: So geht es mit der Sanierung weiter

    https://www.mainpost.de/region…erung-weiter-art-10473676


    Daraus ein Zitat:

    Quote

    Dabei bleibt – entsprechend dem Ergebnis des Bürgerentscheids vom Juli 2015 – das Gebäude in seinem äußeren Erscheinungsbild weitgehend erhalten, die Wandgemälde im Innenbereich sollen restauriert werden. Die geschwungene Treppe vom Foyer in den ersten Stock wird ebensowenig angetastet wie die Schrägbestuhlung und die Bühne des Veranstaltungsaals. Dort kann sich Baureferent Benjamin Schneider künftig Lesungen, kleinere Konzerte und Bürgerveranstaltungen vorstellen. Für das Catering der Veranstaltungen wird es eine Kaffeebar geben.

    Und nun geht es mit der Sanierung der Mozart-Schule los.


    Würzburg: Umbau der ehemaligen Mozartschule startet

    https://www.radiogong.com/aktu…igen-mozartschule-startet


    Hier zwei Bilder des durchaus erhaltenswerten Treppenhauses:


    https://images.app.goo.gl/bhfqUvenm6XyW86YA


    https://images.app.goo.gl/tXspJ2g67n59Kgbk9


    P.S.: Natürlich ist zu bedauern, dass dafür seinerzeit die Maxschule abgerissen wurde.

  • Dass man über so etwas ein Buch schreiben kann...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Warum denn nicht? Das ist doch ein äußerst spannendes Thema! Ähnliche Arbeiten existieren auch über andere Städte wie z.B. Nürnberg, Münster oder Rothenburg ob der Tauber. Das Buch ist sehr interessant, da es die Verluste an historischer Bausubstanz akribisch auflistet und auf zahlreichen Fotos den Vorzustand mit der heutigen Situation vergleicht.